VERTRAGSLEHRER II L BEFRISTETER VERTRAG (ALTES DIENSTRECHT)

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1 VERTRAGSLEHRER II L BEFRISTETER VERTRAG (ALTES DIENSTRECHT) 1. Grundsätzliches Sofern es sich um eine nicht gesicherte Verwendung handelt, sind VertragslehrerInnen in das Entlohnungsschema II L einzustufen. Als nicht gesicherte Verwendung gelten (3. Unterabschnitt VBG 90 h): 1. Verwendung zur Vertretung einer konkret bestellten Person (konkret bestellter Personen), 2. Verwendung im Rahmen eines Schulversuches, wenn dessen Änderung oder Wegfall zu einem Entfall von Werteinheiten oder zum Entfall von Stunden eines bestimmten Unterrichtsgegenstandes führen kann, 3. Verwendung in Gegenständen, die an einer Schule im Rahmen ihrer Schulautonomie geschaffen wurden, 4. Verwendung in Freigegenständen und unverbindlichen Übungen, 5. Verwendung in der Nachmittagsbetreuung, 6. Verwendung in der Lehrerreserve, 7. sonstige Verwendung, die als solche aus wichtigen organisatorischen Gründen nur für einen von vornherein begrenzten Zeitraum vorgesehen ist. Im Dienstvertrag muss der jeweilige Grund für die Einstufung als angegeben sein. Grundsätzlich werden Dienstverträge für Vertragslehrer des Entlohnungsschemas II L längstens auf die Dauer eines Unterrichtsjahres ausgestellt. Dienstverträge für Unterrichtstätigkeiten, die vor dem 1. Februar des betreffenden Unterrichtsjahres beginnen und mit dem Unterrichtsjahr enden, haben als Ende des Dienstverhältnisses das Ende des betreffenden Schuljahres (nach den Sommerferien). Dies gilt nicht, wenn vorher anzunehmen ist, dass der Anlass für die Vertretung während der Hauptferien entfällt und ein Dienstverhältnis für eine andere Verwendung ab dem Beginn des anschließenden Unterrichtsjahres nicht vorgesehen ist. Gilt das Dienstverhältnis nur für das Unterrichtsjahr (exklusive Ferien), dann ist man in der Zeit der Sommerferien ohne Dienstverhältnis! Die Gesamtverwendungsdauer als VertragslehrerIn im Entlohnungsschema II L darf fünf Jahre nicht übersteigen ( 90k VBG). Danach ist der Vertragslehrer/die Vertragslehrerin in das Entlohnungsschema I L zu überstellen. In die Gesamtverwendungsdauer sind bis zum Höchstausmaß von insgesamt zwei Jahren einzurechnen:

2 Zeiten eines Beschäftigungsverbotes nach den 3 bis 5 MSchG, Zeiten einer Karenz nach dem MSchG oder dem VKG und Zeiten eines Präsenz- oder Ausbildungs- oder Zivildienstes. Voraussetzung für die Einrechnung in die Höchstdauer ist, dass der/die VertragslehrerIn im letzten Unterrichtsjahr seiner Einreihung in das Entlohnungsschema II L mindestens während eines Semesters tatsächlich Unterricht erteilt hat. 2. Entlohnung (Berechnung) Die Entlohnung der VertragslehrerInnen II L richtet sich nach: Der Art der Verwendung (l ph, l 1, l 2a2, l 2a1, l 2b1 oder l 3) Den Unterrichtsgegenständen (in der Entlohnungsgruppe l 1) Der Stundenanzahl im Unterrichtsjahr Abbildung 1: Entlohnung ab März 2015 (bis 12/2015) Abbildung 2: Entlohnung ab Jänner 2016

3 Die Einreihung in die Entlohnungsgruppen ergibt sich aufgrund verschiedenster Gründe. Die wichtigsten Beispiele für die Einreihung sind: l ph l 1 l 2a2 Lehrer/in an Pädagogischen Hochschulen mit facheinschlägigem Doktor oder Bachelor of Education oder entsprechendes Diplom weiters vierjährige Praxis mit hervorragendem pädagogischen Leistungen und durch Publikationen nachzuweisende fachwissenschaftliche Tätigkeit. Lehrer/in mit abgeschlossener Universitätsausbildung (Lehramt) an mittleren und höheren Schulen; teilw. ist Praxis erforderlich Lehrer/in mit der Verwendung entsprechenden akademischen Grades Bachelor of Education bzw. das der Verwendung entsprechende Diplom an einer pädagogischen, berufspädagogischen Akademie oder Lehramt (für hauswirtschaftlichen oder gewerblichen Fachunterricht bzw. für Textverarbeitung); Praxis meist für den Eintritt in die BPA erforderlich. l 2a1 Lehrer/in an mittleren bzw. höheren Schulen ohne Erfordernisse für L 1 oder L 2a 2 (Erzieher Übungshorte, -kindergärten mit RDP und Akademielehrgang mit Abschluss Didaktik) l 2b1 l 3 Lehrer/in mit Reifeprüfung und facheinschlägiger Befähigung (gewerbl. Fachlehrer vor Ablegung der Lehramtsprüfung, Arbeitslehrerinnen, Leibeserzieher mit Sportlehrerausbildung, Erzieher) BAKIP: Lehrer/in ohne Reife/Diplomprüfung und Abschluss Akademielehrgang Didaktik Lehrer/in ohne RDP und ohne Akademielehrgang Die einzelnen Unterrichtsgegenstände haben unterschiedliche Wertigkeiten in der Entlohnungsgruppe l 1 (VertragslehrerInnen mit universitärem Lehramtsstudium). Beispielsweise wird der Gegenstand Englisch in die Lehrverpflichtungsgruppe I oder der Gegenstand Politische Bildung und Recht in die Lehrverpflichtungsgruppe III eingestuft. Um die jeweilige Einstufung des unterrichteten Gegenstands zu erfahren, muss man im jeweiligen Lehrplan nachlesen. Nur bei der Einstufung als VertragslehrerIn II L in der Entlohnungsgruppe l 1 werden die einzelnen Gegenstände berücksichtigt. Das Ausmaß der Lehrverpflichtung der LehrerInnen (ErzieherInnen) beträgt 20 Wochenstunden. Die Unterrichtsstunden in den einzelnen Unterrichtsgegenständen sind auf die Lehrverpflichtung mit folgenden Werteinheiten je Wochenstunde anzurechnen: ( 2 Abs. 1 Bundeslehrer-Lehrverpflichtungsgesetz) bei IL oder pragmatisierten LehrerInnen Werteinheiten je Unterrichtsgegenstand der Lehrverpflichtungsgruppe (LVG) Werteinheiten I 1,167 II 1,105 III 1,050 IV 0,913 IVa 0,955 IVb 0,977 V 0,875 Va 0,825 VI 0,750

4 2.1. Berechnung der Entlohnung bei Verträgen II L l 2a2, l2a1, (siehe 90 j VBG) Die Entlohnung ist dabei unabhängig von den unterrichteten Gegenständen. Beginnt das Dienstverhältnis vor dem 1. Februar eines Unterrichtsjahres (siehe Grundsätzliches), dann teilt sich das Jahresgehalt auf 12 Monate (inklusive Ferien) auf, beginnt das Dienstverhältnis nach dem 1. Februar wird das Jahresgehalt auf 10 Monate (exklusive Ferien) aufgeteilt. Beispiel: II L / l 2a2 Für jede Jahreswochenstunde werden 1.176,00 bezahlt. Im Schuljahr werden 15 Stunden wöchentlich unterrichtet. Das bedeutet: 15 Wochenstunden * 1.176,00 = ,00 Gesamtentlohnung Start des Dienstverhältnisses vor dem 1. Februar Gesamtentlohnung ,00 / 12 Monate = 1.470,00 monatlich brutto für 12 Monate Start des Dienstverhältnisse nach dem 1. Februar Gesamtentlohnung ,00 / 10 Monate = 1.764,00 monatlich brutto für 10 Monate 2.2. Berechnung der Entlohnung bei Verträgen II L l 1 Bei den Verträgen in der Einstufung II L / l1 muss die Wertigkeit der einzelnen unterrichteten Gegenstände berücksichtigt werden. Folgendes Beispiel soll die Berechnung erklären. VertragslehrerIn II L / l1 Gegenstand Wochenstunden Wertigkeit/Stunde Wertigkeit gesamt Englisch 2 1,167 (Wertigkeit I) 3,501 In Summe beträgt die Unterrichtsverpflichtung 14 Wochenstunden.

5 Die Berechnung: Englisch = 8 Wochenstunden * 1.776,00 ( Jahreswochenstunden Wertigkeit I) Politische Bildung = 6 Wochenstunden * 1.598,40 ( Jahreswochenstunden Wertigkeit III) Englisch = ,00 + Politische Bildung = 9.590,40 Gesamtentlohnung/Jahr ,40 Start des Dienstverhältnisses vor dem 1. Februar Gesamtentlohnung ,40 / 12 Monate = 1.983,20 monatlich brutto für 12 Monate Start des Dienstverhältnisse nach dem 1. Februar Gesamtentlohnung ,40 / 10 Monate = 2.379,84 monatlich brutto für 10 Monate 2.3. Berechnung der Entlohnung bei Verträgen II L l 1 > bei verkürztem Schuljahr Ein verkürztes Schuljahr liegt dann vor, wenn der Unterricht einzelner Klassen vor dem Ende eines Unterrichtsjahres endet. Das passiert zum Beispiel wenn die SchülerInnen ein Pflichtpraktikum oder die Reife- und Diplomprüfung absolvieren. Dann endet der Unterricht für diese Klassen bereits früher. Dazu ein Beispiel. Die Schülerinnen und Schüler der 3. Klassen Handelsschule haben Abschlussprüfung. Daher endet das Unterrichtsjahr früher. In diesem reduziert sich daher auch die Wertigkeit des jeweiligen Unterrichtsgegenstands der betroffenen Klasse. Gegenstand Wochenstunden Wertigkeit/Stunde Wertigkeit gesamt Englisch 2 1,167 (Wertigkeit I) 3,501 Politische Bildung in der 3. Klasse Handelsschule 2 1,050 (Wertigkeit III) 1,693 (reduzierte Wertigkeit aufgrund des früheren Endes des Schuljahres) In Summe beträgt die Unterrichtsverpflichtung zwar weiterhin 14 Wochenstunden, da jedoch in einer Klasse der Unterricht früher endet, muss darauf bei der Berechnung Rücksicht genommen werden.

6 Englisch = 8 Wochenstunden * 1.776,00 (Wertigkeit I) Politische Bildung = 4 (vollwertige) Wochenstunden * 1.598,40 (Wertigkeit III) Politische Bildung (verkürztes Unterrichtsjahr, 3. Klasse HAS) = 2 (verkürzte) Wochenstunden * 1.598,40 / 2,100 (volle Wertigkeit) * 1,693 (reduzierte Wertigkeit) = 2.577,23 Englisch = ,00 + Politische Bildung (4 volle Std) = 6.393,60 + Politische Bildung (3. Klasse HAS) = Gesamtentlohnung/Jahr ,83 Start des Dienstverhältnisses vor dem 1. Februar Gesamtentlohnung ,83 / 12 Monate = 1.931,57 monatlich brutto für 12 Monate Start des Dienstverhältnisse nach dem 1. Februar Gesamtentlohnung ,83 / 10 Monate = 2.317,88 monatlich brutto für 10 Monate 2.4. Berechnung der Entlohnung für eine Unterrichtsstunde Monatsgehalt Stundensat z Wochenstunden 4,33

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