TÜV SÜD Management Service Ausgabe

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1 TÜV SÜD Management Service Ausgabe Value Newsletter Erfolgreich mit System Vor den ruhigen Weihnachtstagen geht es in vielen Unternehmen nochmal richtig rund. Einerseits wird der Blick zurück auf das vergangene Jahr geworfen, es ist an der Zeit Bilanz zu ziehen und Erfolge wie Misserfolge zu analysieren. Auf dieser Basis lassen sich Optimierungsmöglichkeiten leichter identifizieren. Ein Qualitätsmanagement-System kann hier ebenfalls wertvolle Hilfestellung leisten, vor allem für kleine und mittlere Unternehmen. Deshalb behandeln wir dieses Thema ausführlich in unserem Leitartikel. Andererseits ist das nahende Jahresende auch immer Anlass, um einen Blick in die Zukunft zu werfen. Auch das tun wir in der letzten Ausgabe unseres Newsletters, nämlich auf unsere Kundenforen Die große Nachfrage in diesem Jahr hat uns gezeigt, dass hier Bedarf besteht. Wir freuen uns deshalb, dass wir Ihnen im nächsten Jahr noch mehr Veranstaltungen anbieten können. In der aktuellen Newsletter-Ausgabe erklärt uns außerdem der Qualitätsmanagement-Beauftragte der Lebenshilfe Werkstatt, wie die ISO-9001-Zertifizierung dazu beiträgt, den Spagat zwischen sozialem und unternehmerischem Anspruch immer wieder erfolgreich zu meistern. Ich wünsche Ihnen friedvolle und schöne Weihnachtstage sowie einen guten Rutsch in ein gesundes und erfolgreiches Jahr Wir freuen uns auf ein weiteres Jahr guter Partnerschaft mit Ihnen. Ihr Peter Schaff ISO 9001 Qualitätsmanagement-System in KMUs Chance und Herausforderung Modernes Qualitätsmanagement hat das Ziel, dass der Kunde zurückkommt und nicht das Produkt. Aber das ist leichter gesagt als getan, denn langfristige Kundenbindung erfordert mehr als ein angemessenes Preis-Leistungsverhältnis. Vielmehr ist das gesamte Unternehmen gefragt, von der Produktion über die Logistik bis zum Kundendienst und den einzelnen Zulieferern. Konkret: Jeder einzelne Prozess trägt zum Unternehmenserfolg bei. Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bedeutet das Chance und Herausforderung zugleich. Seit der Revision der ISO 9001 im Jahr 2000 stehen bei Qualitätsmanagement(QM)-Systemen die Prozesse im Mittelpunkt. Daran hat auch die Neufassung 2008 nichts geändert, denn in dieser wurden keine neuen Anforderungen definiert. Die Prozessorientierung der ISO 9001 schafft die Basis für die strukturierte Erfassung der Tätigkeiten und dazugehöriger Ressourcen. So steigt unter anderem die Transparenz betrieblicher Abläufe, was wiederum Fehlerquoten und somit Kosten reduziert. Letztendlich wirken sich sämtliche Faktoren positiv auf die Kundenzufriedenheit aus und verbessern den Marktzugang. Ein prozessorientiertes QM-System eignet sich vor allem deshalb für KMUs unabhängig von deren Branche, weil es in der betrieblichen Praxis leicht anwendbar ist. contrastwerkstatt - Fotolia.com Ob Hersteller von Produkten, Dienstleister wie Softwareentwickler, medizinische Einrichtungen, Kanzleien, Ingenieurbüros oder Handel, die ISO 9001 ist für alle gleichermaßen gut anwendbar. Das erklärt auch die quantitative Zunahme an ISO-9001-Zertifizierungen in den letzten Jahren national wie international. ISO-Studie: Verdoppelung in weniger als zehn Jahren Die Ergebnisse einer weltweiten Studie der International Organization for Standardization (ISO) von 2010 zeigen unter anderem die quantitative Entwicklung der ISO-9001-Zertifizierungen von 1993 bis In 17 Jahren stieg die Anzahl von Zertifizierungen nach ISO 9001 insgesamt von auf Erwäh- Ausgabe Seite 1

2 nenswert ist das Wachstum nach dem Jahr 2000, als die vorerst letzte inhaltliche Revision stattfand: Binnen eines Jahrzehnts wurde die Anzahl an Zertifizierungen mehr als verdoppelt. Das stärkste Wachstum ist im Nahen Osten und in China erkennbar. In der Studie wurden aber auch die einzelnen Branchen berücksichtigt. Als Ergebnis lässt sich festhalten: Vor allem im Dienstleistungsbereich ist ein enormer Anstieg zu verzeichnen, aber auch im produzierenden und verarbeitenden Metallgewerbe sowie im Bereich Konstruktion hat sich die Anzahl von Zertifizierungen innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt. Die zunehmende und große Verbreitung von QM-Systemen zeigt: PDCA-Zyklus: mit Systematik zur kontinuierlichen Verbesserung Ein QM-System ist ein bewährtes Instrument zur Optimierung der Unternehmensleistung, Verbesserung der Wettbewerbssituation und damit eine wichtige Voraussetzung zum Überleben auf dem Markt auch und gerade für KMU. Der weltweit beobachtbare Rückgang an Zertifizierungen ist unter anderem auf eine gewisse Sättigung zurückzuführen. Dass die ISO 9001 den gegenwärtigen wie den zukünftigen Ansprüchen gerecht wird, unterstreicht eine weltweite Umfrage des ISO mit mehr als Teilnehmern aus 122 Ländern, von denen die Mehrheit in KMUs tätig ist. ISO TC-Umfrage: Wie zukunftsfähig ist die ISO 9001:2008? Neben der Kundenzufriedenheit nannten die Befragten die Markterfordernis und individuelle Kundenanforderungen als vorrangige Motive für eine Zertifizierung nach ISO Unberücksichtigt, aber nicht weniger wichtig, ist dabei die interne Wirkung. Denn es reicht nicht aus, die Prozesse einmalig zu standardisieren. Vielmehr machen es die Rezertifizierungen zwingend notwendig, beständig an der Opti- mierung der Prozesse zu arbeiten. In der Regel halten Unternehmen sich an den PCDA(Plan Check Do Act)-Zyklus (siehe Abbildung), um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess anzutreiben. Diese Hilfe zur Selbstbewertung soll, wenn es nach den Befragten geht, in einer künftigen Revision der Norm mehr Gewicht bekommen. Darüber hinaus sehen die Umfrageteilnehmer Aktualisierungsbedarf in folgenden Bereichen: Ressourcen- und Personalmanagement, Kundenanforderungen und -erwartungen, Risikomanagement und Wissensmanagement. In einem Punkt war die Mehrheit sich einig: Die ISO 9001 ist auch in Zukunft für Unternehmen relevant, sofern sie mit der Entwicklung und den veränderten Anforderungen Schritt hält. Aber rechnen sich Aufwand und Kosten für eine Implementierung und Zertifizierung auch für KMU? Mehrwert mit System Ein QM-System sorgt für strukturierte und überschaubare Prozesse und Verantwortlichkeiten. Diese Transparenz ist ein wichtiger und individuell auf das Unternehmen zugeschnittener Baustein für ein ganzheitliches modernes Management. Der gezielte Einsatz des ISO-9001-Zertifikats im Marketing sowie in der Außendarstellung eines Unternehmens kann den entscheidenden Wettbewerbsvorteil sichern. Wichtig ist jedoch, dass die Zertifizierung von einem akkreditierten Zertifizierer wie TÜV SÜD durchgeführt wird. Die Akkreditierung bedeutet für den Auftraggeber Sicherheit, denn es ist gewährleistet, dass die Zertifizierungen in einem überwachten System nach international abgestimmten Regeln ausgeführt werden. Deshalb finden sie auch weltweit Anerkennung. THEMEN DIESER AUSGABE Qualitätsmanagement-System in KMUs - Chance und Herausforderung... Seite 1 2 Im Spannungsfeld von Wirtschaft und Sozialem... Seite 2 3 QMB-Erfahrungsaustausch in Essen... Seite 4 Newcomer und alter Hase bestätigen Mehrwert der freiwilligen Zertifizierung... Seite 4 5 Wussten Sie schon, Seite 6 Kundenforen Seite 6 Das kleine Schokoladen- Einmaleins... Seite 7 Impressum... Seite 7 Viele Punkte sprechen für den Einsatz eines QM-Systems in KMUs. Einen ausführlichen Überblick mit Fallbeispielen dazu gibt der Leitfaden Qualitätsmanagement für kleinere und mittlere Unternehmen. Er wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie herausgegeben und ist unter Mithilfe von TÜV SÜD und anderen entstanden. Den Leitfaden sowie weitere Informationen zur Zertifizierung nach ISO 9001 finden Sie unter: ISO 9001 bei der Lebenshilfe Werkstatt Im Spannungsfeld von Wirtschaft und Sozialem Behinderte Menschen auf ihrem Weg in das Berufsleben begleiten und unterstützen und gleichzeitig wirtschaftlich denken und handeln. Diesen Spagat macht die Lebenshilfe Werkstatt GmbH täglich. Den unterschiedlichen Anforderungen immer wieder gerecht zu werden, erfordert neben ausreichender Motivation vor allem eine gute Organisation. Kann ein Qualitätsmanagement- System (QMS) nach ISO 9001 die Mitarbeiter entlasten und ihren Alltag vereinfachen? Der Qualitätsmanagement-Beauftragte (QMB) Wilhelm Wenzek der Lebenshilfe Werkstatt gewährte uns einen Blick hinter die Kulissen. Die Lebenshilfe Werkstatt erfüllt seit mehr als 40 Jahren einen dualen Auftrag. Das bedeutet, dass einerseits Menschen mit Behinderung sowie deren Angehörige und andererseits die freie Wirtschaft ihre Kunden sind. Die Herausforderung besteht unter anderem darin, Behinderte bei der beruflichen und sozialen Rehabilitation zu unterstützen und zugleich ein verlässlicher und kompetenter Partner für Unternehmen zu sein. Inzwischen stehen der Ausgabe Seite 2

3 Lebenshilfe Werkstatt dafür fünf Standorte in und um München mit über 500 Arbeitsplätzen zur Verfügung: Neben drei Werkstätten gibt es noch eine Förderstätte sowie ein Café. Es können unter anderem Tätigkeiten in folgenden Bereichen erlernt und ausgeführt werden: Blechverarbeitung, Elektromontage, Großwäscherei, Gastronomie, Schlosserei, Schweißerei und Papierverarbeitung. Schon früh gelang es der Lebenshilfe Werkstatt, sich als Zulieferer beispielsweise für die Automobilindustrie am Markt zu etablieren. In den 1990er-Jahren stiegen jedoch die Anforderungen der freien Wirtschaft an ihre Zulieferer und damit auch an die Lebenshilfe Werkstatt. Die Folge: die Einführung eines QM-Systems in der Produktion, das 1997 erstmals zertifiziert wurde. Im zweiten Schritt führten die Verantwortlichen auch im Rehabilitationsbereich ein QM-System nach ISO 9001 ein, darüber hinaus folgten eine AZAV- und eine HACCP-Zertifizierung. Wilhelm Wenzek beschreibt die Anfänge des QM-Systems als reinigendes Gewitter: Die Kollegen waren am Anfang alles andere als begeistert, weil sie im QM-System nur zusätzliche Arbeit sahen und nicht dessen Nutzen. Für mich als QMB war es daher umso wichtiger, dass die Geschäftsführung von Anfang an hinter dem QM-System stand. Und wie schaut es heute aus, 15 Jahre nach der Erstzertifizierung? Wilhelm Wenzek lächelt: Wir sind sehr zufrieden. Die Einführung des QM-Systems und dessen wiederholte Rezertifizierungen zeigen sowohl intern als auch extern Wirkung. Ein Zertifikat mit Mehrwert Das QM-System erforderte es, Abläufe und Prozesse klar zu regeln und zu dokumentieren, wie beispielsweise die Mitarbeiter- und Weiterbildungsprogramme. Neuen Mitarbeitern erleichtert das den Start ungemein, resümiert Wilhelm Wenzek. Die ausführliche Dokumentation macht der Willkür definitiv Die Mitarbeiter der Lebenshilfe Werkstatt sind in unterschiedlichen Bereichen tätig ein Ende, da die Zuständigkeiten klar geregelt sind. Die regelmäßigen Rezertifizierungen bedeuten zwar einerseits für die Mitarbeiter mehr Arbeit, andererseits nehmen sie diese auch als persönliche Bestätigung wahr. Zusätzlich sorgt das QM-System für Transparenz nach innen und außen, also für unsere Mitarbeiter und unsere Kunden, ergänzt Wilhelm Wenzek. Ein zertifiziertes QM-System kann sich darüber hinaus auch bei der Stärkung und Verbesserung von Kundenzufriedenheit und Kundenbindung bezahlt machen. Denn das TÜV SÜD- Zertifikat zeigt Geschäftspartnern, dass die Lebenshilfe Werkstatt ein kompetenter und zuverlässiger Produzent und Arbeitgeber ist. Wir haben den Anspruch, in puncto Service, Qualität, Kompetenz und Zuverlässigkeit einer normalen Werkstatt in nichts nachzustehen. Nur so können wir uns am Markt behaupten. Wilhelm Wenzek fügt hinzu: Die Zusammenarbeit mit namhaften Unternehmen ist wichtig, um unseren dualen Auftrag erfüllen zu können. Schon bei der Erstzertifizierung nach ISO 9001 hat sich die Lebenshilfe Werkstatt für die TÜV SÜD Management Service GmbH entschieden und ist ihr bis heute treu geblieben. Die langjährige Zusammenarbeit mit der TÜV SÜD Management Service GmbH ist Ausdruck unserer Zufriedenheit, sagt Wilhelm Wenzek Unsere Kunden, die Anforderungen, aber auch wir haben uns im Laufe der Zeit verändert und mit der Unterstützung der TÜV SÜD-Experten ist und sammeln wertvolle berufliche Erfahrungen es uns gelungen, mit der Entwicklung nicht nur Schritt zu halten, sondern uns kontinuierlich zu verbessern. (v.l.n.r.) Ingo Diederich (Lebenshilfe Werkstatt GmbH), Heike Neuen (Lebenshilfe Werkstatt GmbH), Anja Meier (TÜV SÜD Management Service GmbH), Wilhelm Wenzek (Lebenshilfe Werkstatt GmbH), Andreas Jehn (Lebenshilfe Werkstatt GmbH), Michaela Rabus (Lebenshilfe Werkstatt GmbH), Christian Striegl (TÜV SÜD Management Service GmbH) Im Gespräch mit möglichen Auftraggebern aus der freien Wirtschaft bringt Wilhelm Wenzek die Vorteile einer möglichen Kooperation auf den Punkt: Wir sind in der Lage, eine Win- Win-Win-Situation zu schaffen: Unser Auftraggeber erhält hochwertige Produkte, wir haben die finanziellen Mittel, um die Menschen mit Behinderung zu begleiten und zu fördern, und die Behinderten werden wirklich Teil unserer Gesellschaft. Augenzwinkernd fügt er hinzu: Unbezahlbar ist der Stolz eines Mitarbeiters, wenn er auf ein vorbeifahrendes Auto deutet und sagen kann, dass er daran beteiligt war. Weitere Informationen zur Lebenshilfe Werkstatt gibt es unter Ausgabe Seite 3

4 Veranstaltungsrückblick QMB-Erfahrungsaustausch in Essen Am fand der diesjährige QMB (Qualitätsmanagement-Beauftragter)-Erfahrungsaustausch zum dritten Mal in Essen statt. Die Veranstaltung war sehr schnell ausgebucht ein Zeichen dafür, dass die Kunden das Angebot zum kostenlosen Erfahrungsaustausch, auch über Branchengrenzen hinweg, sehr schätzen. Außerdem waren viele der 26 Teilnehmer Wiederholungstäter, die gerne wiederkommen, um viele gute Tipps für ihre tägliche Praxis mitzunehmen. Der Erfahrungsaustausch steht unter einem wechselnden Schwerpunktthema, diesmal waren es Interne Audits. Nach einer kurzen Einführung durch eine Lead-Auditorin der TÜV SÜD Management Service GmbH in die grundlegenden Anforderungen und deren Ausgestaltung, gingen die Teilnehmer in den direkten Erfahrungsaustausch. In branchenspezifischen Kleingruppen (Industrie, Gesundheitswesen, Dienstleister) wurden konkretes Vorgehen und Beispiele diskutiert. Nach dem gemeinsamen Mittagessen trugen die Teilnehmer gute Beispiele und neue Erkenntnisse im Plenum zusammen. Ein Beispiel: Einige Teilnehmer waren bereit, ihre Auditorganisation zu zeigen und zu erläutern, andere gaben Tipps im Umgang mit Audits bei der Geschäftsführung oder empfahlen, auch einmal die Auszubildenden zu auditieren. Trotz unterschiedlicher Firmengröße und unterschiedlicher Branchen konnten die meisten QMBs neue Anregungen mit nach Hause nehmen. Darüber hinaus erhielten sie eine Teilnahmebescheinigung sowie ein Beispiel einer Excel-Auditplanung und Tipps/Fragen für die Auditierung von Verwaltungseinheiten. Der nächste QMB-Erfahrungsaustausch findet zum Thema Management-Review in einem Unternehmen statt LASIK-TÜV SÜD Newcomer und alter Hase bestätigen Mehrwert der freiwilligen Zertifizierung JPC-PROD - Fotolia.com Viele Zertifizierungen gehören zum Unternehmensalltag, vor allem, wenn diese verpflichtend sind, beispielsweise um Fördergelder zu erhalten oder Produkte auf den Markt bringen zu dürfen. Es gibt aber auch freiwillige Zertifizierungen, wie etwa LASIK-TÜV SÜD. Was hinter dem eigens von TÜV SÜD entwickelten Standard für LASIK-Spezialisten steckt, haben wir Ihnen in der letzten Ausgabe unseres Newsletters vorgestellt. Dieses Mal wollten wir mehr über die Erfahrungen unserer Kunden mit der Zertifizierung nach LASIK-TÜV SÜD wissen. Zwei Experten geben Einblick in ihre Motive und berichten von den Folgen der Zertifizierung. Dr. Stefanie Schmickler ist in puncto Zertifizierung nach LASIK-TÜV SÜD ein alter Hase : Bereits seit 2006 hat die geschäftsführende Augenchirurgin des Augen-Zentrum-Nordwest Erfahrung mit der Zertifizierung nach dem LASIK-TÜV SÜD-Standard. Schon der Name von Dr. Schmickler, die bereits dreimal in Folge auf der Focus-Liste im Bereich Refraktive Chirurgie und Katarakt genannt wurde, ist ein Aushängeschild. Warum hat sich die Top-Spezialistin trotzdem immer wieder für eine Rezertifizierung entschieden? Das LASIK-TÜV SÜD- Siegel ist ein objektiver Nachweis für Qualität bei Laseroperationen am Auge, erklärt Dr. Schmickler Mit der Zertifizierung durch die neutrale Prüfungsinstanz TÜV SÜD machen wir unseren hohen Qualitätsanspruch sowie die hohe Behandlungs- und Ergebnisqualität für Patienten einmal mehr transparent. Den Wert des TÜV SÜD-Siegels für Patienten betont auch Dr. med. Eduard Haefliger: Der LASIK-TÜV SÜD erleichtert den Patienten die Orientierung. Sie erkennen anhand der Zertifizierung, welche Zentren höchste Standards einhalten. Der Spezialist von LASER VISTA aus der Schweiz blickt auf mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich der Augenchirurgie zurück, und dennoch war das Warten auf die Ergebnisse der Zertifizierung auch für ihn mit ein wenig Aufregung verbunden. Es war spannend zu erfahren, ob wir im Vergleich mit den Zentren in Deutschland hinsichtlich Qualitätsstandards mithalten können, erklärt Dr. Haefliger Wir wurden mit einer positiven Beurteilung belohnt das war uns Antwort genug. Ausgabe Seite 4

5 Untersuchung nach der Laserhandlung (mit freundlicher Genehmigung des Augen-Zentrums-Nordwest) Mehrwert für Mediziner Vorrangiges Ziel bei einer Zertifizierung ist es, diese erfolgreich zu bestehen. Darüber hinaus geht es aber auch um deren Mehrwert für den Arzt, die Klinik und natürlich die Patienten. Dementsprechend unterschiedlich sind auch die Erwartungen. Für Dr. Haefliger war es aus medizinischer Sicht wichtig, dass die von LASER VISTA verwendeten Richtlinien zur Indikationsstellung und bei der LASIK-Durchführung kontrolliert und für korrekt befunden wurden um so den Patienten die größtmögliche Sicherheit zu bieten. Dr. Schmickler betont in diesem Zusammenhang die transparente Dokumentation von der Erst- bis zur Abschlussuntersuchung: Das ermöglicht eine gute Auswertung der Ergebnisse. Außerdem unterstützt die ausführliche Dokumentation, die festgelegten Arbeitsabläufe auch konsequent einzuhalten. Sie fügt hinzu: Um diese sehr detaillierte und lückenlose Aufzeichnung der Behandlung immer zu gewährleisten, war es für uns nur konsequent, eine Assistentin zu haben, die bei der kompletten Behandlung mit dabei ist, alles dokumentiert und elektronisch speichert. Das Augen-Zentrum-Nordwest hat mit Engagement selbst dafür gesorgt, dass die Erwartungen an die Zertifizierung erfüllt werden. Konkret: Das Augenlaserzentrum hat jetzt ein festgelegtes Konzept für sämtliche Prozessabläufe bei der Augenlaser-Behandlung: Wir dokumentieren sehr genau, zum Beispiel Verfahrensanweisungen und einzelne Arbeitsschritte. Diese strikte Ausrichtung nach strukturierten Arbeitsabläufen gewährt eine immer gleichbleibende, hohe Qualität in der Behandlung. Dr. Schmickler ergänzt: Außerdem können sich neue Mitarbeiter dank der perfekt abgestimmten Abläufe schnell einarbeiten. Bei LASER VISTA bestand die Herausforderung bei der Zertifizierung unter anderem darin, zwei Teams an zwei verschiedenen Standorten erfolgreich zu koordinieren. Dr. Haefliger zeigt sich mehr als zufrieden: Die Zertifizierungen waren eine Gemeinschaftsleistung der beiden zertifizierten Teams. Um die Prozessabläufe zu vergleichen, fanden standortübergreifende Sitzungen statt. Unterschiede wurden diskutiert und die Prozesse gemeinsam optimiert. In der Folge wurde auch das Zusammengehörigkeitsgefühl intensiviert. Starke Werbewirkung Für die Klinik zählen aus unternehmerischer Sicht neben optimierten und effizienten Prozessen bei einer erfolgreichen Zertifizierung sowohl die starke Innen- als auch die Außenwirkung. Oder anders ausgedrückt: Das Zertifikat wird auch hinsichtlich seines Wertes für das Marketing gemessen. Davon ist auch LASER VISTA überzeugt und setzt deshalb das Gütesiegel in den Kommunikationsmaßnahmen nach innen und nach außen als Differenzierungsmerkmal gezielt ein. Dem steht das Augen-Zentrum-Nordwest nicht nach. Auf dessen Website findet man bereits aktuell das TÜV SÜD-Siegel, die Verantwortlichen planen jedoch, in Zukunft noch intensiver mit dem LASIK-TÜV SÜD-Siegel zu werben. operiert. Das ist wichtig, um im Falle einer Komplikation, die immer wenn auch selten möglich ist, auch optimal weiter behandelt zu werden. Darüber hinaus empfiehlt die Spezialistin Patienten, auch noch auf folgende Punkte bei der Auswahl eines LASIK- Anbieters zu achten: Beim Ärzte-Team lohnt es sich, genauer hinzusehen, denn es ist gut, einen Operateur zu haben, den man bereits kennt. Dieser wird viel Wert darauf legen, dass eine Operation das beste Ergebnis für den Patienten bringt und diesen so dauerhaft zufriedenstellt. Außerdem ist die Refraktive Chirurgie ein Bereich, in dem Ärzte viel am Computer berechnen, um für den Patienten das beste Ergebnis zu erhalten. Konkret: Haben Sie den Eindruck, dass Ihr Arzt eine Computerbedienung beherrscht, also fit im Umgang mit EDV ist? Dr. Haefliger ergänzt die Ratschläge: Auf der Website sollte eine verständliche, offene Kommunikation gepflegt werden. Diese zeigt sich unter anderem in einer transparenten Preisübersicht mit konkreten Angaben dazu, wie lange die postoperativen Kontrollen inbegriffen sind. Außerdem gewährleistet die Zusammenarbeit mit einer Klinik eine Rundumbetreuung im Bereich Augenmedizin. Laserbehandlung (mit freundlicher Genehmigung der LASER VISTA) Die LASIK-Experten sind sich einig: Die Zertifizierung nach LASIK-TÜV SÜD sorgt in mehrfacher Hinsicht für Mehrwert. Beispielsweise wird das Zertifikat von Patienten als Gütesiegel und somit als Entscheidungskriterium wahrgenommen. Aus gutem Grund, wie Dr. Schmickler erklärt: Das TÜV SÜD- Siegel sichert den Patienten zu, dass der Operateur auch eine Mindestmenge pro Jahr Auf der Homepage des TÜV SÜD sind alle LASIK-TÜV SÜD-zertifizierten Kliniken gelistet. Diese finden Sie unter: Anja Meier, Produktmanagerin LASIK-TÜV SÜD Ausgabe Seite 5

6 Wussten Sie schon, dass TÜV SÜD Unternehmen beim Arbeitsschutz unterstützt? Jede Arbeit bringt potenzielle Gefahren von Unfällen oder berufsbedingte Erkrankungen mit sich. Es ist Aufgabe der Arbeitgeber, diese Risiken so weit wie möglich zu reduzieren. Hierbei unterstützt sie der bekannte Standard für Arbeitsschutzmanagement BS OHSAS Die TÜV SÜD Management Service GmbH zertifiziert Unternehmen nach diesem Standard. Die Unternehmen können damit nachweisen, dass sie ein System etabliert haben, um Unfälle und unsichere Situationen zu verhindern. So werden sie der Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern gerecht und schaffen Rechtssicherheit. Um Unfälle und Erkrankungen zu vermeiden, müssen die Mitarbeiter geschult und motiviert werden, sicher und gesundheitsschonend zu arbeiten. Zudem sind Arbeitgeber verpflichtet, Arbeitsplätze und -abläufe so zu gestalten, dass potenzielle Gefahren rechtzeitig erkannt und geeignete Gegenmaßnahmen getroffen werden können. Diese Maßnahmen müssen dann regelmäßig auf ihre Wirksamkeit geprüft und angepasst werden. Ein gut organisierter Arbeitsschutz wirkt sich in mehrfacher Hinsicht auf den Unternehmenserfolg aus: Er senkt die Kosten aufgrund von Krankheit, Ausfallzeiten oder Reparatur von Sachschäden. Zudem steigert er die Motivation und das Qualitätsbewusstsein der Mitarbeiter und schafft ein positives Image in der Öffentlichkeit. Kundenforen 2013 Unser Wissen für Ihren Erfolg Unser Wissen für Ihren Erfolg das hat sich die TÜV SÜD Management Service GmbH für die Kundenforen 2013 auf die Fahne geschrieben. Und damit ist nicht nur das Wissen innerhalb des TÜV SÜD gemeint, sondern auch das Wissen unserer Kunden. Wir möchten Ihnen auf unseren Kundenveranstaltungen noch mehr an langjährigen Erfahrungen, persönlichem Austausch, Fach- Know-how sowie Tipps & Tricks von Branchenkollegen anbieten. Termine Kundenforen 2013 Termin Ort Thema Essen Energiemanagement Dresden Umwelt und Nachhaltigkeit Stuttgart Der QMB als interner Berater (Tagesseminar) Nürnberg Bildung (Workshop) Friedrichshafen Energiemanagement Hamburg Der QMB als interner Berater (Tagesseminar) Stuttgart Wirtschaftsspionage & Datenschutz München Luftfahrt & Risikomanagement Dresden Der QMB als interner Berater (Tagesseminar) Mannheim Gesundheitswesen München Energiemanagement Frankfurt am Main Bildung (Workshop) Oestrich-Winkel ServiceExzellenz-Konferenz (kostenpflichtig) Hamburg Gesundheitswesen München Trendforum Hamburg Luftfahrt & Risikomanagement Leipzig Energiemanagement Mannheim Der QMB als interner Berater (Tagesseminar) München Wirtschaftsspionage & Datenschutz Chemnitz Bildung (Workshop) Stuttgart Energiemanagement Coburg Automotive Für das Veranstaltungskonzept Von Kunden für Kunden haben wir 2012 viel positive Resonanz von den Teilnehmern bekommen: Wertvolle Tipps für den praktischen Alltag!, Klasse Themenauswahl, zeitlicher Rahmen top! und Kompetente Referenten bringen die Themen auf den Punkt! Das hat uns bestärkt, dieses Konzept für Sie noch weiter auszubauen und Ihnen unterschiedliche Formate wie Halbtagesveranstaltungen, Tagesseminare und Workshops anzubieten. Wir laden Sie herzlich ein zu unserem Themen-Mix aus Datenschutz, Energie- und Umweltmanagement, Bildung, Gesundheitswesen, Luftfahrt & Risikomanagement, Servicequalität, Automotive oder aktuellen Entwicklungen im Qualitätsmanagement. Unter folgendem Link finden Sie weitere Informationen sowie das PDF zum Programmheft: Das gedruckte Programm ist Anfang 2013 verfügbar und wird allen Kunden automatisch per Post zugeschickt. Ausgabe Seite 6

7 Verbrauchertipp Das kleine Schokoladen-Einmaleins picsfive - Fotolia.com Weihnachtsmänner, Adventskalender, Schokomandeln und Plätzchen mit Schokoglasur gerade während der Vorweihnachtszeit kann man der süßen Versuchung kaum aus dem Weg gehen. Allerdings ist Schokolade nicht gleich Schokolade weder vom Preis noch von der Qualität. Hier einige Infos und Tipps rund um die köstliche Nascherei; von der Herstellung über den Einkauf bis zur Lagerung: Die Qualität guter Schokolade hängt neben hochwertigen Verarbeitungsgeräten sowie viel Erfahrung und Geduld der Hersteller hauptsächlich von den Zutaten ab. Besonders der Anteil an Kakaotrockenmasse und Kakaobutter ist dabei entscheidend. Grundsätzlich gilt: Je höher der Kakaomasseanteil, umso herber ist der Geschmack und desto dunkler die Farbe. Die Kakaobutter ist für den zarten Schmelz zuständig. Für den Anteil von Kakaotrockenmasse gibt es in Europa gesetzliche Regelungen. So müssen Kakao- und Schokoladenerzeugnisse mindestens 35 Prozent davon enthalten. Auch für Backzutaten wie Schokostreusel gilt dieser Mindestgehalt. Nur Milchschokolade darf mit mindestens 25 Prozent einen geringeren Anteil haben. Bei hochwertiger Schokolade mit Edelkakao zum Beispiel aus Java, Ecuador oder Venezuela kann der Anteil an Gesamtkakaotrockenmasse auch weitaus höher liegen. Bei der Kakaobutter sind die Güte der Rohkakaos, die Rezeptur und eine sorgfältige Verarbeitung entscheidend. Nach dem Rösten, Brechen und Mahlen der Bohnen ist eine Kakaomasse entstanden, die in vielen einzelnen Schritten immer wieder erwärmt, gemischt, gewalzt, mechanisch bearbeitet und belüftet wird. Das sogenannte Conchieren, bei dem ein fließfähiger, schmelzartiger Schokoladenzustand erzeugt wird, dauert heute meist zwischen vier und 48 Stunden. Als Faustregel gilt: je länger die Conchierzeit, desto besser der Geschmack. Wichtige Tipps zu Einkauf und Lagerung: Wie bei allen anderen Lebensmitteln müssen Hersteller oder bei Handelsmarken der Name des Handelsunternehmens, die Verkehrsbezeichnung, das Zutatenverzeichnis, das Mindesthaltbarkeitsdatum sowie das Gewicht des Erzeugnisses angegeben sein. Der Gehalt an Gesamtkakaotrockenmasse muss bei Schokoladenprodukten auf der Verpackung stehen. Sowie ein Hinweis, falls Hersteller während der Produktion andere pflanzliche Fette hinzugeben mehr als fünf Prozent sind jedoch nicht erlaubt. Wenn Sie Schokolade richtig lagern, können Sie sie mindestens zwölf bis 14 Monate aufbewahren. Pralinen mit fetthaltigen Füllungen halten sich allerdings nur sechs bis neun Monate. Und so lagern Sie Schokolade richtig: kühl, trocken und nicht in der Nähe stark riechender Stoffe. Die optimale Temperatur zum Aufbewahren liegt bei 15 bis 18 Grad Celsius. Wer Schokolade zu warm oder feucht aufbewahrt, gefährdet den schönen Schokoladenglanz. Über 25 Grad Celsius sollten Sie Schokolade nie lagern, da dann meist ein weiß-bläulicher Fettreif auf der Schokolade entsteht. Der Fettreif ist zwar nicht gesundheitsschädlich, sieht aber zum einen nicht schön aus und beeinträchtigt zum anderen den Geschmack, da die Schokolade den Schmelz verliert. Wenn Sie Milchschokolade, zum Beispiel für Plätzchen- oder Kuchendekoration, selbst erwärmen und verarbeiten wollen, sollten Sie darauf achten, dass die Verarbeitungstemperatur nicht über 29 bis 30 Grad Celsius liegt. Hier ist das alt bewährte Wasserbad zu empfehlen. Optische Beeinträchtigungen an der Schokolade lassen sich damit gut vermeiden. IMPRESSUM Herausgeber: TÜV SÜD Management Service GmbH Ridlerstr. 65, München Geschäftsführung: Prof. Dr. Peter Schaff (Sprecher) Peter Mühlbauer Verantwortlich: Ulrike Vogt Redaktion und Layout: Dr. Haffa & Partner GmbH Burgauerstr. 117, München Liebe Leser, sechs Mal haben wir Sie in diesem Jahr über Neuigkeiten und Wissenswertes von der TÜV SÜD Management Service GmbH informiert. Heute möchten wir Danke sagen für Ihre Treue und Ihr Interesse. Auch im neuen Jahr präsentieren wir Ihnen wieder interessante und relevante Themen. Wir wünschen Ihnen frohe und besinnliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ihr Team des Value-Newsletters Schlierner - Fotolia.com Ausgabe Seite 7

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