Arme Familien in einem reichen Land

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1 Arme Familien in einem reichen Land Ein Input von Caritas Zürich Katja Walser, Leiterin KulturLegi Kanton Zürich, Caritas Zürich 20. November

2 Ablauf 1. Familienarmut im Kanton Zürich: wie viele Familien sind arm? 2. Gitternetz der Integration: wie lässt sich Armut mehrdimensional beschreiben? 3. Caritas Zürich: was tut sie? 2

3 Arme Familien (Definition Caritas Zürich) Haushaltsgemeinschaften mit mindestens 1 wirtschaftlich abhängigen Kind bis 25 J., sowie getrennt lebende Elternteile mit Erziehungsverantwortung. Diese Personen verfügen über so geringe Mittel, dass sie von der Lebensweise, die in der Schweiz als gesellschaftlicher Mindeststandard gilt, ausgeschlossen sind. 3

4 Was weiss man über Familienarmut? Mehr Familien als Paare ohne Kinder Kinder aus armen Familien erleben Stigmatisierung Armut ist vererbbar die hohe Scheidungsrate verschärft Armutsrisiko von Familien 4

5 Familienarmut im Kanton Zürich Personen beziehen Sozialhilfeleistungen (3,7%), Kinder und Jugendliche: 6,1% Familien mit Kindern machen 28% aller Sozialhilfefälle aus. 18% der Einelternfamilien beziehen Sozialhilfe. 5

6 Familienarmut im Kanton Zürich Familien mit mehr als 2 Kindern sind am stärksten von Working Poor betroffen (20%). Vergleich: Working Poor-Quote insgesamt: 4,2%. Kinder bis 14 Jahre sind besonders stark belastet (Sozialhilfequote 10-12%). 6

7 Familienarmut: Grundbedarf gemäss SH Eltern mit 2 Kindern (8 und 6 jährig) SKOS- Richtlinien Grundbedarf (pro Tag / Person: ) Miete 1125 Krankenkassenprämien 437 Pro Monat:

8 Gitternetz der Integration entwickelt im Diskussionspapier: K. Walser, C. Knöpfel: Auf dünnem Eis. Menschen in prekären Lebenslagen. Luzern Caritas-Verlag. 8

9 Wie leben Menschen auf dünnem Eis? 1. Prekarität: Welche Dimensionen hat diese Lebenslage? 2. Wächst die Zone der Prekarität? 3. Was ist «typisch prekär»? 4. Welche unterstützenden Angebote braucht es? 5. Was nützt das Gitternetz? 9

10 Prekarität: Welche Dimensionen hat diese Lebenslage? Gitternetz der Integration 10

11 Prekarität: Welche Dimensionen hat diese Lebenslage? Gitternetz der Integration 11

12 Prekarität: Welche Dimensionen hat diese Lebenslage? Gitternetz der Integration 12

13 Prekarität: Welche Dimensionen hat diese Lebenslage? Gitternetz der Integration 13

14 Prekarität: Welche Dimensionen hat diese Lebenslage? Gitternetz der Integration 14

15 Prekarität: Welche Dimensionen hat diese Lebenslage? Gitternetz der Integration 15

16 Prekarität: Welche Dimensionen hat diese Lebenslage? Gitternetz der Integration 16

17 Prekarität: Welche Dimensionen hat diese Lebenslage? Gitternetz der Integration 17

18 Prekarität: Welche Dimensionen hat diese Lebenslage? Gitternetz der Integration 18

19 Prekarität: Welche Dimensionen hat diese Lebenslage? Gitternetz der Integration 19

20 Prekarität: Welche Dimensionen hat diese Lebenslage? Gitternetz der Integration 20

21 Prekarität: Welche Dimensionen hat diese Lebenslage? Gitternetz der Integration 21

22 Prekarität: Welche Dimensionen hat diese Lebenslage? Gitternetz der Integration 22

23 Prekarität: Welche Dimensionen hat diese Lebenslage? Gitternetz der Integration 23

24 Prekarität: Welche Dimensionen hat diese Lebenslage? Gitternetz der Integration 24

25 Prekarität: Welche Dimensionen hat diese Lebenslage? Gitternetzbild von Isabelle Schöneich: 25

26 Wächst die Zone der Prekarität? Prekarität stagniert oder gewachsen: Finanzielle Ressourcen Berufliche Integration Soziale Integration Gesundheitliches Wohlbefinden Bildungsnähe Prekarität eher abgenommen: Unsicherer Aufenthaltsstatus Prekäre Wohnverhältnisse Fazit: ambivalentes Bild und Fokus auf 26

27 Wächst die Zone der Prekarität? Prekarität stagniert oder gewachsen: Finanzielle Ressourcen Berufliche Integration Soziale Integration Gesundheitliches Wohlbefinden Bildungsnähe Prekarität eher abgenommen: Unsicherer Aufenthaltsstatus Prekäre Wohnverhältnisse Fazit: ambivalentes Bild und Fokus auf 27

28 Was ist «typisch prekär»? Zone der Integration vor Augen Erstproblem: beruflich, gesundheitlich, partnerschaftlich Zweitproblem: finanziell Unterstützung von sozialem Netz Punktuell finanzielle, psychologische, sozialarbeiterische oder medizinische Unterstützung Identifikation über Erwerbsarbeit Längere Belastung gesundheitliche Probleme 28

29 Danielle fügt Bild auf dünnem Eis ein 29

30 Welche unterstützenden Angebote braucht es? Generell: niederschwellige und unbürokratische anonyme ausserhalb gängiger Öffnungszeiten punktuelle und kurzfristige Wir helfen Menschen. 30

31 Was nützt das Gitternetz? Beratung von Hilfe Suchenden: Mehrdimensionale Visualisierung von Defiziten und Ressourcen Diskussion von Fachleuten: Visualisierung der Handlungsrichtung von Angeboten 31

32 4 verschiedene Handlungsrichtungen sind zu unterscheiden: 32

33 Zum Beispiel 1: Gesundheitsprävention 2: Budgetberatung 3: Nachbarschaftshilfe 4: Job-Coachings für Langzeitarbeitslose 33

34 Danielle fügt Bild auf dünnem Eis ein 34

35 Über Caritas Zürich Regionales Hilfswerk (kantonal) Eigenständiger Verein Teil des nationalen (15 RCS + Caritas Schweiz) + internationalen Verbandes Finanziert durch Spenden, Stiftungen, Firmen, Öff. Hand Kath. Kirche im Kanton Zürich 35

36 Über uns Fokus Familienarmut 80 Mitarbeitende 550 Freiwillige in den versch. Projekten Rund 9 Mio CHF Umsatz 36

37 Fokus Familienarmut Klare Positionierung Hohes Fachwissen und effiziente Hilfe Prävention im Vordergrund Sensibilisierung der Öffentlichkeit 37

38 Das doppelte Mandat der Caritas 1. direkte Interventionsebene: die Betroffenen begleiten 2. politische Ebene: anwaltschaftlich auf die Probleme der Betroffenen aufmerksam machen 38

39 Unsere Projekte URAT heisst auf albanisch Brücken. Familienbegleitung Deutschkurse, Flickstuben Spielgruppen schulstart+ unterstützt ausländische Familien und ihre Kinder bei der Vorbereitung auf die Schulzeit. 39

40 Unsere Projekte incluso hilft Jugendlichen bei der beruflichen Integration. Berufstätige Mentoren/-innen begleiten die Schüler/-innen während dem letzten Schuljahr und helfen ihnen bei der Lehrstellensuche. mit mir entlastet belastete Familien und gibt deren Kindern Raum zur persönlichen Entwicklung. Diese Patenschafen werden von einer Fachperson sorgfältig begleitet. 40

41 Unsere Projekte Ferien für Einelternfamilien. Damit auch Familien mit kleinem Budget in die Ferien fahren können, organisiert Caritas Zürich im Frühling und Herbst je eine Ferienwoche. Caritas Markt entlastet das Budget von armutsbetroffenen Menschen im Kanton Zürich. 41

42 Unsere Projekte KulturLegi Kanton Zürich ermöglicht Personen mit wenig Geld Vergünstigungen bei Angeboten in den Bereichen Kultur, Sport, Bildung und Gesundheit. Der Rabatt beträgt 30 bis 50 Prozent. 42

43 Beratung Bildung Projekte Familien- und Schuldenberatung Bildung gegen Armut Diakonieförderung 43

44 Danke für Ihre Aufmerksamkeit! Haben Sie noch Fragen? Diskussionspapier ist erhältlich unter: 44

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