Automatisierung von Backup und Recovery- Vorgängen in großen Oracle-Umgebungen

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1 Automatisierung von Backup und Recovery- Vorgängen in großen Oracle-Umgebungen Robert Kruzynski Senior Consultant Juli 2008 Basel Baden Bern Lausanne Zürich Düsseldorf Frankfurt/M. Freiburg i. Br. Hamburg München Stuttgart Wien

2 2 2008

3 Größere Oracle-Umgebungen benötigen... Intelligente Backup-Verfahren Automatisiertes Recovery Daten sind immer im Spiel

4 Abgrenzung In diesem Vortrag geht es um standard Backup & Recovery-Verfahren mit RMAN normale Datenbanken keine VLDBs Spezielle Anforderungen wie z.b. garantierte Wiederanlaufzeit oder Langzeitarchivierung werden nicht behandelt

5 Intelligentes Backup Effizient Ressourcenschonend Fehlertolerant Sicher Einfache Verwaltung Automatisch

6 Effizienz Reduktion des Diskplatzbedarfs durch direktes Tape-Backup oder durch NAS-Volumes Einsatz inkrementeller Backup-Verfahren fast incremental (block change tracking) Verhinderung unnötiger Backups bei geringer DB-Aktivität (Änderungsvolumen) automatische Bestimmung des Backup-Typs (voll, kumulativ, differenziell, archivelog) kein regelmäßiges Archivelog-Backup bei nicht-produktiven Systemen (abhängig vom Filesystem-Füllgrad)

7 Inkrementelles Backup full backup (level 0) differential (level 2) optional cumulative (level 1) differential (level 2) optional cumulative (level 1) differential (level 2) differential (level 2) So Mo Di Mi Do Fr Sa So Zeit

8 Effizienz Komprimierung bei Full-Backups werden Komprimierungsfaktoren von 6 bis 7 erreicht bei Archivelog-Backup 2 bis 3 Bei mehreren Datenbanken pro Server Parallelisierung auf Backup-Ebene Parallelisierung durch Channels automatische Bestimmung des Parallelitätsgrades bei allen Backup-Typen abhängig von der CPU-Count, DB-Größe, Änderungsvolumen (seit letztem Backup) hat Einfluss auf die Anzahl Backup-Pieces und damit auf die Auslastung der Backup-Server Indirekte Steuerung der Backup-Piece-Größe jedes Backup-Piece generiert einen Job am Backup-Server

9 Parallelisierung und Komprimierung Bei compressed Backupset gilt Backupzeit ~ Restorezeit (CPU ist der Flaschenhals) Full Backup mit/ohne Disk Staging HP-UX, compressed, rmandb1 (ca. 1TB belegt) Complete Restore HP-UX, compressed, rmandb1 (ca. 1TB belegt) auf Tape auf Disk Stage Dauer in Minuten Dauer in Minuten Restore von Disk Stage Anzahl Channels Anzahl Channels

10 Parallelisierung und Komprimierung Tape-Restorezeit hängt von vielen Faktoren ab Complete Restore HP-UX, compressed, rmandb2 (50 GB belegt) Dauer in Minu von Disk Stage von lokaler Disk von Tape (es wurde nur 1 Channel verwendet) Anzahl Channe ls 2008

11 Fehlertoleranz Verhinderung von Backup-Überschneidung Ausgereifte Fehlerbehandlung Automatische Aktionen bei bestimmten Fehlern Ggf. Wiederholung des Backup bzw. Backup-Schritts Spezielles Vorgehen bei 100% Filesystemauslastung Benachrichtigung

12 Sicherheit Unabhängige zentrale Überwachung Inventar-gesteuert mit Exclude-Liste Suche nach ungesicherten Datafiles Suche nach Archivelog-Lücken

13 Verwaltung Server-weite und ggf. lokale Konfiguration Lokales Scheduling ein Backup-Job pro Server der sich um alles kümmert einfaches Ein- und Ausschalten des Backups (Exclude-Liste, kein Backup bis... ) gleichmäßige Verteilung der Full-Backups über bestimmte Wochentage Logging Informationen zu jedem Backup-Schritt (Volumen, Dauer und ggf. Fehler) zentral abgespeichert Eine Prozedur, welche den Status laufender Backups anzeigt Ohne RMAN-Catalog?

14 Automatisierung Es existiert keine Standardlösung, die diese Anforderungen out-of-thebox abdeckt Als Basis nehmen wir das Trivadis TvdBackup-Paket als Framework und passen es entsprechend an Tv dback up temp la tes lo ggin g rman rman ale rtin g paramet ers lo ck in g

15 Kontrolle und Optimierung Regelmäßige Überprüfung Anzahl-Backups(-Pieces) Backup-Volumen bzw. Gesamtzeit Server/Datenbanken mit den meisten Backups Optimierung der Algorithmen und Anpassung der Schwellwerte

16 Kontrolle und Optimierung

17 Kontrolle und Optimierung

18 Automatisiertes Recovery Ausgangslage / Besonderheiten beim Recovery Seltenes Vorkommen (hoffentlich :-)) - wenig Übung Immer zum ungünstigsten Zeitpunkt - kein Recovery-Experte verfügbar Komplexität - Gefahr durch falsche Entscheidungen Zeitdruck - Hektik Vorgehensweise Qualifizierte Analyse Entscheidung für eine vordefinierte Recovery-Variante Automatisierte Durchführung Ergebniskontrolle

19 Automatisiertes Recovery Recovery-Varianten mit Bezug auf Backup-Strategie Target-Datenbank Desaster (ohne Zugriff auf den Ursprungsserver) Klonerstellung (lokal, remote) Aktivieren von inkrementellen Backup-Kopien Parametrisierbar Until-Time Parallelität Tablespace-Liste Filesystem-Liste Interaktiv Bestätigung wichtiger Schritte (Shutdown, Reset Incarnation, Open Resetlogs)

20 Zusammenfassung Intelligente Backup-Verfahren erhöhen die Betriebsqualität und erlauben Kosten zu sparen Diskplatz, Backup-Infrastruktur, Betrieb Automatisierte Recover-Prozeduren verkürzen die Recovery-Zeit reduzieren die human error -Quote Realisierung braucht Erfahrung Kenntnis der Umgebung und Infrastruktur Erprobtes Backup-Framework Scripting Know-how

21 Vielen Dank!? Basel Baden Bern Lausanne Zürich Düsseldorf Frankfurt/M. Freiburg i. Br. Hamburg München Stuttgart Wien

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