Einführung in die Philosophie der Frühen Neuzeit. Vorlesung Geschichte der Philosophie III (3) Frühjahrssemester Prof. Dr. Hans-Joachim Pieper

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1 Einführung in die Philosophie der Frühen Neuzeit Vorlesung Geschichte der Philosophie III (3) Frühjahrssemester 2016 Prof. Dr. Hans-Joachim Pieper

2 René Descartes ( ) Implikationen eines verbreiteten Descartes-Bilds: Descartes gilt als Vater der modernen Philosophie, d. h. 1. als Philosoph (nicht: Mathematiker, Naturwissenschaftler) 2. als Erkenntnistheoretiker (nicht: Metaphysiker, Naturphilosoph) 3. als radikaler Überwinder der Tradition (Wende zum Subjekt) 4. als Begründer einer bis heute spürbaren modernen Tradition. Seine Philosophie wird charakterisiert als rationalistisch (Leib-Seele-) dualistisch. Literaturhinweis Dominik Perler: René Descartes. Verlag C. H. Beck. München, 2. erw. Aufl. 2006

3 René Descartes ( )/Lebensdaten: 1596 am in La Haye geboren Jesuitenkollegium in La Flèche Studium der Jurisprudenz in Poitiers Ansätze zu einer militär. Laufbahn 1619 Aufenthalt in Ulm: Entschluss zu einer wissenschaftl. Laufbahn erste Arbeit an den Regulae Paris: Beschäftigung mit Optik, Geometrie und Wahrnehmungstheorie versch. Wohnorte in den Niederlanden; Arbeit u. a. an Die Optik und Die Himmelskörper 1633 Die Welt und... Über den Menschen abgeschlossen (Amsterdam-Leiden-Haarlem- Leiden) wichtige Publikationen (Discours..., Meditationes...) 1643 Verurteilung an der Universität Utrecht; Korrespondenz mit Elisabeth von Böhmen 1647 Verurteilung an der Universität Leiden 1648 kurze Reise nach Paris 1649 Umzug nach Stockholm 1650 am in Stockholm gestorben

4 René Descartes ( ) Die wichtigsten Schriften: Regeln zur Leitung des Geistes (Regulae ad directionem ingenii) 1619/20 u. 1626/28 verf. Die Welt (Le Monde) 1633 abgeschl. Abhandlung über den Menschen (Traité de l homme) 1633 abgeschl. Abhandlung über die Methode des richtigen Vernunftgebrauchs (Discours de la mèthode...) 1637 publ., zus. mit: Die Optik, Die Himmelskörper, Die Geometrie (La Dioptrique, Les Météors, La Géométrie) Meditationen über die Grundlagen der Philosophie (Meditationes de prima philosophia) 1641 publ. Die Prinzipien der Philosophie (Principia philosophiae) 1644 publ. Die Leidenschaften der Seele (Passions de l âme) 1649 publ.

5 Andreas Gryphius Es ist alles eitel DV sihst / wohin du sihst nur Eitelkeit auff Erden. Was diser heute baut / reist jener morgen ein: Wo itzund Städte stehn / wird eine Wisen seyn / Auff der ein Schäfers-Kind wird spilen mit den Herden: Was itzund prächtig blüht / sol bald zutretten werden Was itzt so pocht und trotzt ist Morgen Asch und Bein / Nichts ist / das ewig sey / kein Ertz / kein Marmorstein. Itzt lacht das Glück uns an / bald donnern die Beschwerden. Der hohen Thaten Ruhm muß wie ein Traum vergehn. Soll denn das Spil der Zeit / der leichte Mensch bestehn? Ach! was ist alles diß / was wir vor köstlich achten / Als schlechte Nichtigkeit / als Schatten/ Staub und Wind; Als eine Wisen-Blum / die man nicht wider find't. Noch will was Ewig ist kein einig Mensch betrachten!

6 Seit lange hatte ich bemerkt, daß in betreff der Sitten man bisweilen Ansichten, die man als sehr unsicher kennt, folgen müsse * +, als ob sie ganz zweifellos wären. Aber weil ich damals bloß der Erforschung der Wahrheit leben wollte, so meinte ich gerade das Gegenteil tun zu müssen und alles, worin sich auch nur das kleinste Bedenken auffinden ließe, als vollkommen falsch zu verwerfen, um zu sehen, ob danach nichts ganz Unzweifelhaftes in meinem Fürwahrhalten übrigbleiben würde. (Abhandlung/Discours, Recl., 30 f.)

7 So wollte ich, weil unsere Sinne uns bisweilen täuschen, annehmen, daß kein Ding so wäre, wie die Sinne es uns vorstellen lassen; und weil sich manche Leute in ihren Urteilen selbst bei den einfachsten Materien der Geometrie täuschen und Fehlschlüsse machen, so verwarf ich, weil ich meinte, dem Irrtum so gut wie jeder andere unterworfen zu sein, alle Gründe als falsch, die ich vorher zu meinen Beweisen genommen hatte; endlich, wie ich bedachte, daß alle Gedanken, die wir im Wachen haben, uns auch im Schlaf kommen können, ohne daß dann einer davon wahr sei, so machte ich mir absichtlich die erdichtete Vorstellung, daß alle Dinge, die jemals in meinen Geist gekommen, nicht wahrer seien als die Trugbilder meiner Träume. (Abhandlung/Discours, Recl., 30 f.)

8 René Descartes ( ): Die Stufen des methodischen Zweifels Im Discours : 1. Zweifel an sinnlicher Wahrnehmung 2. Zweifel an Urteil und Beweis 3. Traumargument: Zweifel an der Realität

9 René Descartes ( ): Die Stufen des methodischen Zweifels Im Discours : 1. Zweifel an sinnl. Wahrnehmung 2. Zweifel an Urteil und Beweis 3. Traumargument In den Meditationes : 1. Zweifel an sinnl. Wahrnehmung 2. Traumargument 3. Genius malignus- Argument

10 So will ich denn annehmen, * + daß irgend ein böser Geist, der zugleich höchst mächtig und verschlagen ist, allen seinen Fleiß daran gewandt habe, mich zu täuschen; ich will glauben, Himmel, Luft, Erde, Farben, Gestalten, Töne und alle Außendinge seien nichts als täuschende Spiel von Träumen, durch die dieser meiner Leichtgläubigkeit Fallen stellt; mich selbst will ich so ansehen, als hätte ich keine Hände, keine Augen, kein Fleisch, kein Blut, überhaupt keine Sinne, sondern glaubte nur fälschlich, dies alles zu besitzen. Und ich werde hartnäckig an dieser Art der Betrachtung festhalten und werde so zwar nicht imstande sein, irgendeine Wahrheit zu erkennen, aber doch entschlossenen Sinnes mich in Acht nehmen, soviel an mir liegt, nichts Falschem zuzustimmen, noch von jenem Betrüger mich hintergehen zu lassen, so mächtig und so verschlagen er auch sein mag. (I.16)

11 René Descartes ( ): Die Stufen des methodischen Zweifels In den Meditationes : 1. Zweifel an sinnl. Wahrnehmung Unbezweifelt: Selbstwahrnehmung 2. Traumargument Unbezweifelt: primäre Qualitäten (Gestalt, Anzahl etc.), Vernunftwahrheiten (z. B. Mathematik) 3. Genius malignus-argument

12 René Descartes ( ): Die Stufen des methodischen Zweifels (nach Dominik Perler, S. 74) 1. Zweifel hinsichtlich meiner kognitiven Grundlagen; 2. Zweifel hinsichtlich meines kognitiven Zustandes; 3. Zweifel hinsichtlich meiner kognitiven Autonomie Meditationes : 1. Zweifel an sinnlicher Wahrnehmung 2. Traumargument 3. Genius malignus- Argument

13 René Descartes ( ): Die Stufen des methodischen Zweifels (nach Dominik Perler, S. 74) 1. Zweifel hinsichtlich meiner kognitiven Grundlagen 2. Zweifel hinsichtlich meines kognitiven Zustandes 3. Zweifel hinsichtlich meiner kognitiven Autonomie Im Discours : 1. Zweifel an sinnl. Wahrnehmung 2. Zweifel an Urteil und Beweis 3. Traumargument Meditationes : 1. Zweifel an sinnlicher Wahrnehmung 2. Traumargument 3. Genius malignus- Argument

14 René Descartes ( ): Umfang des radikalen Zweifels Er betrifft: 1. die Existenz der materiellen Welt, 2. die kausale Relation zwischen der materiellen Welt und dem denkenden Geist, 3. die Existenz des eigenen Körpers, 4. die Erkennbarkeit mathematischer Wahrheiten. (D. Perler: Réne Descartes, S. 80 f.)

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