Bildung für ältere Erwachsene in Sachsen-Anhalt und die Herausforderungen an die Hochschulen

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1 Bildung für ältere Erwachsene in Sachsen-Anhalt und die Herausforderungen an die Hochschulen Tagung in Chemnitz Demographischer Wandel in S-A bis leben 2,3 Mill. Menschen in Sachsen-Anhalt werden weniger als 2 Mill. Menschen im Land leben Gründe für den Rückgang der Bevölkerung - Anhaltendes Geburtendefizit. Die Müttergeneration ist schwach besetzt - Ältere Generation ist zahlenmäßig stark besetzt - Anteil der Bevölkerung der über 65 Jahre beträgt heute 23 %, 2023 = 32 % - Bevölkerungsrückgang ist in den Landkreisen besonders zu spüren - Halle und Magdeburg profitieren im positiven Sinne davon Quelle: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr. 2010

2 Bildung und Alter Als Entwicklungstendenzen im Bereich des dritten Lebensalters sind für die Bildungsprozesse zu berücksichtigen: - Steigende Lebenserwartung - der Frauenanteil steigt im Alter - Kriterien für das Wohlbefinden im Alter verändern sich - Zunahme der gebildeten Alten Bessere Bildungsvoraussetzungen - Individualisierungswunsch auch bei den Älteren - Zuwachs an Selbstorganisation und neuen Formen der Freiwilligenarbeit

3 Ziele im Seniorenstudium - Soziale und politische Kompetenz entwickeln - Möglichkeit zur Teilnahme an Weiterbildung - Globale und gesellschaftliche Fragen klären - Jung und Alt studieren gemeinsam - Bildung ist in allen Altersgruppen gefragt - Altersforschung und Alterswissenschaft sollen Impulse erhalten Situation in Sachsen-Anhalt Hochschule Harz verfolgt das Modell der Generationenhochschule. Monatlich finden Vorlesungen zu Themen aus Politik, Medizin und Touristik. Etwa 260 Personen kommen zur Vorlesung.

4 Hochschule Anhalt Eine kostenlose Gasthörerschaft ermöglicht die Teilnahme an Vorträgen, Exkursionen. Die Veranstaltungen werden mit den Kreisseniorenräten organisiert. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Seit 1981 besteht ein Seniorenkolleg Studierende im Alter von Jahre Angebot: Vorlesungen, Seminare, Vortragsreihen Projekte: Clubgespräche, Internetstammtisch, ErzählKaffee, Gespräch der Generationen, Leseerlebnisse, Gestaltung einer Seniorenzeitung Biographisches Lernen, Senioren ans Netz, Internetstammtisch

5 Hochschule Merseburg Wird mit dem Verein Arbeit und Leben organisiert. Es werden Vorlesungen und Vorträge organisiert. Themen kommen aus Politik, Kultur, Medizin, Psychologie und Recht Wichtig ist der generationsübergreifende Diskurs Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Seit 1992 Studieren ab 50 Geöffnete Lehrveranstaltungen im Direktstudium Jung und Alt studieren gemeinsam ist das Motto Spezielle Lehrveranstaltungen für Ältere Projektarbeit Einbeziehung in die Forschung der Universität Kooperation mit nationalen und internationalen Einrichtungen Online Ringvorlesungen bundesweit

6 Welchen Wert hat das Bildungsangebot für die Hochschulen? Hochschulen werden zu Orten, an denen Menschen verschiedenster Berufsgruppen und Alter lernen und neues Wissen erwerben Hochschulen stehen vor der Aufgabe, Fragen der Kulturgesellschaft, eine neue Alterskultur, der Mitverantwortung und Teilhabe als Entwicklungsaufgabe zu sehen Forschung ist gemeinsam mit älteren studierenden durchzuführen Das intergenerationelle Lernen ist wichtig Das Renommee der Hochschule wird gesteigert. Welche Herausforderungen müssen Hochschulen annehmen?

7 Wie sehen Modelle des Seniorenstudiums aus? Vorlesungen und Seminare in Form des Studium Generale Kurse um Selbstbestimmung, Selbstorganisation, Selbsttätigkeit zu vermitteln. Kompetenzentwicklung Arbeit in Forschungsgruppen Teilnehmer bieten eigene Lehrveranstaltungen an Leitung und Mitarbeit in Projekten Jung und alt studieren gemeinsam SeniorScouts/ Seniorconsulting/ Mentoring/ Förderung Bildung für Ältere ist Bestandteil der wissenschaftlichen Weiterbildung Resümee Das Seniorenstudium ist auch in zehn Jahren nicht aus der Hochschule wegzudenken. Das Studium hat langfristige und nachhaltige Entwicklungsperspektiven. Die Hochschule wirkt in hohem Maße im regionalen Umfeld und hat die Aufgabe gesellschafts- und berufsbezogene Weiterbildung anzubieten. Die Hochschule wird ein Ort des Lebenslangen Lernens.

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