Sportliche Aktivität als zentrale Größe von Fitness, Zufriedenheit und Gesundheitsstabilität

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1 R.B. RESEARCH & CONSULTING Prof. Dr. Roland Bässler A-1210 Wien, Ruthnergasse 91/8/ / Sportliche Aktivität als zentrale Größe von Fitness, Zufriedenheit und Gesundheitsstabilität Roland Bässler Studie im Auftrag der Wien, im Oktober 2004 (Zweite überarbeitete Auflage)

2 Sport und Gesundheit Inhaltsverzeichnis Inhalt Vorwort...4 Zusammenfassung Die Zielsetzung und Bedeutsamkeit der Studie Die Datenbasis Die Erhebungsparameter Körperliche Aktivität Motorischer Funktionsstatus ( Fitness ) Gesundheitsparameter Lebenszufriedenheit Die Ergebnisse Die Freizeitbeschäftigungen der Bevölkerung Sport betreiben in der Freizeit Sportverhalten nach subjektiver Selbsteinschätzung Klassifikation der Bevölkerung nach dem Energieverbrauch durch sportliche Aktivitäten Der Fitness-Irrtum" Der habituelle Sportlertypus Sporttreiben nach Alterskategorien Sporttreiben nach dem Geschlecht Die Aktivitätsvielfalt im Sport Die Sportarten - Hitliste Körperliche Aktivitäten außer Sport in der Freizeit Körperliche Aktivität im Beruf Sportliche Aktivität und Berufssituation Der motorische Funktionsstatus/die Fitness der Bevölkerung Die Lebenszufriedenheit der Menschen Der Gesundheitsstatus der Bevölkerung Sportliche Aktivität und Gesundheit Sportliche Aktivitäten und Gesundheit (Männer / Frauen) Sportliche Aktivitäten und Gesundheit (Vollbeschäftigte) Sportliche Aktivität und Fitness Sportliche Aktivität und Lebenszufriedenheit Körperliche Freizeitaktivitäten (außer Sporttreiben) und Gesundheit Körperliche Freizeitaktivitäten (außer Sporttreiben) und Fitness

3 Sport und Gesundheit Inhaltsverzeichnis ANHANG...41 Sportliche Betätigungen und Energieverbrauch nach Kcal...42 Zur Paradoxie des Fitnessverständnisses der ÖsterreicherInnen oder Die Paradoxie der Messverfahren?...43 Moderatoreneffekte auf gesundheitliches Befinden...54 Sozio-ökologische Aspekte im Zusammenhang von Bewegung/Sport und Gesundheit in Österreich...58 Abbildungsverzeichnis...74 Fragebogen

4 Sport und Gesundheit Vorwort Vorwort Die vorliegende Studie wurde vom Präsidenten der Österreichischen Sportunion und Vizepräsidenten des Österreichischen Olympischen Komitees Herrn Dr. Hermann Gruber initiiert und in Auftrag gegeben und vom Generalsekretär Herrn Mag. Fritz Smoly unterstützt. Mit dieser Studie wird erstmals in Österreich auf repräsentativer Basis das Sportverhalten der Bevölkerung im Zusammenhang mit dem Gesundheitsstatus der Bevölkerung analysiert. Die sehr hohe Stichprobengröße erlaubt, gültige Aussagen auch in kleineren Bevölkerungssegmenten zu erzielen. Die wissenschaftliche Konzeption und Datenanalyse wurden von (Prof.) Univ.-Doz. Dr. Roland Bässler durchgeführt. Für die Felderhebung und Datenauszählung zeichnet das Fessel-GfK Institut für Marktforschung die Verantwortung. Die Datenerhebung wurde im Rahmen der Fessel-GfK Life Style Studie 1998 durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine Mehrthemenumfrage die sich das Ziel setzt, den Alltag, Lebenswelten und Orientierungen der österreichischen Bevölkerung zu beschreiben und zu analysieren. Im vorliegenden Forschungsbericht werden nach einer einleitenden Beschreibung der Zielsetzung, der Datenbasis und der Erhebungsparameter die Ergebnisse der Studie dargestellt. Unterschiede zwischen Subgruppen der Bevölkerung oder Zusammenhänge zwischen Merkmalen werden nur dann als solche ausgewiesen, wenn diese aufgrund von Signifikanzanalysen statistisch abgesichert sind. Die Neuauflage unterscheidet sich von der ersten Berichtsfassung (1998) durch Ergänzungen und Präzisierungen der Ergebnisse. Im Besonderen wurden weiterführende Analysen des Datensatzes, die Gegenstand von Vorträgen und Diskussionen waren, ergänzt. Wien, im November 2004 (Prof.) Univ.-Doz. Dr. Roland Bässler 4

5 Sport und Gesundheit Zusammenfassung Zusammenfassung Die Ergebnisse der Studie zeichnen ein eindrucksvolles Bild der Bedeutung sportlicher Aktivität auf die Gesundheit. Der Gesundheitsstatus sportlich Aktiver ist in allen Altersklassen signifikant günstiger als bei der übrigen Bevölkerung. Die stärksten Unterschiede in den Gesundheitswerten sind bei Sporttreibenden höheren Alters beobachtbar. Um den Zusammenhang von Gesundheit und sportlicher Aktivität zu analysieren, wurde eine repräsentative Studie in Österreich durchgeführt (N=4.200). Der "Fitness-Irrtum" Nur 18,6% der Bevölkerung sind fit, der Rest hält sich für sportlicher, als er ist. Denn: 72% der Bevölkerung sagen, sie betreiben in der Freizeit Sport. Etwa ein Fünftel der Bevölkerung (21%) verbrauchen beim Sporttreiben wöchentlich mehr als 800 Kcal. Aber nur 18,6% der Bevölkerung betreiben "Gesundheitssport". Motorischer Funktionsstatus (Fitness) Sporttreibende sind (in allen Altersklassen) körperlich leistungsfähiger als Inaktive. Ihr Fitnessgrad (in den Fertigkeiten Kraft, Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit) liegt deutlich über dem der übrigen Bevölkerung. Gesundheitsstatus Sporttreibende sind mit ihrem allgemeinen Gesundheitszustand zufriedener, sie haben weniger gesundheitliche Beschwerden, haben weniger Risikofaktoren und sie suchen seltener einen Arzt auf als Nichtsportler. Die gesundheitliche Effizienz von Bewegungsaktivitäten ist bei der älteren Generation am deutlichsten bemerkbar. Sportler sind jedoch gleichermaßen von Arbeitsausfällen durch Erkrankungen ohne/ mit Erkrankungen mit Bettlägerigkeit betroffen wie Nichtsportler. Lebenszufriedenheit Sporttreibende sind im allgemeinen mit ihrer gesamten Lebenssituation zufriedener als Nichtsportler. 5

6 Sport und Gesundheit Zusammenfassung Körperliche Freizeitaktivitäten außer Sporttreiben Körperliche Aktivitäten wie zu Fuß gehen, Radfahren und Gartenarbeit haben ähnliche Effekte auf die Gesundheit und Fitness wie Sportaktivitäten. Die Wirkung scheint jedoch geringer zu sein. Körperliche Aktivität im Beruf Hohe körperliche Belastungen im Beruf führen zu geringerem Sportaktivitätsumfang in der Freizeit. Bewegung und Sport können Doping für Gesundheit und Lebensqualität sein! 6

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