Determinanten des Pflegebedarfs in den Regionen Mecklenburg-Vorpommerns

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1 Determinanten des Pflegebedarfs in den Regionen Mecklenburg-Vorpommerns Anne Kruse Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels 15. November 2007, Mannheim

2 Struktur Forschungsziel & Analyserahmen Hypothesen Daten Ergebnisse Fazit 2

3 FORSCHUNGSZIEL & ANALYSERAHMEN 3

4 Forschungsziel Welche Faktoren beeinflussen das Pflegerisiko in Mecklenburg-Vorpommern Wird das Pflegerisiko neben individuellen Charakteristiken auch von strukturellen Charakteristiken beeinflusst 4

5 Literatur Statistische Berichte des Statistischen Bundesamtes Anzahl, Geschlecht, Art der Versorgung, Pflegestufe Familienstand, Lebensunterhalt, Haushaltsgröße, Häufigkeit & Art der Hilfe Größenordnung der Pflegebedürftigen und ihre Lebensumstände sind gut bekannt Prognosen über zukünftigen Pflegebedarf Studien über regionale Unterschiede von Mortalität und Gesundheit Keine Studien über regionale kleinräumigen Unterschiede 5

6 Analyserahmen Regional-Level Infrastruktur - Urbanisierungsindex - Restlebenserwartung im Alter 75 - Anteil der 75+-Jährigen Ökonomische Situation - Nettomigration - Arbeitslosenrate - Langzeitarbeitslosenrate - Erwerbsbeteiligung Individual-Level -Alter, Geschlecht, Zeit sozioökonomisch - Bildung - letzter beruflicher Status Familie/Haushalt - Familienstand -Kinder - Haushaltszusammensetzung Anzahl der Pflegeheime in den Regionen Pflegebedarf Lebensstil - Raucherstatus -BMI 6

7 Es werden nur Ergebnisse eines Models mit demografischen Regionalcharakteristiken präsentiert 7

8 HYPOTHESEN 8

9 Hypothesen Strukturvariablen (A) Erhöhung des Pflegerisikos Pflegeheime Nettomigration in Landkreisen Anteil der 75+-Jährigen (B) Reduzierung des Pflegerisikos Restlebenserwartung in Stadtkreisen Anteil der 75+-Jährigen 9

10 Hypothesen Individualvariablen (A) Erhöhung des Pflegerisikos mit dem Alter; weiblich Leben ohne Kind; Leben in Institutionen alleine leben Rauchen; Fettleibigkeit (B) Reduzierung des Pflegerisikos verheiratet sein hohes Bildungsniveau; hoher letzter beruflicher Status alleine leben leichtes Übergewicht 10

11 DATEN 11

12 Kreise 12

13 Daten Mikrozensus 1999 und 2003 Pflegebedarf , 2003 Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung Lebensstil 1999, 2003 Befragte aus Mecklenburg-Vorpommern; 65+ Untersuchungspopulation: Befragte und 182 Pflegebedürftige Methode: logistische Regression 13

14 Regionale Charakteristik Nettomigration (je Einwohner) fast alle Kreise = negative Migrations-bilanz UER und NB = höchsten Bevölkerungsverlust NWM, DBR, HRO, HST = positive Bilanz 14

15 Regionale Charakteristik Altersstruktur Anteil der 75+- Jährigen ist in den Stadtkreisen sehr hoch (Ausnahme: NB) SN und HWI = höchster Anteil an Älteren NWM, DBR, NB = niedrigster Anteil an Älteren Süden und Osten = höherer Anteil Älterer als im Norden 15

16 Regionale Charakteristik Lebenserwartung Stadtkreise (Ausnahme: HST) = hohe Restlebenserwartung im Alter 75 SN, HRO, NB = höchste Restlebenserwartung LWL, RÜG, OVP = niedrigste Restlebenserwartung Nordosten und ländlicher Westen = niedriger Restlebenserwartung als alle anderen Kreise 16

17 ERGEBNISSE 17

18 Baseline Modell Individual & Regionen Regionen-Dummys korrigiert für Individualvariablen baseline model Odds Ratio significance districts LK Nordwestmecklenburg 1 SK Greifswald 2.01 ns SK Neubrandenburg 2.40 ns SK Rostock 1.03 ns SK Schwerin 1.48 ns SK Stralsund 1.86 ns SK Wismar 0.73 ns LK Bad Doberan 0.13 ns LK Demmin 1.16 ns LK Güstrow 0.53 ns LK Ludwigslust 0.88 ns LK Mecklenburg-Strelitz 1.54 ns LK Müritz 1.21 ns LK Nordvorpommern 3.10 ** LK Ostvorpommern 1.52 ns LK Parchim 0.41 ns LK Rügen 0.63 ns LK Uecker-Randow 3.43 ** *** p<0.01; ** p<0.05 Nagelkerkes R² = Source: German Microcensus 1999 and 2003, own estimates 18

19 Demografisches Modell Regionen-Dummys korrigiert für Individualvariablen demographic model Odds Ratio significance districts LK Nordwestmecklenburg 1 SK Greifswald 1.40 ns SK Neubrandenburg ns SK Rostock 2.82 ns SK Schwerin 0.42 ns SK Stralsund 0.59 ns SK Wismar 0.39 ns LK Bad Doberan 1.44 ns LK Demmin 0.48 ns LK Güstrow 0.06 *** LK Ludwigslust 0.33 ns LK Mecklenburg-Strelitz 1.31 ns LK Müritz 0.20 ns LK Nordvorpommern 1.13 ns LK Ostvorpommern 0.69 ns LK Parchim 0.40 ns LK Rügen 0.32 ns LK Uecker-Randow 0.90 ns demographic model Odds Ratio significance nursing homes 7.83 *** population aged 75 and older 3.93 ns net-migration 0.92 *** further life expectancy age ns *** p<0.01; ** p<0.05 Nagelkerkes R² = LL = Source: German Microcensus 1999 and 2003, own estimates 19

20 Fazit im Baseline-Modell existieren signifikante Unterschiede zwischen den Regionen die nicht durch individuelle Merkmale erklärt werden können die demografischen Variablen erklären das höhere Pflegerisiko in den zwei Regionen NVP und UER von besonderer Bedeutung ist die Nettomigration welche sowohl ökonomische als auch Selektionsfaktoren erfasst aufgrund der geringen Anzahl von Kreisen werden die Schätzungen der Odds Ratios für bestimmte Regionen (z.b. Güstrow) instabil das Modell wird auf Deutschland ausgeweitet um eine ausreichende Variation in den Strukturvariablen zu erhalten 20

21 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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