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1 Prof. Dr. H. Schröder Einführung in die Kulturwissenschaften Einführung Aufbau der Veranstaltung Arbeitsweise Literatur und Quellen Kulturwissenschaft an der Viadrina Wissenschaft Verteilung der Themen Aufbau der Veranstaltung 21. Oktober 2008: Einfühung 28. Oktober 2008: Vorlesung von Prof. Schröder: Was sind Kulturwissenschaften? Was ist Kultur? 4. November 2008: Vorlesung von Dr. Panasiuk: Cultural Studies 11. November 2008: Vorlesung von Prof. Schröder: Kultursemiotik 18. November 2008: Vorlesung von Dr. Panasiuk: Kulturologie Ab dem 25. November Referate 13. Februar 2009: Klausur 1

2 Arbeitsweise Regelmäßig Teilnahme an der Lehrveranstaltung Regelmäßige Teilnahme an einem Tutorium Referat (in einer Gruppe) Klausur Arbeitsweise Obligatorische Texte für jede Sitzung Fakultative Texte für jede Sitzung Zentrale Begriffe (klausurrelevant) für jede Sitzung Semesterapparat Linkliste und Online-Publikationen Tutorien: Vorbereitung der Essays und Referate Zentrale Begriffe Wissenschaft Interdisziplinarität Paradigma/Paradigmenwechsel Denkstil 2

3 Kulturwissenschaften an der Viadrina Kulturwissenschaften - ein unscharfer Begriff Unterschiedlichste wissenschaftstheoretische und forschungspragmatische Ansätze Dilemma der Unschärfe bewußt keine allgemeinverbindliche Definition Versuch: Selbstverständigungsprozeß Vielfalt der Perspektiven und Ansätze reflektieren Angebot zum Nachdenken und Diskutieren. Denkschrift der Viadrina Interdisziplinäre und internationale Ausrichtung Integrative Verbindung von Geistes- und Sozialwissenschaften Fähigkeit zur Grenzüberschreitung Interkulturelle Orientierung: Vergleich Kultur als»inbegriff aller menschlichen Arbeit- und Lebensformen«Ziele der Ausbildung an der Viadrina Theoretische und methodische Grundlagen einzelner Disziplinen Basiskenntnisse Wirtschaft und/oder Recht Interdisziplinäre und interkulturell vergleichende Problemstellungen Fachsprachliche Kompetenz in Fremdsprachen Praktische Fertigkeiten, insbesondere im Umgang im Medien 3

4 Ziele der Ausbildung an der Viadrina Theoretische und methodische Grundlagen einzelner Disziplinen Basiskenntnisse Wirtschaft und/oder Recht Interdisziplinäre und interkulturell vergleichende Problemstellungen Fachsprachliche Kompetenz in Fremdsprachen Praktische Fertigkeiten, insbesondere im Umgang im Medien Wissenschaft Objekt und Forschungsgegenstände Methoden und Theorien (vgl. Denkstil) Sprache und andere Zeichensysteme Institutionen (Wissenschaftliche Gesellschaften, Zeitschriften, Forschung und Lehre) Wissenschaft Ausgangspunkt jeder wissenschaftlichen Erkenntnis: Problem, Fragestellung, Leerstelle Entdecken (Beziehungen hinter beobachtbaren Zusammenhängen) => Hypothesen Ursachen der Zusammenhänge erkennbar machen => Theorie Erklären => Begründung 4

5 Grenzen der Wissenschaft Hypothesen über die Wirklichkeit werden überprüft Jede Theorie stellt nur einen Annäherungswert an Wahrheit dar Objektivität der reinen Wissenschaft existiert nicht Wissenschaftliche Wahrheitsfindung ist immer subjektiv Wissenschaftspluralismus Art. 5, Abs. 3 GG: Schutz der Wissenschaftsfreiheit Bundesverfassungsgericht: Forschung als geistige Tätigkeit mit dem Ziele, in methodischer, systematischer und nachprüfbarer Weise neue Erkenntnisse zu gewinnen. Geschützt ist jede wissenschaftliche Tätgikeit... Alles, was nach Inhalt und Form als ernsthafter planmäßiger Versuch der Ermittlung der Wahrheit anzusehen ist. Dies folgt unmittelbar aus der prinzipiellen Unabgeschlossenheit jeglicher wissenschaftlicher Erkenntnis. Vorurteile Wissenschaft ist Wahrheit Wahrheit ist zeitlos Es gibt nur wissenschaftliche Wahrheit (vgl. künstlerische und moralische Wahrheit) Wahrheit ist universell Quelle: s_labor/labor_a/modul01.php 5

6 Ludwik Fleck: Denkstil und Denkkollektiv Wissenschaftliche Entwicklungen sind mit sozialen Prozessen verbunden Erkenntnisprozese finden kollektiv statt: Denkkollektive Denkkollektive verfügen über einen gemeinsamen Denkstil Wahrnehmen ist nie voraussetzungslos Denkstil Wir können also Denkstil als gerichtetes Wahrnehmen, mit entsprechendem gedanklichen und sachlichen Verarbeiten des Wahrgenommenen, definieren. Ihn charakterisieren gemeinsame Merkmale der Probleme, die ein Denkkollektiv interessieren; der Urteile, die es als evident betrachtet; der Methoden, die es als Erkenntnismittel anwendet. Ihn begleitet eventuell ein technischer und literarischer Stil des Wissenssystems. (Fleck 1994/1935: S. 130) Paradigma aus dem Griechischen (παράδειγµα parádeigma; para = neben und deiknynai = zeigen, begreiflich machen) Beispiel, Muster oder Abgrenzung 6

7 Paradigma Thomas S. Kuhn: Wissenschaftliche Paradigma was beobachtet und untersucht wird, Art der Fragen, welche gestellt werden, wie die Fragen gestellt werden, wie Untersuchungsergebnisse interpretiert werden. Paradigma ein vorherrschendes Denkmuster in einer bestimmten Zeit Paradigmen spiegeln einen gewissen allgemein anerkannten Konsens über Annahmen und Vorstellungen wider Paradigma disziplinäre Matrix Symbolische Verallgemeinerungen (Naturgesetze) Modelle, die Metaphern und Analogien liefern Werte bezüglich der Güte von Voraussagen und Theorien Musterbeispiele konkreter Problemlösungen 7

8 Paradigmenwechsel Naturwissenschaften: Zeitliche Abfolge Geistes- und Sozialwissenschaften: Gleichzeitigkeit Paradigmatische vs. Vor-paradigmatische Disziplinen Wissenschaft als Kultur (Lepenies: die drei Kulturen ) Interdisziplinarität Multidisziplinär Transdisziplinär Interdisziplinär Bindestrich-Disziplinen Anzahl der Disziplinen Forschungsgebiete, Fragestellungen Methoden Verteilung der Themen Kulturologie Sprache, Linguistik als Kulturwissenschaft Kommunikation (KW als Kulturwissenschaft) Medien (MW als Kulturwissenschaft) Cultural Turns Kulturelles Gedächtnis Kulturanthropologie Kulturpsychologie Interkulturelle Kommunikation Gender 8

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