REACH AUS SICHT EINES NACHGESCHALTETEN ANWENDERS -EINE ZWISCHENBILANZ -

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1 REACH AUS SICHT EINES NACHGESCHALTETEN ANWENDERS -EINE - UMSETZUNG BEI DER KONRAD HORNSCHUCH AG

2 Überblick Die Hornschuch Group und die Konrad Hornschuch AG Unsere Rolle unter REACh Entwickelte Strategien und getroffene Maßnahmen zur Risikominimierung Eine Zwischenbilanz Ausblick

3 Die Hornschuch Group 10 Schwester- und Tochterunternehmen sowie versch. Vertriebsbüros weltweit Produktionsstandorte in Weißbach, Herboltzheim, Stolzenau und Winchester (USA) Ca Mitarbeiter Konzernumsatz > 300 Mio. Euro Produktion von Design- und High-Performance-Folien sowie Kunstleder und kaschierte Verbunde G. Brenner 3

4 Die Konrad Hornschuch AG gegründet 1898 Standort Weißbach / BaWü Mitarbeiter ca Jahresumsatz ca. 200 Mio. Exportrate ca. 70 % G. Brenner 4

5 Unsere Rolle unter REACh Konrad Hornschuch AG Verarbeiter von Kunststoffen / Chemischen Stoffen Produzent von Erzeugnissen Nachgeschalteter Anwender Downstream User G. Brenner 5

6 Unsere Rolle unter REACh Stoffe Kein Hersteller oder Direktimporteur von Stoffen Verwender (DU) von Rohstoffen, Hilfsstoffen (Polymere, Weichmacher, Lösemittel, Additive, etc.) Zubereitungen Verwender (DU) von Zubereitungen (Lacke, Masterbatches, Compounds, etc.) Hersteller von Zubereitungen für interne Weiterverarbeitung (Dryblends, Pasten, Lacke, Masterbatches, etc.) Erzeugnisse Verwender (DU) von Halbfabrikaten / Erzeugnissen (Textilien, Folie, etc.) Hersteller von Erzeugnissen (Technische Folien, Kunstleder) Hauptaufgabe sind Kommunikation und Informationspflicht G. Brenner 6

7 Vorbereitung auf REACh Information der Organisation Bildung eines Kernteams Erstellung eines Stoffregisters Bewertung der eigenen Rolle und Festlegung von Handlungsstrategien Kommunikation mit Lieferanten und Kunden G. Brenner 7

8 Handlungsstrategie Registrierung g Bewertung aller Rohstoffe bzgl. Menge und Einsatzzweck Stoffregister erstellt gute Basis für alle REACh-Aktivitäten Prüfung der Vereinheitlichung von Rohstoffen (Baukastenprinzip) Vereinheitlichungen soweit möglich durchgeführt + Kostenersparnis / Handlingsreduzierung!!! Gefahr von Single Sourcing / Abhängigkeiten Bewertung aller Rohstoffe bzgl. Alternativprodukte und -lieferanten Bewertung im Rahmen der Erstellung Stoffregister Alternativen bei Spezialprodukten selten vorhanden Kein Direktimport von Rohstoffen (eigene Registrierungspflicht) G. Brenner

9 Handlungsstrategie Authorisierung g Maßnahmenplan zur Eliminierung von CMR-Stoffen Cat. 1a+1b Aktivitäten fast abgeschlossen + Sicherheits- und Arbeitsschutzbedingungen - Kosten (Reformulierung / Prüfung) - Austausch technisch nur eingeschränkt möglich Bewertung aller Rohstoffe hinsichtlich zukünftiger Einstufung Prüfung der Substitution von Rohstoffen Blick in die Glaskugel - Generierung von Kosten - Verbrauch von Kapazitäten in F&E, die für Innovationen fehlen G. Brenner

10 Kommunikationsstrategie zum Lieferanten g Nutzung von kommerziellen und technischen Gesprächen zur Kommunikation Frühzeitige Gespräche mit Lieferanten sensibler Produkte Sensibilisierung von Lieferanten Fragebogenaktionen Rohstoffe Systematisches Abfragen zu Vorregistrierungs- und Registrierungsabsichten Rückinfo von den wichtigen Lieferanten + alle eingesetzten Rohstoffe wurden vorregistriert - Portfoliobereinigungen angekündigt Fragebogenaktionen Rohstoffe + Halbfabrikate Freiheit von SVHC-Stoffen und Einhaltung der Informationspflicht - schwierige Umsetzung - Zuverlässigkeit der Information - Aktualisierung der Kandidatenliste + rechtliche Absicherung?? G. Brenner

11 Kommunikationsstrategie zum Lieferanten g Verbandsinterne Festlegung der Kommunikation von Verwendungen Erstellung einer Kommunikationsmatrix auf Basis Guideline RIP 3.12 Mitarbeit am PEST-Projekt der Kunststoffindustrie Ständiger Austausch auf Verbandsebene Aktuelle Sicherheitsdatenblätter weisen zum Großteil PROC-System auf Informationsschreiben zu den Verwendungen an alle Rohstofflieferanten G. Brenner

12 Kommunikationsstrategie zum Kunden g Kennenlernen des (v.a. außereuropäischen) Wettbewerbs verbesserte Argumentation beim Kunden Informationsveranstaltungen bei Kundenverbänden Vermittlung von Kompetenz und Sicherheit für die Kunden Standardanschreiben für Kundenanfragen G. Brenner

13 REACH-EN-FORCE Überprüfung durch die Behörde Ende 2011 Überprüfung der Umsetzung (Vorregistrierung, SVHC-Stoffe, Kommunikation, etc.) Keine Abweichungen festgestellt Positive Erwähnung der Vorgehensweise Alles richtig gemacht??? G. Brenner 13

14 Rohstoffwegfall Zum Ende der zweiten Registrierungsfrist steigende Zahl an Rohstoffen, die nicht registriert werden Begründungen: Portfoliobereinigung / strategische Ausrichtung Kosten Nicht-Registrierung durch Vorlieferanten Teilweise sehr kurze Zeitleiste (< 6 Monate) Betroffenheit ganzer Produktgruppen bzw. Geschäftsfelder Kapazitäten in Entwicklung und Verfahrenstechnik bis zu 50% zur Absicherung von Produktqualität und Produktion gebunden Hohe Kosten für Umrezeptierungen und Prozessanpassungen Weiterhin enger Kontakt zu Lieferanten und Rohstoffmarkt erforderlich Start von Alternativentwicklungen bei strategisch wichtigen Produkten wird überprüft G. Brenner 14

15 Kandidatenliste SVHC-Stoffe Wachsender Druck auf Behörden zur Erweiterung der Liste Aufforderung an die Mitgliedsländer, Stoffe für die Kandidatenliste vorzuschlagen Aktuelles Beispiel: Azodicarbonamid Treibmittel zur Schaumherstellung Additiv, das sich im Prozess zersetzt Erster Stoff der Liste ohne CMR- oder PBT-/vPVB-Einstufung Gefährdung durch respiratorische Sensibilisierung Studien, die als Begründung aufgeführt wurden, sind veraltet Keine Methode zur Bestimmung von Restgehalten vorhanden bzw. validiert G. Brenner 15

16 Auswirkungen auf die HornschuchGroup Entwicklungen an unserem Standort in Winchester werden unter REACh-Gesichtspunkten bewertet Portfolio der Gruppe soll weltweit verfügbar sein Integration der Tochterunternehmen kek Kaschierungen und Hornschuch Stolzenau in das Unternehmen und Implementierung der Kommunikationsstruktur REACh Einheitliche Vorgehensweise in der Gruppe G. Brenner 16

17 Ausblick REACh ist und bleibt eine große Herausforderung für das Unternehmen und die Hornschuch Group Ständiger Austausch im Unternehmen und in den Verbänden sind erforderlich Letzte Registrierungsphase wird zu weiterem Wegfall von Rohstoffen führen Welche Überraschungen bringt die Kandidatenliste noch? G. Brenner 17

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