Inklusion an der volkshochschule stuttgart

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1 Inklusion an der volkshochschule stuttgart

2 Ausgangslage Die UN Menschenrechtskonvention ist ein wichtiger Meilenstein nicht nur für Menschen mit Behinderungen sondern für die gesamte Gesellschaft. Die Konvention konkretisiert die universellen Menschenrechte für Menschen mit Behinderungen und stellt klar, dass diese ein uneingeschränktes und selbstverständliches Recht auf Teilhabe besitzen. Das Leitbild der Behindertenrechtskonvention ist Inklusion. Es geht also nicht darum, dass sich der oder die Einzelne anpassen muss, um teilhaben, mithalten zu können. Es geht darum, dass sich unsere Gesellschaft öffnet. Dass unser selbstverständliches Leitbild Vielfalt wird und die Grundhaltung, dass jede/r Einzelne wertvoll ist mit den jeweiligen Fähigkeiten u. Voraussetzungen. Die Konvention ist am 26. März 2009 in Deutschland in Kraft getreten und die Bundesregierung hat im September 2011 ihren nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der Konvention veröffentlicht. Wir befinden uns auf einem guten Weg, sind aber sind noch lange nicht am Ziel Inklusion braucht Bewegung, Mut und Energie. Verena Bentele Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen 2

3 Entwicklung In Volkshochschulen gab es schon immer Teilnehmende, überwiegend mit körperlichen Behinderungen, die an Kursen teilgenommen haben wurden unterstützt durch das Sozialministeriums einige inklusive Kursen überwiegend im Handwerklichen Bereich angeboten. Bei den Menschen mit Behinderung lag der Schwerpunkt bei Menschen mit einer geistigen Behinderung. Gründung der AG Inklusion, bestehend aus Mitarbeiter/innen der vhs Der Arbeitskreis Inklusion mit verschiedenen Trägern der Behindertenhilfe und einer Vertreterin des Sozialamtes trifft sich regelmäßig Regelmäßige Teilnahme der Inklusionsbeauftragten an den verschiedenen Fachteams im Haus und Information über den aktuellen Stand der Inklusion Regelmäßige Besuche der Inklusionsbeauftragten bei den Trägern der Behindertenhilfe und Vorstellung der aktuellen inklusiven Broschüre 3

4 Entwicklung Jedes Semester Schulungen für die Dozenten/innen der vhs Austausch mit anderen vhs 2015 wuchs durch die bessere Vernetzung mit Trägern der Behindertenhilfe auch die Anzahl der inklusiven Kursangebote. U.a. das Projekt Aufbruch Inklusion mit dem Treffpunkt der Caritas startete. Durch diese Kooperationen konnten die inklusiven Kursformate ausprobiert werden und bei der Durchführung der Kurse konnten wir wertvolle Erfahrungen sammeln. So wurde für Menschen mit einer Behinderung die Wahlmöglichkeit geschaffen, wo sie Bildungs- und Freizeitangebote wahrnehmen wollen. In einer Einrichtung der Behindertenhilfe oder der vhs einer Einrichtung der Erwachsenenbildung. Nur so kann Inklusion gelingen. 4

5 Entwicklung Das Einbeziehen und der Austausch mit den Einrichtungen der Behindertenhilfe war und ist sehr wichtig, als unsere Partner bei der Inklusion! Im Herbst 2014 gab es 1 Kooperation, aktuell haben wir 9 Kooperation in verschiedenen Projekten mit unterschiedlichen Kooperationspartnern Seit 2015 gibt es jedes Semester eine inklusive Broschüre in leichter Sprache für die Zielgruppe der Menschen mit einer geistigen Behinderung. Inklusion ist fester Bestandteil des Angebotes der vhs stuttgart geworden. 5

6 Inklusive Broschüre 1/2015 6

7 Entwicklung Im Herbst 2015: Ernennung der Inklusionsbeauftragten und Inklusion als Bestandteil der Satzung 2015 Schulungen zum Thema Inklusion für alle Mitarbeiter/innen der vhs stuttgart Herbst 2016 Einführung einer Ermäßigung für Menschen mit Behinderung (ab einem GdB von 50%) um 25% auf die Kursgebühren 2017 gibt es mehr als 30 inklusive Kursangebote quer durch das Programm, vom Kochen über Englisch und Smartphone. Das Kursangebot wird weiter ausgebaut. 7

8 Inklusive Broschüre 1/2017 8

9 Entwicklung in Zahlen Entwicklung Durchgeführte Kurse Teilnehmende mit Handicap Teilnehmede insgesamt Teilnehmende ohne Handicap Durchgeführte KTeilnehmedTeilnehmenTeilnehmende ohne Handicap Kurse insgesamt

10 Konzept Das inklusive Gesamt-Konzept an der vhs stuttgart entstand durch das Einbeziehen der Expertise der Träger der Behindertenhilfe und durch das Berücksichtigen der Erfahrungen aller am Prozess Beteiligten. Durch den kontinuierlichen Austausch mit den Trägern, den Betreuer/innen, den Teilnehmer/innen und deren Angehörigen, hat die vhs die Möglichkeit ihr Angebot kontinuierlich den Bedürfnissen anzupassen. 10

11 Kooperationen bhz Behindertenzentrum Stuttgart 2013: Kurs Lesen und Schreiben inklusiv in 3 Phasen Treffpunkt des Caritasverband Start 2013:Projekt Aufbruch Inklusion. Die Caritas unterstützt pro Semester jeweils 12 Inklusive Veranstaltungen. Landesverband Der Lebenshilfe 2014: Kooperation zu inklusivem Teamteaching Stadtbibliothek und Lebenshilfe Bremen 2016: Lesung in leichter Sprache 11

12 Kooperationen Lechler Stiftung Kinderbuchhandlung Naseweis bhz Start 2016: Game of Words Der etwas andere Wortwettbewerb VHS Verband B-W 2017: Fachtagung Inklusion vhs stuttgart als Kooperationspartner und Best practice Beispiel Breuninger Patisserie 2017: Mit Unterstützung der Breuninger Patisserie Herstellung von Inklusionspralinen die gegen eine Spende auf der Jubiläumsveranstaltung des TREFFPUNKT Rotebühlplatz gekauft werden können 12 Treffpunkt 50plus Landeszenrale für politische Bildung Landesverband der Lebenshilfe capito 2017: 2 Veranstaltungen zu den Bundestagswahlen. Zunächst wird erklärt: Was ist Politik und wie wähle ich richtig. Zur 2. Veranstaltung kommen Politiker und stellen sich den erarbeiteten Fragen.

13 Konsequenzen aus den durchgeführten Kursen Ein sehr hoher Organisations- und Abspracheaufwand in Bezug auf die Kursorganisation und die Teilnehmenden Überwiegend Teilnehmer/innen, die bisher noch keine Kurse bei der vhs besucht haben, daher Teilnehmeranlage in Verwaltungssystem aufwendiger Viel Nachfrage nötig, Bsp: Behinderte Teilnehmer/innen habe oft kein Konto Anfangs mehr schriftliche Kommunikation, jetzt mehr persönliche Kontakt. Beziehung zu den Teilnehmenden ist intensiv und muss gepflegt werden 13

14 Konsequenzen aus den durchgeführten Kursen Mit steigender Anzahl von Kursangeboten steigt die Nachfrage nach Assistent/innen Die Notwendigkeit der Vernetzung, der damit verbundene Zeitaufwand Die Notwendigkeit Projektmittel und Kooperationspartner zu akquirieren Die Inklusion steht noch am Anfang. Es gibt viel Bewegung, aber noch wenig Konkretes 14

15 Rahmenbedingungen die sich aus den durchgeführten Kursen ergeben Inklusive Broschüre in leichter Sprache Kleine Kurse, max Teilnehmende, dadurch intensive Betreuung im Kurs Zentraler Ansprechpartner für Teilnehmende vom Erstkontakt bis zum gelungenen Kursabschluss Eine Willkommenskultur im ganzen Haus Zentrale Ansprechpartner im Haus auch in Bezug auf Barrierefreiheit 15

16 Rahmenbedingungen die sich aus den durchgeführten Kursen ergeben Aufbau Assistentenpool Flexibilität das Kursangebot betreffend Verbindlichkeit bei der Kursdurchführung Geschultes Kurspersonal Den Kontakt pflegen mit den verschiedenen Institutionen und den Familien der Teilnehmer/innen Besonderer Feedbackbogen 16

17 Resümee vhs stuttgart auf einem sehr guten Weg in der inklusiven Erwachsenenbildung Positive Entwicklung bei den Kurszahlen und Teilnehmerzahlen, bei überwiegend inklusiver Kursbelegung Viele neue Teilnehmende, die bisher noch keinen Kontakt zur vhs hatten. Behindert und nicht behindert 17

18 Konkrete Schritte im Semester 1/17 Programmschwerpunkt Inklusion im Semester 1/17: Inklusionspralinen Inklusion bei der Jubiläumsveranstaltung am : Verkauf Inklusionspraline, Auftritt des Chors der Caritas, Film zum Projekt Game of Words Bürgerfoyer Inklusion Wo steht die Inklusion in Stuttgart heute Fachtag Inklusion in Kooperation mit dem VHS Verband Game of Words Der etwas andere Wortwettbewerb Veranstaltungen zur Bundestagswahl

19 Konkrete Schritte im Semester 1/17 Aufbau eines Assistentenpool Workshops zur Ausbildung von Assistent/innen für den Assistentenpool Auswahl Assistenten Einsatz und Betreuung der Assistent/innen 19

20 Ausblick Alles zu tun, damit das Thema Inklusion im Alltag präsent ist! 20

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