Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie Landesnervenklinik Sigmund Freud

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1 Landesnervenklinik Sigmund Freud

2 Trauma WHO, ICD-10: Traumata sind kurz- oder langanhaltende Ereignisse oder Geschehen von außergewöhnlicher Bedrohung mit katastrophalem Ausmaß, die nahezu bei jedem tiefgreifende Verzweiflung auslösen würden

3 Trauma Diskrepanz zwischen bedrohlichen Situationsfaktoren und individuellen Bewältigungsmöglichkeiten. Gefühle der Hilflosigkeit und schutzloser Preisgabe. Erschütterung von Selbst- und Weltverständnis Fischer, Riedesser 1999

4 Traumatyp Typ I: einmalig Naturkatastrophen Verkehrsunfälle Technische Großunfälle einmalige Gewalttaten durch Personen ausserhalb der Familie einmalige Gewalttaten innerhalb der Familie

5 Trauma Typ II: chronische Traumatisierung ausserhalb der Familie Geiselnahme Terrorismus Krieg Folter Vergewaltigung Genozid innerhalb der Familie schwere Erkrankung und Tod Gewalt zwischen den Eltern Vernachlässigung körperliche Misshandlung sexueller Missbrauch Fischer G, Riedesser P (1999). Lehrbuch der Psychotraumatologie. 2.Aufl. München, Basel: Reinhardt.

6 ACE-Studie (n= Personen) 30.1% körperlich misshandelt 19.9% sexuell missbraucht 23.5% Alkoholkrankheit in der Familie 18.8% psychiatrisch erkranktes Familienmitglied 12.5% Partnergewalt unter den Eltern 4.9% Drogenabusus in der Familie Felitti VJ, Anda RF, Nordenberg D, et al. Relationship of childhood abuse and household dysfunction to many of the leading causes of death in adults. The Adverse Childhood Experience (ACE) Study. Am J Prev Med. 1998;14(4):

7 Frühkindliche Mißhandlung oder Mißbrauch sind meist mit Vernachlässigung kombiniert Manly et al. : Nur 8% waren ausschließlich körperlich Mißhandelte 5 % waren ausschließlich sexuell mißbrauchten Kinder 49% der sexuell mißbrauchten Kinder waren auch körperlich misshandelt und vernachlässigt Fegert 1997 ca.50% der mißbrauchten Kinder in einer KJP Inanspruchnahmepopulation waren auch körperlich mißhandelt

8 Zeitpunkt des Traumas frühkindliche Traumatisierung Trennung von zentraler Bezugsperson fehlende Kategorisierung jugendliche Traumatisierung zu bewältigen z.b. Zeuge eines Massakers

9 Sexueller Mißbrauch 77% innerhalb der Familie 59% der Männer, die wegen sexuellen Mißbrauchs innerhalb der Familie verurteilt wurden, erzählen, auch andere Kinder mißbraucht zu haben 79% der Männer, die wg. Mißbrauchs an anderen Kindern verurteilt wurden, erzählen, auch die eigenen mißbraucht zu haben Höllwarth M.E.: Gewalt und Missbrauch an Kindern. Österreichische Ärztezeitung (2004); 17: 26-36

10 Sexueller Mißbrauch 12% der Kinder sind 0-4 Jahre alt 30% der Kinder sind 4-10 Jahre alt 58% sind Jahre alt Höllwarth M.E.: Gewalt und Missbrauch an Kindern. Österreichische Ärztezeitung (2004); 17: 26-36

11 Körperliche Misshandlung In Österreich jährlich Kinder, die einer ärztlichen Behandlung wegen Misshandlung bedürfen 77% der Misshandlungen durch ein Familienmitglied Höllwarth M.E.: Gewalt und Missbrauch an Kindern. Österreichische Ärztezeitung (2004); 17: 26-36

12 Körperliche Misshandlung 51% der Kinder 0-4 Jahre 26% der Kinder 4-10 Jahre 23% der Kinder Jahre Höllwarth M.E.: Gewalt und Missbrauch an Kindern. Österreichische Ärztezeitung (2004); 17: 26-36

13 frühkindliche Traumatisierung soziale Referenz ist zentrale Bezugsperson zentrales traumatisches Situationsthema

14 frühkindliches Trauma durch Bezugspersonen führt zu Bindungsstörung unsicher-ambivalent unsicher-vermeidend desorganisiert Schuldgefühlen selbstverletzendes Verhalten Dissoziation Oder Integration Kompensation wegen ausreichend unterstützender sozialer Referenzierung

15 Neurobiologie Trauma Drei Streßreaktionen: 1.) erste Abwehrreaktion: Acetylcholin 2.) Flight or Fight: (Nor-)Adrenalin 3.) Freeze: Cortison Perry BD, Pollard, RA, Blackley, TL, Baker, WL, Vigilante D (1995). Childhood trauma, the neurobiology of adaptation and use-dependent development of the brain: How staits become traits. Inf Ment Health J;16:

16 ADHS Unaufmerksamkeit Kernsymptome Hyperaktivität Impulsivität Assoziierte Symptome Gestörtes Arbeitsgedächtnis Emotionale Labilität Verhaltensprobleme soz. Interaktionsprobleme Stressvulnerabilität Schlafstörungen Motorische Dysfunktionen Komorbide Probleme Angst Depression Lernstörungen rungen Verhaltensstörungen rungen Substanzgebrauch Epilepsie PDD/ASS

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