Vorzeichen BARMHERZIGKEIT Bezüge im Lehrplan für die Fachakademie für Sozialpädagogik, 1. und 2. Studienjahr

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1 Vorzeichen BARMHERZIGKEIT Bezüge im Lehrplan für die Fachakademie für Sozialpädagogik, 1. und 2. Studienjahr Lernfeld Ausgewählte Kompetenzerwartungen Ausgewählte Inhalte Einzelne Anregungen Lernfeld 1 Berufliche Identität und professionelle Perspektiven weiter entwickeln sehen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene als Subjekte ihrer Entwicklung und begegnen ihnen mit einer ressourcenorientierten Grundhaltung. sind sich bewusst, Menschen, die überzeugen Anspruch kirchlicher Einrichtungen vor dem Hintergrund des Kirchenverständnisses (II. Vatikanisches Konzil): Sendung und Dienst für die Welt Auseinandersetzung mit Heiligen Bedeutung von Vorbildern für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Projekt local heroes Gestaltung von Namenstagen und Gedenktagen für Heilige Auseinandersetzung mit dass sie für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene eine Vorbildfunktion haben. sind in der Lage, ein pädagogisches Ethos zu entwickeln, prozessorientiert zu reflektieren und Erkenntnisse Einrichtungspatronen Die eigene religiöse Sozialisation reflektieren was hat mich geprägt? Man kann nicht nicht kommunizieren aus welchem (religions-)pädagogischen Ethos heraus möchte ich mit Kindern, 1

2 argumentativ zu vertreten. Jugendlichen und behinderten Menschen arbeiten, was möchte ich mit ihnen und für sie erreichen? Inklusion als Grundauftrag der Kirche wie kann sie im Alltag der Einrichtungen konkret werden? Armut und ihre verschiedenen Ausprägungsformen als Anfrage an kirchliche Einrichtungen Lernfeld 2 Pädagogische Beziehungen gestalten und mit Gruppen pädagogisch arbeiten () gestalten eine professionelle pädagogische Beziehung zu Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf der Grundlage von Wertschätzung, Empathie und Kongruenz. Sie regen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an, Konflikte selbstständig zu lösen und fördern partizipatorische, ressourcenorientierte und integrierende Lösungsstrategien. verfügen über breites und integriertes Wissen über Christliches Menschenbild (u. a. Gottebenbildlichkeit [Gen 1,27], Gottesbegegnung im Nächsten, im Geringsten [Mt 25,40]; sein Beitrag für Bildungsprozesse und eine gesellschaftlich relevante Persönlichkeitsentwicklung unter besonderer Berücksichtigung des Stellenwertes der frühen Bildung und des Bildes vom Kind Jeder Mensch ist ein König Bedeutung des christlichen Menschenbildes für die (religions-) pädagogische Arbeit in den Einrichtungen Werke der Barmherzigkeit Konkretion im Alltag Religion als Bindungs- und Beziehungsangebot Religion und Resilienz Bindungstheorie und entwicklungsförderliche pädagogische Beziehungsgestaltung breites integriertes Wissen über die Bedeutung der pädagogischen Grundhaltung für die Gestaltung von 2

3 Bildungssituationen verfügen über Fertigkeiten, sich aufgrund fundierter Selbstreflexion in die individuellen Lebenssituationen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen hineinzuversetzen die eigene Beziehungsfähigkeit zu reflektieren und weiterzuentwickeln pflegen einen Kommunikationsstil auf der Grundlage wechselseitiger Anerkennung und Wertschätzung zeigen Empathie für Kinder, Jugendliche, ihre Familien und deren unterschiedliche Lebenslagen berücksichtigen die Bedeutung emotionaler Bindungen und sozialer Beziehungen bei der pädagogischen Arbeit unterstützen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene dabei, ein positives Selbstkonzept zu entwickeln sind in der Lage, ein pädagogisches Ethos zu entwickeln, prozessorientiert zu reflektieren und 3

4 Erkenntnisse argumentativ zu vertreten Lernfeld 3 Lebenswelten und Diversität wahrnehmen, verstehen und Inklusion fördern () analysieren die Auswirkungen unterschiedlicher Lebenswelten auf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und erweitern ihr Konzept der Fremdwahrnehmung. ( ) Dabei legen sie besonderen Wert auf sorgfältige und differenzierte Fremdwahrnehmung und eine erfolgreiche Beziehungsgestaltung als Basis der pädagogischen Arbeit. Fertigkeiten: verfügen über Fertigkeiten, sich aufgrund fundierter Selbstreflexion in die individuellen Lebenssituationen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen hineinzuversetzen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in ihrer Individualität und Persönlichkeit als Subjekte in der pädagogischen Arbeit Ethische Grundfragen menschlichen Lebens Möglichkeiten der Integration und Inklusion Grundhaltungen wie Achtung und Toleranz gegenüber Glaubensüberzeugungen Biblische Botschaft, v. a. die Jesusgeschichte, bei Kindern und Jugendlichen; Konzepte und Möglichkeiten der Bibelarbeit Mit Kindern philosophieren und theologisieren z. B.: Warum gibt es arme Menschen? Wieso fliehen Menschen? Selbstwirksamkeit von Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Behinderung stärken und gleichzeitig Not wahrnehmen und beantworten: Konzeptionierung und Planung von Projekten, z. B. Sternsingeraktion, Meins wird Deins, Eine-Welt-Aktivitäten Haltung zu Not und Armut in verschiedenen Religionen und Weltanschauungen Barmherzigkeit als durchgängiges Prinzip im Handeln Jesu Biblische Erzählungen mit und für Kinder(n), Jugendliche(n) und Menschen mit Behinderung erlebbar machen wahrzunehmen und in ihrer Kompetenzerweiterung zu unterstützen sind der Welt, sich selbst und 4

5 Mitmenschen gegenüber offen, neugierig, aufmerksam und tolerant Lernfeld 4 Sozialpädagogische In der sozialpädagogischen Gestaltung von Lernumgebungen Das Kirchenjahr und seine Bildungsarbeit in den Bildungsbereichen professionell gestalten Bildungsarbeit begleiten und unterstützen die Studierenden Entwicklungs- und Bildungsprozesse im Sinne von Inklusion und Partizipation der beteiligten Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Sie regen zu sozialem Lernen, zur Ausbildung demokratischer Werthaltungen und sinnstiftender Deutungen an. sind sich bewusst, dass sie für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene eine Vorbildfunktion haben und Wahrnehmung von Bildungsanlässen für unterschiedliche Adressaten: o Gedenktage, Feste und Feiern im Leben eines Menschen o Sprache des Glaubens: Rituale, Symbole und Sakramente in der katholischen Kirche ( ) o Mit Gott in Beziehung treten: Religiöse Ausdrucksformen von frühester Kindheit an Höhepunkte Hintergrund einzelner Feste und Bräuche, z. B. Bedeutung von Heischebräuchen Anthropologische Bedeutung einzelner Feste: z. B. Weihnachten als Fest der Menschwerdung Gottes, Offenbarung im Kleinen und Ohnmächtiugen, scheinbar Unbedeutenden Gebet als Ressource und Beziehungsgeschehen Gott, Mitmensch, Individuum Dipl.-Theol. Martina Lutz, Referentin Fachakademien für Sozialpädagogik, Abteilung Schule und Religionsunterricht, HA V 5

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