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1 10. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung Einsatz von Bedarfsmedikation in der Schmerztherapie Köln, Erika Sirsch Seite 1

2 Hintergrund zur Problematik Zukünftig wird insbesondere die pflegerische und ärztliche Versorgung von alten, hochbetagten und an Demenz erkrankten Menschen mit Schmerzen in den unterschiedlichsten Versorgungsstrukturen (stationäre Einrichtungen, besondere Wohnformen, häusliche Versorgung) eine Herausforderung darstellen (HTA Bericht, Versorgungssituation in der Schmerztherapie in Deutschland im internationalen Vergleich hinsichtlich Über-, Unter oder Fehlversorgung, 2011) Seite 2

3 Prävalenz (Häufigkeit) Patienten ohne Demenz erhalten nach einer Oberschenkelhalsfraktur die dreifache Dosis Morphinäquivalent (Morrison & Siu 2000) Pflegeheimpatienten ohne Schmerztherapie haben einen signifikant geringeren MMST (Closs et al. 2004) Seite 3

4 Das Aufgabenspektrum der Pflege im Rahmen der Schmerztherapie beruht auf dem Krankenpflegegesetz von 2003 Und ist definiert im Expertenstandard Schmerzmanagement in der Pflege bei akuten Schmerzen (DNQP, 2005; (DNQP, vorläufige Fassung 2011) Seite 4

5 Danach umfassen die Aufgaben von Pflegefachkräften weiterhin: die Erfassung des Schmerzbehandlungsbedarfes die frühzeitige Information des behandelnden Arztes über festgestellte Schmerzen oder eine veränderte Schmerzsituation das Einholen und Umsetzen ärztlicher Anordnungen zur Einleitung oder Anpassung einer Schmerztherapie die zeit- und fachgerechte Applikation von Schmerzmitteln die Überwachung der medikamentösen Therapie die Vorbeugung und Therapie unerwünschter Nebenwirkungen (Strohbücker 2005c S. 76) (DNQP, vorläufige Fassung 2011) Seite 5

6 Mitwirkung am Schmerzmanagementplan bei akuten Schmerzen Schmerzintensität aktuell und Veränderungen der Schmerzintensität in den letzten 24 Stunden Veränderungen des Schmerzes in der Folge von analgetischen Maßnahmen und deren angemessen Wirkungsdauer Anzahl von regelmäßiger und Bedarfsmedikation der letzten 24 Stunden Ziele und Einstellungen des Patienten Mutmaßliche oder nachweißliche Effekte nicht gelinderter Schmerzen auf den Betroffenen (RNAO 2007) Quelle: DNQP, 2011 Vorläufige Version des Expertenstandard Schmerzmanagement in der Pflege bei akuten Schmerzen Seite 6

7 Schmerzmittelgabe nach Zeitintervallen? Quelle: Klaschik & Nauck; Medikamentöse Schmerzbehandlung bei Tumorpatienten, 6. Auflage Seite 7

8 Regelungen zur Medikamentengabe aus Sicht des MDK a) Applikationsform b) vollständiger Medikamentennamen c) Dosierung und Häufigkeit d) tageszeitliche Zuordnung der Medikamentengabe e) Angaben zur Bedarfsmedikation Sofern eine Bedarfsmedikation angeordnet ist, muss in der Pflegedokumentation festgehalten sein, bei welchen Symptomen, welches Medikament in welcher Einzel- und bis zu welcher Tageshöchstdosierung zu verabreichen ist. Quelle: Qualitätsprüfungs-Richtlinien MDK- Anleitung Transparenzvereinbarung Grundlagen der MDK- Qualitätsprüfungen in der stationären Pflege, 2009 Seite 8

9 Beispiel: Schmerzschema einer operativen Abt. Stufe I Basis Ibuprofen 400 mg oder Voltaren 50 mg Pantozol 40 mg Zusätzlich Perfalgan i. v. (bis zu 4 x 1 g. Tägl.) Ggf. zusätzlich Tramadol oder Valoron N oder Novalgin Stufe III Dipidolor i. v. 15 mg., in 500 ml NaCL 0,9% oder Dipidolor 7,5 mg (1/2 Amp.) s. c. oder i. m. oder Oxygesic 20 mg., oral alle 12 Std. oder Palladon 1,3 mg oral ggf. zusätzlich Novalgin Seite 9

10 Schmerz...ist das, was die Person, die ihr erfährtüber ihn angibt; er ist vorhanden, wenn sie sagt, das er da ist. (McCaffery et al, 1997) Seite 10

11 Empfehlungen zur Schmerzerfassung der The American Society for Pain Management Nursing (ASPMN), Versuch einer Selbsteinschätzung 2. Suche nach potentiellen Gründen für Schmerz 3. Beobachten von Schmerz Verhalten 4. Einholen von Ersatz Informationen durch Familienmitglieder 5. Evaluation der Reaktion der Betroffenen auf Schmerzmedikamente Seite 11

12 Danke für Ihre Aufmerksamkeit Seite 12

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