Open Source Datenbanken

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1 Open Source Datenbanken Haben solche Datenbanken eine Chance in Unternehmen? Verena Mai, Robert Thomalla 1

2 Lernziele Was ist Open Source? Welche Open Source Lizenzen und Datenbanken gibt es? Welche Vor- und Nachteile haben Open Source Datenbanken? Wo und wann lohnt sich der Einsatz von Open Source Datenbanken? Verena Mai, Robert Thomalla 2

3 Gliederung I. Definition des Begriffs Open Source II. Open Source Lizenzen III. DBMS mit zwei Lizenzen IV. Open Source Datenbanken V. Vor- und Nachteile von Open Source Datenbanken VI. Quellen Verena Mai, Robert Thomalla 3

4 I. Definition von Open Source Die Software (d. h. der Programmcode) liegt in einer für den Menschen lesbaren und verständlichen Form vor. Die Software darf beliebig kopiert, verbreitet und genutzt werden. Die Software darf verändert und in der veränderten Form weitergegeben werden. Verena Mai, Robert Thomalla 4

5 II. Open Source Lizenzen GNU General Public License (GPL) GNU Lesser General Public License (LGPL) BSD Lizenz Apache Lizenz Verena Mai, Robert Thomalla 5

6 II. Open Source Lizenzen [GNU GPL] GPL = General Public License Gründer der GPL: Richard Stallmann, Eben Moglen Erste Version im Jahr 1989 Dritte Version voraussichtlich Ende 2005 Applikationen die unter die GPL fallen: GNOME The Gimp Linux Perl MySQL Verena Mai, Robert Thomalla 6

7 II. Open Source Lizenzen [GNU LGPL] LGPL = Lesser General Public License Freie Lizenz der Free Software Foundation (FSF / Richard Stallmann) Version 1.0 im Jahr 1989 Aktuelle Version 2.1 im Jahr 1999 Für Programmbibliotheken geschaffen Verena Mai, Robert Thomalla 7

8 II. Open Source Lizenzen [BSD Lizenz] BSD = Berkeley Software Distribution Freie Softwarelizenz von der University of California, Berkeley 1970 als UNIX-Distribution 1990 als Open Source Folgende UNICES fallen unter die BSD Lizenz: OpenBSD NetBSD FreeBSD HSQLDB Verena Mai, Robert Thomalla 8

9 II. Open Source Lizenzen [Apache Lizenz] Freie Softwarelizenz von der Apache Software Foundation (ASF) Aktuelle Version 2.0 (Jahr 2004) Nicht GeneralPublicLicense-kompatibel Applikationen die unter die Apache Lizenz fallen: Apache HTTP Server Ant Tomcat PHP Derby Verena Mai, Robert Thomalla 9

10 II. Open Source Lizenzen [Überblick] Quelle: [ ] Verena Mai, Robert Thomalla 10

11 III. DBMS mit zwei Lizenzen Open Source Lizenz / Kommerzielle Lizenz Zweck: Für Weiterverkauf kommerzielle Lizenz nötig Um der Einsicht in den Quellcode zu entgehen Um zu verhindern, dass die eigene Anwendung Open Source wird Haftung Beispiele: MySQL MaxDB Verena Mai, Robert Thomalla 11

12 MySQL [Überblick] 1994 von Michael Widenius entwickelt Aktuelle Version 4.1 (Beta-Version 5.0) Wird heute von MySQL AB und Communities weiterentwickelt Populärste Open Source Datenbank Mittlerweile über 6 Mio. Installationen und Downloads pro Tag Wesentlicher Bestandteil von LAMP Steht unter GPL- und kommerzieller Lizenz Verena Mai, Robert Thomalla 12

13 MySQL [Eigenschaften] Quelle: [ ] Verena Mai, Robert Thomalla 13

14 MySQL [Eigenschaften] Transaktionen nur mit BerkeleyDB und InnoDB möglich Komplexe Abfragen mit Unterabfragen nicht möglich Keine Views möglich Keine Trigger Zugriff auf die Datenbank durch Secure Socket Layer (SSL) möglich Plattformunabhängig Verena Mai, Robert Thomalla 14

15 MySQL [Bekannte Anwender] Yahoo! DaimlerChrysler Cox Communications NASA Nürnberger Versicherungsgruppe Verena Mai, Robert Thomalla 15

16 MaxDB [Überblick] 1977 von der TU Berlin entwickelt Aktuelle Version (Beta-Version ) Professionelles DBMS Wird heute von MySQL AB vertrieben Vorgänger: Reflex, DDB/4, Adabas D, SAP DB Steht unter GPL- und kommerzieller Lizenz Verena Mai, Robert Thomalla 16

17 MaxDB [Überblick] MaxDB & Predecessors: Installations since MaxDB (all) MaxDB (cust.) Quelle: SAP AG Vortrag [ ] Verena Mai, Robert Thomalla 17

18 MaxDB [Eigenschaften] Transaktionen u.a. mit Oracle und IBM DB2 möglich Komplexe Abfragen mit Unterabfragen möglich Triggers Views Datenkonsistenz Logging Recovery Backup Plattformunabhängig Verena Mai, Robert Thomalla 18

19 MaxDB [Bekannte Anwender] Intel DaimlerChrysler Barun-Gilette Bayer Colgate Yamaha Toyota South Afrika Deutsche Post Verena Mai, Robert Thomalla 19

20 PostgreSQL [Überblick] 1989 erste Version von der University of California in Berkley Entwicklungsleiter: Michael Stonebraker Früher unter Postgres95 bekannt 1994 Erweiterung eines SQL- Interpreters Freigabe als Open Source unter Postgres Erste Version unter PostgreSQL V. 6.0 Aktuelle Version Steht unter BSD Lizenz Verena Mai, Robert Thomalla 20

21 PostgreSQL [Eigenschaften] Umfassendes Transaktionskonzept Komplexe Abfragen mit Unterabfragen Views, die mit Hilfe von Regeln schreibfähig sein können Triggers / gespeicherte Strukturen in verschiedenen Sprachen Plattformunabhängig Point in Time Recovery Problemloser Import und Export von Daten Erweiterung: PostGIS Verena Mai, Robert Thomalla 21

22 PostgreSQL [Bekannte Anwender] Fujitsu Siemens Ralf Burger AG Cobis GmbH Hiller United Labels Verena Mai, Robert Thomalla 22

23 Derby [Überblick] 1997 erste Version von der Cloudscape Inc. Früher bekannt unter dem Namen JBMS 2001 Übergang an IBM Freigabe als Open Source im Jahre 2004 durch IBM Aktuelle Version Incubator Project bei ASF Steht unter Apache 2.0 Lizenz Verena Mai, Robert Thomalla 23

24 Derby [Eigenschaften] Transaktionsverwaltung Beinhaltet u.a. JDBC und SQL Standards Logging und Recovery Views Triggers Plattformunabängig Verena Mai, Robert Thomalla 24

25 HSQLDB [Überblick] HSQLDB = HypersonicSQL Erste Version im Jahr 1998 als Community Projekt JAVA-basierend Aktuelle Version (Beta-Version 1.8.0) Steht unter der BSD Lizenz Verena Mai, Robert Thomalla 25

26 HSQLDB [Eigenschaften] Erfüllt SQL Standards Triggers und Views sind möglich Datenbank-Sicherheitsfunktion Abfragen mit Unterabfragen möglich Transaktionen möglich In-Memory- Stand Alone and Clint-Server Operating Modes Kann für Applets and Applikationen benutzt werden Plattformunabhänig Verena Mai, Robert Thomalla 26

27 HSQLDB [Anwendende Software] Open Source Software: Open Office JBoss Hibernate Mr. Persister ORM ObJectRelationalBridge (OJB) Verena Mai, Robert Thomalla 27

28 Firebird [Überblick] Open-Source-Spin-Off des DBMS Interbase Von Borland vertrieben Abspaltung im Jahr 2000 mit Firebird 1.0 Ab Version 1.5 (2004) Umstellung des Quellcodes von C auf C++ Aktuelle Version 2.0 Steht unter Mozilla Public License (MPL 1.1) Verena Mai, Robert Thomalla 28

29 Firebird [Eigenschaften] Transaktionsverarbeitung erfüllt ACID-Kriterien Vielzahl an Treiber und Bibliotheken verfügbar Erweiterung durch User Definied Functions (UDFs) Triggers können definiert werden Sicherung durch Mirroring Plattformunabhängig Verena Mai, Robert Thomalla 29

30 Firebird [Bekannte Anwender] Motorola Nokia Bear Steams US Army NASA Boeing Verena Mai, Robert Thomalla 30

31 Berkeley [Überblick] 1991 als Open Source Projekt von Sleepycat Software entwickelt Berkeley DB Version 4.3 Berkeley DB XML Version 2.1 Berkeley DB Java Edition 1.7 Steht unter der Berkeley Database License Kompatibel zur GPL Lizenz Verena Mai, Robert Thomalla 31

32 Berkeley [Eigenschaften] Transaktionen Keine relationale Datenbank Locking, Logging, Replikation Hashing Plattformunabhängig Erweiterung: hostcap Verena Mai, Robert Thomalla 32

33 Berkeley [Bekannte Anwender] Ford Fujitsu Google HP Samsung Sony Sun Symantec Verena Mai, Robert Thomalla 33

34 V. Vor- und Nachteile von Open Source Datenbanken Vorteile: Ständige Weiterentwicklung Kurze Zeitperioden zwischen Releases Kostengünstig Eigene Weiterentwicklung möglich Standards werden gefördert Nachteile: Keine Haftung Keine konkrete Entwicklungsrichtung Kein dauerhaft gesicherter Support Das KnowHow ist nicht geschützt I.d.R kein Gewinn möglich Verena Mai, Robert Thomalla 34

35 VI. Quellen -Source-Lizenzen ml Verena Mai, Robert Thomalla 35

36 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Verena Mai, Robert Thomalla 36

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