MAGAZIN. Lotus Domino. BDE/Zeiterfassung/ Zugangskontrolle. Technik-Forum Verbindung aus Java-Applikation zur DB2/UDB MIDRANGE

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1 JANUAR 2002 AUSGABE ,70 ATS 165,00 CHF 21, I98E ISSN B MAGAZIN MIDRANGE IT-Wissen und Lösungen für eserver im Unternehmensnetzwerk I.T.P. VERLAG + Einsatzmöglichkeiten + Lösungen + Perspektiven unter inotes + Lotus Domino Aktuelles zur OS/400-Sicherheit Security Patrol Überwachungssoftware meldet Störungen Ein Auge drauf 3GL vs. 4GL Entwicklung von Software fürs Web Marktübersicht BDE/Zeiterfassung/ Zugangskontrolle Technik-Forum Verbindung aus Java-Applikation zur DB2/UDB

2 Editorial Liebe Leserinnen, liebe Leser Aufpäppeln oder austauschen Die Common brachte es an den Tag: An der Erzrivalenriege der IBM hat sich wenig geändert, sie wurde munter aufs Tableau gebracht. Microsoft hat Outlook und will deshalb, dass alle Welt Outlook-User werde. Der Gates-Konzern bietet auch Exchange an und möchte deshalb, dass jeder Exchange benutze. Und IBM stößt ungefähr in das selbe Horn, allerdings mit dem Aufruf: Exchange your server. Das Outlook-Pendant Lotus Notes beleuchten wir in unserem Titelthema. Wer diese Software einmal kennenlernen durfte, weiß, dass der Ausdruck Pendant einem wenig dezenten Understatement gleichkommt. Wer diese Software persönlich noch nicht kennenlernen durfte, sollte unsere Beiträge kritisch lesen. Danach gibt es meiner Meinung nach für alle Outlook-User nur eine Erkenntnis: Austauschen! Wer trotzdem bei seinen Clients alles beim alten lassen will, hat mit inotes eine interessante Alternative, auch dazu finden sich in diesem Heft viele wichtige Details. Letztere sollen ja künftig auch auf unseren Personalausweisen verewigt werden das Stichwort Biometrie gehört zu den heiß diskutierten Themen, bei den Datenschützer und Bürgerrechtler immer wieder zur Höchstform auflaufen. Natürlich haben diese Kritiker recht: Zumeist ist bei allen neuen Verfahren, die einen Nutzen bringen, auch ein Mißbrauch möglich. Das gilt gleichermaßen für Technologien zur innovativen Zugangskontrolle, die heute auch schon mit Hilfe biometrischer Daten umgesetzt werden können. Diese Verfahren sind unkompliziert und garantieren ein hohes Maß an Sicherheit. Ganz im Gegensatz zu Zugangscodes oder Magnetkarten ist eine zu scannende Iris nicht so mir nichts Dir nichts zu verlegen, zu verleihen oder zu verlieren. Sechs von zehn Bundesbürgern haben auch gegen den Einsatz biometrischer Daten am Arbeitsplatz nichts einzuwenden, öffentliche Kontrollen stehen weitaus mehr in der Kritik. Das könnte auch an der Warnung des Hamburger Datenschutzexperten Klaus Brunnstein liegen, nach dessen Aussage aus biometrischen Daten auch auf Erbkrankheiten oder aktuelle Erkrankungen geschlossen werden kann. Interessant wäre also biometrisches Material auch für Versicherungskonzerne oder Krankenkassen, die zügig nach Gut und Böse aussortieren könnten. Denkbar wäre aber auch Mißbrauch im unternehmerischen Umfeld, zum Beispiel ein Zugangskontrollsystem mit Schnittstelle zur firmeneigenen Diagnose-Datenbank. Wird über Ihren Iris-Scan ein nahender Infekt erkannt, erfolgt online eine Information der Personalabteilung. Je nach bisherigem Benehmen gibt das System die Empfehlungen: Aufpäppeln oder... austauschen! Herzlichst, Ihr Michael Wirt Midrange MAGAZIN Januar

3 Inhalt Lotus Domino, Einsatzmöglichkeiten und Lösungen Die allgemeinen Einsatzmöglichkeiten, die Lotus Domino bietet, sind beeindruckend. Mit Lotus als Informationssystem lassen sich in selten komfortabler Weise Daten, die aus den unterschiedlichsten Quellen stammen, strukturieren, darstellen und auf regelbasierte Weise wiederauffinden. 4 Learning by doing BDE/Zeiterfassung/Zugangskontrolle Als erstes Schulungszentrum seiner Art wurde das IAW Institut für Angewandte WareHouse-Logistik in Boppard-Buchholz bei Koblenz gegründet. Das Ziel der Akademie der Ehrhardt + Partner-Gruppe ist die umfassende praktische und theoretische Ausbildung von qualifiziertem Fachpersonal für Logistikzentren. Moderne Technologien wie Biometrie, mobile Lösungen und ausgereifte Schnittstellen sind zunehmend gefragt. Um zukünftige Prozesse optimiert zu steuern sind die Informationen aus BDE-Systemen unabdingbar. Titelthema Diese Steine gewinnen das Spiel Domino: High-End Groupware Ordnung im Dokumenten-Pool s optimal archivieren Knowledge-Base 4 all Wissensmanagement als Basis zum Erfolg Evolution durch Integration Web Services automatisieren Geschäftsprozesse Anschluss-Freude Modulare Lösungen mit Lotus Notes/Domino Aktuelles Mentale Barrieren Die Frage des Monats im November 2001 Die Zukunft von ERP ERP quo vadis Das Lager aufgeschlagen Learning by doing Märkte & Macher Personen, Produkte, Business Technik & Integration Security Patrol Aktuelles zur OS/400-Sicherheit Technik-Forum Verbindung aus Java-Applikation zur DB2/UDB Ein Auge drauf Überwachungssoftware meldet Störungen Die Top Ten der Sicherheit Sicherheitsrisiken ausschalten Entwicklung von Software fürs Web GL vs. 4GL Notes zur Sicherheit Virenschutz für Lotus-Umgebungen Web Services Strategie von Lotus Marktübersicht Kontrolliert hereinspaziert BDE/Zeiterfassung/Zugangskontrolle Tabellarische Anbieter- und Produktübersicht Nicht nur zur Weihnachtszeit Zeitwirtschaftssystem für den Saisonbetrieb Lösung nach Mass BDE erhöht die Transparenz beim Bierbrauen Rubriken Editorial Die Frage des Monats Impressum Inserenten/Beilagen/GO NEXT

4 Titelthema Diese Steine Domino: High-End Groupware, Branchenlösungen, Konsolidierungshilfe gewinnen das Spiel Lotus Domino und iseries sind bekanntlich ein starkes Gespann für zahlreiche Aufgaben. Laut IDC weist Lotus Development in Europa im zweiten Quartal 2001 in der Produktkategorie Network/Web-integrated Collaborative Environments einen Marktanteil von 48 Prozent auf und ist so weiterhin mit großem Abstand Marktführer. Die iseries mit ihren Vormodellen der AS/400 auf der anderen Seite ist mit circa einer Dreiviertelmillion ausgelieferter Einheiten der weltweit erfolgreichste Midrange-Rechner und auf Rang 2 nach NT als Betriebssystem für die Lotus-Software. Wird gar ihre Dedicated Server for Domino -Variante gewählt, so winken unschlagbare Domino-Performance-Werte, wie Benchmarks festgestellt haben. Die allgemeinen Einsatzmöglichkeiten, die Lotus Domino bietet, sind durchaus beeindruckend: Mit diesem Informationssystem lassen sich in selten komfortabler Weise Daten, die aus den unterschiedlichsten Quellen stammen und in den verschiedensten Formaten vorliegen dürfen, strukturieren, darstellen und auf regelbasierte Weise wiederauffinden. Domino trägt seit 1995 den Namen des bekannten Anlegespiels; die Client-Komponente der Software wird auch heute noch wie der Server-Vorläufer Notes genannt. Eine der Domino-Schönheiten ist, dass es dem Benutzer nahezu egal sein kann, in welcher Form ihn die jeweilige Information erreicht und wie diese tatsächlich vom System gespeichert wird. Dies geht hin bis zu Tondateien, die etwa als BLOBS (Binary Large Objects) abgelegt werden können oder der standardmäßigen Integration von Bewegtbildern (Video). Volles Programm: Die Anwendungsbereiche Dann wäre da noch die Tatsache, dass Domino auch als ein veritabler Web-Server eingesetzt werden kann. So beruht beispielsweise auf Lotus 6 Januar 2002

5 Titelthema Domino. Hinzu kommt die preisgekrönte Replikations-Funktionalität der Software, die eine stets einheitliche Wissensund Datenbasis auch für verteilte Teams sicherstellt. Überdies werden selbstverständlich alle üblichen Groupware- Funktionen wie Kalender- und Aktivitätenplanung für Arbeitsgruppen, Einrichtung und Verwaltung von Foren oder natürlich Messaging und geboten. Weiter bringt Domino wie zuvor schon Notes über LotusScript eine Entwicklungssprache für die Programmierung eventuell benötigter Zusatzfunktionen gleich mit. Bei nennenswerter Zusatzprogrammierung ist allerdings immer zu prüfen, ob die Release-Fähigkeit der Erweiterungen nicht verloren geht. Über teilweise allerdings noch brandneue oder in der Entwicklung befindliche Zusatzprodukte können noch speziellere oder aufwändigere Aufgaben bewältigt werden, wie etwa Online-Meetings mit Sametime oder fortgeschrittenere Wissensmanagement- Funktionen mit dem seit 1999 angekündigten Raven. Domino.Doc ist die für das Dokumentenmanagement zuständige Komponente; Domino Workflow hilft beim Modellieren einfacherer Arbeitsabläufe einschließlich Versionskontrolle und Freigabeprozesse. Unverzichtbar: Das Partnernetzwerk Software-Infrastruktur ist gut und schön, aber den meisten mittelständischen Unternehmen nützt das wenig ohne Partner und Berater vor Ort. Mit den Lotus Business-Partnern existiert ein durch aufwändige Zertifizierungen qualifiziertes, weltweites Netzwerk von über Systemintegratoren, Service-Dienstleistern und vor allem Systemhäusern, die auf der Domino-Architektur aufsetzend noch speziellere Applikationen für die individuellen Anforderungen bestimmter Branchen wie etwa von Banken, Versicherungen oder Maklern geschrieben haben (z.b. oder für gänzlich neue Funktionsbereiche wie Kundenmanagement anbieten (z.b. Denn in vielen Anwendungsfällen reicht die in der Lotus-Software out of the box angebotene Funktionalität nicht aus. Etliche der in Domino angelegten Funktionsbereiche haben eben doch den Charakter von vorbereiteten Schablonen, von Templates, die es erst mit Daten und individuellen Anpassungen zu füllen gilt, bevor etwa ein mittelständisches Unternehmen mit vollem Effekt damit arbeiten kann. Die Administrationsfrage Die iseries ist nachgewiesenermaßen eine Rechnerplattform, die Administrations- und Wartungskosten im Vergleich zu anderen Plattformen reduzieren hilft. Die IDC sprach in einer Studie zu -servern von einem Kostenvorteil zwischen 53 und 62 Prozent gegenüber PC-Servern. Lotus Notes/Domino ist eine mächtige Plattform, die Administratoren durch beispielsweise Fernwartungsfunktionen von beliebigen Notes- Clients aus durchaus unterstützt. Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass große Installationen und starke Anpassungen durchaus die Expertise von ausgebildeten Notes-Administratoren erfordern. Das ist eben auch ein Preis für die Leistungsvielfalt dieser Software, deren Geschichte bereits in den 70er Jahren in den Entwicklungslabors der Universität Illinois ihren Anfang nahm und später zur Gründung der Unternehmung IRIS führte, die 1987 von Lotus gekauft wurde. Und diese stellte dann zwei Jahre später Version 1.0 des eigentlichen Notes vor wurde Lotus wiederum von der IBM übernommen, was beide Produkte sozusagen unter einem großen Dach zusammenführte. Seither wurden einige Anstrengungen übernommen, um die Stärken von Hard- und Software noch stärker zusammenspielen zu lassen. Dies resultierte etwa im heute verfügbaren, direkten Datenzugriff des nativen Domino auf die iseries- bzw. AS/400- Datenbank, in automatisierter Synchronisierung von Verzeichnissen, in fundierten Sicherheitskonzepten und in beispielloser Skalierbarkeit auf dieser Plattform. Neue Perspektiven durch inotes Server-Konsolidierung ist ein generell für die iseries typisches Thema. Denn die Midrange-Plattform ist aufgrund ihrer Leistung, Flexibilität und vor allem Anzeige Midrange MAGAZIN Januar

6 Titelthema Diese Steine gewinnen das Spiel Zuverlässigkeit in nahezu idealer Weise geeignet, heterogene Server-Landschaften zu ersetzen, wie sie gerade beim hektischen Aufbau von e-business- und Kommunikations-Strukturen häufig entstanden sind. Daraus resultierende Probleme sind u. a. heterogene Systemwelten oder auch die sehr reale Macht von Anwendergewohnheiten. Benötigt wird also eine Technologie, die es gestattet, z. B. bestehende Microsoft Exchange Server in einer Weise auf Domino-Server (auf einer iseries oder AS/400) zu überführen, die es den Anwendern ermöglicht, so weiterzuarbeiten wie bisher. Hier tritt Lotus inotes auf den Plan! inotes ist technisch gesprochen kein Produkt, sondern der Name für eine Produktgruppe und eine Technologie, die es möglich macht, künftig nicht nur mit Notes-Clients, sondern auch mit Web-Browsern, Microsoft Outlook und POP3-Clients auf Domino-Server zuzugreifen. Das bedeutet, Unternehmen können mit inotes Access for Microsoft Outlook den möglicherweise entstandenen Wildwuchs ihrer NT-Serverfarmen auf eine iseries zurückstutzen und so die leichte Administrierbarkeit und das Load Balancing dieser Plattform nutzen, ohne dass sich für die Benutzer irgendetwas ändern muss. Hinzu kommt, dass den Endanwendern Domino-Funktionalität zur Verfügung gestellt werden kann, die Exchange und Outlook nicht bieten, wie zum Beispiel Ad-hoc-Replikation für mobile Clients oder Volltextsuche über alle Mailbox-Daten sowie die native Unterstützung von Internetstandards wie SMTP/MIME (Simple Mail Transport Protocol/Multi-Purpose Internet Mail Extensions) und HTML (Hypertext Markup Language). inotes Web Access ist ein Web Client, der Domino-Funktionen wie Messaging, Kollaboration, Informationen aus dem Firmennetz und Ähnliches über einen Standard-Web-Browser verfügbar macht. Das Besondere hierbei: Dies geschieht mit denselben Offline-Fähigkeiten, wie Notes sie bietet; man muss also nicht ständig online sein, um mit Intranet-Daten wie dem Kalender arbeiten zu können. inotes setzt den Domino Server ab R5.0.8 voraus sowie auf Client-Seite MS-Internet Explorer ab Version 5.0. Die Abrechnung geschieht pro inotes- Lizenz auf dem jeweiligen Client. IBM bietet Migrationswerkzeuge für die Datenüberführung von MS-Exchange-Servern auf den Domino Server an. Ausblick mit Rnext: Die nächsten Versionen des Notes-Client und des Domino-Server existieren als Beta und werden unter dem Code- Namen Rnext bereits stark diskutiert. Sie sollen unter anderem durch verbesserte, native XML-Unterstützung und Java Server Pages sowie optimierte Einbindungsmöglichkeiten in den Applikationsserver IBM WebSphere sowie die Tivoli Systemmanagement-Suite glänzen. Auch die Sicherheitsfunktionen wurden entscheidend erweitert und vor allem vereinfacht. So ist es künftig beispielsweise möglich, eine Public Key Infrastructure (PKI)-Verschlüsselungslösung pro Benutzer serverseitig vorzuhalten, unabhängig davon, ob dieser Benutzer über einen MobileNotes-Client, den inotes Web Client oder einen üblichen Fat Client zugreift. Die Plattformen Linux oder OS/2 werden über den inotes-client mitbedient, für Macintosh und 32-Bit-Windows hingegen wird es richtige Client-Vollversionen geben. Die Domino Everyplace- Server-Familie soll den mobilen Zugriff auch von PDAs oder Mobiltelefonen aus gestatten. Über ein neues Programm- Feature Advanced Real-Time Data Access können überdies erstmalig Domino-Anwendungen ihre Daten auch in relationalen Datenbanken ablegen. Diese gerade unter dem Integrationsgedanken für viele Unternehmen wichtigen Erweiterungen dürften viele weitere erfolgreiche Spielzüge des Teams iseries und Domino bedingen. M. W. Weitere Informationen unter: Januar 2002

7 Titelthema Im Archiv stehen alle Mechanismen zur Zugriffskontrolle zur Verfügung, d.h.: nur für bestimmte Benutzer oder Gruppen, für ganze Archive oder für einzelne Dokumente in Abhängigkeit von den In s optimal archivieren Ordnung im Dokumenten-Pool Der Info-Welle folgt die -flut: Jetzt ist ein Dokumenten-Management-System (DMS) nötig, um die elektronische Post im zentralen Dokumenten-Pool geordnet abzulegen gemeinsam mit thematisch dazugehörigen Schriftstücken und Dateien. Internet und -kommunikation beschleunigen die Geschäftsprozesse immer mehr. Die elektronische Post wird dabei in zunehmendem Maße zum wichtigsten Kommunikationsmedium zwischen Geschäftspartnern. Über kurz oder lang fühlen sich die Anwender wahren -fluten ausgesetzt. Damit nichts im Rechner verschwindet, werden viele s nach wie vor ausgedruckt. Die Papierflut ist perfekt, die Übersicht dahin. Hinzu kommen viele verschiedene Archivinseln: Wichtige Dokumente lagern in Aktenordnern, andere wiederum als Dateien auf der Festplatte, s landen in einem Mail-System. Die Folge: Für einen Vorgang muss mehrfach in unterschiedlichen Archiven recherchiert werden. Gemeinsamer Dokumenten-Pool Genau der Zeit- und Kontrollaufwand ist für viele DMS-Anbieter ausschlaggebend, um Zusatzfunktionalitäten in -archivierungssysteme zu integrieren. Doch die geordnete Ablage der elektronischen Post ist nur dann sinnvoll, nachdem diese mit allen anderen Dokumententypen in einem gemeinsamen Pool liegen. Nur so erhält der Anwender, wenn er nach einem Kunden, Vorgang, Projekt oder anderen Ordnungskriterien recherchiert, neben Belegen, Briefen, Faxen, Dateien eben auch die dazugehörigen s. Isolierte Systeme, die diese in eigene Notes-Archive ablegen, schaffen nur neue Archivinseln. Um das zu verhindern, bietet DocuWare zu seiner Standard-Software DocuWare 4.1 entsprechende Zusatzmodule an: DocuWare Connect to Notes beispielsweise archiviert neben anderen in Notes/Domino enthaltenen Dokumenten auch s. Das Modul wird dazu in die Notes/Domino-Datenbank integriert; die Einstellungen für die Archivierung erfolgen in der gewohnten Notes-Umgebung. Auch die Dokument-ID-Nummer eines Notes-Dokuments wird bei der Archivierung als Indexbegriff übernommen. Dadurch ist jederzeit eine klare Zuordnung des archivierten Dokuments zum ursprünglichen Notes-Dokument gegeben. Weiterhin werden sämtliche Archivierungsvorgänge in einer eigenen Notes-Protokoll-Datenbank aufgezeichnet. Möglichkeiten der -archivierung Die Software verfügt über zwei Modi: Beim manuellen Modus stößt der Benutzer für jedes individuell die Archivierung an. Dies geschieht direkt in Notes, indem er die Archiv-Option anklickt. Im automatischen Modus startet die Dokumentenklassifikation selbsttätig und legt das in das entsprechend konfigurierte Archiv ab. Dabei werden die Notes-Dokumente also auch s im Hintergrund automatisch in das konfigurierte Archiv abgelegt. Der Administrator kann dazu unterschiedliche Kriterien zum Ablauf der selbsttätigen Archivierung festlegen. Verwaltung von s Zur -verwaltung wird der Text zunächst in ein Standardformat wie z.b. RTF konvertiert. Dies gewährleistet ein Höchstmaß an Kompatibilität, denn der Benutzer kann auf seine archivierten Mails auch ohne die Benutzung spezieller -viewer zugreifen. Die -anhänge lassen sich als eigene Dateien mitarchivieren. Dabei wird die DocuWare-Technik der mehrseitigen Dokumente genutzt. Der Benutzer blättert dazu im Viewer vor und zurück und erhält dabei zunächst den Mail-Text und dann die Anhänge angezeigt. Handelt es sich dabei um TIFF-Dateien, werden sie in das DocuWare-TIFF-Format umgewandelt, so dass alle Markierungsund Stempelfunktionen einsetzbar sind; auch OCR und Barcode-Erkennung funktionieren. Ist das Dokument bzw. die archiviert, kann anschließend alles oder nur das Attachment aus Notes gelöscht werden, oder es kann alles in Notes unverändert gespeichert bleiben. Zugriffsrechte und Recherche-Möglichkeiten 10 Januar 2002

8 Titelthema dexeinträgen. Des Weiteren bietet das Dokumenten-Management-System (DMS) alle Arten der Recherche, die für die bisherigen Dokumenttypen möglich waren, gleichermaßen für s an. Neben dem Web-Client steht auch die Möglichkeit zur Verfügung, Archive komplett auf CD auszulagern und eigenständig von dort zu recherchieren. Vorteile der Archivierung aus Notes Anwender, die nur mit der Bedienung von Lotus Notes vertraut sind, können schnell und einfach über eine separate Schaltfläche innerhalb der Notes-Anwendung die Archivierung vornehmen. Die Optionen für den automatischen Modus erfordern lediglich Einstellungen durch den Administrator. Für Notes-Anwender ändert sich dann nichts an der gewohnten Arbeitsweise, da die Archivierung im Hintergrund abläuft. Daneben stellt die Software umfassende Möglichkeiten zur Erstellung revisionssicherer TIFF-Dokumente aus beliebigen Windows-Anwendungen (TIFF- Maker) sowie zur Erfassung von Papierbelegen (Scannen) bereit. Dokumente können ganz einfach nach Lotus Notes importiert werden. Mit der Möglichkeit, nur Attachments zu archivieren, wird der benötigte Speicherplatz für die Notes-Datenbank erheblich verringert. Dies erleichtert deren Wartung, Sicherung und Replikation beträchtlich. Bei gleicher Größe der Datenbank können wesentlich mehr Notes-Dokumente im direkten Zugriff stehen. Import von Dokumenten nach Notes Mit DocuWare Connect to Notes werden Dokumente aus einem DocuWare- Briefkorb als Kopien übernommen und an Notes-Dokumente als Attachment angehängt. Die Dokumente im Posteingang des DMS können aus einem Archiv stammen oder durch Scannen, den TIFF-Maker oder Active Import erfasst worden sein. Innerhalb des DMS stehen dem Anwender nützliche Funktionen zur Bearbeitung der Dokumente zur Verfügung, wie zum Beispiel das Zusammenheften und Trennen einzelner Dokumente oder auch die Stempelfunktion. Diese DocuWare-Dokumente können ganz einfach an Lotus Notes übergeben und dort genutzt werden. Autorin: Birgit Schuckmann, Fachjournalistin in München DocuWare AG D Germering (+49) 089/ Anzeige Midrange MAGAZIN Januar

9 Titelthema Wissensmanagement als Basis zum Erfolg Knowledge-Base 4 all Wissen als betriebliche Ressource ist längst anerkannt und die Diskussion um ein entsprechendes Management dieser Ressource aus dem betrieblichen und akademischen Kontext ist nicht mehr wegzudenken. Dokumenten-Management-Systeme (DMS), Suchmaschinen, klassische Groupware-Funktionalitäten und ähnliches bieten jedoch oft nur im Verbund einige der Funktionalitäten eines speziell für das Knowledge-Management entwickelten Systems. Zudem ist die Anpassung und die Bedienung einer einzelnen Lösung an die speziellen Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens oftmals einfacher, als das Verketten unterschiedlicher Programme. Denn ein Wissens-Management-System (WMS) ist nur dann effektiv und sinnvoll, wenn alle individuell relevanten Wissensquellen abgebildet werden. Knowledge Café Die Methode wird am Beispiel der Einführung eines Wissens-Management- Systems in einer Unternehmensberatung mit rund 400 Mitarbeitern an 4 Standorten beschrieben. Beginnend mit der Analyse und Modellierung von individuellen Wissensobjekten werden Schritte für eine maßgeschneiderte Lösung aufgezeigt. Das dabei zum Einsatz kommende Knowledge Café basiert auf einem Lotus Domino R5-Server und ist vollständig im Browser bedienbar. Die modular aufgebaute Standard-Software, die aus verschiedenen Notes-Datenbanken besteht, ermöglicht die Auswahl der individuell einsetzbaren Module, die jederzeit erweitert und ergänzt werden können. Workshop Zum Einstieg wird ein Initialworkshop durchgeführt, um Projektleitung und Mitarbeiter mit Konzepten und Praxiserfahrungen vertraut zu machen, Ziele abzuklären sowie falschen Erwartungen vorzubeugen. Die Einführung des Wissensmanagements lässt sich in die drei Phasen Analyse, Konzeption und Implementierung unterteilen. Analyse Zunächst wird eine Schwachstellen- und eine strategische Wissensbedarfsanalyse vorgenommen. Im Rahmen der Schwachstellenanalyse wird der Ist-Zustand im Hinblick auf spezifische Probleme untersucht. Beispielsweise werden hier der Informationsfluss im Unternehmen, die Informationsbeschaffung durch die Mitarbeiter, sowie Ein- und Umlernprozesse beleuchtet. Die strategische Wissensbedarfsanalyse ermittelt den individuellen Bedarf an zukünftig benötigtem Wissen und prozessorientierter Kernkompetenz. Das Ziel ist die Definition strategischer Wissensziele und die Vorbereitung zur Erschließung weiterer interessanter Quellen wie Internet, Bücher, Zeitschriften, Weiterbildungsangebote usw. Konzeption Nun werden die in der Analysephase gesteckten Ziele strukturiert und in einem Feinkonzept dargestellt. Zu Beginn steht die Definition der jeweils relevanten Wissensobjekte, die unterstützt werden sollen. Objekte können Personen, Projekte, multimediale Inhalte, Websites, Dokumente oder Inhalte relationaler Datenbanken sein. Diese werden nun genauer betrachtet: Das Wissensobjekt Person kann z.b. in Einzelperson und Personengruppen gegliedert werden; Einzelpersonen können weiter in Experten, Wissensvermittler und Personengruppen z.b. in Communities of Practice, Abteilungen usw. gegliedert werden. Ziel dieser Kategorisierung ist letztendlich die Abbildung einer Person bzw. einer Personengruppe, die für andere Beteiligte eine interessante Kompetenz darstellen könnte. Das schnelle Auffinden eines Experten lässt die Lösung eines Problems wahrscheinlicher und qualitativ hochwertiger werden. Für die anderen Wissensobjekte kann man sich eine analoge Kategorisierung vorstellen. Zu jedem definierten Objekt werden nun beschreibende, relevante Attribute gesammelt. So können zu einem bestimmten Experten als Ausprägung des Wissensobjekts Person neben Stammdaten (wie Namen und Adresse) ebenfalls Metadaten (wie Sprachkenntnisse und Ausbildung) abgebildet werden. Einem speziellen Projekt können neben dem Projektnamen auch die Metadaten wie Laufzeit, Projektleiter und Kunde zugeordnet werden. Da die modellierten Wissensobjekte letztlich eine Vereinfachung 12 Januar 2002

10 Titelthema der Realität darstellen, treten schnell gemeinsame Schnittmengen auf. Ein Experte kann z.b. durch Projekterfahrungen ausgezeichnet sein, die ebenfalls unter dem Wissensobjekt Projekt vertreten sind. Im Fall der Unternehmensberatung wurden folgende Wissensobjekte definiert: Mitarbeiter, Dokumente, Links im Intra- und Internet, Ankündigungen und Notizen etc., Projektdokumentationen, Presseveröffentlichungen sowie Inhalte der Fachbibliothek. Diese wurden jeweils detailliert mit Attributen abgebildet, durch Metadaten beschrieben und sinnvoll verlinkt. Daraus wird z.b. deutlich, welcher Mitarbeiter innerhalb eines Projekts Inhalte erstellt, bewertet bzw. weiterbearbeitet und mit welchen Themen und Kunden diese in Verbindung stehen. Suchfunktionen und Online-Diskussionen bilden eine zusätzliche Erweiterung. Implementierung Aus den zehn Standardmodulen des Knowledge Café wurden sechs ausgewählt: Für die Darstellung von personbezogenen Daten steht das Modul Yellow Pages zur Verfügung; Dokumente können in der Knowledge Base strukturiert verwaltet werden. Für Ankündigungen und Notizen gibt es ein Black Board. Des Weiteren stehen ein Presseund Bibliotheksmodul zur Verfügung; auch Retrieval-Funktionen und übergreifende Funktionen sind im Standard enthalten. Zur Strukturierung und Kategorisierung dient ein Glossar mit Schlagworten sämtlicher Inhalte des Systems. Eine Server-basierte Bookmark-Liste sowie ein individueller Newsletter sind ebenfalls im Grundmodul inbegriffen; das System kann zudem grafisch an das Firmen-Corporate-Design angepasst werden. Für die Unternehmensberatung wurde ein Prototyp mit den beschriebenen Modulen entwickelt und zuerst für eine Testphase vor Ort installiert. Das vorhandene Berechtigungskonzept konnte via LDAP (Lightweight Directory Access Protocol) vollständig aus dem verwendeten Betriebssystem übernommen werden. Die Administration des neu integrierten Systems fand somit ohne zusätzlichen Aufwand für das Unternehmen statt. Das benutzte Berechtigungskonzept ermöglicht einen kontrollierten Zugriff bis auf Dokumentenebene. So kann genau definiert werden, wer in welchen Modulen Inhalte einstellen bzw. lesen darf. Via Login und Passwort ist der Zugriff jederzeit und ortsunabhängig über Browser möglich. Das Wissens-Management-System wurde binnen 6 Wochen in eine vorhandene Intranet-Struktur implementiert und eingebettet. Es ist mittlerweile seit mehreren Monaten in Produktivbetrieb und konnte in kurzer Zeit Effizienz und Nutzen des Intranets deutlich steigern. Altavier GmbH (+49) 030/ D Berlin Anzeige Midrange MAGAZIN Januar

11 Titelthema Web Services automatisieren Geschäftsprozesse Evolution durch Integration Web Services sind nichts grundlegend Neues, sie erweitern lediglich das Thema Integration um eine zukunftsweisende Nuance. Bieten sie doch einen Rahmen für dynamische, Web-basierte Applicationto-Application-Interaktionen. Grundlage dieser Web Services sind modulare Softwarekomponenten, mit denen sich vorhandene Anwendungen in unterschiedlichen Unternehmen über System- und Plattformgrenzen hinweg miteinander verknüpfen lassen. Realisiert sind Web Services als additive Technologien: Bereits vorhandene Anwendungen werden um zusätzliche Funktionen erweitert die Architektur der Applikationen bleibt dabei erhalten. Web Services entstehen im Wesentlichen durch die vier offene Internet-Technologien: XML (extensible Markup Language), SOAP (Simplified Object Access Protocol), WSDL (Web Services Description Language) und UDDI (Universal Description, Discovery and Integration). Diese Standards sowie weitere daraus entstehende bilden die zentralen Bausteine des Web Service-Modells. Entwickler können diese Technologien nutzen, um daraus verteilte, modulare Funktionen zu erstellen, die vorhandene Anwendungen miteinander verknüpfen. Beispiel Ein Softwarehersteller hat beispielsweise eine auf Lotus Notes/Domino basierende Unified-Messaging-Anwendung, die -, Voice- und Faxdienste kombiniert, erstellt und plant nun, diese als Web Service zu publizieren. Als erstes ist die Applikation auf einem Webserver zu registrieren, der SOAP implementiert als HTTP-Extension unterstützt. Anschließend generiert der Softwarehersteller eine WSDL-Beschreibung der Anwendung, die erläutert, wie auf die Applikation zugegriffen werden kann. Veröffentlicht werden diese Angaben dann in einem UDDI-Directory. Will nun ein anderer Entwickler die Unified-Messaging-Anwendung in einer eigenen Applikation nutzen, durchsucht er ein UDDI-Directory und findet dort den Eintrag. Die WSDL-Übersicht liefert die Details, wie der Web Service verwendet werden kann. Als nächstes erzeugt der Entwickler den notwendigen Programmcode ein XML/SOAP Remote Procedure Call (RPC), der die benötigte Funktionalität spezifiziert. Via RPC steht die Unified-Messaging- Anwendung anschließend als Web Service im Rahmen einer weiteren Applikation bereit. Das Beispiel verdeutlicht: Web Services verändern keine vorhandenen Anwendungen. Sie eröffnen vielmehr neue Möglichkeiten, bewährte Funktionen in einem erweiterten Zusammenhang zu nutzen. Implizit geht das Modell der Web Services davon aus, dass Applikationen bestimmte Aufgaben erfüllen und spezifische Probleme lösen. Damit wird die Applikations-Integration unabhängig von Plattformen, Programmiersprachen und Datenstrukturen. Vergleich zu APIs und EDI Im Vergleich zu bislang üblichen Integrationsmethoden (manuelle Anpassung via APIs, Middleware etc.) weist das Modell der Web Services deutliche Vorteile auf. Eine Anbindung unterschiedlicher Systeme ist auch heute schon möglich, allerdings nur mit einem erheblichen Aufwand sowohl in der Erstellungs- als auch in der Wartungsphase von Integrationsprojekten. Unterschiedlichste APIs und deren jeweiligen Feinheiten erschweren derartige Vorhaben ganz massiv. Bei einer Integration auf Basis von EDI handelt es sich immer um Punkt-zu-Punkt- Lösungen. Kommt etwa ein neuer Lieferant hinzu, muss eigens für ihn eine separate Anbindung geschaffen werden. Web Services dagegen ermöglichen eine nahezu beliebig große Zahl von angeschlossenen Benutzern. Alltägliche Geschäftsprozesse wie Anfragen, Ausschreibungen oder auch nahezu alle Einzelschritte einer Auftragsverarbeitung, die Vorlieferanten einbezieht, lassen sich mit Web Services optimieren. Fazit Bereits jetzt können das gesamte Lotus- Software-Portfolio sowie Anwendungen, die damit erstellt wurden, als Web Services genutzt werden. Mit Hilfe von XML lassen sich neue und vorhandene Anwendungen um SOAP-Schnittstellen und WSDL-Beschreibungen erweitern. Seit Anfang Juli steht unter alphaworks.ibm.com ein Lotus Web Services Enablement Kit bereit, dass Entwicklern die Arbeit vereinfacht. IBM Deutschland GmbH D Ismaning (+49) 01805/ Januar 2002

12 Titelthema Modulare Lösungen mit Lotus Notes/Domino Anschluss-Freude Unternehmen, die von Lotus Domino lediglich Funktionen für die -, Kalender- und Adress-Verwaltung oder auch die To-Do-Listen verwenden, lassen viele Möglichkeiten dieser Umgebung ungenutzt. Denn inzwischen stehen ihnen eine ganze Palette weiterer Lotus Domino-basierter Anwendungen und Funktionen zur Verfügung, mit denen sich bereits vorhandene Individual- oder Standard- Applikationen erweitern lassen. Dazu zählen z.b. Workflow- und e-collaboration-lösungen sowie eine voll integrierte Schnittstelle für Unified Messaging Service (UMS), die es gestatten, Telefaxe, SMS-Nachrichten oder Telexe direkt zu verschicken und in Form von s wieder zu empfangen. Ferner ermöglicht die Lotus-eigene Replikations-Funktion eine problemlose Einbindung verteilter Systeme oder mobiler Benutzer. Somit stellt Lotus Domino beispielsweise auch eine ideale Plattform für CRM-Lösungen dar. Mobiler Client Ergänzend zu Lotus Notes und Lotus Mobile Notes als Client-Applikation für Fat Clients (z.b. PCs oder Notebooks) ermöglicht der Lotus inotes Web Access jedem Anwender mit internetfähigem Browser den Zugriff auf sämtliche Lösungen. Zusätzlicher Vorteil: Die Software-Wartung auf dem Client entfällt. Dies entlastet wiederum die IT-Mannschaft und senkt somit Kosten. Deshalb eignet sich dieser Lösungsansatz optimal für den Einsatz in Unternehmen mit mehreren Niederlassungen oder im Outsourcing-Betrieb. Lotus inotes Web Access ist auf Web-Technologien wie XML und DHTML aufgebaut und verfügt über eine intuitive Benutzeroberfläche, die dem Anwender eine sichere und zuverlässige Kommunikationsumgebung für den Zugriff auf Lotus-Domino-Messaging zur Verfügung stellt. Alternative zu MS Exchange Microsoft Exchange 5.5 verfügt nicht über die nötigen optimalen Team-Funktionalitäten. Eine Lösung wäre das Upgrade auf Exchange Dieser Schritt will jedoch gut überlegt sein, da es sich dabei nicht nur um ein simples Upgrade handelt, sondern eine umfassende Umstrukturierung des gesamten IT-Systems erfordert. Lotus Domino R5 und das spezielle Feature inotes Access für Microsoft Outlook baut auf bestehenden Strukturen auf. Die gewohnte Benutzeroberfläche ändert sich daher für den Anwender nicht. Die Benutzer können weiterhin mit den üblichen Microsoft- Anwendungen arbeiten und gleichzeitig die leistungsstarke Messaging-Funktionalität von Lotus Domino nutzen. EXOGEN Deutschland GmbH D Dreieich (+49) 06103/ Anzeige Midrange MAGAZIN Januar

13 Aktuelles Die Frage des Monats im November 2001 Mentale Barrieren Die Frage: Orbit/Comdex und SYSTEMS verzeichneten einen erheblichen Rückgang der Besucherzahlen. Erwarten Sie, dass in gleichem Maße die IT-Investitionen reduziert werden? Das Ergebnis: Von insgesamt 822 Teilnehmern antworteten 48 % mit Ja und 52 % mit Nein. Der Kommentar: Die rückläufigen Besucherzahlen auf der Orbit/Comdex sowie der Systems lassen sich auf zwei wesentliche Ereignisse der jüngsten Vergangenheit zurückführen. Einerseits war in den USA seit Beginn des Jahres ein Rückgang der Konjunktur zu beobachten und diese Konjunkturschwäche ist im dritten Quartal des laufenden Jahres auch auf Europa über gesprungen. Ständig nach unten korrigierte Wachstumsprognosen in den führenden Industrieländern des alten Kontinents haben die Konjunkturlokomotive nahezu zum Stillstand kommen lassen. Dies allein hätte wahrscheinlich schon ausgereicht, um einige Aussteller ihr Engagement auf den genannten Messen überdenken zu lassen. Mit den Anschlägen des 11. September kam zusätzlich zur wirtschaftlichen Unsicherheit Peter Katzenschlager, Vice President und General Manager Central Region der AVNET CMG GmbH noch die politische Verunsicherung, die viele Unternehmen, vor allem amerikanische, zu noch mehr Zurückhaltung veranlasst hat. Die vorherrschende amerikanische Managementphilosophie des Shareholder-Value, also der Gewinnmaximierung zugunsten der Aktionäre, lässt viele Unternehmen in diesen schwierigen Zeiten an der Kostenschraube drehen und führt dadurch nicht nur zu Freisetzungen und Einsparungen bei Mitarbeitern, sondern natürlich auch bei Investitionen. 822 Teilnehmer haben abgestimmt Ja 48% Nein 52% Orbit/Comdex und SYSTEMS verzeichneten einen erheblichen Rückgang der Besucherzahlen. Erwarten Sie, dass in gleichem Maße die IT-Investitionen reduziert werden? Hier könnte der öffentliche Sektor helfend einspringen, doch hat man bisher vergeblich auf entsprechende Zeichen und Impulse gewartet. Dass gerade die IT-Branche von diesen Entwicklungen hart getroffen wird, ist zusätzlich noch auf das Zusammenbrechen der New Economy in den letzten 15 Monaten zurückzuführen. Doch wie schon in der Vergangenheit in vergleichbaren Situationen, so ist auch jetzt zu erwarten, dass die Entwicklung einem Wellental gleicht und wir ganz sicher am unteren Ende angekommen sind. Erste positive Signale sind in einzelnen Unternehmen bereits zu sehen, Investitionsprogramme werden wieder diskutiert und bewilligt. Die Schlauen in der Branche nutzen die Zeiten wirtschaftlicher Krisen, um sich selbst besser im Markt zu positionieren, Prozesse zu optimieren und qualifizierte Mitarbeiter an Bord zu nehmen. Das ist das beste Rüstzeug, um von der jeder Krise folgenden Hausse maximal profitieren zu können. Wenn dann die mentale Barriere in den Köpfen auch noch überwunden wird, steht einer Besserung der Konjunktur und schließlich einem erneuten Wirtschaftsaufschwung nichts mehr im Wege. Der Kommentator Peter Katzenschlager ist Vice President und General Manager Central Region der AVNET CMG GmbH Haben Sie uns im Dezember schon Ihre Meinung gesagt? Frage: Beabsichtigen Sie, in den nächsten 6 Monaten Lotus/Domino-Anwendungen zum Einsatz zu bringen? Unter haben Sie die Möglichkeit Ihre Stimme abzugeben und einen Kommentar zu Ihrem Votum abzugeben. Abstimmung und Kommentar erfolgen wie immer vollkommen anonym. 16 Januar 2002

14 Aktuelles ERP quo vadis Die Zukunft von ERP Unter dem Titel ERP quo vadis was erwartet der Mittelstand von einer ERP-Lösung? diskutierten Experten auf dem SoftM-Kongress CommonWay im November in Berlin über die Zukunft des ERP-Marktes. Podiumsteilnehmer waren Professor Helmut Kernler, Logistik- und ERP-Spezialist von der Fachhochschule Furtwangen, Enno Balz, Analyst bei der Gontard & Metall Bank, Patrick Molck-Ude, Leiter des Geschäftsbereichs Mittelstand Central Region bei IBM, Dr. Hannes Merten, Vorstandsvorsitzender der SoftM AG und Michael Wirt, Chefredakteur des Midrange Magazins. Einig war man sich darin, dass der Abgesang auf ERP, der von den New Economy -Unternehmen in den vergangenen Jahren angestimmt wurde, ein vorübergehendes Phänomen war, das mit deren Niedergang auch schnell wieder verklungen ist. ERP bleibt als Basis moderner Geschäftsprozesse so aktuell wie eh. Allerdings finde das größere Wachstum jetzt bei Themen statt, die um den ERP-Kern herum angesiedelt seien, erklärte Professor Kernler. Der Wirtschaftsinformatiker, der maßgeblich an der Entwicklung verschiedener marktgängiger ERP-Systeme beteiligt war, sprach von erweitertem ERP, um kurzlebige Modenamen wie Collaborative Commerce zu vermeiden. Effizienzpotenzial in der Kooperation Gemeinsam sei den zukunftsweisenden, den ERP-Kern umgebenden Anwendungen Supply Chain Management, Customer Relationship Management und e-business das Ziel, die Kooperation zwischen den Unternehmen zu verbessern. Während der Erfolg der klassischen ERP-Systeme darin bestanden habe, die Puffer zwischen den Funktionsbereichen in den Unternehmen abzubauen, gehe es jetzt darum, die Puffer zwischen den Unternehmen zu reduzieren. Hier sei enormes Effizienzpotenzial zu realisieren zum Beispiel dann, wenn es zwei Firmen in einer Lieferkette gelingt, ihre Lagerhaltung, sprich das Einkaufslager des einen und das Verkaufslager des anderen, in einer gemeinsamen Disposition zu optimieren. Auch der Börsenanalyst Enno Balz sieht unter den in Frage kommenden IT-Spezialisten die ERP-Anbieter am besten prädestiniert, um zukunftsweisende Konzepte wie e-business in die Tat umzusetzen. Im kommenden Jahr werde sich zeigen, wer imstande ist, dieses Thema effizient und profitabel mit Leben zu füllen. SoftM-Vorstand Dr. Hannes Merten wies darauf hin, dass e-business einen langen Atem erfordere. Die Pioniere seien inzwischen gestartet und in den kommenden Jahren werde sich dieses Thema in der Breite entfalten. IBMs Mittelstandschef Patrick Molck-Ude erläuterte, dass die Möglichkeiten, die das e-business eröffne, noch gar nicht erkannt würden. Häufig fehle es an Ideen, wo genau sich ein Zusatznutzen erzielen lässt. Nicht komplette Geschäftsprozesse, aber Elemente daraus ließen sich über das Internet weit effizienter als bisher abbilden. So empfehle es sich etwa beim Möbelkauf nach wie vor, die Auswahl über Besuche in den verschiedenen Möbelhäusern zu treffen. Für die Bestellung könne man sich dann aber ein erneutes Hinfahren sparen und besser das Internet nutzen. Marktkonsolidierung Breiten Raum nahm in der Diskussion die Marktentwicklung ein. Midrange- Magazin-Chefredakteur Michael Wirt hatte in seinem Eingangsstatement den Anzeige Midrange MAGAZIN Januar

15 Aktuelles Die Zukunft von ERP Auf dem Podium zur Diskussion (von links: Michael Wirt, Chefredakteur Midrange Magazin, Professor Helmut Kernler, Logistik- und ERP-Spezialist Fachhochschule Furtwangen, Dr. Hannes Merten, Vorstandsvorsitzender SoftM AG, Patrick Molck-Ude, Leiter Geschäftsbereich Mittelstand Central Region IBM und Enno Balz, Analyst Gontard & Metall Bank Konsolidierungsprozess angesprochen, der in diesem Markt stattfindet. Eine Auswirkung, so seine optimistische Perspektive, werde darin bestehen, dass die Anbieter stärker miteinander kooperierten zum Nutzen der Anwender. Analyst Balz sieht auf einige Anbieter im kommenden Jahr allerdings verschärfte wirtschaftliche Probleme zukommen. Dr. Merten sprach von einer Marktentwicklung, die vom Stadium des Polipols mit vielen Anbietern zum Oligopol übergehe: Wenige starke Anbieter würden künftig den Markt bestimmen. Die Gefahr einer Monopolisierung bestehe aber nicht, da der Markt, sprich die Anwenderunternehmen, eine solche Entwicklung nicht zulassen werde. SoftM Software und Beratung München AG D München (+49) 089/ Anzeige 18 Januar 2002

16 Aktuelles Learning by doing Das Lager aufgeschlagen Als erstes Schulungszentrum seiner Art wurde das IAW Institut für Angewandte WareHouse-Logistik in Boppard-Buchholz bei Koblenz gegründet. Das Ziel der Akademie der Ehrhardt + Partner-Gruppe ist die umfassende praktische und theoretische Ausbildung von qualifiziertem Fachpersonal für Logistikzentren. Innerhalb der Warehouse-Logistik sind alle Investitionen in modernste Technologien und optimierte Prozessabläufe tatsächlich nur so gut wie der Ausbildungsstand der Mitarbeiter. Der Branche fehlt es nachweislich an qualifizierten Fachkräften, die in der Lage sind, theoretisches Know-how und methodische Ansätze zur Effizienzsteigerung eines Logistik-Zentrums praktisch umzusetzen. Die Beschäftigten sind meist praxiserfahrene Mitarbeiter ohne theoretischen Hintergrund, die größtenteils nur die Anforderungen der unternehmenseigenen Logistik kennen. Dadurch fehlt ihnen oft der fachliche Überblick, um kostensparende und produktivitätssteigernde Verbesserungsvorschläge einzubringen. Zielgruppe Dieses Ausbildungsdefizit im Bereich Lagerführung bzw. Warehouse-Logistik kann nun durch intensives Training und qualifizierte Weiterbildung behoben werden. Warehouse-Fachkräfte wie beispielsweise Lagermeister, Staplerfahrer, Kommissionierer, Verpacker und auch Führungskräfte des Warehouse-Managements werden umfassend in Theorie und Praxis ausgebildet. Das innovative Gesamtkonzept vermittelt den Seminarteilnehmern das passende Fachwissen. Know-how Als Spezialist für Lagerführung beschäftigt das Unternehmen bereits seit langem logistikerfahrene Teams von Pädagogen, die in enger Kooperation mit Experten aus der Lagerpraxis und der Software-Entwicklung zusammenarbeiten. Die Aufgabe der Fachpädagogen bestand unter anderem darin, die Mitarbeiter von Kunden vor und nach Systemumstellungen und Neuinstallationen von Lagerführungssystemen auf das neue System zu schulen. Bei seiner Arbeit können die Teams dabei auf die Erfahrungen aus mehr als 160 nationalen und internationalen Projekten der Firma Ehrhardt + Partner zurückgreifen. Intention Das oberste Schulungsziel ist die fachmännische Weiterbildung von Warehouse-Personal, um bestehende Prozessabläufe zu optimieren. Dadurch sollen unter anderem die Retourenquote gesenkt und immer wieder auftretende Fehler wie z.b. verzögerte Auftragsdurchläufe, nichteingehaltene Termine und unvollständige oder falsche Sendungen bzw. Lieferungen zum falschen Empfänger vermieden werden. Neben diesen praxisnahen Inhalten werden theoretische Modelle und Inhalte zur Produktivitätssteigerung vermittelt und neue Möglichkeiten für Kosteneinsparungen aufgezeigt. Das so geschulte Personal soll dadurch in die Lage versetzt werden, neue Ideen und Verbesserungsvorschläge für das eigene Unternehmen auszuarbeiten und umzusetzen. Praxisschulung Dazu wurden hochmoderne Schulungsund Trainingsräume und ein vollständiges Logistik-Lehrzentrum geschaffen: Neben einer Wareneingangszone und verschiedenen Lagermöglichkeiten sind Bereiche für die Auftragskonsolidierung, Packplätze sowie eine Versand- und Warenausgangszone für den praktischen Unterricht vorhanden. Das technische Equipment reicht von einer Datenfunkanlage mit Staplerund Kommissionierterminals über mobile Drucker und Funk-Scanner bis hin zu PC- Arbeitsstationen mit Scannern und barcodefähigen Listen- und Etikettendruckern. Weiterhin steht ein modernes Lagerführungssystem zur Verfügung. Dort werden alle Lagerprozesse im Rahmen der Schulungs- und Trainingsaktivitäten praxisnah unterstützt. Trainingsinhalte Der Lehrplan für Warehouse-Fachkräfte beinhaltet unter anderem die Darstellung von verschiedenen Modellen und Prozessen des Wareneingangs, der Kommissionierung und der Auftragszusammenführung. Daneben wird das professionelle Retourenhandling sowie die reibungslose Durchführung von Inventuren in der Praxis trainiert. Auf dem Schulungsplan für Staplerfahrer, Kommissionierer und Verpacker steht zum Beispiel das Kommissionier-Handling, die Bedienung von Datenfunkterminals, sowie die gesamte Abwicklung von Transportaufträgen. Seminargestaltung Für die Teilnahme bietet das IAW zwei Möglichkeiten zur Auswahl: Einerseits können einzelne Mitarbeiter an feststehenden Terminen teilnehmen, andererseits können sich Unternehmen vom IAW auch thematisch abgestimmte Seminare und Trainingseinheiten für ihre jeweilige Situation und Aufgabenstellung zusammenstellen lassen. Ehrhardt + Partner GmbH & Co. D Boppard-Buchholz (+49) 06742/ Midrange MAGAZIN Januar

17 Märkte & Macher Laut einer Studie von Gartner Dataquest schrumpft der westeuropäische Server-Markt weiter. Die Umsätze im 3. Quartal 2001 sind um 21 Prozent gesunken, in Deutschland betrug das Minus 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die IBM hat ihre ganz eigene Strategie, um dieser Entwicklung zu trotzen: Jedem Tierchen sein Pläsierchen, oder besser jedem Kunden einen speziell auf ihn abgestimmten eserver. Nach J.D. Edwards hat nun auch Intentia ihre eigene iseries... IBM und Intentia haben jetzt die weltweite Verfügbarkeit eines neuen integrierten eserver iseries-angebotes angekündigt. Die Lösung für mittelständische Unternehmen soll helfen, die Kosten und Komplexität des kollaborativen e-business zu senken. Sie enthält einen speziell konfigurierten i270 Server, IBM WebSphere Internet Infrastruktur Software und Intentia Movex ebusiness 4.1. Lösungen. Der IBM eserver iseries für Intentia ist ab sofort verfügbar und wird über Intentia und die bekannten IBM Vertriebskanäle vermarktet. (+49) 01803/ Soll & Haben Das weltweit tätige Softwareunternehmen BRAIN International setzt den im ersten Halbjahr bereits gezeigten Aufwärtstrend fort. Auch nach Abschluss des dritten Quartals des laufenden Geschäftsjahres liegt der Konzern bei Umsatz und Ergebnis trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Gesamtumfeldes über Plan. Bereinigt um die nicht mehr zum Kerngeschäft gehörenden Geschäftsbereiche lag der kumulierte Konzernumsatz mit 79,2 Mio. EUR um 2,1% über dem Vorjahr und übertraf somit erneut die Planung der Gesellschaft. (+49) 07667/ Die VEDA Datenverarbeitung GmbH blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2000/2001 zurück. Im Kerngeschäft, also in den Bereichen Human Resources sowie Finance & Accounting, konnten die Umsätze am stärksten gesteigert werden: im Lizenzgeschäft um 29%, in der Beratung um 70% und bei Schulungsleistungen sogar um 99%. Insgesamt stieg der Umsatz um 22% auf 27,4 Mio. DM an und blieb damit nur knapp unter Plan (27,7 Mio. DM). (+49) 02404/ In einem allgemein schwierigen Marktumfeld hat der Collaboration-Anbieter Intentia sein bestes drittes Quartal aller Zeiten abgeschlossen. Die operativen Gewinne stiegen von -24,1 Millionen Mark auf 0,4 Millionen Mark. Insgesamt beliefen sich die operativen Gewinne in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf -1,3 Millionen Mark. Im Vorjahreszeitraum hatten sie -60,6 Millionen Mark betragen. (+49) 02103/ Aus den Auftragsbüchern Die Aachener Docutec AG, Spezialist für intelligente Erkennung und Verarbeitung von Dokumenten, hat einen Millionenauftrag von der Zentralen Abrechnungsstelle für Heilberufe azh GmbH in München erhalten. Der zunächst auf 6 Jahre abgeschlossene Vertrag umfasst die Docutec-Lösung Xtract und hat alleine in der ersten Projektstufe ein Volumen von deutlich über 3 Millionen Mark. (+49) 0241/ Toshiba wird die Supplier-Relationship-Management-Lösung von i2 in der japanischen Halbleiterherstellung einsetzen. Erst vor kurzem war dieser Toshiba-Geschäftszweig mit dem Ken Sharma Award of Excellence für die Tiefe und Breite seiner Implementierung der i2 Supply Chain Management-Lösung ausgezeichnet worden. Promiere, ein Unternehmen der Avnet Company, hat sich für die Contentund Procurement-Lösungen von i2 entschieden. (+49) 089/ Der mittelständische Strickmodenhersteller Carlo Colucci setzt künftig auf das Produktmanagement- (PDM) und Warenwirtschaftssystem von net W+P Solutions. Von der Einführung des PDMs net C4 WP-Model erhofft man sich eine zuverlässige Preisfindung im Vorfeld der Artikel- oder Modelleinführung und eine übersichtliche Stammdaten- und Materialwirtschaftspflege. net C4 WP-Fashion löst das bisherige Warenwirtschaftssystem ab und soll zu einer Optimierung der Lieferkette des Unternehmens beitragen. (+49) 0711/ Die DOLORGIET GmbH & Co. KG, St. Augustin, hat sich für den Einsatz des chargenorientierten Informationssystems CHARISMA der GUS Group entschieden. Es soll innerhalb der Firmengruppe sowohl bei DOLORGIET (apothekenpflichtige Arzneimittel) als auch bei der in der Gesundheitspflege engagierten Firma DIEDENHOFEN für mehr Transparenz der Geschäftsprozesse sorgen. Mit der Standard-Lösung werden Individualprogramme im Unternehmen abgelöst. (+49) 0221/ Januar 2002

18 Märkte & Macher Das italienische Unternehmen Piaggio, ein führender Hersteller motorisierter Zweiräder wie z.b. der Vespa, wird Hummingbirds Enterprise Information Portal und DOCSFusion einsetzen, um ein dynamisches B2E-Portal mit Namen PiaggioNet aufzubauen. Des weiteren wird Piaggio den PC-X-Server Exceed von Hummingbird für die Software-Entwicklung in seiner IT-Abteilung nutzen. (+49) 089/ Die Team Brendel AG vermeldet einen weiteren Neuanwender ihrer Lösung WinCard CRM. Künftig setzt die Omnical Borsig Energy, Dietzhölztal, im Vertrieb auf das Doppel von zehn Win- Card CRM- und den entsprechenden WinCard Harmony-Lizenzen. Der Hersteller von Dampf- und Heißwasserkesseln für Industrie, Heizwerke und Schiffsbau plant die Übernahme in den Echtbetrieb im Februar In den Monaten bis dahin sollen die Installierung, das Customizing der Software und die Schulungen der Anwender erfolgt sein. (+49) 07621/ Mit der MORE & MORE AG hat Intentia ihren ersten Movex NextGen- Kunden in Deutschland gewonnen. Das 230 Mitarbeiter zählende Textilunternehmen, das in diesem Jahr mehr als 150 Millionen Mark umsetzt, will mit der Java-basierten Lösung die internen Geschäftsprozesse optimieren. Movex soll von 100 Mitarbeitern in den administrativen Geschäftsbereichen Logistik, Vertrieb, Buchhaltung und Controlling eingesetzt werden, der Lifestart ist für Mitte 2002 geplant. Außerdem erhält das Textilunternehmen das Tool Devex, mit dem Releasewechsel vereinfacht werden. (+49) 02103/ Test & Testimonials Magic Software Enterprises Ltd., Anbieter von Tools und Lösungen für das e-business, hat für sein Entwicklungswerkzeug Magic edeveloper und die e-business-lösung Magic emerchant die IBM ServerProven- Zertifikation erhalten. Das Zertifikat wird von IBM vergeben, um Kunden bei der Suche nach Komplettlösungen für das e-business zu unterstützen. In das ServerProven -Programm werden nur Mitglieder der IBM-PartnerWorld aufgenommen, die strenge Tests und Bewertungsprozesse durchlaufen müssen. Bei allen zertifizierten Produkten ist sichergestellt, dass sie sich schnell installieren lassen und verlässlich auf IBM eservern laufen. (+49) 089/ Einen Langstreckenerfolg können der Sportartikelhersteller FILA und das Softwarehaus VEDA in diesem Jahr feiern: 10 Jahre schon steuert FILA seine Finanzen mit den Finance & Accounting-Applikationen des Alsdorfer Softwarehauses. Langfristig einsetzbar, jederzeit anpassbar, das waren die Anforderungen, die FILA seinerzeit an seine neue Lösung stellte. Manche Wünsche gehen in Erfüllung... (+49) 02404/ Kooperationen Die otris software AG und S4P solutions for partners ag haben jetzt eine Kooperation vereinbart. S4P kann sich durch den Software-Hersteller otris in den Bereichen Unternehmensportale, Content-Management, e-commerce und ASP positionieren otris nutzt im Gegenzug den Vertriebskanals des Distributors. (+49) 0231/ Anzeige Midrange MAGAZIN Januar

19 Märkte & Macher Software & Systeme Der Connectivity- und Software-Anbieter HOB hat jetzt die funktionserweiterte Verschlüsselungssoftware HOB- Link Secure in Version 2.1. vorgestellt. Sie wurde um den leistungsfähigen Algorithmus Advanced Encryption Standard ergänzt, der mit einer maximalen Schlüssellänge von 256-Bit einen hohen und sicheren Chiffrierstandard bietet. Darüber hinaus ist HOBLink Secure jetzt mit zwei Load Balancing-fähigen SSL-Proxy Servern ausgestattet. (+49) 09103/ MAPICS hat die aktuelle Version 7.0 seiner ERP-Suite für die IBM iseries- Plattform vorgestellt. Die Software wurde vollständig auf Java portiert, so dass die Geschäftslogik wie in einer Host-basierenden Architektur von der Darstellungsebene getrennt ist. Die Möglichkeit, den Datenzugriff bis auf die Ebene der einzelnen Datenfelder zu steuern, erlaubt die größtmögliche Personalisierung der Informationsbereitstellung und ihre Anpassung an die unterschiedlichen Ressourcen der verschiedenen Endgeräte wie Laptop oder PDA. Dank des integrierten XML-Frameworks lässt sich darüber hinaus der Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Systemen unternehmensübergreifend automatisieren. (+33) Die GUS Group hat jetzt für ihr chargenorientiertes ERP-System CHARIS- MA Browseroberflächen als Standard angekündigt. Gleichzeitig werden in der Version 8.0 neue Funktionen für die unternehmensübergreifende Kommunikation mit Kunden und Lieferanten entlang einer Supply Chain eingeführt. CHARISMA, das für die Branchen Pharma, Chemie, Nahrungs- und Genußmittel, Kosmetik, Farben/Lacke, Elektro/Elektronik sowie Logistik optimiert ist, basiert auf der IBM iseries. (+49) 0221/ Ab sofort kann die -komponente von ecomplus/400 in den Alternativen via Router und via Server auch vom 5250 Bildschirm genutzt werden. Benötigt wird nur die entsprechende Software, eine zusätzliche Hardware ist in diesem Fall nicht erforderlich. Die Neuentwicklung ecomplus/400 via Router und Server lässt sich einfach in bestehende Netzwerkumgebungen integrieren und ist für iseries-anwender konzipiert, die den -versand und -Empfang via PC realisiert haben, den Versand/Empfang von AS/400-Spoolausgaben und aus AS/400-Anwendungsprogrammen jedoch noch nicht. (+49) 030/ Die P&I Personal & Informatik AG will mit ihrem Mitarbeiterportal «LOGA ERM» in neue Dimensionen der Personalarbeit vorstoßen. Das erstmals auf der Systems gezeigte Portal ist als Dienstleistungsplattform für die Mitarbeiter konzipiert: Dabei werden rollen- und personenbezogene Services in den Bereichen Personalmanagement, Personalentwicklung und Payroll über Browseroberflächen zur Verfügung gestellt. Ziel ist die nachhaltige Förderung der Motivation und Qualifikation der Mitarbeiter und ihre Bindung an das Unternehmen. (+49) 0611/ Die Gentner EDV-Beratung hat ihre nach modernsten Gesichtspunkten entwickelte Zeiterfassungs- und Zutrittsverwaltungs-Software TIMEBASE in den Markt eingeführt. TIMEBASE Zeit verfügt über eine nahezu unbegrenzte Anzahl von Tages-, Wochen- und Schichtmodellen als auch über Firmenkalender und Lohnschnittstelle und ermöglicht eine Vielzahl von Auswertungen und Übersichten. Optional dazu ist TIMEBASE Zutritt erhältlich, ein modernes Zutrittsverwaltungs-System mit Zeit- und Zutrittszone. TIME- BASE ist sowohl als Einplatz- als auch als Mehrplatzlösung lieferbar, die Anbindung von Filialen, die Daten über DFÜ/Internet in die Zentrale zur Lohnabrechnung transferieren, ist möglich. Gleiches gilt für die Anbindung von Außendienstmitarbeitern, die ihre Daten via Laptop statt Terminal erfassen. (+49) 0911/ Cognos hat seinen Online-Service für Interessenten und Kunden um zusätzliche Inhalte erweitert, auf der Cognos- Website stehen nun Studien namhafter Marktforschungsunternehmen zum Download bereit. Die Analysen von Firmen wie der Gartner Group, Meta Group oder Forrester sind nach einmaliger Registrierung kostenfrei abrufbar. Interessenten erfahren darin, inwieweit sie durch den intelligenten Einsatz von Daten und Informationen die Beziehungen zu ihren Kunden und Lieferanten aufbauen, ausbauen und intensivieren können. (+49) 069/ analysen-kostenlos 22 Januar 2002

20 Technik & Integration Aktuelles zur OS/400-Sicherheit Security Patrol Ansehen aber nicht kopieren! Frage: Ich würde gern veranlassen, dass meine User Source-Dateien unserer Produktionsbibliothek anzeigen können, jedoch nicht die Möglichkeit haben, Teile dieser Dateien in eine andere Bibliothek zu kopieren. Das Kopieren in eine Programmierer- oder Testbibliothek ist für gewöhnlich der erste Schritt, wenn Änderungen vorgenommen werden und ich wüsste gern vorab Bescheid, wenn Änderungen in Betracht gezogen werden. Gibt es eine Möglichkeit, das zu realisieren? Antwort: Das von Ihnen erwähnte Problem ist ein klassisches Problem aus dem Bereich Computerwissenschaften. Wenn Sie einem Benutzer ermöglichen, Daten anzuzeigen, können Sie dann darauf Einfluss nehmen, wie der User die Daten verwendet? Puristen würden darauf mit nein, Techniker mit möglicherweise antworten. Wenn Sie einem Benutzer erlauben, Source Code anzuzeigen, müssen Sie sich zunächst darüber im Klaren sein, dass Sie im Grunde erlauben, dass eine Kopie der Source an den Bildschirm des entsprechenden Benutzers gesendet wird. Sobald der Code auf dem Bildschirm des Benutzers erscheint, kann ihn der User mit Cut-and-Paste in einen anderen Editor übernehmen und so Ihre Sicherheitsvorkehrungen umgehen. In der Realität sind die meisten Anwendungsprogramme jedoch so umfangreich, dass allein ihre Größe die Benutzer davon abschreckt, den in diesem Fall sehr langwierigen Prozess des Kopierens auf sich zu nehmen. Falls dieses Risiko für Sie akzeptabel ist, könnten Sie Ihren Benutzern ein Programm anbieten, das ihnen übernommene Zugriffsberechtigungen zur Verfügung stellt, die ihnen ermöglichen, die Source mit Hilfe des SEU-Browsers anzuzeigen. In Abbildung 1 finden Sie ein Beispielprogramm, dass diese Vorgehensweise ermöglicht. Stellen Sie bitte sicher, dass das Benutzerprofil, dessen Zugriffsberechtigung Sie übernehmen, über keine höhere Zugriffsberechtigung als *USE für Source-Dateien verfügt, da SEU Zugang zu einer Befehlszeile bietet und Sie sicherlich nicht wünschen, dass die Benutzer durch eine Kombination aus übernommener Zugriffsberechtigung und Zugriff auf eine Befehlszeile uneingeschränkten Zugriff auf die Daten haben. Als ich Ihr Problem mit einigen meiner Kollegen besprach, waren manche darüber erstaunt, warum es Ihnen Sorgen macht, wenn ein Benutzer die Möglichkeit hat, Programmobjekte zu erstellen. Wenn Sie verhindern wollen, dass Benutzer Produktionsprogramme ersetzen können, gibt es eine bessere Möglichkeit, das zu erreichen. Geben Sie Ihren Benutzern einfach nicht die Möglichkeit, Produktionsprogramme zu löschen. Wenn die Benutzer nur über die Zugriffsberechtigung *USE für ein Produktionsprogramm verfügen (die ausreicht, um ein Programm auszuführen), sind Sie nicht in der Lage, das Produktionsprogramm durch eine Version des Programms zu ersetzen, die sie möglicherweise selbst erstellt haben. Benutzen Sie ein Programm wie das hier dargestellte, um zu ermöglichen, dass in SEU übernommene Zugriffsberechtigungen genutzt werden können. Einen weiteren Grund nicht zu verhindern, dass Benutzer Source-Code lesen können, sehe ich im Bereich effizientes Arbeiten. Clevere User wissen, wie nützlich es ist, wenn man Code bestehender Programme kopieren kann, um ein neues Programm zu erstellen. Wenn Sie Ihrem Team diese Möglichkeit nehmen, zwingen Sie Ihre Mitarbeiter möglicherweise dazu, das Rad neu zu erfinden, wenn Sie ein Programm erstellen. Lassen Sie sie Midrange MAGAZIN Januar

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