Das Referat im Fremdsprachenunterricht

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1 Germanistik Mohamed Chaabani Das Referat im Fremdsprachenunterricht Forschungsarbeit

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3 1 Das Referat im Fremdsprachenunterricht Chaabani Mohamed Abstract Die vorliegende Arbeit untersucht das Schreiben von der Textsorte Referat im Fremdsprachenunterricht. Anliegen dieser Arbeit ist es, die Schreibkompetenz der Studierenden beim Verfassen von dieser Textsorte zu erfassen. Für diesen Zweck wurde eine Befragung über diese Textsorte durchgeführt. Zum Referat In Anlehnung an Roy, S. 1 (2006, 33) gilt das Referat als ein klassisches Instrument der Hochschuldidaktik. In diesem Sinne spielen Kurzvorträge für die Studenten eine wichtige Rolle bei der Gestaltung von Seminaren. Laut Bünting 2 (2008, 37) ist das Referat nicht an den Seminarleiter gerichtet, sondern an das jeweilige bestimmte Publikum. Die Struktur des Referats ist laut Roy, S. (2006, 34) unterschiedlich. Es gibt längere schriftliche Arbeit und es gibt Arbeiten, die sich auf wenige zentrale Aspekte konzentrieren. Beim Referieren sollte man laut Roy, S. (2006, 34) die Fachtermini definieren und erklären. Darüber hinaus sollte der Aufbau des Referats auf einer Folie oder einem Handout präsentiert werden. Im Grunde hat das Referat folgende Struktur: 1 Sommer, Roy (2006) Schreibkompetenzen. Erfolgreich wissenschaftlich schreiben. Stuttgart. Klett 2 Bünting, K-D, u.a. (2008) Schreiben im Studium: mit Erfolg Ein Leitfaden. Cornelsen Scriptor. Berlin.. Siebte Auflage

4 2 Eine kurze Hinführung zum Thema, d.h. worum geht es? Dann folgen einen Mittelteil und ein Fazit. Die Einleitung eines Seminarvortrages enthält in der Regel folgende Elemente: Der Einstieg, eine übersicht über den Inhalt und Aufbau zur Orientierung des Publikums und die so genannte Captatio Benevolentiae. Durch den Einstieg kann man den Vortrag im Kontext des Seminars einbetten und hier darf man auch improvisieren. Die Captatio Benevolentiae bedeutet in der antiken Rhetorik das Werben des Redners um das Wohlwollen des Publikums. Dabei sollte man auf die Unvollständigkeit des Vortrages hinweisen. Außerdem soll das Publikum gebeten werden, bei Unklarheiten nachzufragen. Laut Roy, S. (2006, 35) geht es beim Referieren darum, Informationen anschaulich zu vermitteln. Für diesen Zweck bietet sich an, einen freien Vortrag zu halten. Dabei kann man auch stichpunktartige Notizen auf Karteikarten gebrauchen. Bei der Anwendung von einem ausformulierten Skript oder einer Karteikarten mit Notizen sollte man darauf achten, dass diese gut lesbar sind. Für diesen Zweck empfiehlt es sich, die Schriftgröße 14 anzuwenden. Zudem sollten die wichtigen Stellen wie Überschriften, Schlüsselwörter auf dem Skript markiert werden. Falls mehrere Folien dabei im Einsatz kommen, sollte man sie mit Nummern versehen und sie im Skript entsprechend anmerken. Beim Referieren spielt die Visualisierung von komplexen Sachverhalten eine wichtige Rolle. Für diesen Zweck sollte man Folien oder Tafelanschriften gebrauchen. darin können die zentralen Informationen eingebaut werden, wie z.b. kurze Zusammenfassungen der Texte, Anmerkungen zu Forschungsmethoden und Ergebnissen oder Zusammenhänge mit anderen Vorträgen der vorangegangenen Sitzungen. Die Folien werden eingesetzt, um komplexe Zusammenhänge zu reduzieren bzw. zu veranschaulichen. Dabei sollte der Schriftgrad anpassend eingesetzt werden, dass alle Anwesende die Texte lesen können. Außerdem sollten die Texte der Folie überprüft werden, ob sie z.b. keine Rechtschreibfehler enthalten. Für Handouts gelten laut Roy, S. (2006, 36) keine Regeln. Sie können zitierte Textstellen, Zusatzmaterialien wie Tabellen und Schaubilder oder Literaturangaben beinhalten. In manchen Fällen wird vom Lehrer zum Vortrag eine schriftliche

5 3 Ausarbeitung verlangt. Diese schriftliche Ausarbeitung basiert auf den vorbereiteten Notizen, d.h. sie enthält die Ergebnisse der Seminardiskussion und einen Auswahlbibliographie zum Thema. Bei Frank/Haacke/Lahm 3 (2007, 164) finden sich die Überlegungen, dass das Manuskript für Referat folgende Funktionen hat: Erstens dient es als Mittel, um die Reihenfolge der Informationen, Argumente und Belege zu klären. Darüber hinaus fungiert es als Gedankenstütze. Das Manuskript hat ferner die Funktion, Zahlen, Begriffe, Definitionen und Zitate während des Vortrags genau wiederzugeben. In Anlehnung an Frank/Haacke/Lahm (2007, 165) enthält das Referat einen Anfang, Hauptteil und Schluss. Diese Elemente sollten aufeinander bezogen sein. in der Regel machen die Einleitung und Schluss jeweils nicht mehr als ein Achtel des gesamten Vortrags aus. In der Einleitung versucht man das Interesse der Zuhörer zu wecken, indem man folgende Punkte berücksichtigen sollte: Erstens versucht man einen Bezug zur aktuellen Seminardiskussion herzustellen, indem man beispielsweise mit einer provokanten Aussage beginnt. Man kann auch mit einem Zitat anfangen oder stellt man eine rhetorische Frage. Im Hauptteil werden die wichtigen Informationen, Argumente, Thesen, Beweise, Beweggründe und Beispiele geschrieben. Diese dienen als eine Stütze für die Hauptaussage. Im Hauptteil achtet man auf eine logische Folge der Aussagen. Dabei arbeitet man die wichtigen Informationen heraus. In diesem Sinne sollten auch Schlussfolgerungen durch Beispiele, Zitate und Zahlen untermauert werden. Im Schluss werden die wichtigen Informationen und Argumente laut Frank/Haacke/Lahm (2007, 165) zusammengefasst. Dabei wird einen Bezug zu den Erwartungen der Zuhörer hergestellt. 3 Frank, Andrea/Haacke/Lahm (2007), Schlüsselkompetenzen: Schreiben in Studium und Beruf. Verlag J.B. Metzler. Stuttgart und Weimar

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