Herzlich Willkommen. Altersgerechte Zukunft? Ergänzungsleistungen. 1. April Martin Messerli Bereichsleiter Leistungen

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1 Herzlich Willkommen Altersgerechte Zukunft? Ergänzungsleistungen Martin Messerli Bereichsleiter Leistungen 1. April 2014

2 Inhaltsübersicht Alters- und Versicherungsamt Anspruch und Grundprinzip der Berechnung Vergleichsrechnung zu Hause / im Heim Vermögensverzehr Vermögensverzicht / Schenkungen Änderungen per Berechnungsbeispiele Krankheits- und Behinderungskosten Heimfinanzierung / Spitex / HE

3 Voraussetzung Es wird eine Rente der AHV oder der IV ausgerichtet oder eine Hilflosenentschädigung wird ausbezahlt und Wohnsitz in der Schweiz

4 Rechtsanspruch Alters- und Versicherungsamt Um Ergänzungsleistungen muss nicht gebeten werden Sie können geltend gemacht werden Seit 2008 in Bundesverfassung (BV 112a)

5 Vergleichsrechnung Ausgaben Miete Krankenkasse Übriger Lebensbedarf Ergänzungsleistungen Einnahmen AHV-Rente PK-Rente u.s.w

6 Vergleichsrechnung bei Heimaufenthalt Alters- und Versicherungsamt Ausgaben Kosten Heimaufenthalt Krankenkasseprämie Persönliche Auslagen (Taschengeld) Ergänzungsleistungen Einnahmen AHV-Rente PK-Rente u.s.w

7 Anerkannte Ausgaben I Pauschale «allgemeiner Lebensbedarf» o Alleinstehende o Ehepaare Fr p/j Fr p/j Pauschale Krankenkassenprämie o Prämienregion 1 Fr Miete (effektiv bis Maximalbetrag) o Alleinstehende Fr o Ehepaare Fr

8 Anerkannte Ausgaben II Gebäudeunterhalt, Hypothekarzinsen o Pauschal 1/5 des LE + Liegenschaftssteuer o Nur ausgewiesene Hyp. Zinsen Sozialversicherungsbeiträge o NE-Beitrag (IV-Rentner) Fr Familienrechtliche Unterhaltsleistungen

9 Anrechenbare Einnahmen Renten der AHV/IV, Pensionskasse Andere Sozialversicherungsleistungen Familienrechtliche Unterhaltsbeiträge Erwerbseinkommen (nur teilweise) Vermögensertrag Vermögensverzehr

10 Vermögensfreibetrag Alleinstehende Fr Ehepaare Fr Freibetrag p/kind Fr Liegenschaften Fr (selbstbewohnt) Liegenschaften Fr (z.bsp. Ehegatte im Heim oder ein Ehegatte hat HE)

11 Vermögensverzehr p/j Teil des über dem Freibetrag liegenden Vermögens wird wie Einkommen behandelt Bezüger von IV-Rente 1/15 Bezüger von AHV (in Wohnung) 1/10 Bezüger von AHV (in Heim) 1/5

12 Vermögensverzicht Verhinderung von Missbräuchen Schenkungen oder Erbvorbezug werden aufgerechnet Bei Aufrechnung wird Abschreibung von Fr pro Jahr berücksichtigt (Ab 1. Januar des der Schenkung übernächsten Jahres, ab 1990)

13 Änderungen per Krankenkasse Durchschnittsprämie Prämienregion Erwachsene Fr Fr Jugendliche Fr Fr Kinder Fr Fr

14 Änderungen per Wohnen mit Dienstleistungen Kant. Übergangsbestimmung (EV ELG) per aufgehoben Besitzstand für bisherige MieterInnen Weiterhin wie Heimberechnung max. Fr p/t + Fr p/m freie Quote MieterInnen ab Gleiche Leistungen für Personen im Wohnen mit Dienstleistungen wie für Personen zuhause

15 Fragen? Berechnungsbeispiele

16 Beispiel 1 AHV-Rentner, lebt allein zu Hause Vermögen Einnahmen AHV-Rente Pensionskasse 500 Zins Sparkonto 120 Ausgaben Nettomiete Nebenkosten 150 Krankenkassenprämie 420

17 Beispiel 1 Alters- und Versicherungsamt Sparguthaben kein Vermögensverzehr Ausgaben Einnahmen Miete AHV-Rente Krankenkasse 469 Pensionsrente 500 Übrige Auslagen Zinsen 10 Total EL pro Monat 859

18 Beispiel 2 AHV-Rentner, lebt allein zu Hause Vermögen Einnahmen AHV-Rente Pensionskasse 500 Zins Sparkonto 420 Ausgaben Nettomiete Nebenkosten 150 Krankenkassenprämie 420

19 Beispiel 2 Alters- und Versicherungsamt Sparguthaben /. Freibetrag Netto-Vermögen Ausgaben Einnahmen Miete AHV-Rente Krankenkasse 469 Pensionsrente 500 Übrige Auslagen Vermögensverzehr 270 Vermögensertrag 35 Total EL pro Monat 217

20 Beispiel 3 Alters- und Versicherungsamt Ehepaar mit AHV-Rente, lebt zu Hause Vermögen Einnahmen AHV-Rente Pensionskasse Zins Sparkonto 120 Ausgaben Nettomiete Nebenkosten 150 Krankenkassenprämie 950

21 Beispiel 3 Ehepaar mit AHV-Rente, lebt zu Hause Ausgaben Einnahmen Miete AHV-Rente Krankenkasse 938 Pensionsrente Übrige Auslagen Vermögensertrag 10 Total Ausgabenüberschuss 279 EL pro Monat 400

22 Beispiel 5 AHV-Rentnerin, lebt im Heim Alters- und Versicherungsamt Vermögen Einnahmen AHV-Rente Pensionskasse 525 Zins Sparkonto 120 Ausgaben Tagestaxe im Heim (Stufe 4) Krankenkassenprämie 420

23 Beispiel 5 AHV-Rentnerin, lebt im Heim Ausgaben Einnahmen Heimkosten AHV-Rente Krankenkasse 469 Pensionsrente 525 Persönl. Auslagen 367 Vermögensertrag 10 Total Ausgabenüberschuss EL pro Monat 3 816

24 Krankheits- und Alters- und Versicherungsamt Behinderungskosten Gegen entsprechende Originalbelege zusätzlich zur laufenden Ergänzungsleistung bis zu Franken pro Person und Jahr bei eigenem Haushalt bis zu Franken pro Person und Jahr bei Heimaufenthalt Auch möglich bei Einnahmenüberschuss

25 Die verschiedenen Alters- und Versicherungsamt Kostenarten Kostenbeteiligung der Krankenkasse (Franchise und 10% SB, max. Fr ) Zahnbehandlungen Ambulante Pflegekosten (Spitex) Aufenthalt in Tagesheim Temporärer Heimaufenthalt Haushalthilfe (privat bis max. Fr p/j) Medizinische Transporte (Taxi, Betax)

26 Heimfinanzierung Alters- und Versicherungsamt

27 Exkurs zur Hilflosenentschädigung Art. 9 ATSG Als hilflos gilt eine Person, die wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwachung bedarf. Zu diesen Lebensverrichtungen gehören: - Ankleiden, Auskleiden - Essen - Körperpflege (insbesondere waschen, kämmen, baden) - Verrichtung der Notdurft - Fortbewegung innerhalb und ausserhalb des Hauses - Kontaktaufnahme

28 Schweregrad der Hilflosigkeit Leichte Hilflosigkeit In mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen in erheblicher Weise auf Hilfe Dritter angewiesen Mittlere Hilflosigkeit In mindestens vier alltäglichen Lebensverrichtungen in erheblicher Weise auf Hilfe Dritter angewiesen Schwere Hilflosigkeit In allen alltäglichen Lebensverrichtungen in erheblicher Weise auf Hilfe Dritter angewiesen

29 Beträge Hilflosenentschädigung AHV-Rentner: leichten Grades (nur zu Hause) 234 mittleren Grades 585 schweren Grades 936 IV-Rentner im Heim: leichten Grades 117 mittleren Grades 293 schweren Grades 468 IV-Rentner zu Hause leichten Grades 468 mittleren Grades schweren Grades 1 872

30 Kontaktdresse Alters- und Versicherungsamt Bis 11. April 2014 Alters- und Versicherungsamt Schwanengasse Bern Ab 22. April 2014 Seilerstrasse Bern Tel (Link zu EL-Rechner Pro Senectute)

31 Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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