Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

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1 Barbara Breese Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Deggendorf BildrahmenBild einfügen: Menüreiter: Bild/Logo einfügen > Bild für Titelfolie auswählen Logo für die Besonderen Dienststellen und RDn: Menüreiter: Bild/Logo einfügen > Logoauswahl Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

2 Geschäftspolitische Ziele Auftrag an die Bundesagentur für Arbeit Menschen in Arbeit bringen Vermeidung / Verkürzung von Arbeitslosigkeit Integration Integrationsorientierte Maßnahmeauswahl Leistungen wirksam und wirtschaftlich erbringen Seite 2

3 19 SGB III - Behinderung (1) Behindert im Sinne dieses Buches sind Menschen, deren Aussichten, am Arbeitsleben teilzuhaben oder weiter teilzuhaben, wegen Art oder Schwere ihrer Behinderung im Sinne von 2 Abs. 1 des Neunten Buches nicht nur vorübergehend wesentlich gemindert sind und die deshalb Hilfen zur Teilhabe am Arbeitsleben benötigen, einschließlich lernbehinderter Menschen. (2) Behinderten Menschen stehen Menschen gleich, denen eine Behinderung mit den in Abs. 1 genannten Folgen droht. Seite 3

4 2 SGB IX - Behinderung (1) Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist. Seite 4

5 Ziele Bei behinderten Menschen die Erwerbsfähigkeit im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit erhalten verbessern herstellen oder wiederherstellen um dadurch ihre Teilhabe am Arbeitsleben möglichst dauerhaft zu sichern. Rechtsgrundlage 112 SGB III Seite 5

6 Kostenträger Rentenversicherungsträger: bei 15 Jahren beitragspflichtiger Beschäftigung in unmittelbarem Zusammenhang mit einer medizinischen Reha bei Bezug einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit wenn ohne die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit gezahlt werden müsste Unfallversicherungsträger (Berufsgenossenschaften): bei Arbeits- oder Arbeitswegeunfall bei Berufskrankheit Seite 6

7 Kostenträger Integrationsämter: bei Impfschäden, Wehr- oder Zivildienstschäden, Kriegsopferfürsorge, Opfer von Gewalttaten Jugendämter z.b. bei verhaltensauffälligen Jugendlichen Die Bundesagentur für Arbeit in allen anderen Fällen Seite 7

8 Feststellung des Rehabilitationsbedarfs Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit Arbeitsmediziner der Agentur für Arbeit Einschränkungen der kognitiven / geistigen Leistungsfähigkeit Psychologin / Psychologe der Agentur für Arbeit Mit Einverständnis der Betroffenen können auch Gutachten anderer Stellen beigezogen werden (z.b. Rentengutachten, aussagefähige privatärztliche Atteste). Seite 8

9 Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben Hilfen zur Sicherung oder Erlangung eines Arbeitsplatzes Berufsvorbereitung und blindenspezifische Grundausbildung Berufliche Ausbildung Berufliche Anpassung und Weiterbildung Gründungszuschuss für eine selbständige Tätigkeit Kraftfahrzeughilfe und Wohnungshilfe technische Arbeitshilfen Beauftragung des Integrationsfachdienstes Eingliederungs- und Ausbildungszuschüsse an Arbeitgeber Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich in einer WfbM Seite 9

10 Eine besondere Form der Leistungserbringung: Das Persönliche Budget Mit dem Persönlichen Budget wird Behinderten die Möglichkeit gegeben, ihren Bedarf an Teilhabeleistungen in eigener Verantwortung und Gestaltung zu decken. Sie organisieren kompetent und eigenverantwortlich in Abstimmung mit dem Reha-Träger ihren Bedarf an Teilhabeleistungen. Grundvoraussetzung ist, dass ein Anspruch auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben besteht und ein Antrag auf ein Persönliches Budget gestellt wurde. Seite 10

11 Maßnahmen Ausbildung Umschulung Maßnahmen Berufsvorbereitende Anpassungsmaßnahmen Vermittlung und Erhalt eines geeigneten Arbeitsplatzes Rehabilitand Aufstiegsfortbildung Finanzielle Förderung an den Arbeitgeber Förderung von technischen Arbeitshilfen Eingliederung in eine Werkstätte für Behinderte Menschen Seite 11

12 Lernorte Berufsförderungswerke Freie Bildungsträger Berufsbildungswerke Werkstätten für behinderte Menschen Rehabilitand sonstige anerkannte Reha-Einrichtungen Betriebe Berufsschulen Berufsfachschulen Seite 12

13 Berufsvorbereitende Maßnahmen (noch nicht ausbildungsreife Jugendliche) Berufsvorbereitungsjahr Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme Schulische Vorbereitung an einer Berufsschule oder Förderberufsschule Überwiegend Praxisorientiert bei Berufsbildungswerken Freien Bildungsträgern Sonstigen Reha-Einrichtungen Möglichkeit den Hauptschulabschluss zu erreichen Seite 13

14 Duale Ausbildungen nach BBiG bzw. HWO und WerkerAusbildungen Betrieb Berufsschule bzw. Förderberufsschule Förderung mit Ausbildungszuschuss Unterstützung mit ausbildungsbegleitender Hilfe (abh) in Theorie und Praxis Seite 14

15 Berufsausbildung in kooperativer Form Freie Bildungsträger, Maßnahmeeinkauf In Kooperation mit Betrieben und Berufsschule Teilnahme als Pendler Schulische und praktische Unterstützung beim Bildungsträger Sozialpädagogische Betreuung Seite 15

16 Berufsausbildung in integrativer Form Berufsbildungswerk sonstige anerkannte Rehaeinrichtung ggf. Unterbringung im Internat Sozialpädagogische Betreuung Ärztliche Dienste Psychologische Dienste Eigene Berufsschule beim Bildungsträger Seite 16

17 Reha im Betrieb / Prävention Prävention durch Betriebliches Eingliederungsmanagement 84 SGB IX Einrichtung eines behinderungsgerechten Arbeitsplatzes mit technischen Arbeitsmitteln unter Einbeziehung der Fachdienste Ärztlicher Dienst, Psychologischer Dienst, Technischer Beratungsdienst, z.b. Arbeitsstuhl oder -tisch, spezieller PC, Lesehilfen, orthopädischer Fahrersitz) Übernahme der Umbaukosten und Zuschuss für ein behindertengerechtes Kraftfahrzeug Gewährung von Eingliederungszuschuss an AG für einen besonderen Qualifizierungsaufwand Seite 17

18 Berufliche Neuorientierung bei Erwachsenen (1/3) Freie Bildungsträger In Kooperation mit Betrieb Erlernen einer neuen beruflichen Tätigkeit durch unterstützte betriebliche Maßnahme Betriebliche Umschulung in einem anerkannten Ausbildungsberuf mit Abschluss Unterstützung des Rehabilitanden in Theorie und Praxis durch den Bildungsträger Seite 18

19 Berufliche Neuorientierung bei Erwachsenen (2/3) Berufsförderungswerke Vorbereitungslehrgänge Modulare Aus- und Weiterbildung in Teilgebieten Umschulung in einem anerkannten Ausbildungsberuf mit Abschluss medizinische psychologische sozialpädagogische Betreuung in der Bildungseinrichtung Seite 19

20 Berufliche Neuorientierung bei Erwachsenen (3/3) Berufsfachschulen Schulische Ausbildung mit Praxisanteil in einem anerkannten Beruf z.b. Altenpfleger, Krankenpflegefachkräfte, Physiotherapeuten Seite 20

21 WfbM Werkstatt für behinderte Menschen Gegliedert in: Eingangsverfahren Berufsbildungsbereich Arbeitsbereich Seite 21

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