Wiederholungsklausur vom 12. April 2013

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1 1 Wiederholungsklausur vom 12. April 2013 Teil 1: 10 Multiple-Choice-Fragen (15 Punkte) 1. Übersteigt das BN das BIP, wissen wir, dass... A in Budgetdefizit vorliegt. B in Handelsbilanzdefizit vorliegt. C Der Zufluss von Faktoreinkommen aus dem Rest der Welt den Abfluss von Faktoreinkommen übersteigt. D Der Abfluss von Faktoreinkommen an den Rest der Welt den Zufluss von Faktoreinkommen übersteigt. 2. Betrachten Sie die Konsumnachfrage der privaten Haushalte: C=c 0 +c 1 (Y-T). Die Konsumneigung c 1 sei 0,9. Hieraus folgt: A Wenn das verfügbare inkommen der Haushalte um 10 inheiten steigt, dann steigt der Konsum um 90 inheiten. B Die Haushalte konsumieren durchschnittlich 90 Prozent ihres inkommens. C Die marginale Sparneigung beträgt 10 Prozent. D ine Steuersenkung hat einen Multiplikatoreffekt von Welches der folgenden reignisse verursacht einen Anstieg des Zinssatzes (i) im Geldmarktgleichgewicht? A Das nominale inkommen erhöht sich. B Die Zentralbank erhöht das Geldangebot. C Die Zentralbank kauft Wertpapiere. D Das nominale inkommen verringert sich. 4. Was bewirken zusätzliche kreditfinanzierte Staatsausgaben im IS-LM-Modell? A Die IS-Kurve verschiebt sich nach rechts, die LM-Kurve verschiebt sich nach oben. B Weder die IS-Kurve noch die LM-Kurve verschieben sich. C Die LM-Kurve verschiebt sich nach oben und die Volkswirtschaft bewegt sich entlang der IS-Kurve zum neuen Gleichgewicht. D Die IS-Kurve verschiebt sich nach rechts und die Volkswirtschaft bewegt sich entlang der LM-Kurve zum neuen Gleichgewicht. 5. Je stärker die Geldnachfrage auf Veränderungen des Zinssatzes reagiert, desto A flacher verläuft die IS-Kurve; B steiler verläuft die LM-Kurve; C steiler verläuft die IS-Kurve ; D flacher verläuft die LM-Kurve;

2 2 6. Deutschland hatte 2002 einen Leistungsbilanzüberschuss von 54,6 Mrd., aber ein Dienstleistungsbilanzdefizit von 38,3 Mrd.. Im Saldo erwirtschafteten Ausländer ein Faktoreinkommen von 6,7 Mrd. in Deutschland und erhielten 26,6 Mrd. an laufenden Übertragungen. Aus diesen Zahlen ergibt sich ein deutscher Handelsbilanzsaldo von: A -17,0 Mrd. B +73,0 Mrd. C +126,2 Mrd. D +112,8 Mrd. 7. Am Geldmarkt beträgt der Zinssatz für 12-Monatsgeld in uro derzeit 0,4%, in US-Dollars dagegen 0,7%. Wenn die Zinsparität gilt, bedeutet dies, dass A die erwartete Rendite in uro um 0,3% niedriger als in den USA ist; B der US-Dollar sich über die vergangenen 12 Monate um 0,3% aufgewertet hat; C der US-Dollar sich über die kommenden 12 Monate um 0,3% aufwerten wird; D die für die kommenden 12 Monate erwartete Aufwertung des uro 0,3% beträgt. 8. In einer offenen Volkswirtschaft führt bei festen Wechselkursen ein Anstieg der Staatsausgaben zu A einem Rückgang der Nettoexporte. B einem Rückgang der xporte; C einem Rückgang der Importe; D einem Anstieg des Zinses; 9. Welche der folgenden Änderungen führt zu einer Verschiebung der AD-Kurve nach rechts? A in Anstieg von P e. B in Anstieg von P. C in Anstieg von T. D in Anstieg von M. 10. Wenn der Phillipskurvenzusammenhang durch π t π t 1 = 12 2ut (u: Arbeitslosenquote, ausgedrückt in Prozentpunkten) gegeben ist, A beträgt die natürliche Arbeitslosenquote 6%; B beträgt die natürliche Arbeitslosenquote 12%; C beträgt das Opferverhältnis 2; D entspricht die erwartete Inflationsrate der Änderung der Inflationsrate in der Vorperiode.

3 3 II Offene Aufgaben Aufgabe 1 (8 Punkte) Betrachten Sie die folgende geschlossene Volkswirtschaft: In der Getreideproduktion werden Löhne in Höhe von 160 Mio. uro gezahlt. Die gesamte Getreideproduktion wird für 200 Mio. uro von Unternehmen gekauft, die damit Mehl produzieren. In der Mehlproduktion werden Löhne in Höhe von 100 Mio. uro gezahlt. Die Mehlproduktion wird an die Brotindustrie für 300 Mio. uro geliefert. Dort fallen Löhne in Höhe von 200 Mio. uro an. Verkauft wird die Brotproduktion für 200 Mio. uro an den Staat und für 300 Mio. uro an die Konsumenten. Die Haushalte zahlen auf ihr inkommen Steuern in Höhe von 20%. s gibt keine Abschreibungen, indirekten Steuern und Subventionen. rmitteln Sie a) die entstehungsseitige Struktur des Bruttoinlandsprodukts; b) die verwendungsseitige Struktur des Bruttoinlandsprodukts; c) die Verteilung des Volkseinkommens; d) die Höhe und Zusammensetzung der volkswirtschaftlichen rsparnis. Aufgabe 2 (5 Punkte) Das nebenstehende Schema illustriert die wechselseitige Abhängigkeit zwischen Güterproduktion, Güterpreisen und dem Arbeitsmarkt. rläutern Sie kurz die drei Kausalzusammenhänge, die durch die Pfeile zum Ausdruck gebracht werden und charakterisieren Sie den Gleichgewichtszustand dieses Systems.

4 4 Aufgabe 3 (12 Punkte) Betrachten Sie das folgende IS-LM-Modell einer kleinen offenen Volkswirtschaft mit einem flexiblen Wechselkurs: = (2) C = , 6Y (1) Y C + I + G + NX I = i M = 0,2Y 1000 i (3) (4) (5) NX = 500 0,1 Y 100 (6) Die Symbole haben die übliche Bedeutung. i = * i e a) e sei exogen gegeben. Welche weiteren Variablen des Modells sind exogen, welche endogen? b) Wenn Sie das Modell auf zwei Gleichungen in i und Y reduzieren: Wie lautet die IS-UIP-Gleichung? Wie lautet die LM-Gleichung? c) Zeigen Sie grafisch im (Y,i)-Quadranten, wie sich eine rhöhung der Staatsausgaben auswirkt. ca) rläutern Sie dabei den Begriff des Verdrängungseffekts. cb) Analysieren und erläutern Sie, wie sich die einzelnen Verwendungskomponenten des BIP ändern.

5 1 Wiederholungsklausur vom 12. April 2013 Lösungsskizze Teil 1: 10 Multiple-Choice-Fragen (15 Punkte) 1. A B C D 2. A B C D 3. A B C D 4. A B C D 5. A B C D 6. A B C D 7. A B C D 8. A B C D 9. A B C D 10. A B C D

6 2 II Offene Aufgaben Aufgabe 1 (8 Punkte) a) ntstehung b) Verwendung c) Verteilung Getreide 200 Löhne 368 Mehl 100 Privater Verbrauch 300 Gewinne 40 Brot 200 Staatskonsum 200 Staat 92 BIP 500 BIP 500 Volkseinkommen 500 d) rsparnis: Private Haushalte ( ) 68 Unternehmen: 40 Staat (92 200) -108 Total: 0 Aufgabe 2 (5 Punkte) a) Inflationsrate und Produktionswachstum: negativer Zusammenhang (bei gegebenem Geldmengenwachstum). Hintergrund: AD-Gleichung setzt Güternachfrage zur realen Geldmenge in Beziehung. b) Produktionswachstum und Änderung der Arbeitslosenquote: negativer Zusammenhang (Oku sches Gesetz) c) Arbeitslosenquote und Inflation: negativer Zusammenhang (Phillipskurve) Gleichgewichtszustand: i) Arbeitslosenquote konstant (= natürliche Arbeitslosenquote) ii) Produktionswachstum konstant (= Wachstumsrate des natürlichen Output) iii) Inflationsrate konstant (= Geldmengenwachstum minus Produktionswachstum (Quantitätstheorie des Geldes) a) b) c)

7 3 Aufgabe 3 (12 Punkte) a) Flexibler Wechselkurs xogen: G, M, i*, ndogen: Y, C, I, NX, I, ( 6 Gleichungen in 6 Unbekannten) b) LM-Gleichung: Gleichung (4) IS-UIP: (6) nach auflösen und in (5) einsetzen. (2), (3) und (5) in (1) einsetzen: Y = ,6Y i + G ,1 Y i* i C I e = G i * i NX c) Im (Y,i)-Quadranten verlagert sich das Gleichgewicht durch die rhöhung der Staatsausgaben von A nach B. ca) Ohne die Zinserhöhung betrüge der Multiplikatoreffekt der zusätzlichen Staatsausgaben Y = 2 G (Strecke AD). Durch die Zinserhöhung werden aber zinsempfindliche Investitionsausgaben sowie - wegen der induzierten Aufwertung der Währung - wechselkursempfindliche Nettoexporte verdrängt. Der Verdrängungseffekt wird durch die Strecke CD abgebildet; als Outputzunahme bleibt die Strecke AC übrig. cb) C wegen Y, I wegen i, G per Annahme und NX wegen Y und e

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