Elektronische Dokumentenmanagement- und Archivierungssysteme im Krankenhaus

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1 Elektronische Dokumentenmanagement- und Archivierungssysteme im Krankenhaus aktuelle Entwicklungen und Perspektiven elektronischer Patientenakten und digitaler Archive Dr. Paul Schmücker Universitätsklinikum Heidelberg Zentrum für Informationsmanagement 1

2 Gliederung 1. Definitionen 2. Möglichkeiten des Aufbaus digitaler Archive 3. Verschiedene Architekturen digitaler Archive 4. Erfahrungen 5. Rechtliche Aspekte 6. Wettbewerbsvorteile 7. Perspektiven 2

3 SARA+ med SARA+med Die elektronische Patientenakte am Universitätsklinikum Heidelberg 3

4 1. Definitionen Patientenakte: Sammlung medizinischer Informationen zu einer Person in einer Institution digitale Patientenakte: Patientenakte auf digitalen Datenträgern (EPA) Krankengeschichte: Sammlung aller medizinischen Informationen zu einer Person unabhängig vom Ort 4

5 1. Definitionen (Fortsetzung) digitales Archiv: ordnungsgemäße, revisionssichere und rechtlich anerkannte Aufbewahrung von Daten, Dokumenten, Bildern, Signalen etc. über einen Zeitraum von 30 Jahren 5

6 2. Möglichkeiten des Aufbaus digitaler Archive zeitnahe digitale Erfassung strukturierter Daten und Ablage in einer EPA digitale Erstellung von Dokumenten und Ablage in einer EPA automatische Übernahme von Daten und Dokumenten und Ablage in einer EPA automatische Übernahme von Bildern, Signalen,... und Ablage in einer EPA Scannen, Indexieren und Ablage in einer EPA Kombinationen der oben aufgeführten Ansätze 6

7 3. Verschiedene Architekturen für digitale Archivsysteme Archivsystem mit eigener Objekteverwaltung 7

8 m m Schnittstelle (AU) SARA+med - Stand und Planung 1999/2000 \65 \60 Scannen und Indexieren (SCU) Sonographie Endoskopie (QCU) CT/MR- Anbindung (RAD) EEG- Anbindung Klinisches Arbeitsplatzsystem (SAP IS-H*MED) WORM- Jukebox HeiKo -> HL7 Objektablage (OSU) Physische Aktenverwaltung Objektmanagement (OMU) Jukebox- Server Präsentation (1200 AP) Gesamtes Klinikum Kopfklinik Med. Klinik Psychiatrie Frauenklinik Chirurgie Hautklinik Patientenmanagement (SAP IS-H) HeiKo Storage Array Laborsysteme 8

9 3. Verschiedene Architekturen für digitale Archivsysteme Archivsystem mit eigener Objekteverwaltung Integration der Objekteverwaltung in Anwendungssysteme mit Anbindung eines digitalen Archivs 9

10 Zielsetzung Stationen, Ambulanzen, Funktionsbereiche Bürokommunikation IS-H IS-H*med IS-H*med Rad SAP R/3 LDS Pathix PACS Archive 10

11 3. Verschiedene Architekturen für digitale Archivsysteme Archivsystem mit eigener Objekteverwaltung Integration der Objekteverwaltung in Anwendungssysteme mit Anbindung eines digitalen Archivs Kopplung von Dokumentenmanagement- und Archivierungssystemen (DMAS) und Bildarchivierungs- und Kommunikationssystemen (PACS) über eine Schnittstelle 11

12 Prozesse und Komponenten (Szenario 1) EasyLink DICOM Worklist DICOM Worklist EasyLink IS-H*MED Link proprietär 12 Trigger für alte Bilder / Befunde 6b Modalitäten CT MR... DR US PACS incl. OVS max. 30 Tage Befundung und Präsentation in der Radiologie 7 8 DICOM Store 4 DICOM Store 11 US US... EKG EEG... DICOM Store DICOM Query / Retrieve DICOM Store 6a Legende: OVS - Objekteverwaltungssystem PACS - Picture Archiving and Communication System Link - Verweis auf Dokumente, Bilder,...; Versendung im HL7-Format Achtecke - siehe Beschreibung Prozesse und Komponenten (Szenario 1) Digitales Archiv Viewer Stationen 13 Ambulanzen Funktionsbereiche proprietär Link OVS

13 Prozesse und Komponenten (Szenario 2) 4 8 RADOS 1 9 Auftrag (HL7 oder DICOM Worklist) Befund (HL7/XML oder DICOM structured reporting) IS-H*MED Link 11 Trigger für alte Bilder / Befunde Philips Gateway EasyLink DICOM Worklist 2 DICOM Worklist EasyLink proprietär 5b Modalitäten CT MR... DR US PACS incl. OVS max. 30 Tage Befundung und Präsentation in der Radiologie 6 7 DICOM Store 3 DICOM Store 10 US US... EKG EEG... DICOM Store DICOM Query / Retrieve DICOM Store 5a Legende: OVS - Objekteverwaltungssystem PACS - Picture Archiving and Communication System Link - Verweis auf Dokumente, Bilder,...; Versendung im HL7-Format Achtecke - siehe Beschreibung Prozesse und Komponenten (Szenario 2) Digitales Archiv Viewer Stationen 12 Ambulanzen Funktionsbereiche proprietär Link OVS

14 3. Verschiedene Architekturen für digitale Archivsysteme Archivsystem mit eigener Objekteverwaltung Integration der Objekteverwaltung in Anwendungssysteme mit Anbindung eines digitalen Archivs Kopplung von Dokumentenmanagement- und Archivierungssystemen (DMAS) und Bildarchivierungs- und Kommunikationssystemen (PACS) über eine Schnittstelle Integration von Bildern in ein gemeinsames Archivsystem 14

15 4. Erfahrungen (I) Zusammenspiel von Dokumentation, Objekteverwaltung/Archivierung und Ablaufsteuerung (Workflow) 15

16 Daten, Dokumente, Bilder, Signale etc. Medizinische Dokumentation Vorladen von Dokumenten, Nachsenden von Dokumenten etc. Ablaufsteuerung (Workflow) Klinisches Archiv Akten- / Dokumentenmanagement, Akten- / Dokumentenablage etc. 16

17 4. Erfahrungen (I) Zusammenspiel von Dokumentation, Objekteverwaltung/Archivierung und Ablaufsteuerung (Workflow) Integration in das Klinikuminformationssystem vielfältige und einfache Zugriffsmöglichkeiten digitales Archivmedium problematisch Auswertbarkeit digitaler Archive 17

18 IS-H OLAP Ad-hoc- Analysen Archiv stat./amb. Bereich Funktionsbereiche Data Warehouse Data Mining Decision support BWV Query Datenbankabfragen vorhandene Module eines Krankenhausinformationssystems Ablage von Dokumenten und Daten unter Berücksichtigung der klinischen Anforderungen der Archivierung und Auswertung 18

19 4. Erfahrungen (II) integrierte digitale Archive für - patientenorientierte Dokumente - patientenorientierte Bilder - betriebswirtschaftliche Belege - Bürodokumente 19

20 bildgebende Geräte PACS DB DB SAP / R3 Radiologieinformationssystem DICOM DICOM Archive Link Archivsystem OVS HeiKo 3 Anwendungssysteme RADOS, LDS, PATHIX,... IS-H / IS-H*MED DB DB Bürokommunikation

21 4. Erfahrungen (III) Stand: - DMAS in ca. 150 Krankenhäusern - PACS in ca. 20 Krankenhäusern - keine regionalen und überregionalen Patientenakten Performance wichtig für Benutzerakzeptanz Große branchenübergreifende Anbieter genügen den Anforderungen am ehesten. Anbieter siehe 21

22 4. Erfahrungen (IV) Tendenz: Archivierung --> Objekteverwaltung --> Workflow --> Data Warehouse --> Wissensunterstützung praktische Ansätze: reine Scannerlösungen <--> Übernahme Daten und Dokumente <--> direktes Speichern im Archiv 22

23 4. Erfahrungen (V) Ausfallsicherheit Veränderungen in den Betriebsabläufen - Erstellung der digitalen Akten (z. B. zentrales Scannen oder dezentrales Scannen) - Zugriff auf und Präsentation von Akten -Workflow 23

24 5. Rechtliche Aspekte Dokumentationspflichten Aufbewahrungsfristen Zivilprozeßordnung Signaturgesetz Medizinproduktegesetz VOI: Grundsätze der Ordnungsmäßigkeit, Revisionsfähigkeit und rechtlichen Anerkennung digitaler Archive 24

25 6. Wettbewerbsvorteile von der passiven zur aktiven Patientenakte gezielte Zugriffsmöglichkeiten gezielte Information Unterstützung von Kooperationen neue Möglichkeiten der Informationsweiterverarbeitung Verbesserung der Qualität der Patientenversorgung Optimierung der Abläufe für Patienten und Mitarbeiter 25

26 7. Perspektiven (I) externe Zugriffsmöglichkeiten auf Patientenakten gezielter überregionaler Daten- und Dokumentenaustausch physikalisch überregional verteilte elektronische Patientenakten 26

27 7. Perspektiven (II) verstärkte Einbindung der elektronischen Patientenakte in rechnerunterstützte Klinische Arbeitsplatzsysteme Integration der digitalen Signatur Aufbau von Data Warehouse - Modulen Einführung mobiler DV-Werkzeuge für Ärzte und Pflegekräfte 27

28 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 28

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