Ziele der. Bearbeitet von: Sandra Bärmann, Christoph Mai und Philipp Ulrich

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1 Ziele der Kapitalmarktregulierung Bearbeitet von: Sandra Bärmann, Christoph Mai und Philipp Ulrich

2 2 Gliederung 1. Grundlagen und Definitionen 3. Kritik

3 3 Gliederung 1. Grundlagen und Definitionen 3. Kritik

4 4 1. Grundlagen und Definitionen 1.1 Einordnung des Kapitalmarktes Finanzmarkt Geldmarkt Kapitalmarkt Kreditmarkt

5 5 1. Grundlagen und Definitionen 1.2 Was ist Regulierung? Der Markt als Regulator (Selbstregulierung) Effiziente Institution um ökonomisch optimale Ressourcenallokation zu erreichen Aber: Bei Auftreten von Marktineffizienzen Notwendigkeit einer staatlichen Regulierung Ziel: Korrektur bzw. Vermeidung unerwünschter Marktergebnisse durch Verhaltensbeeinflussung von Wirtschaftakteuren Hier speziell der Finanzsektor; Bankensektor ist der am stärksten regulierte Bereich Quelle: Vgl. Klump (2011), S.122; Fest (2008), S. 54 f.

6 6 1. Grundlagen und Definitionen 1.3 Rechtfertigung von Regulierung (I) Marktversagen durch Informationsasymmetrien Moral Hazard Adverse Selektion negative externe Effekten natürliche Monopole Quelle: Vgl. Fest (2008)

7 7 1. Grundlagen und Definitionen 1.3 Rechtfertigung von Regulierung (II) Abbildung: Marktineffizienzen im Finanzsektor Finanzmarkt Asymmetrische Information Schuldner Adverse Selektion Moral Hazard Gläubiger Marktversagen Quelle: Vgl. Müller (2012), S. 5

8 8 1. Grundlagen und Definitionen 1.4 Aufgaben der Finanzintermediäre Abbildung: Rolle von Finanzintermediären Finanzintermediation Schuldner Screening Monitoring Bank Liquiditätsversicherung Gläubiger Losgrößentransformation Fristentransformation Risikotransformation Quelle: Vgl. Müller (2012), S. 5

9 9 Gliederung 1. Grundlagen und Definitionen 3. Kritik

10 Übersicht der Regulierungsziele Zwei zentrale Zielsetzungen Gläubigerschutz Systemstabilität

11 Gläubigerschutz (I) Was ist Gläubigerschutz? Unter Gläubigerschutz werden alle präventiven Regelungen verstanden, die den tatsächlichen und potenziellen Gläubiger vor dem Ausfall seiner Forderung in der Insolvenz des Schuldners bewahren sollen. Begründung durch Informationsasymmetrien Quelle: Wirtschaftslexikon (Gabler); Internetquelle

12 Gläubigerschutz (II) Argumente für einen Gläubigerschutz durch den Staat Einlegerschutzargument Kein Schutz vor Fehlverhalten einer Bank Sicherheit einer Bank ist nicht gewährleistet Staat muss Einlagen- und Vertrauensverlust entgegenwirken Kontrollkostenargument Kontroll- und Überwachungsdefizit Geringer Einlagenbetrag vs. Hohe Überwachungskosten Effizienteres Resultat durch staatliche Kontrolle Repräsentationshypothese Quelle: Vgl. Treu (2006), S. 9 f.

13 Gläubigerschutz (III) Daraus folgt: Um das Ziel des Gläubigerschutzes zu erreichen ist es sinnvoll, dass eine staatliche Institution interveniert Der Gläubigerschutz soll dem Finanzintermediär die Möglichkeit nehmen, Maßnahmen durchzuführen, die gesellschaftlich nicht vorteilhaft sind und den Kunden schaden könnten Allerdings: Kein Schutz der Sparer vor Vermögensverlusten um jeden Preis, vielmehr geht es darum, dass Finanzierungsbeziehungen zwischen Sparern und Banken möglichst reibungslos zustande kommen Quelle: Vgl. Treu (2006), S. 10 f.

14 Gläubigerschutz (IV) Begründung einer Einlagensicherung? Probleme: Keine Anreize bei vollständiger Absicherung Disziplin des Marktes wird verwässert Gefahr der Risikoerhöhung durch Banken Moral Hazard Daraus folgt: Einlagensicherung durch risikobegrenzende Maßnahmen begleiten Quelle: Vgl. Schnabel (2009), S. 4

15 Systemstabilität (I) Das System Kapitalmarkt soll stabil sein Das bedeutet konkret: Das fehlerfreie und problemlose Funktionieren des Geldflusses und der Kreditwirtschaft innerhalb einer komplexen Volkswirtschaft Quelle: Treu (2006), S. 11

16 Systemstabilität (II) Was gefährdet Systemstabilität? Ansteckungseffekt im Bankensektor Differenzierung in rationale und irrationale Reaktionen Rational: Angemessene Analyse und Bewertung Massive Einlagenentnahme bei einer / mehreren Banken möglich: Bank Run Quelle: Vgl. Weiß (2009), S. 521 f.

17 Systemstabilität (III) Was gefährdet Systemstabilität? Irrational: Effekte weiten sich auf sämtliche Kreditinstitute eines Bankensystems aus: Bankenpanik Systemisches Risiko Irrationale Ansteckung innerhalb eines Bankensystems Quelle: Vgl. Weiß (2009), S. 521 f.

18 Systemstabilität (IV) Was gefährdet Systemstabilität? Geringere Eigenkapitalausstattung der Banken, damit sind die Funktionen des Eigenkapitals eingeschränkt Streben nach rein kurzfristig orientierter Gewinnmaximierung Vergütungssystem nicht an Langfristigkeit und Solidität orientiert Quelle: Vgl. Bergner et al (2011), S. 251

19 Systemstabilität (V) Was erhöht Systemstabilität? Einlagensicherung verhindert Bank Runs Eigenkapitalvorschriften sollen das Auftreten von Moral Hazard-Effekten eindämmen Drei-Säulen-Modell des deutschen Bankensystems Quelle: Vgl. Müller (2012), S. 5 f.

20 20 Gliederung 1. Grundlagen und Definitionen 3. Kritik

21 21 3. Kritik Gefährdung der Systemstabilität aufgrund starken Bankenvernetzung Fokussierung auf die Solvenz von Einzelinstituten Sanktionsdefizit für Banken (Management) Eingeschränkte Möglichkeit zur EK-Bildung; zu hohe Belastung durch Regulierungsmaßnahmen Umgehungsmöglichkeiten der Regulierung

22 22 Vielen Dank Für Ihre Aufmerksamkeit

23 23 Fragen?

24 24 Literaturverzeichnis Baltensperger, Ernst: Finanzmarkregulierung aus ökonomischer Sicht: Gründe und Ziele, in: Die Volkswirtschaft , S Bergner, Matthias/Schackmann-Fallis, Karl-Peter/Weiß, Mirko: Die richtigen Lehren aus der Finanzmarktkrise ziehen, in: Zukunftsfähige Wirtschaftspolitik für Deutschland und Europa, hrsg. v. Paul J. J. Welfens, Heidelberg Fest, Alexander: Zwecke, Ansätze und Effizienz der Regulierung von Banken, in: Studien zur Kredit- und Finanzwirtschaft, Band 183, Duncker & Humblot, Berlin Gischer, Horst/Herz, Bernhard/Menkhoff, Lukas: Geld, Kredit und Banken, 3. Aufl., Heidelberg Haucap, Justus/Heimeshoff, Ulrich/Uhde, Andre: Ordnungspolitische Perspektiven Nr. 02 Zur Neuregulierung des Bankensektors nach der Finanzkrise: Bewertung der der Reformvorhaben der EU aus ordnungspolitischer Sicht, Düsseldorf Heremans, Dirk: Regulation of Banking and Financial Markets, in: Encyclopedia of law and economics, hrsg. v. Boudewijn Bouckaert/Gerrit De Geest, Cheltenham 2000.

25 25 Literaturverzeichnis Klump, Rainer: Instrumente, Ziele und Institutionen, Pearson Studium, München Krahnen, Jan Pieter: Die Stabilität von Finanzmärkten: Wie kann die Wirtschaftspolitik Vertrauen schaffen, in: Zeitschrift für Wirtschaftspolitik 2006, S Müller, Jürg: Der Finanzmarkt in der Regulierungsspirale, in: Die Volkswirtschaft , S Schnabel, Isabel: Ökonomische Grundlagen der Bankenregulierung, Workshop an der Johannes Gutenberg- Universität, Mainz Treu, Johannes: Zur Regulierung von Banken und die Zwangslage protektiver Massnahmen, Greifswald Weiß, Gregor: Bank Contagion, in: DBW 2009, S

26 Ziele der Kapitalmarktregulierung Bearbeitet von: Sandra Bärmann, Christoph Mai und Philipp Ulrich

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