Informationen zum Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld

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1 Informationen zum Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld In der gesetzlichen Krankenversicherung versicherte Arbeitnehmerinnen erhalten von ihrer Krankenkasse während der Mutterschutzfrist ein Mutterschaftsgeld. Es errechnet sich aus den durchschnittlichen Nettoverdiensten der Arbeitnehmerin aus den letzten drei Monaten vor Beginn der Schutzfrist. Die Krankenkasse zahlt höchstens 13 EUR je Kalendertag, je nach Länge des Monats, also maximal 364 EUR 403 EUR. Beträgt das durchschnittliche Netto der letzten drei Monate je Kalendertag mehr als 13 EUR, zahlt der Arbeitgeber den übersteigenden Teil bis zum Nettoentgelt als Zuschuss zum Mutterschaftsgeld. Der vom Arbeitgeber gezahlte Zuschuss zum Mutterschaftsgeld ist steuer- und beitragsfrei und wird automatisch im Programm berechnet. Der Betrag wird in der Lohnart 28 Zuschuss zum Mutterschaftsgeld ausgewiesen. So geht die Abrechnung einer Mitarbeiterin in Mutterschutz: 1. Fehlzeit Mutterschutzfrist mit AG-Zuschuss Beispiel: Mutterschutzfrist vom 08. Juli 14. Oktober. Die Mitarbeiterin erhält Gehalt. Öffnen Sie über das Menü Datei - Jahresübersicht öffnen die Mitarbeiterin. Mit Doppelklick auf das laufende Arbeitsentgelt öffnen Sie den aktuellen Abrechnungsmonat. Wechseln Sie in den Bereich Fehlzeiten und Textfeld. Geben Sie dort das Beginn- und Enddatum in der Fehlzeit Mutterschutz mit AG-Zuschuss ein. 2. Mitarbeiterstammdaten - Bezüge werden gezahlt als Wichtig für die automatische Berechnung des kalendertäglichen Nettoentgeltes ist die Angabe, wie Bezüge gezahlt werden. Geben Sie in den Mitarbeiterstammdaten im Bereich Bescheinigungsangaben die Art der Bezüge an. 1

2 3. Berechnung Zuschuss zum Mutterschaftsgeld Nachdem Sie die Fehlzeit Mutterschutz mit AG-Zuschuss erfasst haben, werden auf der Seite Zuschuss zum Mutterschaftsgeld die Berechnungsgrundlagen ausgewiesen. Brutto Netto Tage EUR 1.621,96 EUR 30 Der Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld errechnet sich aus dem durchschnittlichen kalendertäglichen Nettoentgelt abzüglich des von der Krankenkasse gezahlten Mutterschaftsgeldes. Der so im Beispiel ermittelte kalendertägliche Arbeitgeber-Zuschuss zum Mutterschaftsgeld beträgt: 41,07 EUR. 4. Lohnabrechnung Auf der Lohnabrechnung wird das Gehalt (Lohnart 2) und der Zuschuss zum Mutterschaftsgeld (Lohnart 28) entsprechend der Fehlzeit aufgeteilt. Gehalt anteilig für die Zeit vom 1.7. bis einschl (2.500 EUR : 30 Tage) * 7 = 583,33 EUR AG-Zuschuss ab Beginn der Fehlzeit für den Monat Juli: (31-7) * 41,07 EUR = 985,68 EUR. Hinweis: Der Zuschuss zum Mutterschaftsgeld wird automatisch in die Folgemonate übernommen und berechnet. 2

3 5. Informationen zur Berechnung Für die automatische Berechnung im Programm gelten folgende Berechnungsgrundlagen: Ermittlung Bruttowert Zum Brutto gehören alle laufenden Bezüge wie z.b. Gehalt Lohn VWL-Zuschuss Mehrarbeit bav-zusatzleistung SFN-Zuschläge geldwerte Vorteile Dienstwagen Beachten Sie: Einmalzahlungen werden bei der Ermittlung des Bruttowertes nicht berücksichtigt. Im Feld Brutto wird das Gesamtbrutto ausgewiesen, unabhängig von Steuer- und SV-Pflicht. Ermittlung Nettowert Das Nettoentgelt ergibt sich aus dem Bruttoentgelt reduziert um die gesetzlichen Abzüge analog der Lohnabrechnung. Die Umrechnung auf das kalendertägliche Netto erfolgt bei Gehaltsempfängern bei vollen Kalendermonaten immer mit 30 Tagen. Bei Lohnempfängern werden die tatsächlichen Kalendertage des Monats berücksichtigt. Der kalendertägliche Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld errechnet sich: durchschnittliches kalendertägliches Nettoentgelt der letzten drei Monate./. Mutterschaftsgeld der Krankenkasse 13 EUR = kalendertäglicher Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld Der so ermittelte Zuschuss wird automatisch in Lohnart 28 übernommen. 3

4 Berechnungsgrundlagen selbst eingeben Sie haben die Möglichkeit, die Brutto- und Nettowerte als Berechnungsgrundlage für den Zeitraum vor Beginn der Mutterschutz selbst einzutragen. Setzen Sie den Haken bei Berechnungsgrundlagen selbst eingeben. Der AG-Zuschuss berechnet sich dann aus den manuell eingetragenen Werten: SV-Meldung: Die Mutterschutzfrist stellt sozialversicherungsrechtlich eine Unterbrechung des Arbeitsverhältnisses dar. Sie ist mit einer SV-Meldung mit Grund 51 zu melden. Die Unterbrechungsmeldung wird im ersten Monat automatisch erzeugt, der vollständig mit der Fehlzeit Mutterschutzfrist (mit oder ohne Zuschuss des Arbeitgebers) belegt ist. Beginnt die Mutterschutzfrist innerhalb eines Monats, wird die SV-Meldung im folgenden Abrechnungsmonat erzeugt. Beispiel: Die Fehlzeit Mutterschutz mit AG-Zuschuss beginnt am Die SV-Meldung Meldegrund 51 (Unterbrechungsmeldung wegen Bezug einer Entgeltersatzleistung) wird im August automatisch erstellt. Meldezeitraum bis (Tag vor Beginn der Fehlzeit Mutterschutz) Hinweis: Die Beendigung der Fehlzeit Mutterschutz stellt keinen Meldetatbestand dar. Es wird keine SV-Meldung erzeugt. 4

5 Erstattungsantrag Mutterschutz U2: Verwenden Sie Lexware lohn+gehalt plus oder Lexware lohn+gehalt pro, erstellen Sie über das Bescheinigungswesen den Erstattungsantrag Mutterschutz U2 und die Entgeltbescheinigung Mutterschaft. Besonderheit Geringfügige Beschäftigung während der Elternzeit: Für ein zweites Beschäftigungsverhältnis während der Elternzeit legen Sie eine neue Personalnummer an. Bei der Anlage der neuen Personalnummer finden Sie auf der Seite Sonstiges den Punkt Weitere Personalnummer. Setzen Sie hier den Haken bei: Dieser Mitarbeiter wird zeitgleich auch unter einer anderen schon vorhandenen Personalnummer geführt. Über die Schaltfläche Personalnr. wählen Sie die bereits bestehende Personalnummer. Die Verbindung der beiden Beschäftigungsverhältnisse muss aus den Lohnunterlagen ersichtlich sein. Der Vermerk Mitarbeiter wird auch unter folgender Personalnummer geführt wird auf der letzten Seite des Lohnkontos ausgewiesen. 5

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