Korrekturrand 1 / 3. Klausur in Konjunktur und Wachstum. Viel Erfolg!!! Standort Meschede Fachbereich IW Prof. Dr. Martin Ehret

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1 Wintersemester 2013/14 Fachhochschule Südwestfalen Standort Meschede Fachbereich IW Klausur in Konjunktur und Wachstum Datum: Uhrzeit: Hilfsmittel: Taschenrechner Name: Matrikelnummer: Note: 1. Leserlich schreiben 2. Korrekturrand 1 / 3 3. S.O.S: Nicht programmierbarer Taschenrechner 4. bitte aufzeigen 5. =??? Symbole angeben, z.b. p = Preis. Die in der Klausur verwendeten Abkürzungen entsprechen denen der Literatur und können als bekannt vorausgesetzt werden. 6. Handys bitte ausschalten und außer Reichweite 7.PLAY FAIR! 8. Remember: des abnehmenden Grenzertrags 9. Alle Aufgaben bearbeitet? Name auf der Klausur? Matrikelnummer auf der Klausur? Viel Erfolg!!!

2 Frage 1 Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) spielt sowohl in der Konjunkturtheorie als auch in der Wachstumstheorie eine zentrale Rolle. a.) Was verstehen Ökonomen im Allgemeinen unter dem Bruttoinlandsprodukt? b) Erläutern Sie, warum das Bruttoinlandsprodukt in der Konjunkturtheorie verwendet wird. c) Warum ist die Verwendung des BIP in der Konjunkturtheorie problematisch? d) Welche Bedeutung hat das BIP in der Wachstumstheorie? e) Geben Sie 3 Gründe an, warum die Verwendung des Bruttoinlandsprodukts für die unter 1d) vorgesehenen Aufgaben problematisch ist und erläutern Sie diese Gründe kurz. Klausur in Konjunktur und Wachstum WiSe 2013/14 2 / 13

3 Weiter Frage 1: Klausur in Konjunktur und Wachstum WiSe 2013/14 3 / 13

4 Frage 2 In den Vereinigten Staaten ist der Anteil des Kapitaleinkommens am BIP rund 30 %, die durchschnittliche Wachstumsrate der Produktion liegt bei 3 % p.a., die Abschreibungsdauer beträgt 25 Jahre und das Verhältnis von Kapital zu Output (Kapitalkoeffizient) liegt bei 2,5. Die Produktion in den USA lässt sich mit Hilfe einer Cobb-Douglas-Produktionsfunktion (Y = γ K α A 1 α mit α = 0,3) beschreiben, der Kapitalkoeffizient ist konstant. a) Wie hoch muss die gleichgewichtige Sparquote s sein? (Hinweis: Sie können die steady state Bedingung s y = (δ + n +g) k als Ausgangspunkt nehmen.) b) Wie hoch ist die Grenzproduktivität des Kapitals im steady state? c) Erläutern Sie, was die Goldene Regel der Kapitalakkumulation zum Ausdruck bringt. d) Vervollständigen Sie die Grafik auf der nächsten Seite und zeichnen Sie die Goldene Regel der Kapitalakkumulation ein. e) Es gelingt der Politik, die Sparquote auf das Niveau der Goldenen Regel Bedingungen zu bringen. Berechnen Sie die Grenzproduktivität des Kapitals im stationären Gleichgewicht der Goldenen Regel. Vergleichen Sie die Grenzproduktivität des Kapitals des Ausgangsgleichgewichts mit der Grenzproduktivität des Kapitals im Gleichgewicht der Goldenen Regel. Erläutern Sie die Unterschiede. Klausur in Konjunktur und Wachstum WiSe 2013/14 4 / 13

5 Weiter Frage 2: e) Klausur in Konjunktur und Wachstum WiSe 2013/14 5 / 13

6 Frage 3 gk In der betrachteten Volkswirtschaft gilt die Cambridge-Gleichung r =. Ökonomen haben sp herausgefunden, dass bei einem Kapitalstock von 800 Mrd. und bei jährlichen Investitionen von 40 Mrd. die Rendite bei 10 % liegen würde a) Berechnen Sie die Angebotsgleichung für das Kapital gemäß der Cambridge-Gleichung im Modell von Kaldor. b) Die Nachfrage nach Kapital ergibt sich aus der Gleichung Fehler! Es ist nicht möglich, durch die Bearbeitung von Feldfunktionen Objekte zu erstellen.. Erläutern Sie die Parameter γ und β. c) Ermitteln Sie die gleichgewichtige Wachstumsrate für γ = 0,02 und β= 0,3. d) Die Unternehmen beschließen die Sparquote auf 40 % zu ändern. Welche neue gleichgewichtige Wachstumsrate ist damit verbunden? e) Kommentieren Sie die Ergebnisse von c) und d) im Vergleich! Klausur in Konjunktur und Wachstum WiSe 2013/14 6 / 13

7 Weiter Frage 3: Klausur in Konjunktur und Wachstum WiSe 2013/14 7 / 13

8 Frage 4 Ermitteln Sie die Wirkungen der folgenden Maßnahmen mit Hilfe des Einkommen-Ausgaben- Modells auf Gleichgewichtseinkommen und Beschäftigung. Gehen Sie dabei zur Vereinfachung zunächst von einer Kopfsteuer aus. Die Arbeitsproduktivität beträgt 8, das Arbeitsangebot 120. Y NE = C + I + G + NX C = ,75 Y ver Y ver = Y T I = I 0 = 90 T = T 0 = 20 G = G 0 = 50 NX = NX 0 = 0 Y AT = Y Y AT = Y NE a) Wie groß sind Gleichgewichtseinkommen und Beschäftigung und Arbeitslosigkeit im Ausgangsgleichgewicht? b) Ermitteln Sie die Wirkung einer Steuersenkung um 10 Mrd. auf Einkommen und Beschäftigung. c) Ermitteln Sie die Wirkung einer Senkung der Staatsausgaben um 10 Mrd. auf Einkommen und Beschäftigung. d) Anstelle einer Kopfsteuer werden 20 % des Einkommens als Steuer erhoben. Wie verändern sich das Gleichgewichtseinkommen und der Budget-Saldo, wenn der Staat seine Ausgaben um 10 Mrd. erhöht? Hinweis: Das Budget-Saldo ist die Differenz aus Einnahmen und Ausgaben des Staates. e) Erläutern Sie an einem Beispiel der Staatseinnahmen, die Wirkung der sog. Automatischen Stabilisatoren! Klausur in Konjunktur und Wachstum WiSe 2013/14 8 / 13

9 Weiter Frage 4: Klausur in Konjunktur und Wachstum WiSe 2013/14 9 / 13

10 Frage 5 Irlands Staatsverschuldung beträgt rund 120 % des BIP. Das durchschnittliche Wachstum des realen BIP lag in den Jahren vor der Krise bei rund 2,5 %. Die Inflationsrate lag bei 2 %. Der Zinssatz für Staatsanleihen beläuft sich auf 5 %, der für Industrieanleihen auf 7,5 % a) Angenommen, Irland behält sein strukturelles Defizit von 2011in Höhe von 3% bei und kehrt zu den Wachstums- und Inflationsraten der Vor-Krisenzeit zurück: Wie wird sich die Staatsschuldenquote langfristig entwickeln? (Bitte geben Sie auch den Ansatz an.) b) Angenommen, Irland will langfristig eine Schuldenquote von 60% des BIP erreichen. Wie hoch dürfte das Defizit dann nur sein? Wie hoch ist der Konsolidierungsbedarf im Vergleich zu (a)? c) Ermitteln Sie mit Hilfe der Schuldenfee, auf wie viel Einkommen Irland durch das Crowding out verzichtet! d) Geben Sie mindestens drei Gründe an, warum das Crowding out aus Teilaufgabe d) vermutlich zu hoch ist. e) Was spricht aus keynesianischer Sicht gegen ein strukturelles Defizit? Klausur in Konjunktur und Wachstum WiSe 2013/14 10 / 13

11 Weiter Frage 5: Klausur in Konjunktur und Wachstum WiSe 2013/14 11 / 13

12 Frage 6 Folgende Gleichungen beschreiben eine vereinfachte Volkswirtschaft. Alle Größen sind real, von Preissteigerungen wird im Folgenden abgesehen. N 1. Y t = C t + I t + G t + NXt 2. Ct = C0 + c Yt 1 I I v C C 4. G = G 0 5. NX = NX 0 3. = + ( ) t 0 t t 1 6. Y A = Y 7. Y A = Y N Y N : gesamtwirtschaftliche Nachfrage Y A : gesamtwirtschaftliches Angebot Y: Volkseinkommen C: Konsumnachfrage C 0 : autonomer Konsum 240 Mrd. EUR c: Marginale Konsumneigung 0,70 I: Investitionen I 0 : autonome Investition 410 Mrd. EUR v: Akzelerator 1,25 G 0 : Staatsverbrauch 330 Mrd. EUR NX 0 : Nettoexporte 120 Mrd. EUR a) Erläutern Sie, was mit dem Akzeleratorprinzip gemeint ist. b) Berechnen Sie das langfristige Gleichgewichtseinkommen. (Hinweis: für das langfristige Gleichgewichtseinkommen gilt Y E = Y t = Y t-1 = Y t-2 = ) c) Leiten Sie den Einkommensmultiplikator für das langfristige Gleichgewichtseinkommen her und berechnen Sie die Einkommensänderung, wenn die Nettoexporte um 30 Mrd. EUR sinken. d) Unter welchen Bedingungen kommt es in diesem Modell zu konjunkturellen Schwankungen des Einkommens? Klausur in Konjunktur und Wachstum WiSe 2013/14 12 / 13

13 Weiter Frage 6: Klausur in Konjunktur und Wachstum WiSe 2013/14 13 / 13

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