Tipps mit Grips! Modul 3: Zuckerbedingte Stoffwechselstörungen. ANHANG 3.1 (Bilder)

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1 ANHANG 3.1 (Bilder) Bilder zum Einstieg: Diese einmal kopieren, auseinanderschneiden und zu Beginn der Einheit in die Mitte legen (Variante: Bilder nach einander in die Mitte legen, um das Erraten des Themas zu fokussieren). Modul 3 ANHANG Zuckerbedingte Stoffwechselstörungen Seite 1 von 16

2 ANHANG 3.2 (Hintergrundwissen) Im menschlichen Körper werden fortlaufend Stoffe (Fette, Eiweiße, Zucker, etc.) abgebaut, umgewandelt, gespalten und gebildet: der sogenannte Stoffwechsel ist lebensnotwendig und dient zum einem dem Aufbau und der Aufrechterhaltung der Zellen und zum anderen der Lieferung der nötigen Energie. Ein wichtiger Bestandteil des Stoffwechsels ist die Umwandlung von Kohlenhydraten bzw. Zucker. Diese sind konstante Energielieferanten und daher sehr wichtig. Da der Körper nur begrenzt Zucker speichern kann, ist er auf die regelmäßige Zufuhr angewiesen. Ist dies nicht gegeben, verlangsamen sich bestimmte Funktionen des Körpers oder fallen unter Umständen sogar aus (s. Symptome in Anhang 3.3). Die Aufnahme von Zucker in die Zelle wird durch das Hormon Insulin gesteuert, welches in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Ist diese Aufnahme des Zuckers dauerhaft gestört, spricht die Medizin von Diabetes mellitus und unterscheidet dabei zwei Gruppen: Typ I und Typ II. Patienten des Typs I leiden häufig von Kindesbeinen an unter der Krankheit, da ihr Körper nicht in der Lage ist, Insulin zu bilden. Patienten des Typs II erkranken im Laufe ihres Lebens an Diabetes, weil auf Grund der persönlichen Lebensweise der Körper weniger Insulin als benötigt produziert und das körpereigene Insulin zudem an Wirkung verliert. In beiden obengenannten Fällen liegt generell zu wenig Insulin vor und geht damit mit einem erhöhten Blutzuckerspiegel einher (Überzuckerung). Dieser hohe Blutzuckerspiegel hat diverse Folgen, die zum Teil direkt auftreten oder sich auch erst nach einiger Zeit (Spätfolgen) einstellen. Ein hoher Blutzucker kann daher nur bei Diabetikern auftreten oder bei Personen, die an nicht entdecktem Diabetes mellitus leiden. Anders verhält es sich mit der Unterzuckerung. In diesem Fall hat der Körper zwar genügend Insulin, aber zu wenig Zucker. In diesen Zustand kann jeder Mensch, egal ob Diabetiker oder nicht, geraten. Diabetiker können eine Unterzuckerung auf Grund von falscher Ernährung und falscher Dosierung des Insulins bekommen. Gesunde durch zu wenig Nahrung (Hungerstreik, Null-Diät über längere Zeit), eine Alkoholvergiftung, hohe körperliche Arbeit (Sport) oder Fieber. Modul 3 ANHANG Zuckerbedingte Stoffwechselstörungen Seite 2 von 16

3 ANHANG 3.3 (Lehraussagen : Symptome einer Unterzuckerung) Die Symptome einer Unterzuckerung sind sehr unspezifisch. Einzige Klarheit über eine vorliegende Unterzuckerung liefert nur die Bestimmung des Blutzuckers. Hinweise auf eine Unterzuckerung liefern folgende Symptome: Müdigkeit Konzentrationsschwierigkeiten Allgemeines Schwächegefühl Heißhunger (insbesondere auf Süßes) Kopfschmerzen Schläfrigkeit Unruhe Übelkeit Blässe Angst Schwitzen, Zittern Bewusstlosigkeit (in extremen Fällen) Herzklopfen Auf die Symptome einer Überzuckerung wird hier nicht eingegangen, da diese Form der zuckerbedingten Stoffwechselstörung selten ist und nur bei Diabetikern vorkommen kann (auch wenn die Erkrankung noch nicht erkannt wurde). Modul 3 ANHANG Zuckerbedingte Stoffwechselstörungen Seite 3 von 16

4 ANHANG 3.3 (Lehraussagen : Maßnahmen bei einer Unterzuckerung) Maßnahmen: Lagerung nach Wunsch des Betroffenen Gabe von Traubenzucker 1, Banane 2 oder ähnlichem (solange das Bewusstsein erhalten ist) Betreuung/ Beruhigung BZ-Messung 3 Beobachtung Normalwert: mg/dl (Erwachsene) Ggf. Wärmeerhalt Ggf. stabile Seitenlage und fortlaufende Wärmekontrolle Ggf. Notruf (wenn sich der Zustand verschlechtert und der Blutzucker trotz Zuckergabe nicht steigt) 1 Schneller Energiespender, der allerdings nur kurz anhält. Der Betroffene sollte in der Folge andere Getränke/ Speisen mit Zucker (belegtes Brötchen, Obst) zu sich nehmen, um den Blutzuckergehalt langfristig zu stabilisieren. 2 Höchster Kohlenhydratgehalt unter den Obstsorten 3 Notwendige Maßnahme, falls möglich durchführen. Von einer Unterzuckerung spricht man ab einem Wert unter 50mg/dl. Modul 3 ANHANG Zuckerbedingte Stoffwechselstörungen Seite 4 von 16

5 ANHANG 3.3 (Moderationskarten : Symptome) Moderationskarten: Diese werden ein Mal kopiert und auseinandergeschnitten. Es empfiehlt sich, die Karten auf Karton zu kopieren oder zu laminieren. Symptome Müdigkeit Modul 3 ANHANG Zuckerbedingte Stoffwechselstörungen Seite 5 von 16

6 ANHANG 3.3 (Moderationskarten : Symptome) Moderationskarten: Konzentrationsschwierigkeiten Allgemeines Schwächegefühl Modul 3 ANHANG Zuckerbedingte Stoffwechselstörungen Seite 6 von 16

7 ANHANG 3.3 (Moderationskarten : Symptome) Unruhe Heißhunger Unruhe Übelkeit Modul 3 ANHANG Zuckerbedingte Stoffwechselstörungen Seite 7 von 16

8 ANHANG 3.3 (Moderationskarten : Symptome) Angst Schwitzen, Zittern Bewusstlosigkeit Modul 3 ANHANG Zuckerbedingte Stoffwechselstörungen Seite 8 von 16

9 ANHANG 3.3 (Moderationskarten : Symptome) Schläfrigkeit Kopfschmerzen Blässe Modul 3 ANHANG Zuckerbedingte Stoffwechselstörungen Seite 9 von 16

10 ANHANG 3.4 (Fallbeispiel 1 : Unterzuckerung) Darstellungshinweise für das Fallbeispiel 1: Die Darstellungshinweise werden der Mime kurz erläutert. Situation: Dir ist den ganzen Tag schon nicht gut (du hast deshalb auch nichts gegessen), jetzt in Sport versagen deine Beine ihren Dienst Darstellung: Beim Einlaufen wurde dir nach der zweiten Runde richtig übel deine Knie fühlen sich wie Pudding an, dir ist schwindelig und du hast Kopfschmerzen. Hinweis: Falls die Helfer den BZ messen, so ist dieser bei der ersten Messung mit 45mg/dl anzugeben. Wenn die Helfer Traubenzucker geben und eine zweite Messung durchführen, steigt der Wert an. Blutdruck ist nicht auffällig (Regelwert), Puls ist aufgrund der sportlichen Betätigung erhöht. Erforderliche Maßnahmen: Betroffene flach lagern, ggf. zudecken. Traubenzuckergabe, Gabe einer Banane oder ähnliches, um dem Körper Kohlenhydrate zuzuführen. Betreuung Für längere Ruhe sorgen (Pause zur Erholung des geschwächten Körpers) Blutdruck und Puls messen 2x Blutzucker messen und Ergebnisse entsprechend dokumentieren. Ggf. Notruf (für den Leiter: der Notruf muss in der Praxis erfolgen, wenn der BZ-Wert bei einer zweiten Messung nach einer Traubenzuckergabe nicht steigt und sich der Zustand der Person nicht bessert). Modul 3 ANHANG Zuckerbedingte Stoffwechselstörungen Seite 10 von 16

11 ANHANG 3.5 (Karten) Zucker Insulin Unterzuckerung Energie eins Körper zwei Modul 3 ANHANG Zuckerbedingte Stoffwechselstörungen Seite 11 von 16

12 ANHANG 3.6 (Text) Der Zucker ist für den Körper ein wichtiger Energielieferant. Ohne ihn würden viele Prozesse in unserem Körper nicht funktionieren. Der Zucker kann allerdings oft nicht in der Form, in der er zu sich genommen wurde, verarbeitet werden: Zucker wird gespalten. Mit Hilfe des Hormons Insulin, welches der Körper normalerweise selbst bilden kann, wird der Zucker aus dem Blut in die Zellen des Körpers aufgenommen. Wenn es dauerhaft Probleme bei der Aufnahme des Zuckers gibt, sprechen die Ärzte von der Krankheit Diabetes mellitus. Dabei wird in zwei Typen unterschieden. Typ I sind alle Menschen, deren Körper kein Insulin bilden kann. Typ II sind diejenigen, die zwar noch Insulin bilden können, deren Menge aber nicht ausreicht. Zudem ist dieses Insulin schwächer in der Wirkung. Das Alter des Menschen spielt dabei im Übrigen eine geringe Rolle: An Typ II können auch junge Menschen erkranken. Typ I wird hingegen schon recht früh erkannt. Wenn im Blut zu viel Zucker vorliegt, dieses aber nicht durch das Insulin in die Zelle aufgenommen werden kann, spricht man von einer Überzuckerung. Dies kann nur Menschen, die an Diabetes mellitus leiden oder bei denen Diabetes mellitus noch nicht festgestellt wurde, passieren. Wenn im Blut nicht genügend Zucker vorliegt, spricht man von einer Unterzuckerung. Dies kommt durch zu wenig Nahrung, zu viel Bewegung, einer Vergiftung (z.b. durch Alkohol) oder Krankheit (Fieber). Eine Unterzuckerung kann jeder bekommen, egal ob Diabetiker oder nicht. Eine Unterzuckerung hat erst mal nichts mit Diabetes zu tun! Modul 3 ANHANG Zuckerbedingte Stoffwechselstörungen Seite 12 von 16

13 ANHANG 3.7 (Schaubild) Aufgabe : Ordne die Begriffe Zucker (2x), Insulin (2x), Überzuckerung und Unterzuckerung richtig zu. Modul 3 ANHANG Zuckerbedingte Stoffwechselstörungen Seite 13 von 16

14 ANHANG 3.7 (Lösung des Schaubilds) Insulin Zucker Zucker Insulin Überzuckerung Unterzuckerung Modul 3 ANHANG Zuckerbedingte Stoffwechselstörungen Seite 14 von 16

15 ANHANG 3.8 (Risikoselbsttest für Erwachsene) 01. Wie alt bist du? unter 35 Jahren (0 Punkte) Jahre (1 Punkt) 02. Hat jemand in deiner Verwandtschaft Diabetes? nein (0 Punkte) ja, meine Eltern oder meine Geschwistern ja, meine Tanten, Onkel, Großeltern, (5 Punkte) Cousinen etc. (3 Punkte) 03. Welchen Taillenumfang misst du auf der Höhe deines Bauchnabels? Mädchen Jungen Unter 80 cm unter 94 cm 0 Punkte 80 88cm cm 3 Punkte Über 88cm über 102cm 4 Punkte 04. Bewegst du dich täglich mindestens 30 Minuten? ja (0 Punkte) nein (2 Punkte) 05. Wie oft isst du Obst, Gemüse oder dunkles Brot (Vollkorn- oder Roggenbrot)? jeden Tag (0 Punkte) nicht jeden Tag (1 Punkt) 06. Nimmst du Medikamente gegen Bluthochdruck? ja (2 Punkte) nein (0 Punkte) 07. Hattest du schon einmal zu hohe Blutzuckerwerte? ja (5 Punkte) nein (0 Punkte) 08. Wie lautet dein Body-Mass-Index? Teile dazu dein Gewicht durch die Körpergröße im Quadrat (Beispiel: du bist 1,70m groß und wiegst 65kg. Jetzt rechnest du 170 * 170 = / = 0,0022, dein BMI ist also 22). unter 25 (0 Punkte) (1 Punkt) über 30 (3 Punkte) Modul 3 ANHANG Zuckerbedingte Stoffwechselstörungen Seite 15 von 16

16 ANHANG 3.8 (Lösungen für den Risikoselbsttest für Erwachsene) Alter: Verwandtschaft: Taillenumfang: Im Alter lässt die Wirkung des produzierten Insulins nach und erhöht die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken. Das Risiko, selbst an Diabetes Typ II zu erkranken ist höher, wenn bereits Familienmitglieder daran leiden. Das Bauchfett ist nach aktuellen Aussagen der Mediziner entscheidend für das Diabetesrisiko. Bewegung: Bewegung ist wichtig dazu zählt auch zur Schule gehen oder Fahrrad fahren. Und natürlich jeglicher Sport. Ernährung: Der Körper braucht Energie aber nicht im richtigen Maß. Gesunde Lebensmittel liefern die richtige Menge. Bluthochdruck: Blutzucker: BMI: Steht in engem Zusammenhang mit Übergewicht und damit dem Risiko, an Diabetes zu erkranken. Bluthochdruck bleibt aber oftmals unerkannt. Erhöhte Werte weisen auf ein erhöhtes Risiko hin ein Mal ein hoher Wert ist hingegen nicht schlimm. Jedoch sollte man den Blutzuckergehalt in diesem Fall im Auge behalten und öfter kontrollieren lassen. Der BMI setzt das Gewicht ins Verhältnis zur Körpergröße und ist die gängig Methode, Unter- und Übergewicht zu bestimmen. Unter 07 Punkte: kein Risiko (1 %): behalte deine Lebensweise (viel Sport, gesunde Ernährung) bei Punkte: geringes Risiko (4 %): versuche, mehr Sport zu machen oder gesünder zu essen, um das Risiko weiter zu senken Punkte: mittleres Risiko (17 %): Ernähre dich gesünder und treib mehr Sport! Punkte: leicht erhöhtes Risiko (33%): Auf jeden Fall solltest du deine Ernährung umstellen, mit deinen Eltern reden und dich vom Arzt beraten lassen. Über 20 Punkte: hohes Risiko (50 %): sprich mit deinen Eltern und gehe zum Arzt und lass dich beraten! Modul 3 ANHANG Zuckerbedingte Stoffwechselstörungen Seite 16 von 16

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