Schlaganfall: Was nun? Rehabilitation.. und wie geht es weiter

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1 Schlaganfall: Was nun? Rehabilitation.. und wie geht es weiter

2 Rehabilitationsende: Was dann? Eine Rehabilitation ist zeitlich begrenzt Ambulante Therapien: wie, wo? Selbstständiges Training: Was? Freizeitgestaltung Selbsthilfegruppen 1

3 Herausforderungen der Versorgung Reha und Nachsorge als Komplexintervention Quelle: Behrens, J. Nachsorge im Rehabilitationsprozeß nach Schlaganfall, SFB 580, Martin-Luther-Universität 2

4 Heilmittelverordnung Ambulante Physiotherapie Ambulante Ergotherapie: Ambulante Logopädie Ambulante Neuropsychologie / Psychotherapie 3

5 Sportgruppen: Ansprechpartner: Behindertensportverband Reha-Sport ist gesetzlich verankert und wird zeitlich befristet von den Rehabilitationsträgern finanziert. 4 4

6 Neuropsychologische Trainingsprogramme Alleine oder mit Freunden 5

7 Es hakt im Versorgungsdschungel Wer trägt die Kosten? Welche Hilfen gibt es? Was kann ich tun, wenn Heilmittel, Hilfsmittel, Pflegehilfe abgelehnt werden? Wer hilft mir bei der Auswahl? Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe I 6 6

8 Unterstützungsmöglichkeiten Idee: Lotsen Stationäre Versorgung (Akutklinik, Reha, Pflegeheim) begleiten Soziales Umfeld (Familie, Freunde, Beruf) vermitteln beraten Ambulante Versorgung (Hausarzt, Pflegedienst, Sanitätshaus) Schlaganfall-Lotse als Führ-Sprecher des Patienten Kostenträger (GKV, PKV, RV, etc.) koordinieren kommunizieren Beratung & Hilfe (SHG, Wohlfahrt, Gesundheitsamt) organisieren Soziale Grundsicherung (Sozialamt, Agentur für Arbeit) Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe I 7

9 ABER DIESEN LOTSEN GIBT ES NOCH NICHT HKBB 8

10 - Lotsen System in Norddeutschland noch nicht umgesetzt Schlaganfallring: Flächendeckende SRSH-Beratung in Schleswig- Holstein und Hamburg - Infos über Selbsthilfegruppe - Therapiemöglichkeiten - Ansprechpartner Prämissen der Leistungsplanung 2013 HKBB 9

11 Pflegestützpunkte informieren sie über die Möglichkeiten der Pflege in der eigenen Wohnung, helfen sie bei der Suche nach einem geeigneten Heimplatz, unterstützen sie bei der Beantragung von Versicherungs- und Sozialleistungen, beraten sie bei Finanzierungsfragen. Auch bevor eine Pflegebedürftigkeit festgestellt wird, informieren die Beraterinnen und Berater darüber, welche Hilfemöglichkeiten es gibt, wenn die eigene Haushaltsführung nicht mehr möglich ist, welche Senioren-Betreuungs- und Begleitdienste in Hamburg tätig sind, was es an sonstigen Unterstützungsmöglichkeiten gibt. Prämissen der Leistungsplanung 2013 HKBB 10

12 Prämissen der Leistungsplanung 2013 HKBB 11

13 Selbsthilfegruppen Du schaffst es nur allein, aber alleine kannst Du es nicht schaffen Motto einer Selbsthilfegruppe Aphasiker-Selbsthilfe in Hamburg e.v. 12

14 KANN ICH NOCH EINMAL ZUR REHA? Prämissen der Leistungsplanung 2013 HKBB 13

15 Rehabilitationsantrag Wie oft habe ich Anspruch auf eine Rehabilitation?: Eine erneute ambulante oder stationäre Rehabilitationsleistung kann grundsätzlich erst nach Ablauf von vier Jahren seit der letzten durchgeführten Maßnahme erneut durchgeführt werden. Eine frühere Wiederholung ist nur dann möglich, wenn dies aus gesundheitlichen Gründen dringend erforderlich ist ( 40 Absatz 3 Satz 4 SGB V).. Unter welchen Voraussetzungen können Sie einen Reha-Antrag stellen? Eine medizinische Reha wird genehmigt, wenn die Mittel der Krankenbehandlung nicht mehr ausreichen Daher sollte Ihr erster Weg immer zu einem Haus- bzw. Facharzt führen. Ein befürwortendes ärztliches Gutachten Ihres behandelnden Arztes ist für eine erfolgreiche Beantragung sehr hilfreich. Wo muss Ihr Reha-Antrag eingereicht werden Das Formular sollte bei dem verantwortlichen Kostenträger für Ihre Reha eingereicht werden. Ist der zuerst angegangene Kostenträger nicht zuständig, leitet dieser den Antrag selbstständig weiter an den richtigen. Was tun, wenn der Reha-Antrag abgelehnt wird Im Falle einer Ablehnung haben Sie die Möglichkeit, dieser innerhalb eines Monats schriftlich zu widersprechen. Eine erneute ärztliche Stellungnahme über Dringlichkeit und die medizinische Notwendigkeit der Reha erhöht die Aussicht auf Erfolg. Oftmals wird nach einem Widerspruch die Rehabilitation genehmigt - zögern Sie also nicht, Ihr Widerspruchsrecht auszuüben 14

16 Überblick aller Rehabilitationsträger Bundesagentur für Arbeit Gesetzliche Rentenversicherung und Alterssicherung der Landwirte Gesetzliche Krankenversicherung Gesetzliche Unfallversicherung Kriegsopferversorgung und Kriegsopferfürsorge Träger der öffentlichen Jungendhilfe Träger der (öffentlichen) Sozialhilfe 15

17 Tipps für die Einreichung Ihres Antrags Füllen Sie den Antrag auf Rehabilitationsleistungen gemeinsam mit Ihrem Arzt aus. Falls Sie nicht sicher sind, welcher Kostenträger für Sie zuständig ist, lassen Sie sich nicht gleich von Ihrem Vorhaben, eine Reha zu beantragen, abschrecken! Reichen Sie Ihren Antrag erst einmal bei der wahrscheinlich zuständigen Stelle ein oder geben Sie Ihren Antrag bei einer Reha-Servicestelle ab Hamburg, Steinstr Hamburg, Sachsenstr Hamburg, Millerntorplatz Norderstedt, Rathausallee 70 16

18 Gründe für eine Reha-Ablehnung Eine Rehabilitation wird abgelehnt, wenn wenig Aussicht auf Erfolg der Rehabilitation besteht die Person nicht rehabilitationsbedürftig ist: Das heißt, wenn durch die Erkrankung die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben nicht beeinträchtigt wird Eine Heilmitteltherapie ausreicht die Person nicht rehabilitationsfähig ist: Das heißt, wenn die somatische und psychische Verfassung der Person eine Teilnahme an einer Rehabilitationsmaßnahme nicht zulässt (Belastbarkeit, Motivation) die Person akut behandlungsbedürftig ist, das heißt, wenn ein Krankenhausaufenthalt notwendig ist versicherungsrechtliche Gründe dagegen sprechen (z.b. wenn der Versicherte zu wenig Pflichtbeiträge geleistet hat) Sollte ein anderer Rehabilitationsträger zuständig sein, dann wird der Antrag an den zuständigen Träger weitergeleitet, und Sie werden darüber informiert. 17

19 Hoffentlich eine kleine Hilfe im Versorgungsdschungel Vielen Dank HKBB 18

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