Was kann es heißen, dass man jemandes Würde achtet? Vortrag von Prof. Dr. Matthias Kaufmann bei der Tagung Würde ist es wert

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1 Was kann es heißen, dass man jemandes Würde achtet? Vortrag von Prof. Dr. Matthias Kaufmann bei der Tagung Würde ist es wert

2 Würde und Menschenwürde Rechte und Menschenrechte Man kann die Menschenrechte als Teilmomente jenes praktischen Selbstverhältnisses, das den Menschen als solchen auszeichnet und als Entfaltungen des Prinzips der Unverletzlichkeit der Menschenwürde (Honnefelder) interpretieren. Doch lässt sich nicht eins aufs andre reduzieren.

3 Würde und Menschenwürde Rechte und Menschenrechte Zwergenweitwurf (VG Neustadt vom Aktz: 7 L 1271/92 ): Menschenwürde überwiegt das individuelle Recht auf freie Wahl des Arbeitsplatzes.

4 Was ist Menschen-Würde? Wenn man von Menschenwürde spricht, so meint man eine jedem Menschen als solchem inhärente Würde, die ihm ohne weitere biologische, soziale oder auch moralische Qualifikation zukommt. Kontingente Würde (expressive W., soziale W., Amtswürde, durch Fehlverhalten verlorene Würde) kann empirisch zuschreibbar sein. Menschenwürde wird normativ eingeklagt.

5 Menschenrechte als besondere Gruppe subjektiver Rechte: Als subjektives Recht kann man jeden irgendwie gearteten Anspruch einer natürlichen oder juristischen Person verstehen, der sich aus einer rechtlichen Norm ableiten lässt. Von einem Menschenrecht sprechen wir nur, wenn es um ein Recht geht, das allen Menschen unabhängig von ihrem sozialen Status, ihrem Geschlecht und ihrer Hautfarbe zusteht und unveräußerlich und unverzichtbar ist.

6 Trotz unantastbarer Würde? Im Krieg, bei der Bestrafung fügt man z.t. extreme Einschränkungen von Rechten zu, bis hin zur Tötung, angeblich ohne den Betroffenen die Menschenwürde abzusprechen.

7 Zur Begriffsgeschichte Thomas von Aquin: Da es von großer Würde ist, in einer vernünftigen Natur zu subsistieren, wird jedes Individuum einer vernünftigen Natur Person genannt (ST I 29, ad 3) Pico della Mirandola ( ): Würde des Menschen als Synonym seiner gottgegebenen Fähigkeit, sich seine Natur gemäß seinem freien Willen selbst zu bestimmen, der Fähigkeit zur Selbsterschaffung.

8 Die gebräuchliche Formel Handle so, dass du die Menschheit sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden andern jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchst. (Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, AA IV 428f.)

9 Geschichte der Menschenrechte Von Anfängen um das Decretum Gratiani (1140), über die Spanische Scholastik (Luis de Molina 1593: Ius qua homo) entstand im 18. Jahrhundert die Forderung nach Schutz- und Partizipationsrechten. Im 19. Jahrhundert kamen soziale Rechte dazu. Bei Kant kommen Würde und Rechte zusammen.

10 Würde ohne Selbstzweckformel Martha Nussbaum macht Menschenrechte und Menschenwürde an der Reallisierbarkeit menschlicher Fähigkeiten capabilities fest. Dazu gehören außer der praktischen Vernunft, und den Fähigkeiten unverletzt, gesund und am Leben zu bleiben auch Imagination, Emotion, Spiel, das Leben mit Anderen und die Selbstachtung.

11 Würde gegen Menschenwürde Sowohl Befürworter, als auch Gegner der Sterbehilfe argumentieren mit dem Begriff der Würde. Peter Bieri, Eine Art zu leben. Über die Vielfalt menschlicher Würde, Darmstadt 2013 Die Würde des Menschen besteht auch in der Bereitschaft, Tod und Sterben zu akzeptieren Man will nicht als Teil einer Maschine dahinvegetieren.

12 Würde gegen Menschenwürde Die Gegenseite sieht eine Bedrohung der Menschenwürde darin, dass menschliches Leben auf diese Weise in den Bereich des Verfügbaren einbezogen, damit zur manipulierbaren Ware wird. Unter Umständen könne das dazu führen, dass am Ende die Freiwilligkeit der Sterbehilfe nur noch dem Schein nach besteht.

13 Würde gegen Menschenwürde Niemand hat das Recht, einem schwer demenzkranken Menschen die Menschenwürde abzusprechen. Dies rechtfertigt kein völliges Verbot, etwa des assistierten Suizids, wohl aber mahnt es zu extremer Vorsicht.

14 Würde und Menschenwürde Der Rückgriff auf die Menschenwürde erfüllt eine wichtige Funktion, wo es Menschen in ihrer Schwäche zu schützen gilt. Man achtet sie, indem man sich für den Schutz schwacher Menschen einsetzt. Doch besitzt der Begriff der Würde, der für unser Leben so wichtig ist, eine vielfältige Bedeutung, die sich nicht immer mit dieser Menschenwürde deckt.

15 Die andere Würde Bieri (15): Die Lebensform der Würde ist deshalb nicht irgendeine Lebensform, sondern die existenzielle Antwort auf die existenzielle Erfahrung der Gefährdung. (Vgl. Mill über Stolz) Würde ist das Recht nicht gedemütigt zu werden. (35)

16 Wie achtet man die Würde? Christian Thomasius ( ) stellt neben Moral und Recht das Decorum, die Sphäre der Wohlanständigkeit und des guten Benehmens Das Decorum, die Manierlichkeit, Wohlanständigkeit, Ehrbarkeit ist ein Pendant ungleicher, unvollkommener sozialer Zustände, in diesen jedoch erforderlich, um die Gesellschaft zu erhalten.

17 Manierlichkeit "Ohne diese Lehre werden die Leute entweder unverschämt / und verursachen durch ihre unverschämte Aufführung allerhand Unruh in der Republique, oder sie werden gar zu schamhafftig und blöde / daß man im gemeinen Leben nichts mit ihnen anfangen kann."

18 Würde achten Höfliches, taktvolles Verhalten gegenüber allen uns begegnenden Menschen ist gerade in einer komplexen, mit großem Konfliktpotential belasteten Gesellschaft ein erster Weg, unsere Achtung vor ihrer Würde deutlich zu machen. Indem wir ihnen höflich begegnen, ihnen zuhören, sie ernst nehmen etc. achten wir ihre Würde auch jenseits der Menschenwürde.

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