Beruf und Beschäftigung bei chronischer Erkrankung. Hilfe zur Entwicklung von Genesungspotentialen

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1 Beruf und Beschäftigung bei chronischer Erkrankung. Hilfe zur Entwicklung von Genesungspotentialen // Vitos Rehabilitation für psychisch kranke Menschen Guxhagen (RPK)

2 Versorgung Rehabilitation Förderung von Teilhabe Ära der Anstaltpsychiatrie bis Mitte des 20 Jh. langdauernde und umfassende Versorgung psychisch kranker Menschen Unheilbarkeit der Erkrankung als Stigma bis heute Klinifizierung und Enthospitalisierung mit der Gefahr der Umhospitalisierung in große Heime in den 80er Jahren Notwendigkeit, ein auf die Bedürfnisse der Zielgruppe spezifisch zugeschnittenes Rehabilitationsangebot zu entwickeln Erste Empfehlungsvereinbarung RPK 1986 als konzeptioneller und sozialrechtlicher Rahmen verabschiedet Psychiatrische Rehabilitation, Seite 2

3 Versorgung Rehabilitation Förderung von Teilhabe Im SGB findet sich das Recht auf Teilhabe und das Recht auf Förderung dahingehend. Sozialgesetzbuch IX: Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen In der Fassung des Gesetzes zur Förderung der Ausbildung und Beschäftigung schwerbehinderter Menschen vom 23. April 2004 (BGBl. I S. 606) 1 Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft Behinderte oder von Behinderung bedrohte Menschen erhalten Leistungen nach diesem Buch und den für die Rehabilitationsträger geltenden Leistungsgesetzen, um ihre Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu fördern, Benachteiligungen zu vermeiden oder ihnen entgegenzuwirken. (...) Psychiatrische Rehabilitation, Seite 3

4 Versorgung Rehabilitation Förderung von Teilhabe Segmente und Phasen Psychiatrischer Versorgung Prävention Kurative Versorgung Rehabilitation Langfristige Integration Katalytische Rehabilitation Prothetische Rehabilitation Psychiatrische Rehabilitation, Seite 4

5 Versorgung Rehabilitation Förderung von Teilhabe Zentrale Aufgaben der Rehabilitation Empowerment und Recovery Kompetenzentwicklung Bewältigung Summe der Interventionen, die notwendig und geeignet sind, Aktivitäten und Teilhabe zu erhalten oder wiederherzustellen und Beeinträchtigungen zu begegnen, soweit diese aufgrund relevanter Funktionsstörungen aufgehoben, eingeschränkt oder bedroht sind. Abgrenzung zur Akutbehandlung: Behandlung von Notfällen, (Erst-)Diagnostik einer Störung, Symptomüberwindung bzw. reduktion (kurative Therapie) Psychiatrische Rehabilitation, Seite 5

6 Das bio-psycho-soziale Modell der Komponenten der Gesundheit Psychiatrische Rehabilitation, Seite 6

7 ICF Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit Die wichtigste Grundlage der ICF ist die funktionale Gesundheit. Eine Person ist funktional gesund, wenn vor ihrem gesamten Lebenshintergrund (Konzept der Kontextfaktoren: Umweltfaktoren und personenbezogene Faktoren) ihre körperlichen Funktionen (einschließlich des mentalen Bereiches) und Körperstrukturen allgemein anerkannten (statistischen) Normen entsprechen sie alles tun kann, was von einem Menschen ohne Gesundheitsprobleme erwartet wird (Konzept der Aktivitäten) sie ihr Dasein in allen Lebensbereichen, die ihr wichtig sind, in der Weise und dem Umfang entfalten kann, wie es von einem Menschen ohne Beeinträchtigung der Körperfunktionen, -strukturen oder der Aktivitäten erwartet wird (Konzept der Teilhabe an Lebensbereichen Vgl. Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit. Deutsches Institut für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI), Die ICF wurde im Mai 2001 von der WHO als Nachfolgerin der ICIDH verabschiedet. Psychiatrische Rehabilitation, Seite 7

8 Versorgung Rehabilitation Förderung von Teilhabe Medizinische Rehabilitation Soziale Rehabilitation Berufliche Rehabilitation Psychiatrische Rehabilitation, Seite 8

9 Rehabilitation für psychisch kranke Menschen in der vitos RPK Guxhagen Beginn der Arbeit: Januar stationäre, 20 teilstationäre, bzw. ganztags-ambulante Plätze Auftrag: medizinisch-berufliche Rehabilitation Ziel: Teilhabe im Alltag, in Ausbildung und Beruf zu stärken und zu stabilisieren QM-Zertifiziert seit 2003 (DIN EN ISO 9001: 2000) Psychiatrische Rehabilitation, Seite 9

10 Wer kommt in die RPK? Männer Frauen Diagnosen Psychiatrische Rehabilitation, Seite 10

11 Geschlechterverteilung (n = 71) 32% 68% Frauen Männer Psychiatrische Rehabilitation, Seite 11

12 Diagnosen bei Aufnahme in Prozent (2008, n=66) 60 Psychosen Depessive u. manische Erkrankungen Persönlichkeits störungen Belastungsreaktionen, Ängste, Zwänge, u.a. sonstige 0 Psychiatrische Rehabilitation, Seite 12

13 Behandlungsgrundsätze Wohnortnahe Behandlung / ambulant vor stationär Individuelle Behandlungsplanung Frühzeitige Platzierung Vernetzung in der Region Psychiatrische Rehabilitation, Seite 13

14 Entfernung zum Wohnsitz (n=70) 11% 6% >20km 20- <50km 50- <100km <100km 30% 53% Psychiatrische Rehabilitation, Seite 14

15 Externe Erprobung / Praktikum als Reha-Modul (2008) 35% mit Praktikum ohne Praktikum 65% Psychiatrische Rehabilitation, Seite 15

16 Externe Erprobungsplätze Psychiatrische Rehabilitation, Seite 16

17 Behandlungsergebnis Dauer der Maßnahme Leistungsfähigkeit für den allgemeinen Arbeitsmarkt Berufliche Situation bei Entlassung Zufriedenheit mit der Maßnahme Psychiatrische Rehabilitation, Seite 17

18 Dauer der Maßnahme / berufl. Situation bei Entlassung n=68, Behandlungsdauer: Ø 186 Tage 100% 75% 50% 25% 0% <3h/d 3-<6h/d >6h/d <3 Monate <6 Monate <9 Monate <12 Monate <15 Monate Psychiatrische Rehabilitation, Seite 18

19 Leistungsfähigkeit nach Entlassung (2008) 31% leistungsfähig nicht leistungsfähig 69% Psychiatrische Rehabilitation, Seite 19

20 Auswertung der Rückmeldebögen Zufriedenheit mit der Maßnahme generell Frauen Männer Gesamt Psychiatrische Rehabilitation, Seite 20

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