Human Capital Investments or Norms of Role Transition? How Women s Schooling and Career Affect the Process of Family Formation

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1 Human Capital Investments or Norms of Role Transition? How Women s Schooling and Career Affect the Process of Family Formation Studie von Hans-Peter Blossfeld, Johannes Huinink Referat vom Soziologisches Institut 1

2 Aufbau Ausgangslage Problemstellung und Hypothesen Definition: New Home Economics (NHE) Modell von Investitionen im Bildungs- und Arbeitsbereich als Lebens- Prozess Daten und Methode Ergebnisse Fazit Fragen?/Diskussion 2

3 Ausgangslage Blossfeld und Huinink untersuchen das Heirats- und Gebärverhalten von Frauen in der Bundesrepublik Deutschland Frauen in Deutschland profitieren stärker als die Männer von der Bildungsexpansion, von der Ausweitung des Dienstleistungssektors in der Wirtschaft und der Erweiterung des Wohlfahrtstaates 3

4 Problemstellung Verlust der weiblichen traditionellen Rollenbilder Die höhere ökonomische Unabhängigkeit der Frau ist die Ursache für eine vermehrt hinausgezögerte Heirat, der wachsenden ehelichen Instabilität und führt zu einer aufschiebenden bzw. verhindernden Wirkung bezüglich der Familienplanung 4

5 Problemstellung Aus Sicht der Ökonomie (Gary Becker): unverheiratete Männer und Frauen werden als Handelspartner betrachtet, welche erst eine ehe eingehen, wenn jede Partei bei der Eheschliessung einen Gewinn erzielt Frau: Besorgung von Nahrung, Unterkunft und Schutz Mann: Gebären und Aufzucht der Nachkommen, Instandhaltung der Unterkunft 5

6 Hypothese New Home Economics-Ansatz (NHE) Die wachsende ökonomische Unabhängigkeit bei Frauen führt zu einer steigenden Spätheirat bzw. Mutterschaft in industriellen Gesellschaften. (Blossfeld/Huinink, 1991) 6

7 Definition: New Home Economics Mikroökonomischer Ansatz Je höher das Einkommen eines Haushaltsmitglieds, desto höher sind seine Opportunitätskosten der Hausarbeitszeit, und umso niedriger ist die Zeit, die für die Hausarbeit aufgebracht wird. Also ist es für den Haushalt von größtem Nutzen, wenn das Haushaltsmitglied mit niedrigerem Einkommen das Haushaltsmitglied mit dem höheren Einkommen von der Hausarbeit für die größtmögliche Zeit der Erwerbstätigkeit freistellt, selbst jedoch den größtmöglichen Anteil an Hausarbeit übernimmt und sich aus der Erwerbstätigkeit zurückzieht. (zit. in Gerd Pfister, 2001) 7

8 Definition: New Home Economics Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung existiert, weil Frauen nach wie vor auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt sind und deshalb geringere Einkommenschancen haben. 8

9 New Home Economics Um die Hypothese der NHE zu untersuchen ist ein Verfahren notwendig, das auf exakte Daten im Lebenslauf auf der individuellen Ebene basiert. Diese Daten erlauben eine Beziehung zwischen den nachfolgenden Entscheidungen betreffend Familienplanung und den vorausgehenden Bildungserfahrungen. 9

10 Modell von Investitionen im Bildungsund Arbeitsbereich als Lebensprozess Um den negativen Effekt von schulischen und beruflichen Investitionen auf die Familienbildung im Längsschnitt zu untersuchen, muss zuerst die Dynamik dahinter erkannt werden Anhäufung von Humankapital als dynamischer Prozess Differenzierung zwischen dem Bildungssystem und den berufsbezogenen Weiterbildungen 10

11 Anhäufung von allgemeinen und berufl. Qualifikationen im Bildungssystem Die Autoren benutzten, um die Anhäufung von Qualifikationen in der Grundschule, der Berufsbildung und im universitären System darzustellen, die erforderlichen Durchschnittsjahre Bezogen auf die NHE sagt man, dass mit steigendem Bildungsniveau die Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt für eine Frau steigt und dadurch Heirat und Kinderkriegen weit entfernt liegen 11

12 Anhäufung von Erwerbserfahrung durch betriebliche Fortbildung Früher wurde oft nur die Dauer der Erwerbstätigkeit als Vertreter für die Anhäufung von Erwerbserfahrung betrachtet Sekundärer Arbeitsmarkt, in dem tiefe Löhne und instabile Arbeitsverhältnisse mit eher schlechten Chancen auf Anhäufung von betrieblicher Fortbildung einige innerbetriebliche Positionen weisen ungleichmässige Verteilung der Möglichkeiten Weiterbildung auf. 12

13 Anhäufung von Erwerbserfahrung durch betriebliche Fortbildung Anhäufung von Erwerbserfahrung abhängig von der beruflichen Position 1. Abflachung mit zunehmenden Dienstjahren 2. Erwerbserfahrung abhängig von Prestige 3. Diskontinuität von Erwerbserfahrung verlangt bei einem Neueintritt ins Erwerbsleben einen Einstieg auf einer tieferen Stufe. 13

14 Datensatz und Methode Karl Ulrich Meyer retrospektiv-erhobenen Daten im Zeitraum von Es wurden 2171 Deutsche mit folgenden Jahrgängen untersucht: 1.Kohorte , 2. Kohorte , 3. Kohorte Ziel war es Lebensgeschichten unter Betrachtung soziologisch relevanter Gesichtspunkten zu erfassen 14

15 Ergebnisse I Modell 3 Tabelle 1: Anzahl Geschwister hat keinen direkten Einfluss auf Heiratsverhalten Frauen aus tieferen Schichten früher heiraten, als Frauen aus höheren Schichten Wohngegend hat keinen signifikanten Einfluss auf Heiratsabsichten von Frauen 15

16 Ergebnisse II Modell 4 Tabelle 1 Innerhalb der Geburtskohorten gibt es keinen signifikanten Einfluss auf Heirat positiver Effekt der Wirtschaftlage Modell 6 Tabelle 1 Bildungsniveau keinen signifikanten Einfluss Bildungsexpansion hat dennoch Konsequenzen auf die Familienbildung 16

17 Ergebnisse III Modell 7 Tabelle 1 berufliche Aufstiegsmöglichkeiten stellen kein Hindernis dar Modell 3 Tabelle 2 signifikanten Zusammenhang zwischen der Anzahl Geschwister und Mutterschaft 17

18 Ergebnisse IV Grund: In grosse Familien Benachteiligung der schulischen Karriere Familialer Einfluss (Sozialisation) Modell 6 Tabelle 2 Besuch einer Bildungsstätte korreliert negativ mit der Geburtenskala 18

19 Ergebnisse V Modell 8 Tabelle 2 Negativer Effekt bei der Kohorte hinsichtlich der Erstgeburt Grund: neue Verhütungsmittel 19

20 Fazit Bildungsexpansion hat eine verzögernde Wirkung auf die zeitliche Planung der Erst-Heirat verspätete Wirkung auf den Übergang vom Jugend- zum Erwachsenenalter 1940 und 1970 in Deutschland deswegen geheiratet, weil es die einzig normativlegitime Möglichkeit darstellte mit dem Partner zusammenzuleben 20

21 Fazit erweiterte schulische oder berufliche Laufbahn haben einen positiven Einfluss auf die Mutterschaft Tendenz aus medizinisch-biologischen Gründen ihre Zeitgenossen mit tieferer Bildung aufzuholen Effekt ist verbunden mit normativen Einstellungen, dass junge Frauen in der Schule nicht bereit für Heirat undmutterschaft sind 21

22 Fragen?/Diskussion Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit! 22

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