Fundraising und Imagebildung in Hochschulen

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1 Fundraising und Imagebildung in Hochschulen Cornelia Kliment Bundesdekanekonferenz Düsseldorf, 21. Mai 2010

2 Die Thesen im Überblick 1. Kausalität von erstklassigem Image auf die Erfolgsaussichten von Hochschulfundraising 2. Bewerber und Förderer suchen sich die Hochschule mit der für sie höchsten Existenzberechtigung in der Gesellschaft aus 3. Freund, Förderer macht es ähnlich: Er stellt die Frage nach der dem USP, der Alleinstellung und dem Engagement für die Gesellschaft

3 Die Thesen im Überblick 4. Alumni-Fundraising beginnt bei der Immatrikulation, ebenso die Mitgliedschaft im Alumni- Club 5. Kein hohes Alumni-Fundraising-Income, aber eine Fülle an Netzwerken 6. Voraussetzung für ein erfolgreiches Fundraising ist die instutional readiness 7. Der Elevator Pitch und die Story muß jedem Hochschulangehörigen bekannt sein

4 Die Thesen im Überblick 8. Aktivierung externer Netzwerke und die Bereitschaft zu hoher Transparenz 9. Wettbewerb steckt die Claims jetzt ab, wenn man die Fundraisingstrategie nicht zeitnah selbst entwickelt 10. Eine Hochschule mit erfolgreichem Fundraising hat mehr als Ressourcen für ihre Projekte und Kampagnen 11. FAZIT: Die Zukunft des Hochschul-Fundraising in Deutschland gehört den Fachhochschulen

5 These 1 Die Kausalität von erstklassigem Image und Alleinstellungsmerkmal USP der Hochschule als Wettbewerbsvorteil für die Erfolgsaussichten von Hochschul-Fundraising gilt Gleichermaßen für Bewerber- Partner- wie für Fundraising-Zielgruppen, Bsp. TU-München, WHU, Leuphana-Universität

6 These 2 Bewerber suchen sich diejenige Hochschule aus, die in den Rankings, bei Preisen, Abschlüssen gut abschneidet sich regelmäßig in der öffentlichen Debatte zu Wort meldet und die ein erfolgreiches Fundraising betreibt eine solche Hochschule hat sehr nahe Unternehmensbeziehungen und ein Netzwerk in die Wirtschaft, Bsp.: RWTH-Aachen, Bucerius-Law-School, BiTS

7 These 3 Ähnlich informiert sich der Interessent, Freund, Förderer Er stellt die Frage nach der Existenzberechtigung Wie ist das Engagement für die Gesellschaft der Hochschule, ihn zieht auch Erfolg, Exzellenz, Elite, Innovation, gute Rankings, Preise, andere Förderer, Name droping, Bsp.: ebs, Jacobs-University

8 These 4 Alumni-Fundraising beginnt bei der Immatrikulation, denn Wohlwollen und Empathie muß im Studium erzeugt werden und nicht danach die Pflege als Mitglied im Alumni-Club erfolgt vom ersten Studientag an mit lebenslanger Mailadresse, sie schafft die Beziehung zur professionellen Familie zur geistigen Heimat zu der man gerne zurück kehrt, bzw. sich später in Projekte einbinden lässt Wohlwollen nimmt hier seinen Ursprung, wenn die Hochschule dieses Image auch im Studierendenkreis verankert und wirklich lebt, Bsp: exebs, UGB der Universität Bonn

9 These 5 In Deutschland wird in den nächsten 10 bis 20 Jahren kein Fundraising-Income in hohen Größenordnungen über Alumni erzielt aber eine Fülle von Funds-Income kommt aus diesen Netzwerken Bsp.: RWTH-Aachen ist stolz darauf, daß in allen DAX- Unternehmen Alumni im Vorstand sitzen, das erzeugt ein gewaltiges Netzwerk über diese Nation

10 These 6 Voraussetzung für ein erfolgreiches Fundraising ist die instutional readiness Die Rückendeckung und Verantwortungsübernahme der Hochschulleitung Ressourcen wie Finanzmittel, eigene Zeit für Networking zu investieren Das Einverständnis der gesamten Hochschule, sich ins Fundraising integrieren zu lassen und eigene Netzwerke einzubringen der Case of Support, um eine Argumentationsbasis für den Außenauftritt zu haben, Bsp.: WIFU-Kampagne, Studienfond OWL

11 These 7 Der Elevator Pitch was machen Sie denn so in? Warum sollte ich Sie denn unterstützen bei der? Was macht denn ihre Hochschule so einzigartig? Die kürzeste Antwort darf nicht mehr als 20 Sekunden dauern die Story muß jedem Hochschulangehörigen bekannt, zueigen und abrufbar sein, sie muß Strahlkraft haben und weiter erzählbar sein, z.b. Campus-Kampagne, Stipendien- Fond für Migranten, Kindergarten für Studierende, Stiftungslehrstuhl für Corporate Governance, Campus- Campaign

12 These 8 Die Aktivierung externer Netzwerke schafft eine ungemein wertvolle Sicherheit, z.b. Prof. Melzer als Botschafter der TU-München, Bill Clinton als Ehrenkanzler der BITS, Daniel Libeskind als Dozent an der Leuphana die Bereitschaft zu hoher Transparenz gegenüber Freunden, Förderern und Stakeholdern erzeugen ein Klima des Vertrauens für erfolgreiches Fundraising und eine Motivation, sich, sein Geld, seine Zeit, seine Netzwerke einzubringen

13 These 9 Der Wettbewerb steckt die Claims jetzt ab, wenn man die Fundraisingstrategie nicht zeitnah entwickelt die Database-Software, Recherche und Research, Gremien, Projekte und Kampagnen etabliert die institutional readiness schafft die Kampagnen konzipiert die eigenen Chancen nutzt, wird es der Wettbewerb machen.

14 These 10 Eine Hochschule mit erfolgreichem Fundraising hat mehr als Ressourcen für ihre Projekte und Kampagnen, Lehrstühle und Institute Sie hat ein Vielfaches mehr an Netzwerken eine erstklassige Verzahnung in die Gesellschaft und Wirtschaft eine Verankerung, die ihr den entscheidenden Vorteil gegenüber dem Wettbewerb in allen Märkten bringt, Bsp.: Universität Witten/Herdecke in der Krise, WHU als Gründung aus der IHK und Unternehmerschaft in Koblenz

15 FAZIT Die Zukunft des Hochschulfundraising gehört den Fachhochschulen, denn: Fachhochschulen sind mit Wirtschaft und Gesellschaft vernetzt Ihre Wissenschaftler kennen die Praxis, kommen vielfach aus der Praxis, sind durch Vorträge, Gutachtertätigkeiten, Aufsichtsratsfunktionen oder durch Mitgliedschaften in Wirtschaftsverbänden mit Unternehmern und Managern im permanenten Gespräch

16 These 11 Ihre Studierenden wollen ein schnelles und praxisnahes, berufsvorbereitendes Studium Viele der Events in den FH zielen auf eine unternehmerische Zielgruppe FH interessieren sich für die Zukunft ihrer Studierenden, hier finden sich Placement + Careerabteilungen, Bondingmessen und Partner-Events viel öfter als in Unis auch wenn noch kein Fundraising besteht, Bsp: Spargelessen der EUFH, Early-Bird-Meeting der ebs

17 These 11 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

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