Einsatz von Robotern in der Pflege aus der Sicht der Pflege. DGKP Markus Wohlmannstetter, MSc.

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1 Einsatz von Robotern in der Pflege aus der Sicht der Pflege DGKP Markus Wohlmannstetter, MSc.

2 Roboter in der Pflege Cui bono? PatientInnen (und Angehörige) Pflege Gesellschaftliche und ökonomische Gründe

3 Ausgangslage Gesellschaftliche Situation Demographischer Wandel Drohender Pflegenotstand Aus der Sicht der PatientInnen Selbstbestimmung Längeres Verbleiben in der gewohnten Umgebung Aus der Sicht der Pflege Pflege ist gesundheitlich und emotional belastend Technische Hilfsmittel sind bereits in Verwendung Roboter können die logische Fortsetzung sein

4 PatientInnen Pflege Angehörige Gesellschaft

5 Wünsche und Hoffnungen Ängste und Befürchtungen

6 Mögliche Einsatzgebiete Manuelle Tätigkeiten (Lagerung, Mobilisation, Waschen, Ausscheidung) Schutz, Sicherheit und Monitoring Entlastung bei zeitraubenden Tätigkeiten Information und Unterhaltung Emotionale Unterstützung

7 Begründungen aus Sicht der Pflege Arbeitserleichterung Scham und Ekel Emotionale und psychische Belastung Zeitmangel Patientenautonomie fördern Geduld

8 Das ist ja cool, Papa! Da könnt ihr ja andere Sachen machen! Testeinsatz für Krankenpflegeroboter

9 Roboter übernehmen die Körperpflege - wir haben Zeit für Anderes Roboter übernehmen die Überwachung - wir haben Zeit für Anderes Roboter informieren und unterhalten unsere Patienten - wir haben Zeit für Anderes Roboter übernehmen die emotionale Betreuung - wir haben Zeit für Anderes

10 2 zentrale Fragen aus Sicht der Pflege: Sollen wir diese Tätigkeiten tatsächlich abgeben? Gerade der direkte Umgang mit den PatientInnen ist traditionell ein Kernelement pflegerischer Tätigkeit. Wofür nutzen wir die ganze gewonnene Zeit?

11 Pflege kann nicht auf körperliche Aktionen reduziert werden. Körperarbeit setzt Körperwissen voraus. Asmussen, M.: Praxisbuch Kinaesthetics, 2.Auflage, Urban & Fischer, 2010, S 74 Durch Nähe und Intimität entsteht Vertrauen. Vgl. Friesacher, H.: Pflege und Technik eine kritische Analyse. In: Pflege & Gesellschaft, 15. Jg. Heft 4, 2010

12 ob Assistive Technologien die noch vorhandenen kognitiven, mentalen und motorischen Ressourcen von Patienten und Patientinnen stärken oder schwächen, so dass es zur erlernten Hilflosigkeit und verstärkten Abhängigkeit kommt. Assistive Technologien Ethische Aspekte der Entwicklung und des Einsatzes Assistiver Technologien Stellungnahme der Bioethikkommission 13. Juli 2009

13 Wofür nutzen wir die gewonnene Zeit? Momentane Lage: Keine Zeit für die optimale Betreuung von PatientInnen Administative Aufgaben / Bürokratie Rundherum-Arbeiten Paradoxe Situation Statt Zeitressourcen bereitzustellen, werden die eigentlichen Aufgaben an Roboter delegiert.

14 /Hausarbeit-Wird-kuenftig-von- Robotern-erledigt.html Gegenvorschlag Übernahme von zeitaufwendigen Tätigkeiten! Serviceroboter (im intra- und extramuralen Bereich) Administrative Aufgaben (Medikamente einschachteln etc.) Intelligente Dokumentationssysteme Überwachung (z.b. in der Nacht)

15 Zusammenfassung / Diskussion Die Zukunft bringt mehr Technik das ist ein Faktum! Selbständigkeit soll möglichst lange erhalten werden muss aber mit Lebensqualität einhergehen! - Die Beseitigung eines Mangels führt nicht zwangsläufig zur Verbesserung einer Situation! Nicht alles, was theoretisch möglich ist, sollte auch praktisch umgesetzt werden.

16 Zusammenfassung / Diskussion Kommunikation und körperliche Pflege können nicht ersetzt, sondern lediglich unterstützt werden. Veränderungen nur unter Einbeziehung der Betroffenen Erwerben von Technikkompetenzen Ein guter Informationsfluss schützt vor Halbwissen und Angst

17 https://en.wikipedia.org/wiki/data_(star_trek)

18 Danke für die Aufmerksamkeit! DGKP Markus Wohlmannstetter, MSc.

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