Deutsche Bank Private Wealth Management. PWM Marktbericht. Frankfurt am Main, 11. April 2011

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1 PWM Marktbericht Frankfurt am Main, 11. April 2011

2 EZB die erste Leitzinserhöhung seit fast 3 Jahren Leitzins ausgewählter Notenbanken In % People s Bank of China US-Fed Bank of Japan Europäische Zentralbank Jun. 03 Mai. 05 Apr. 07 Mrz. 09 Feb. 11 Die EZB hat als erste G3-Zentralbank die geldpolitische Wende eingeleitet und erstmals seit der Finanzkrise den Leitzins erhöht. Die Bank of Japan dürfte aufgrund der aktuellen Sondersituation in absehbarer Zeit bei ihrem Nullzinsniveau bleiben und ihre Geldpolitik noch deutlich expansiver als bisher gestalten. Die US-Fed steht vor der schwierigen Aufgabe, die expansive Geldpolitik zurückzunehmen, ohne Wachstum und die Renteninvestoren negativ zu beeinflussen. Bis zum ersten Zinsschritt der Fed dürften noch viele Monate vergehen. Im Schwellenland China spielen bei der vierten Leitzinsanhebung seit Oktober 2010 sowohl Inflationsängste als auch Sorgen vor einer konjunkturellen Überhitzung eine Rolle. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung Quelle: Bloomberg, Global Investment Solutions 1

3 Inflationseffekte steigender Energie- & Nahrungsmittelpreise Anteile der Nahrungs- und Energiekosten an den Gesamtausgaben Kosten für Nahrung und Energie/ Gesamtausgaben privater Haushalte in den USA Quelle: Global Markets, Global Investment Solutions In den Industrieländern ist der Anteil der Energieausgaben an den Gesamtausgaben der privaten Haushalte in den letzten Jahrzehnten deutlich zurückgegangen. Der Anteil der Ausgaben für Nahrungsmittel fiel noch drastischer zurück. Der Ölpreis müsste auf über 150 US-Dollar steigen, damit z.b. in den USA der Anteil der Ausgaben privater Haushalte für Erdölprodukte das Niveau von 2008 erreicht. Bei einem Vergleich mit dem Jahr 1979 müsste der Ölpreis sogar auf rund 180 US-Dollar steigen. Gaben die US-Bürger Anfang der 60er Jahre noch mehr als jeden vierten Dollar für Energie und Nahrungsmittel aus, ist es derzeit nur noch etwa jeder siebte Dollar. Entsprechend gesunken ist der Einfluss von Preissteigerungen bei Energie und Nahrungsmittel auf die Entwicklung der Inflationsrate. 2

4 Renten EZB schleust Zinsen am kurzen Ende nach oben Renditestrukturkurve Euroland Renditestrukturkurve USA In % in % 4,0 4,0 3,0 April 3,0 April 2,0 Dezember 2,0 Dezember 1,0 1,0 0,0 3M 6M 1J 2J 3J 4J 5J 6J 7J 8J 9J 10J 0,0 3M 6M 1J 2J 3J 4J 5J 6J 7J 8J 9J 10J In Euroland hat bereits die Aussicht auf die EZB-Leitzinswende das Renditeniveau am kurzen Ende deutlich nach oben getrieben. Sowohl die Steilheit als auch die Verschiebung der Renditestrukturkurve seit Jahresende nach oben bestätigen das Bild einer robust wachsenden Wirtschaft. Die Renditestrukturkurve in den USA spiegelt das Bild einer Wirtschaft wider, die noch relativ am Anfang eines Aufschwungs steht. Das kurze Ende liegt unter dem Einfluss der nach wie vor expansiven Geldpolitik nahe Null, die Kurve verläuft allerdings in Erwartung des anziehenden Wachstums sehr steil. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung Quelle: Bloomberg, Global Investment Solutions 3

5 Aktien hohe Cashquote nährt Dividenden- u. M&A-Fantasie Cash-Bestände von US-Industrieunternehmen Anteil der liquiden Mittel an der Bilanzsumme in % (Quartalsstichtage) Deutliche Umsatz- und Gewinnsteigerungen führen bei vielen Unternehmen zu einer nachhaltigen Verbesserung der Kassenlage. Dies eröffnet Spielräume in Bezug auf die Dividendenpolitik. So dürften die für das letzte Geschäftsjahr ausgeschüttete Dividendensumme wieder das Niveau vor der Finanz-und Wirtschaftskrise erreichen. Auch das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen kommt infolge der guten Kassenlage weiter in Schwung. Hier wirken die weiterhin sehr moderaten Bewertungen als zusätzlicher Treiber. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung Quelle: T.R.Datastream, Global Investment Solutions ; 4

6 Devisen Eurostärke trotz weiterer Peripherie-Sorgen Euro versus Niedrigzinswährungen = EFSF* Juni 10 EUR/USD ESM* März 11 EUR/CHF EUR/JPY Auch gegen die Niedrigzinswährungen Yen und Schweizer Franken scheint die Schwächephase infolge der europäischen Schuldenkrise überwunden. 80 Griechenlandkriskrisbeben Irland- Japan- 78 Dez. 09 Mrz. 10 Jun. 10 Sep. 10 Dez. 10 Mrz. 11 Trotz anhaltender Sorgen um Peripherieländer wie Portugal, Irland und Griechenland kletterte die europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar auf den höchsten Stand seit rund 15 Monaten. Aktuelle Triebfeder der Entwicklung ist die Aussicht auf weiter steigende Zinsen, die vor allem kurzfristige Euroanlagen gegenüber anderen Währungen attraktiver werden lässt. Gerade im Vergleich mit Japan und den USA dürften die Märkte aber auch zunehmend realisieren, dass die öffentliche Verschuldung in diesen Staaten über dem Durchschnitt der Eurozone liegt. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung Quelle: Bloomberg, Global Investment Solutions ; *EFSF=European Financial Stability Facility, ESM=European Stability Mechanism 5

7 Wertentwicklung wichtiger Märkte & Währungen Indizes in lokaler Währung im Jahr 2011 Stand: Geldmarkt 1-Monats-EURIBOR in % 1,04 + 0,02 % + 0,23 % Renten Euroland JPM EUR ,54-0,80 % + 0,08 % Aktien Deutschland DAX 7225,68 + 2,62 % + 4,51 % Aktien Europa EuroStoxx ,82 + 2,57 % + 6,91 % Aktien USA S&P ,51 + 0,58 % + 6,03 % Aktien Asien/ EM MSCI Asia 118,00-3,16 % -0,92 % Aktien Japan TOPIX 853,13-5,08 % -1,87 % Währungen EUR/USD 1,44 + 1,76 % + 7,64 % Absolute Return HFRX Global HF Index EUR 1146,07 + 0,45 % + 0,93 % - 8 % - 6 % - 4 % - 2 % + 0 % + 2 % + 4 % + 6 % + 8 % + 10 % April 2011 Quelle: Bloomberg, GIS Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung 6

8 Wichtiger Hinweis Dieses Dokument enthält lediglich generelle Einschätzungen, welche auf der Grundlage einer fundamentalen sowie technischen Analyse der AG getroffen wurden. Diese Einschätzungen stellen keine Anlageberatung dar. Sie sind insbesondere keine auf die individuellen Verhältnisse des Kunden abgestimmte Handlungsempfehlung. Sie geben lediglich die aktuelle Einschätzung der AG wieder, die auch sehr kurzfristig und ohne vorherige Ankündigung geändert werden kann. Damit ist sie insbesondere nicht als Grundlage für eine mittel- oder langfristige Handlungsentscheidung geeignet. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Soweit die im Dokument enthaltenen Daten von Dritten stammen, übernimmt die AG für die Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Daten keine Gewähr, auch wenn sie nur solche Quellen verwendet, die sie als zuverlässig erachtet. Dieses Dokument darf nur mit ausdrücklicher Zustimmung der AG vervielfältigt, an Dritte weitergegeben oder verbreitet werden. Dieses Dokument und die hierin enthaltenen Informationen dürfen nur in solchen Staaten verbreitet oder veröffentlicht werden, in denen dies nach den jeweils anwendbaren Rechtsvorschriften zulässig ist. Der direkte oder indirekte Vertrieb dieses Dokuments in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Kanada oder Japan, sowie seine Übermittlung an US-Residents und US-Staatsbürger, ist untersagt. AG

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