Fachspezifische wissenschaftstheoretische Glossare

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1 AG WT Fachspezifische wissenschaftstheoretische Glossare Wissenschaftstheorie beschäftigt sich mit den Voraussetzungen und Grundlagen der Erkenntnis in den Einzelwissenschaften. Dabei werden deren Methoden, Grundsätze, Begriffe und Ziele geklärt und einer kritischen Prüfung unterzogen, und es wird über Bedingungen und Grenzen von Erkenntnis insgesamt nachgedacht. Schliesslich reflektiert Wissenschaftstheorie auch über die Rolle der Wissenschaft(-en) in der Gesellschaft und sucht hierbei den Dialog mit Ethik und Politik. Nun ist klar, dass ausführliches und eigene gemachte Erkenntnisse allzu stark problematisierendes wissenschaftstheoretisches Nachdenken nicht ans Gymnasium, sondern an die Hochschule gehört. Dennoch sollten in gesundem Mass und vor allem altersstufen- und themenadäquat auch in der Mittelschule wissenschaftstheoretische Akzente gesetzt werden. Unsere Schüler(-innen) sollten nicht nur fachspezifische Inhalte und Techniken erlernen, sondern auch ein Bewusstsein von dem entwickeln, was sie in den einzelnen Wissenschaften tun und sich erwerben. Es geht nicht darum, mit unseren Klassen wissenschaftliche Begriffe in langen Theorien abzuhandeln, sondern beim konkreten Anwenden eines solchen eine Phase der expliziten Nennung, der Bewusstmachung, der Reflexion einzuschalten: Was tun wir hier gerade? Was sind wesentliche Merkmale dieses Tuns? Weshalb ist es für wissenschaftliche Betätigung zentral? Die folgenden Glossare zeigen auf, was für Begriffe und Themen in welchen Fächern im Laufe der vier Jahre gymnasialen Unterrichts behandelt werden sollten. Die Glossare dienen auch dazu, Grundlagen für die Verfassung der Maturitätsarbeit und späterer wissenschaftlicher Arbeiten zu liefern. Biologie und Chemie Arbeit am Begriff: Genaue Definition von Fachbegriffen, präzise Verwendung von Fachbegriffen, Ober- und Unterbegriffe, Kategorien Modell, Beispiel, Experiment Hypothese, Wahrscheinlichkeit, Verifikation/Falsifikation, Beweis, Gesetz, Theorie, System Scheinwissen, Halbwissen, Meinung, (Vermutung, Annahme) versus begründetes Wissen Kausalität: Ursache, Wirkung Begründen, argumentieren, strukturieren, erklären, verstehen Voraussetzungen (Prämissen), Schlussfolgerungen (Konklusionen) Ethik: Verantwortung der Wissenschaft

2 Deutsch, Englisch, Französisch Scheinwissen, Halbwissen, Meinung (Vermutung, Annahme) versus begründetes, begründbares Wissen Mythos und Wahrheit Hypothese, Wahrscheinlichkeit begründen, argumentieren, strukturieren, erklären, verstehen, interpretieren, überzeugen Argumentieren: Logik, Kohärenz, Stringenz, Konsistenz, Widerspruchsfreiheit, Plausibilität, Prägnanz, Relevanz, Pro und Kontra, Paradox(on), Dialektik Arbeit am Begriff: - Oberbegriffe, Unterbegriffe, Kategorien bilden - Synonyme, Antonyme, Wortfamilien, Etymologien, Neologismen Identität/Differenz, Gleichheit, Ähnlichkeit, Verschiedenheit, Analogie, Parallele Textanalyse paraphrasieren, zusammenfassen, exzerpieren, Synthese bilden objektiv/subjektiv ethisch-moralische Reflexion: Verantwortung, Wahrheit und Handeln, Wissen um Gut und Böse Geographie Die Geographie enthält Elemente natur- und humanwissenschaftlichen Denkens; deshalb verbindet sie die beiden Bereiche. Sie fördert das Erkennen von Zusammenhängen und regt die fächerübergreifende Behandlung von Themen an. Das Zusammenwirken und die gegenseitige Beeinflussung von Mensch und Natur sollen verständlich werden. Veränderungen der Lebensräume sind zu erfassen und zu beurteilen. Die Schülerinnen und Schüler gelangen zur Einsicht, dass Lebensansprüche, Normen und Haltungen raumprägend sind. Dies soll zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit dem Lebensraum führen. Geschichte Scheinwissen, Halbwissen, Meinung (Vermutung, Annahme) versus begründetes, begründbares Wissen Empirismus, Rationalismus Mythos und Wahrheit Induktion, Deduktion Kausalität: Ursache, Wirkung

3 methodischer Zweifel Arbeit am Begriff: Textanalyse Perspektivismus und Relativität von (wissenschaftlichen) Begriffen: Geschichtlichkeit, Systemabhängigkeit (Paradigma) Ideologiekritik Wissenschaft innerhalb eines historischen Prozesses, Hermeneutik Von der Wissenschaftstheorie zur Ethik: Verantwortung der Wissenschaft Mathematik Begriffe, welche in den ersten 3 Jahren des KBW-Mathematikunterrichts thematisiert werden: Folgerung, Implikation, logisches Schliessen Tautologie Analogie Axiom, Prämisse, Konklusion notwendige und hinreichende Bedingung Beweis, indirekter Beweis, Kontraposition mathematischer Satz und dessen Umkehrung Induktion, Deduktion, vollständige Induktion Widerspruchsfreiheit, Paradox, Antinomie Modell, Beispiel Parameter Hypothese, Wahrscheinlichkeit (evtl. im 4.Jahr) Im Mathematikunterricht legen wir ausserdem Wert auf: begründen, argumentieren, strukturieren, erklären, verstehen richtiges Argumentieren: klare Begriffsbildung: Logik, Kohärenz, Plausibilität, - Oberbegriffe, Unterbegriffe, Kategorien bilden

4 Physik Modell, Theorie Geschichtlichkeit: Entwicklung/Erweiterung von (wissenschaftlichen) Begriffen Hypothese, Experiment, Gedankenexperiment induktives Schliessen, deduktives Schliessen Beobachtung, Wahrnehmung, Interpretation, Schlussfolgerung Verifikation/Falsifikation (Bestätigung oder Widerlegung von Theorien via Experiment), indirekter Beweis Kausalität: Ursache, Wirkung, Determinismus dual, komplementär Im Physikunterricht legen wir ausserdem Wert auf: spezifische, präzise Verwendung von Fachbegriffen genaue Definition von Begriffen unvoreingenommene Beobachtung klare Trennung zwischen Beobachtung, Interpretation und Schlussfolgerung Wirtschaft & Recht Allgemeines: Der Fachbereich WR vertritt an der KBW die angewandten Sozialwissenschaften. Die Lernenden sollen explizit mit sozialwissenschaftlichen Methoden vertraut gemacht werden. Arbeit am Begriff: Insbesondere im Recht ist auf die präzise Verwendung von Fachbegriffen, auf die logische Stringenz und auf die Strukturierung der Begründungen zu achten. Hypothese / Theorie und Falsifikation: In der VWL kann auf die Rolle von sozialwissenschaftlichen Hypothesen und ihre wissenschaftlich korrekte Behandlung eingegangen werden. Dabei soll die prinzipielle Unmöglichkeit eines logischen oder experimentellen Beweises gezeigt werden, also der übliche Status einer vorläufigen Gültigkeit bis zu einer allfälligen Falsifikation vorgestellt werden. Kausalität: In der BWL, in der VWL oder im Recht kann auf die Thematik Ursache und Wirkung eingegangen werden. Dabei soll eine Kritik des monokausalen Denkens nicht vergessen werden. Vgl. auch Systemtheorie. Modelle und Wirklichkeit: Bei der Einführung in BWL und in VWL ist auf das Arbeiten mit Modellen einzugehen. Dabei ist die Rolle des Beispiels und der empirischen Untersuchung zu klären. Ein kurzer Exkurs zur Aussagekraft von Statistiken wäre empfehlenswert.

5 Notwendige und hinreichende Bedingungen, Folge: Kann im Recht (bei Tatbestandsmerkmalen) immer wieder präzise geübt werden, z.b. bei OR 41. Systemtheorie: Im Rahmen von Entscheidungsmethodik oder Unternehmensmodellen können die wichtigsten Erkenntnisse der Systemtheorie vermittelt werden. Es ist insb. auf die Geschichtlichkeit sozialer Systeme einzugehen. Vgl. auch Kausalität. Wertneutralität und Werterhellung: In VWL kann gezeigt werden, dass viele (auch theoretische) Aussagen eine politische Dimension haben, denn sie führen zu wirtschaftspolitischen Rezepten, welche die Gesellschaft beeinflussen und im Vergleich mit dem Status Quo Verlierer und Gewinner erzeugen.

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