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2 SCHOOL-SCOUT Stationenlernen: Ostern Seite 2 von 26 Didaktisch-methodische Hinweise Das Material ist auf eine umfangreiche Auseinandersetzung mit Ostern konzipiert und konform mit den Anforderungen des Lehrplanes Religion in den Klassenstufen 7-9. Die Stationsarbeit bildet dabei eine sinnvolle Alternative zum herkömmlichen Frontalunterricht und gewährleistet überdies ein selbständiges Erarbeiten der Lehrinhalte durch die Schülerinnen und Schüler. Auch leistungsschwächere Schüler haben daher die Möglichkeit, die Erarbeitung an ihr eigenes Lerntempo anzupassen. Vorbereitend für den Unterricht sollten Sie den Raum zunächst in 9 Stationen unterteilen. Stellen Sie hierfür jeweils 9 Tische auf und positionieren Sie die Stühle darum. Statten Sie jede Station mit den vorgesehenen Aufgabenzetteln aus. Darüber hinaus sollte die Lerngruppe Bibeln sowie mindestens einen Computer mit Internetzugang zur Verfügung haben. Fertigen Sie Kopien des Stationspasses in Anzahl der Schülerinnen und Schüler an und teilen Sie diese aus. Die Methode des Lernens an Stationen ermöglicht einen binnendifferenzierten Unterricht, insofern sich die Schülerinnen und Schüler die Stationen selbst auswählen und mit einem Lernpartner, der ebenso schnell oder auch langsam arbeitet, vergleichen. Ein solches Verfahren nennt man deshalb auch Lerntempoduett. Als Lehrer haben Sie nur eine lernunterstützende Funktion. Sie erklären zunächst die Vorgehensweise und legen die Texte an den entsprechenden Stationen bereit. Die Stationenarbeit setzt sich aus sieben Pflichtstationen und zwei Wahlstationen zusammen. Die Pflichtstationen müssen von allen Schülerinnen und Schülern erledigt werden und sollten notfalls als Hausaufgabe mitgegeben werden. Bei einigen Stationen gibt es Zusatzaufgaben, die von schnelleren Schülern bearbeitet werden können. Die Wahlstationen sind freiwillig, sie ist als zusätzliche Vertiefung gedacht: Die Schülerinnen und Schüler mit einer höheren Lerngeschwindigkeit erhalten so zusätzliche Aufgaben, die sie im Unterricht oder zu Hause bearbeiten können. Ist eine Station bearbeitet, so holen sich die Schülerinnen und Schüler bei Ihnen den Lösungsbogen, korrigieren ihre Ergebnisse selbstständig mit einem roten Stift. Sollten bei der Korrektur Fragen auftauchen, so können sie diese auf ihrem Lösungsbogen notieren. Die Fragen sollten am Ende der Stationenarbeit gemeinsam besprochen werden. Planen Sie für die Stationsarbeit etwa zwei bis drei Unterrichtsstunden ein, sodass auch Schülerinnen und Schüler mit einem geringeren Arbeitstempo jede Station durchla ufen können. Nehmen Sie hierbei die Beobachterrolle ein. Stehen Sie den Kindern bei Nachfragen helfend zur Verfügung. Kontrollieren Sie stichprobenartig die Arbeiten der Schüler an den einzelnen Stationen und machen Sie ggf. diskret Hinweise. Kindern, die besonders lange arbeiten, sollten Sie intensiver helfen. Nehmen Sie ihnen dabei aber nicht alles ab, sodass sie auch das Gefühl einer selbständig geschaffenen Arbeit haben.

3 SCHOOL-SCOUT Stationenlernen: Ostern Seite 3 von 26 Lernen an Stationen: Ostern Die Stationenarbeit setzt sich aus sechs Pflichtstationen und zwei Wahlstationen zusammen. Ostern Die Pflichtstationen müsst ihr in der Stunde erledigen, wenn ihr es nicht schafft, beendet sie bitte zu Hause. Die Wahlstationen sind freiwillig und sind als zusätzliche Weiterarbeit gedacht. Sie greifen das Erlernte erneut auf und vertiefen es. Ihr könnt sie im Unterricht bearbeiten, wenn ihr mit den Pflichtstationen schon fertig seid. Oder Ihr nutzt diese Stationen als zusätzliche Übung für zu Hause. Habt ihr eine Station bearbeitet, so vergleicht ihr eure Ergebnisse mit dem Lösungsbogen. Sollten bei der Korrektur Fragen auftauchen, so notiert diese auf eurem Lösungsbogen. Heftet dieses Blatt und auch die folgenden Blätter in euer Religionsmappe ab! Viel Spaß!

4 SCHOOL-SCOUT Stationenlernen: Ostern Seite 4 von 26 Stationspass: Ostern Station Priorität Name der Station Sozialform erledigt korr. Fragen Name: 1 Pflicht Was ist eigentlich Ostern? EA 2 Pflicht Wann wird Ostern gefeiert? EA 3 Wahl Ostern in Bildern EA/PA 4 Pflicht Kreuzigung und Auferstehung EA 5 Wahl Online-Bibel EA 6 Pflicht Zeugenaussage EA/PA 7 Pflicht Die Jünger auf dem Weg nach Emmaus EA 8 Wahl Story-time PA 9 Pflicht 10 Pflicht Welche Osterbräuche gibt es? Bringen Hasen die Ostereier? EA/PA EA 11 Wahl Das Oster-Rätsel EA 12 Wahl Auferstehung bedeutet für mich... EA

5 SCHOOL-SCOUT Stationenlernen: Ostern Seite 5 von 26 Station 1: Was ist eigentlich Ostern? Aufgabe 1 Lies den folgenden Text. Unterstreiche wichtige Informationen. Direkt nach der Karnevalszeit beginnen die Vorbereitungen für das Osterfest mit der 40tägigen Fastenzeit. Diese erinnert an das 40tägige Fasten Jesu Christi in der Wüste und wird auch als österliche Bußzeit bezeichnet. Gefastet wird auf verschiedene Art und Weise. So verzichten viele etwa auf bestimmte Speisen, Alkohol oder Zigaretten und besinnen sich im Gebet. Die 40tägige Fastenzeit dauert von Aschermittwoch bis zur Osternacht. In der Osternacht wird die Auferstehung Jesu, der den Tod besiegt hat, gefeiert. Das Osterfest erinnert an das jüdische Pessachfest, welches zum Gedenken an die Befreiung aus der Knechtschaft der Ägypter begangen wird. Das Pessachfest wird am ersten Frühlingsvollmond zelebriert und galt einst als Hirtenfest, an dem ein Lamm geschlachtet wurde. Darauf lässt sich auch die Verbreitung des Begriffs Osterlamm für Jesus Christus ableiten. Ferner wird es mit dem Letzten Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern in Verbindung gebracht. Wo der Begriff Ostern genau herkommt, ist nicht unstrittig. Es gibt die Meinung, dass sich Ostern auf den althochdeutschen Namen eines Frühlingsfestes (Ostarun) zurückführen lässt. Eine andere Ansicht bezieht den Namen auf die germanische Göttin des Frühlings und der Fruchtbarkeit namens Ostara. Wieder andere Stimmen meinen, dass der Ursprung des Wortes Ostern von dem Wort und der Himmelsrichtung Ost stammt: Bekanntlich geht im Osten die Sonne auf und die Frauen der Bibel sollen ihre Blicke Richtung Osten gerichtet haben, als sie das leere Grab Jesu vorfanden. Unbestreitbar gilt Ostern als das theologisch höchste Fest der Christen. Es feiert Jesu Sieg über den Tod und die damit verbundene Befreiung der Menschen von der Sünde. Ostern ist ein beweglicher Feiertag und zählt in allen Bundesländern Deutschlands zu den gesetzlichen Feiertagen. Aufgabe 2 Richtig oder falsch? Kreuze an. Quelle: Gerd Altmann/ pixelio.de 1. Ostern findet jedes Jahr am selben Datum statt. 2. Die Fastenzeit dauert 40 Tage. 3. An Ostern feiern Christen die Auferstehung Jesu. 4. Weihnachten gilt als das theologisch höchste Fest der Christen. 5. Das altgermanische Frühlingsfest hieß "Ostarun". richtig falsch

6 SCHOOL-SCOUT Stationenlernen: Ostern Seite 6 von 26 Station 2: Wann wird Ostern gefeiert? Ostern hat kein festes Datum. Berechnet wird der Termin nach der Vollmondregel: So findet Ostern stets am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling statt. Den biblischen Zeugnissen nach und wie am dritten Tage auferstanden von den Toten am dritten Tag nach seinem Tod auferstanden. In diesem Zusammenhang spielt auch die unter dem Namen Karwoche Heilige Woch eine wesentliche Rolle. Sie schließt neben Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag das Osterfest selbst mit ein. Eingeleitet wird die Karwoche mit dem Palmsonntag zum Gedächtnis des Einzugs Jesu von Nazareth in Jerusalem. Die ersten darauf folgenden Tage der Woche (Montag, Dienstag, Mittwoch) gelten als stille Tage. Der letzte Donnerstag vor dem Ostersonntag, Gründonnerstag, erinnert an das Letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. Es folgt der Karfreitag, der Todestag Jesu, und der Karsamstag, an dem Grabesruhe gehalten wird. Ostersonntag gilt als Tag der Auferstehung Jesu und am Ostermontag sollen die Jünger nach Jerusalem zurückgekehrt sein, wo sie sich gegenseitig erzählten, dass Jesus auferstanden sei. Quelle: Wode Viele der weiteren beweglichen christlichen Feiertage wie Christi Himmelfahrt (39 Tage nach Ostern), Pfingsten (49 bzw. 50 Tage nach Ostern) und Fronleichnam (60 Tage nach Ostern) werden nach dem Datum des Ostersonntags berechnet. Aufgabe Welche Ereignisse lassen sich den jeweiligen Feiertagen der Karwoche zuordnen? Verbinde mit Pfeilen. Palmsonntag Karfreitag Ostersonntag Karsamstag (Ostersamstag) Gründonnerstag Ostermontag der Todestag Jesu Tag der Auferstehung das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern die Jünger berichten sich gegenseitig, dass Jesus auferstanden sei. Jesus zieht in Jerusalem ein. der erste Tag nach dem Tod Jesu und Tag der Grabesruhe

7 SCHOOL-SCOUT Stationenlernen: Ostern Lösungen Aufgabe 1: Station 3: Ostern in Bildern linkes Bild: In der Mitte des Bildes ist ein fast nackter Jesus mit einer Dornenkrone zu sehe n, der an den Händen und Füßen an ein Kreuz genagelt ist. Er schaut nach oben und in seinem Gesicht kommt Leiden zum Ausdruck. Im Hintergrund sieht man links und rechts von Jesus zwei Engel auf einer Wolke. Beide wirken fassungslos. In der unteren Bildhälfte sind drei Frauen abgebildet. Eine Frau kniet direkt unter dem Kreuz und schaut nach oben zu Jesus am Kreuz. Zwei andere Frauen halten eine bzw. zwei Hände vor die Brust und ihre Blicke drücken Furcht und Verzweiflung aus. rechtes Bild: In der Mitte des Bildes sieht man, wie ein mit einem roten Gewand bekleideter Jesus aus einem Grab steigt. In der linken Hand hält er einen Kreuzstab, mit der rechten Hand macht er eine Segnungsgeste. An seinem Fuß ist ein Wundmal (von der Kreuzigung) zu erkennen. Auf der linken Seite ist ein Engel in einem weißen Gewand abgebildet, der auf der steinernen Abdeckung des Grabes steht. Um das Grab herum befinden sich drei Soldaten, einer davon liegt schlafend auf dem Boden. Einer der am Boden sitzenden Soldaten scheint zu Jesus oder zum Engel zu blicken, er sieht verwundert aus. Im Bildhintergrund sieht man eine Landschaft und einen hellen Himmel, eventuell einen Sonnenaufgang (mit der Auferstehung Jesu ist die Dunkelheit vertrieben und das Licht kehrt zurück). Jesus am Kreuz Die Auferstehung Jesu Aufgabe 3: Im Bibeltext ist nirgendwo die Rede davon, dass Jesus aus einem Grab steigt, sondern das Grab ist leer. Die Soldaten kommen auch im Bibeltext vor, aber (anders als in dem Bild) sind sie nicht Zeugen der Auferstehung. In der Bibel sind Frauen (u.a. Maria Magdalena) die ersten Auferstehungszeugen, jedoch auf dem Bild sind gar keine Frauen zu sehen. Im Bibeltext erzählt der Engel den Frauen, dass Jesus auferstanden sei. Jesus selbst erscheint den Frauen erst später (also nicht am Grab). Weitere Abweichung: Laut Bibel wurde Jesus in einem Felsengrab bestattet, das Grab auf dem Bild sieht anders aus.

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