Bezahlen im Handel. XII Bargeld. IV Kartenakzeptanz. XIV M-Payment. Neue Preismodelle revolutionieren den Markt. Das Handy wird zur Geldbörse

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1 IV Kartenakzeptanz Neue Preismodelle revolutionieren den Markt XII Bargeld Mehr Sicherheit im Handling XIV M-Payment Das Handy wird zur Geldbörse Bezahlen im Handel

2 II Bezahlen im Handel Der Handel Zahlverfahren Kartenzahlungen Selfcheckout Das deutsche EC- Kartenverfahren gerät unter Druck: Große Händler springen ab. Darüber hinaus wächst im Zuge von SEPA die Konkurrenz. Das Gebührenmodell wankt. IV Deutsche Einzelhändler tun sich noch schwer damit, den Kunden das Kassieren zu überlassen. Doch langsam finden die SB-Kassen auch hierzulande Anklang. X Nicht nur Bares Die Deutschen zahlen nach wie vor am liebsten mit Bargeld. Dem Einzelhandel ist dies recht und billig denn bislang ist es für die Branche das günstigste Verfahren. Mehr als ein Fünftel aller Deutschen tun es nie. Um die Zahlungsgewohnheiten der Verbraucher in Deutschland am Point-of-Sale zu ermitteln, hat die Bundesbank eine aufwändige empirische Erhebung durchgeführt. Ein überraschendes Ergebnis: 21 Prozent der Verbraucher zahlen aus Prinzip nur mit Bargeld. Die Bankkarte verwendet diese Gruppe allenfalls am Geldautomaten oder für den Kontoauszugsdrucker. Für die restlichen 71 Prozent hängt es von unterschiedlichen Faktoren ab, ob sie an der Ladenkasse zum Bargeld oder zur Karte greifen. Der noch verfügbare Bargeldbestand im Portemonnaie, die Höhe des Zahlungsbetrags oder auch die Art des Geschäfts können den Ausschlag geben (siehe Tabelle). Vor allem aber ent- Bargeldlösungen Um das Kassenpersonal zu entlasten, setzen immer mehr Unternehmen auf innovative Lösungen beim Bargeld- Handling. XII M-Payment Trotz vielversprechender Aussichten wartet das Zahlen mit dem Handy immer noch auf den Durchbruch. XIV Foto: F1 Online

3 Der Handel Bezahlen im Handel III ist Wahres scheidet wohl die Macht der Gewohnheit darüber, welches Zahlungsmittel der Verbraucher wählt. Zwar erfreuen sich Debitkartenzahlungen angesichts gestiegener Akzeptanz im Handel einer zunehmenden Beliebtheit, resümieren die Bundesbanker. Die Verbraucher zahlen aber nach wie vor am liebsten mit Bargeld. Die alljährliche Studie aus dem EHI Retail Institute zum Zahlverhalten im deutschen Einzelhandel bestätigt diese Einschätzung: 61,4 Prozent des Umsatzes im Handel werden danach mit Bargeld erlöst. Verbündete im War on Cash Im viel diskutierten War on Cash, also dem Krieg gegen das Bargeld, den die Kreditkartenorganisationen und Banken gerne ausrufen, ist der Einzelhandel bislang nur ein halbherziger Verbündeter. Für uns ist der War on Cash bei den derzeitigen Kartengebühren immer auch ein War on Profit, bringt der Kartenexperte eines großen deutschen Handelsunternehmens den Frontverlauf auf den Punkt. Die Kosten des Bargeldhandlings beziffern Händler in solchen Debatten gerne schon mal auf 0,048 Prozent vom Umsatz. Je nach Branche und Betriebstyp liegen die Gesamtkosten zwischen 0,08 und 0,2 Prozent vom Umsatz, heißt es vom EHI. Da müssen sich die aktuellen Debit- und Kreditkartengebühren noch etwas nach unten bewegen, um dem Handel das bargeldlose Zahlen noch schmackhafter zu machen. Immerhin gibt es Anzeichen dafür, dass Bewegung in den Gebührenpoker kommt (Seite IV). Bei konkurrenzfähigen Kosten für die Kartenakzeptanz, wäre der Handel ein sicher ein starker Verbündeter im Kampf gegen das Bargeld. Darüber hinaus zeigen wir in diesem Handel.Inside innovative Ansätze im Bargeld-Handling (Seite XII) und beim Thema SB-Kassen (Seite X). Auf Seite XIV erfahren Sie zudem, wie das Handy der Karte und Bargeld Konkurrenz machen soll. Hanno Bender < Zahlungsarten im Einzelhandel Die Qual der Wahl Anteile der Zahlverfahren am Umsatz des Einzelhandels in Deutschland 2008 Kriterien für die Auswahl des Zahlungsmittels an der Kasse. 60,4 % Bar 3,0 % Finanzkauf 0,5 % Sonstige 12,0 % EC-Lastschrift 18,1 % EC-Cash 5,2 % Kreditkarte 0,8 % Handelskarte Quelle: EHI-Research, Ausschließliche Barzahler 21 Möglichst späte Belastung 7 Spontane Entscheidung 10 Erhalt von Vergünstigungen 10 Art des Geschäfts 14 Kosten 20 Wie der Kunde zahlt ob bar oder mit Karten hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Höhe des Zahlungsbetrags Verfügbarer Bargeldbestand Angaben in Prozent, Mehrfachnennungen möglich. Quelle: Bundesbank, 2009.

4 IV Bezahlen im Handel Der Handel Kartenzahlung Die Karten werden neu gemischt Foto: B+S Card Service Das deutsche EC-Kartenverfahren gerät unter Druck: Große Händler springen ab. Darüber hinaus wächst im Zuge von SEPA die Konkurrenz. Das Gebührenmodell wankt. Eigentlich war alles wie immer: Er war gefahren, hatte vollgetankt und wollte nun Ölstand und Wasser kontrollieren, während sie mit seiner EC-Karte in Richtung Kasse marschierte. Doch diesmal kam seine bessere Hälfte unverrichteter Dinge zurück: Die wollen deine Unterschrift, mit deiner PIN-Nummer kann ich da nicht bezahlen. Solche Überraschungen erleben Autofahrer derzeit häufiger. Die Deutsche BP hat die Kartenakzeptanz an ihren rund Aral-Tankstellen in Deutschland vollständig umgestellt. Statt wie bisher sämtliche Zahlungen mit der Girocard (ehemals EC-Karte) durch die Eingabe der Geheimnummer zu legitimieren, genügt nun in der Regel die Unterschrift des Karteninhabers auf dem Kassenbeleg. Nur in Ausnahmefällen wird aus Sicherheitsgründen noch die PIN verlangt. Den Großteil der jährlich rund 80 Millionen Debitkartenzahlungen bei Aral autorisiert und garantiert der Payment-Dienstleister Easycash über sein Online-Lastschriftverfahren (siehe auch Der Handel 06/2009). Ausgerechnet Aral Dass mit BP ausgerechnet ein multinationales Mineralölunternehmen zur Lastschrift wechselt, schlägt in der Fachwelt hohe Wellen. Vielen gilt das nur in Deutschland bekannte Verfahren als Auslaufmodell. Im Zuge der Single Euro Payments Area (SEPA), mit der die bargeldlosen Zahlmethoden europaweit vereinheitlicht werden sollen, gibt es für die deutsche Lastschrift keine Zukunft, meinen die Skeptiker: Seitens der EU-Kommission ist damit zu rechnen, dass sie die nationalen Verfahren nur noch bis 2012/13 dulden wird, sagt etwa der Unternehmensberater und Kartenexperte Prof. Dr. Jürgen Thede. Vor allem aber sorgt die Entscheidung von BP für Verwunderung, weil gerade europaweit tätige Unternehmen von der Harmonisierung der Infrastruktur im Zahlungsverkehr profitieren sollten. Das blaue Wunder Bereits heute zahlen einige Mineralölgesellschaften geringere Girocard-Gebühren als der Einzelhandel. Während Händler für die garantierten Zahlungen mit PIN-Abfrage in aller Regel 0,3 Prozent vom Umsatz mindestens aber acht Cent an die Banken abführen, gelten für Tankstellenbetreiber andere Gebührensätze. Dennoch ist das Mischverfahren aus Lastschriften und Girocard-Autorisierungen für Aral die günstigere Lösung: Wir erzielen durch die Umstellung erhebliche Einsparungen, sagt Hans-Rainer

5 Der Handel Bezahlen im Handel V Frank, Kartenspezialist der Deutschen BP im Gespräch mit Der Handel. Aus unserer Sicht ist das Lastschriftverfahren zukunfts- und wettbewerbsfähig. BP zahlt einen fixen Cent-Betrag pro Transaktion für die Zahlungen, die per Lastschrift abgewickelt werden. Nur wenn der Ratinger Dienstleister eine Autorisierung ablehnt, weil die Karte in seiner Sperrdatei auffällig geworden ist, schickt BP eine Anfrage an die Autorisierungszentralen der im Zentralen Kreditausschuss (ZKA) organisierten deutschen Banken der Herren des Girocard-Verfahrens. Für jede dieser Abfragen wird das Händlerentgelt an die Banken fällig. Diese sogenannten ad valorem -Gebühren sind BP- Manager Hans-Rainer Frank, dem Experten für die Kartenakzeptanz des Konzerns in ganz Europa, ein Dorn im Auge. Es gibt keine Begründung für umsatzabhängige Gebühren bei Debitkarten. Der Betrag einer Transaktion hat auf die Kosten der Zahlungsabwicklung keinerlei Einfluss, begründet Frank seine Haltung. Derzeit freuen sich die Banken über jede Benzinpreiserhöhung, weil dadurch ihre Profite im Kartengeschäft steigen, einen sachlichen Grund dafür gibt es nicht. Ad valorem ade Der Schwenk von Aral erhöht den Druck auf den ZKA, das seit 1991 gültige Preismodell zu ändern. Denn das Beispiel könnte sehr schnell Schule machen. Auf der Uniti- Konferenz des Bundesverbands der mittelständischen Mineralölgesellschaften am 17. und 18. November in München wird Hans-Rainer Frank das Modell vorstellen. Darüber hinaus hat auch die Rewe ebenfalls mit dem Netzbetreiber Easycash ein neues Preismodell entwickelt. In den zur Rewe-Gruppe gehörenden ProMarkt-Filialen werden im Unterschied zur Aral-Lösung sämtliche Girocard-Zahlungen mit einer fixen Gebühr pro Transaktion abgewickelt. Ob der Flachbildschirm für Euro oder das Scartkabel für 4,50 Euro, jede Girocard-Zahlung kostet die Rewe denselben Betrag. Zahlungsgarantie, Risikomanagement und Inkasso übernimmt der Dienstleister. Die Kölner prüfen, ob sie das Modell auf andere Vertriebslinien des Konzerns übertragen. Das Interesse im Handel an dieser All in -Lösung ist groß: klar kalkulierbare Kosten, weniger Aufwand in der Abwicklung und geringere Gebühren sind handfeste Vorteile. Selbst wenn das ELV-Verfahren dem SEPA-Prozess zum Opfer fallen sollte, die Umstellungskosten sind schnell eingespart. Der Aufwand amortisiert sich in kurzer Zeit, sagt BP-Mann Hans-Rainer Frank. Zudem ist völlig offen, ob die seit Anfang November existierende europäische Das Lastschriftverfahren ist ein zukunfts- und wettbewerbs fähiges Instrument. Hans-Rainer Frank, European NCT Manager der Deutschen BP. SEPA-Lastschrift tatsächlich das Ende für ihr deutsches Pendant bedeutet. In Brüssel wächst das Interesse an der kostengünstigen, schnellen und sicheren deutschen Lastschrift. Sie könnte sogar ein Exportschlager des deutschen Zahlungsverkehrs werden, meint Ulrich Keppler, der bei Easycash für Business Development und die Europastrategie zuständig ist. Auch andere Netzbetreiber haben vergleichbare Flatrate-Tarife, wie sie bei ProMarkt gelten, im Angebot: Wir können diese Lösungen zu konkurrenzfähigen Preisen offerieren, sagt etwa Thomas Haarmann, Geschäftsführer > Anzeige

6 VI Bezahlen im Handel Der Handel > der Telecash. Und auch Kai Adolph, Vorstand der Intercard AG, deren Risikomanagement in der Kartenszene einen ähnlichen guten Ruf genießt wie das der Easycash, bekräftigt, dass Festpreiskalkulationen bei Großkunden längst machbar seien. Ob man es dann Festpreis nennt oder nicht, ist eher eine Frage der Kosmetik. Verlorenes Geld Der ZKA sucht nun fieberhaft nach Lösungen, wie auf die Revolution an der Kasse: An den Aral- Tankstellen der Deutschen BP wird neuerdings mit Unterschrift statt PIN gezahlt. Name Homepage Eigentümer Referenzkunden Anzahl der betreuten Handelsunternehmen / Kassenplätze Elektronisches Lastschriftverfahren Mischverfahren (ELV/EC-Cash) Eigene Sperrdatei für ELV (Einträge Black-/Whitelist) Eigene Rücklastschrift-Bearbeitung Belegmanagement Factoringangebot Zentrale Kontolösung Angebot von Festpreisen pro Transaktion im Mischbetrieb Kreditkarten-Acquiring Hotline für Händler/Konsumenten Zusammenarbeit mit Inkassounternehmen Foto: Aral Internet-Zahlungsverfahren drohende Abwanderung weiterer Großkunden reagiert werden soll. Jede ELV-Transaktion ist für die Banken verlorenes Geld. Das Gremium diskutiert insbesondere zwei Auswege, wie Der Handel aus Verhandlungskreisen erfuhr. Zur Debatte steht eine deutliche Absenkung der Autorisierungsgebühren oder ein Wechsel zu bilateralen Verträgen zwischen Händlern und Banken. Damit wäre eine Preisstaffel nach Transaktionsvolumen möglich, um Großkunden entgegenzukommen. Vor Redaktionsschluss (26. Oktober) war eine Stellungnahme nicht zu erhalten: Wir wollen dazu derzeit keine Interviews geben, da die Meinungsbildung im ZKA noch nicht abgeschlossen ist, teilt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) auf Anfrage mit. Manfred Krüger, Geschäftsführer der Concardis, eines führenden Anbieters von bargeldlosen Zahlungslösungen in Deutschland, hofft, dass Bewegung ins Spiel kommt: Wir würden es begrüßen, wenn es zu einer Absenkung der Gebühren bei Debit- und Kreditkarten kommt. Damit könnten wir die Akzeptanz von Kartenzahlungen im Handel erhöhen. Vielleicht lässt der ZKA aber auch die Finger von der Preisschraube aus Angst vor dem Bundeskartellamt. Bislang unterfallen die Girocard-Tarife einer sogenannten Legalausnahme. Ein neues Preismodell könnte bei den Wettbewerbshütern schlafende Hunde wecken. Kommentare/ zusätzliche Leistungen ZKA sitzt in der Falle Die deutschen Banken sitzen in der Zwickmühle, während der Druck auf ihr Girocard-System von anderer Seite wächst: Die Single Euro Payments Area zeigt immer deutlichere Auswirkungen auf dem deutschen Kartenmarkt. Es gibt mehr Auswahl für die Händler, der Wettbewerb ist

7 Der Handel Bezahlen im Handel VII Die Dienstleistungen der EC-Cash-Netzbetreiber im Vergleich (Auswahl)* Easycash TeleCash GmbH & Co. KG Montrada InterCard B+S Card Service CardProcess Warburg Pincus LLC. (demnächst Ingenico) BP, Rewe, real, Metro Händler, Terminals First Data; Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) Ikea, New Yorker, Edeka Kunden, Terminals Commerzbank AG Inhabergeführt Gesellschafter: Deutscher Sparkassenverlag; LBBW; Landesbank Berlin; Bayern Card-Services; Rheinischer Sparkassen- und Giroverband C&A, Esprit, Globus, Kaufhof, H&M > Händler, ca Terminals k.a Handelsunternehmen und ca Kassen plätze Deutsche Bahn, bwin, Rewe, TUI Händler kunden, ca Terminals ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja ja nein Genossenschaftlicher Finanzverbund k.a., da Vertrieb im Schwerpunkt über Volks- und Raiffeisenbank erfolgt Terminals ja ja ja ja k.a. ja ja ja nein ja k.a. ja ja ja nein ja k.a. ja ja ja ja ja ja ja ja Auf Anfrage nein Auf Anfrage k.a. nein Maestro-, Mastercardund Visa-Acquiring- Lizenz 0-24 Uhr, 7 Tage in der Woche Sowohl inhouse (eigene Inkasso lizenz) wie auch in Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern Paymaster (alle gängigen Online-Zahlverfahren) Digitales Belegmanagement. Netzbetrieb in Österreich. Eigene Sperrdatei und Risikosteuerung für externe Zahlungsnetze. Gift Cards, Kundenkarten, Marketing Services, Data Analytics und Data Mining ConCardis (Partner) First Merchant Solutions (FirstData) 0-24 Uhr, 7 Tage in der Woche ja Alle gängigen Online- Zahlverfahren Elektronische Belegarchivierung, Gift- und Loyalty-Card-Lösungen, Aufladen von Prepaid- Handy-Karten Mittels eigener Principal-Member- Lizenzen 0-24 Uhr, 7 Tage in der Woche Intrum Justitia Inkasso GmbH Kreditkarte und Debitkarte Netzbetreiber; Acquirer für nationale und internationale Kreditund Debitkartenprodukte; Geldautomaten-Betrieb *Eine vollständige Liste aller vom ZKA zugelassenen EC-Cash-Netzbetreiber findet sich im Internet unter für Händler und für Konsumenten Im Inkasso-Bereich arbeitet InterCard eng mit der SEPA Collect GmbH zusammen. Debitkarten, Kredit karten, Handy-Bezahl verfahren mpass, Rücklastschrift bearbeitung und ggf. Factoring Dienstleister für Sperrdateiabfragen anderer Netzbetreiber, Gift Cards, Beleg management, Geld automaten- Betrieb, Maestro-Lizenz seit 2008, Netzbetrieb in Österreich ja 0-24 Uhr, 7 Tage in der Woche ja Kreditkarte, Maestro, Giropay, Lastschrift B+S bietet Acquiring, Terminals, Netzbetrieb und umfangreiche zusätzliche Services Uhr, 7 Tage in der Woche nein Debitkarten, Kreditkarten, Giropay, Maestro ab 2010 Quelle: Unternehmensangaben, eigene Recherchen. lung in den Akzeptanzverträgen des ZKA dafür, dass bei einer Girocard mit Maestro-Logo an deutschen Kassenterminals immer eine Girocard-Transaktion abgewickelt werden muss. Doch ob diese Klausel im SEPA-Zeitalter noch zulässig ist, dahinter setzen immer mehr Händler und Netzbetreiber ein Fragezeichen. Da auf fast allen deutlängst da, sagt Luke Olbrich, Head of Debit von Mastercard Europe, im Gespräch mit Der Handel. Für den deutschen Markt gibt es mittlerweile 19 Acquirer, die Verträge für die Maestro-Akzeptanz anbieten. Ich kann nur jedem Händler raten, sich umzuschauen, Angebote einzuholen und Preise zu vergleichen. Zwar sorgt bislang eine Rege- >

8 VIII Bezahlen im Handel Der Handel Foto: Jeroen Mirck ( jeroenmirck.nl) Der niederländische Lebens mittelhändler Marqt akzeptiert kein Bargeld. In den Niederlanden kosten Kartenzahlungen den Handel allerdings auch nur wenige Cent pro Transaktion. > schen Debitkarten auch das Maestro-Zeichen prangt, schleppt die Girocard ihre eigene Konkurrenz ständig mit sich herum. Neue Karten im Spiel Und auch auf der Seite der Kartenherausgeber tut sich einiges: Sogenannte Maestro-only -Karten drängen verstärkt auf den deutschen Markt. Seit Oktober stattet beispielsweise das Loyality-Programm Payback seine Bonuskarte auf Wunsch auch mit Maestro-Funktion aus. Laut Mastercard kann an rund 85 Prozent der Zahlungsterminals im deutschen Handel mit Maestro gezahlt werden Tendenz steigend ehemalige Payback-Plus -Kar- Geringere Gebühren würden die Kartenakzeptanz im Handel erhöhen. Manfred Krüger, Geschäftsführer Concardis GmbH ten wurden in der ersten Oktoberwoche gegen Karten mit Maestro-Funktion ausgetauscht. Wir haben auf den Wunsch der Kunden reagiert, die Karte auch bei anderen Händlern nutzen zu können, sagt Jürgen Schiebel, Kartenexperte bei der WestLB, die mit Payback zusammenarbeitet. Damit das Debitverfahren Maestro nicht zu stark wird, setzen einige Banken nun auf V-Pay als Alternative. V-Pay ist ein Debitverfahren der Kartenorganisation Visa. Seit Anfang Oktober emittieren rund 100 Volksbanken neue Karten mit V-Pay- und Girocard-Funktion. Co-Badge heißt diese Koexistenz, die im Grunde den gleichen Zweck erfüllt wie die Girocard mit Maestro-Logo. V-Pay kommt den Banken aber auf dem nationalen Terrain nicht in die Quere und sichert Erträge und Einfluss, denn Visa Europe ist eine Mitgliederorganisation der europäischen Banken. Bis zum ersten Quartal 2010 werden in Deutschland rund fünf Millionen Girocards mit V-Pay-Funktion herausgegeben, erklärt Ottmar Bloching, Deutschland-Chef von Visa Europe. Maestro, V-Pay, Girocard der Handel muss sich im Zuge von SEPA an eine neue Vielfalt gewöhnen, sagt Kay- Hendrik Eichler, Geschäftsführer von Montrada. Unsere Aufgabe als Dienstleister ist es dabei, dass alle Karten an der Kasse auch reibungslos verarbeitet werden können. Keine banale Aufgabe, denn die neue Vielfalt erhöht die technische Komplexität. Für die Dienstleister verändert sich der Markt durch SEPA deutlich. Wir sind mittlerweile in elf Ländern aktiv, sagt beispielsweise Matthias Kaufmann, Geschäftsführer der B + S Card Service. Der Netzbetreiber aus der Sparkassen-Finanzgruppe mischt inzwischen europaweit im Acquiring-Geschäft mit und konnte jüngst BP für die Maestro-Akzeptanz in den Niederlanden gewinnen. Für große Aufmerksamkeit in der Branche sorgte auch die Übernahme von Easycash durch den französischen Terminalhersteller Ingenico. Der Kunde selbst gerät in dem ganzen Ringen um Geschäftsmodelle und Erträge im Kartengeschäft etwas aus dem Blickfeld. Kein Verbraucher versteht den Unterschied zwischen Maestro, Girocard, ELV und garantierter Zahlung, spottet ein Bankmanager. Aber vielleicht ist der Kunde am Ende dennoch das Zünglein an der Waage. Hanno Bender <

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10 X Bezahlen im Handel Der Handel Self-Checkout Selbst ist der Kunde Foto: Ingenico Deutsche Einzelhändler tun sich noch schwer damit, den Kunden das Kassieren zu überlassen. Doch langsam finden die SB-Kassen auch hierzulande Anklang. Dass der Kunde seine Einkäufe nun selbst abkassieren kann, ist nur die konsequente Fortführung des Ikea-Prinzips. Schließlich darf er sich seine Möbel vorher selbst zusammensuchen und später eigenhändig zusammenmontieren. Insgesamt rund sogenannte Expresskassen wurden in den vergangenen Monaten in 43 der 45 deutschen Filialen des schwedischen Möbelhauses installiert. Wer will, kann seine Billy-Regale, Teelichter und sonstigen Einkäufe nun selbst einscannen und mit der Karte bezahlen. Wir sind mit den Reaktionen sehr zufrieden, sagt Holger Apel, bei Ikea für die Kassentechnologie verantwortlich. Rund 40 Prozent der Kunden nutzen nach Unternehmensangaben das Angebot. Das Ikea-Prinzip Ikea ist damit einer der wenigen Händler in Deutschland, die flächendeckend und im großen Stil auf diese Self- Checkout -Kassenlösungen setzen. Im Vergleich zum Ausland hinkt der deutsche Handel beim Thema SB-Kassen hinterher, sagt Ulrich Spaan, Experte für Kassenlösungen beim EHI Retail Institute gegenüber Der Handel. Bei den großen europäischen Lebensmittelhändlern Tesco (Großbritannien), Carrefour (Frankreich) oder Continente (Portugal) können die Kunden, so sie denn wollen, an der Kasse ganz selbstverständlich selbst tätig werden. In Deutschland gilt die Metro-Tochter Real als Pionier. In rund 62 Real-Märkten sind mittlerweile Self-Scanning- Terminals installiert, fünf weitere sollen in diesem Jahr noch folgen. Die Elektrofachmarkt-Sparte der Metro Group, Media-Saturn, praktiziert das SB-Kassieren inzwischen in 13 Saturn-Filialen. Neben der Metro probieren auch die für ihre Technikbegeisterung bekannten Edeka-Kaufleute Peter Simmel und Jörg Hieber in ihren Märkten eifrig SB-Kassenlösungen aus. Als einziger Textilhändler weltweit hat zudem Peek & Cloppenburg einige Terminals in Deutschland im Einsatz, allerdings muss der Kunde dort immer noch zur normalen Kasse, um die Warensicherung entfernen zu lassen. Die Margensituation und die Struktur des deutschen Handels sind sicherlich mit dafür verantwortlich, dass die Branche hierzulande nicht so experimentierfreudig ist, sagt EHI- im Internet Informationen Experte Spaan. Auf lange Sicht werden sich Die Studie von Retail Banking SB-Kassen aber auch in Research zum Thema Deutschland vermehrt Self-Checkout findet sich im Internet unter durchsetzen. Im Lebensmittelhandel, aber auch bei Baumärkten oder bei den verschiedenen Fachmarktkonzepten haben SB-Kassenlösungen Potenzial. Großes Potenzial sieht auch eine Studie des internationalen Beratungsunternehmens Retail Banking Research (RBR) für Self-Checkout -Terminals. Weltweit gibt es laut RBR derzeit rund Installationen der großen Kassenhersteller NCR, Fujitsu, IBM und Wincor Nixdorf. Bis 2014 werde sich diese Zahl vervierfachen, prognostizieren die Berater. Hanno Bender <

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12 XII Bezahlen im Handel Der Handel Bargeld Auf Gewöhnungstour Um das Kassenpersonal zu entlasten, setzen immer mehr Unternehmen auf innovative Lösungen beim Bargeld-Handling auch aus Sicherheitsgründen. Matthias Horx liebt Technologie. Aber, so der bekannteste Zukunftsforscher im deutschsprachigen Raum: Ich habe nicht immer den Eindruck, dass Technologiefirmen auch den Menschen lieben, da sie häufig Geräte An der Kasse konstruieren, die uns bevormunden, nerven oder ergeben sich viel mehr Gespräche. schlichtweg überfordern. Maren Meineke, Bei den Bargeldautomaten, die einige Han- Edeka Martens, Sandesneben. delsunternehmen in jüngster Zeit installiert haben, kann von Überforderung allerdings nicht die Rede sein. Denn deren Benutzung stellt auch einfachste Geister vor lösbare Probleme, und ergonomisch sind die Geräte zigfach getestet und optimiert. Bargeld an der Tanke Zum Beispiel Shell: Der Mineralölkonzern bestückt zurzeit insgesamt deutsche Tankstationen mit Bezahlautomaten per Mitte Oktober waren 300 der Shops umgerüs- tet. Die Kunden finden dort, an der Vorderseite des Kassentresens, eine Münzschütte, in die sie Kleingeld ungezählt eingeben können. Geldscheine nimmt der Kassierer wie früher entgegen, legt sie jedoch nicht mehr in der Kassenlade ab, sondern steckt sie in ein Notenmodul. Dort befinden sich die Scheine in einem geschlossenen System und können wieder als Wechselgeld oder für Auszahlungen genutzt werden. Schnell akzeptiert Die Kunden schätzen dieses neue Angebot sehr, berichtet Andreas Schulz, stellvertretender Projektleiter bei Shell (siehe Interview). Der Tresor, in den das Bargeld fließt, speist einen Geldautomaten der Postbank, über den die Kunden wiederum Bares abheben können. Wincor Nixdorf hat dieses Projekt der Kooperationspartner von Shell und Postbank technisch umgesetzt. Münzen in die Schütte, Noten dem Kassierer: Nach diesem Prinzip arbeiten mit den Edeka-Händlern Zurheide und Martens zwei weitere Automated cash -Pioniere. Das Familienunternehmen Zurheide hat die zwölf Kassenlinien des neuen Düsseldorfer Marktes mit der Technik ausgestattet. Die Kunden haben das Handling ganz schnell begrif- Erfreuliches Ergebnis Wie reagieren die Kunden? Wir haben kürzlich eine Umfrage durch Dritte durchführen lassen. Das Ergebnis hat uns erfreut, denn die Kunden schätzen das neue Angebot sehr. Das gilt vor allem mit Blick auf das einfache Handling, aber auch aufgrund der Tatsache, dass die Technik für höhere Sicherheit für die Kunden und das Tankstellenpersonal gleichermaßen sorgt. Gibt es Rationalisierungseffekte? Die neue Technik führt in jedem Fall zu einer Vereinfachung der Prozesse. Das spart eindeutig Zeit und generiert damit Potenzial zum Beispiel für aktives Verkaufen und für Service- Verbesserung durch die Stationsmitarbeiter. Funktioniert die Technik, und was hat sie g ekostet? Abgesehen von vereinzelten, kleinen Störungen funktioniert diese am Tankstellenmarkt innovative Technik einwandfrei. Zu den Kosten äußern wir uns nicht. Interview: Klaus Manz Andreas Schulz, stellvertretender ICM-Projektleiter bei Shell, über die ersten Erfahrungen mit den Bezahlautomaten.

13 Der Handel Bezahlen im Handel XIII An den Shell- Tankstellen fließt dass die automatisierte Bezahlung am POS auf breitere Kundenakzeptanz stoßen könnte die Grundvoraussetzung für einen Durchbruch der Technik. Allerdings kommt auch Bargeld in einem geschlossenen Kreislauf. das betriebswirtschaftliche Kalkül der Händler hinzu: Die Gerätschaften sind teuer, und sie sollten sich in einem verträglichen Zeitraum amortisieren. Für Shell steht der Gewinn an Sicherheit im Die Kunden haben das Handling sofort akzeptiert. fen und sofort akzeptiert, so Geschäftsführer Rüdiger Vordergrund: Überfälle lohnen sich nicht, wenn kein Bargeld griffbereit Rüdiger Zurheide, Geschäftsleitung Zurheide. Das bestätigt auch Maren Meineke, Mitinhaberin von Edeka Martens in Sandesneben, die in ihrem frau Maren Meineke, de- ist. Auch für Edeka-Kauf- Edeka-Zurheide, Bottrop. Bad Schwartauer Markt Bezahlautomaten von Gunnebo installieren ließ. Als großer Tante-Emma-Laden, so die Philosophie des Unternehmens, legt man zudem viel Wert auf den persönlichen Kundenkontakt. Meineke: An der Kasse ergeben sich viel mehr Gespräche, und viele unserer wöchentlich über Kunden schätzen diese persönliche Ansprache und nehmen sie dankbar an. ren Märkte schon mehrmals von bewaffneten Räubern heimgesucht wurden, war Sicherheit ein wesentlicher Investitionsgrund. Alle Pioniere berichten von Arbeitszeit-Einsparungen, weil die Kassenübergabe bei Kassiererwechseln zur reinen Formsache wird. Auf der Haben-Seite steht außerdem, dass Kassendifferenzen nicht mehr auftreten können. Als Momentaufnahme somit nur lobende Worte für die bereitwillige Kundschaft. Und vielleicht ein Indiz dafür, Klaus Manz < Foto: Postbank Anzeige

14 XIV Bezahlen im Handel Der Handel Trotz vielversprechender Aussichten wartet das Zahlen mit dem Handy immer noch auf den Durchbruch. M-Payment Bei Anruf Zahlung Der Erfolg beim Konsumenten ist nicht immer ein Ergebnis von Planung und Analyse das veranschaulicht die SMS- Kurznachricht eindrucksvoll. Der ursprünglich kostenfreie Short Message Service -Dienst war nie für die Anwendung in der Breite konzipiert, und dennoch wurden im vergangenen Jahr deutschlandweit knapp 30 Milliarden Botschaften gesimst. Für die Mobilfunkbetreiber wurde das Abfallprodukt zur lukrativen Einnahmequelle. Boris Becker hebt Verlobungen per SMS auf, und die Bundeskanzlerin regiert das Land mit Anweisungen, die weniger als 160 Zeichen beanspruchen. Traumhaftes Potenzial Die Kunden machten den Dienst zum Erfolg, weil sie ihn nützlich finden. Seither sucht die Telekommunikationsbranche fieberhaft nach neuen Killer-Applikationen sprich: unentbehrlichen Handydiensten. Das Zahlen mit dem mobilen Alltagsbegleiter im Supermarkt, am Bahnhof, an der Kinokasse oder bei der Boutique Susi um die Ecke wäre zweifelsohne so ein Nonplusultra. Seit Jahren prognostizieren Unternehmensberater dem M-Payment ein traumhaftes Potenzial: Schon heute sind 1,3 Millionen Konsumenten bereit, bis zu fünf Euro pro Monat für die Nutzung von Mobile Payment zu zahlen, will etwa Tom Lurtz, Telekommunikationsexperte von Capgemini Consulting, bei einer Umfrage jüngst herausgefunden haben. Zusatzeinnahmen von 600 Millionen Euro verspricht Lurtz der Branche, etwaige Transaktionsgebühren noch nicht mitgerechnet. Doch zwischen Umfragen und Marktrealität klafft eine große Lücke. Trotz zahlreicher Anstrengungen in den zurückliegenden Jahren gibt es derzeit nur vier namhafte Ansätze, das Handy zur Geldbörse umzufunktionieren: Paypal Mobile (ebay), Call&Buy flexible (Deutsche Telekom), mpass (Vodafone, O2) und Luup. Keine dieser Lösungen kommt in der Capgemini-Studie über einen Bekanntheitsgrad von 32 Prozent hinaus, und über die tatsächlichen Nutzer werden keine Angaben gemacht. Offene Plattform Sollten aber die Marktgerüchte stimmen, dass sich auch die Telekom demnächst der Kooperationsinitiative mpass von Vodafone und O2 anschließt, dann würde dies neuen Schwung in das Thema mobile Zahlungslösungen bringen. Noch ist mpass ein reines Online-Zahlverfahren, mit dem Handy-Vertragskunden ohne jeden Registrierungsaufwand zahlen können. Wer keinen Mobilfunkvertrag besitzt, muss sich zunächst anmelden, was immer eine Hürde für die Akzeptanz bedeutet. Foto: Mauritius Zahlungsdienstleister wie Intershop AG, Atrada, Computop, Intercard oder Heidelpay bieten die Integration von mpass im Webshop an. Unser Ziel ist es, im nächsten Jahr erste Piloten auch im stationären Handel zu etablieren, erläutert Jochen Bornemann, Leiter Payments & Enabling Services bei Vodafone gegenüber Der Handel. Wir konzipieren hierfür aktuell einen Vermarktungstest auf Basis der Near Field Communication- Technologie (NFC). Anfang 2010 soll der Test für das kontaktlose Zahlen mit dem Handy in Düsseldorf starten, so Bornemann. Zur Gerüchteküche um eine Zusammenarbeit mit der Telekom will er sich nicht äußern, sagt aber: Unsere Lösung steht auch anderen Mobilfunkanbietern grundsätzlich offen. Hanno Bender <

15 Der Handel Bezahlen im Handel XV Merger & Acquisitions ICP AG übernimmt Payzone Kartenakzeptanz McDonald s setzt auf die Karte Der irische Konzern Payzone Plc hat seine deutschen, polnischen und niederländischen Aktivitäten im Bereich der Aufladung von Prepaid-Mobiltelefonen an die ICP- Gruppe verkauft. ICP ist ein deutscher Terminalhersteller und Netzbetreiber mit Kunden vor allem aus der Tankstellenbranche. Wir wollen mit individuellen Lösungen verstärkt auch für Handelskunden tätig werden, sagte Vertriebsleiter Stefan Munz im Gespräch mit Der Handel. Für die deutschen Niederlassungen der Schweizer Migros bietet die ICP eine bargeldlose Zahlungslösung an, die grenzüberschreitende Transaktionen erleichtert. Der zuletzt wirtschaftlich angeschlagene Dienstleister Payzone bietet elektronische Gutscheinkartensysteme, die Abwicklung von elektronischem Zahlungsverkehr sowie Prepaidlösungen für die Aufladung von Mobiltelefonen. Mit Kunden wie Lekkerland und Schlecker ist Payzone an mehr als Verkaufsstellen präsent. Nach dem ersten Test im Münchener Schnellrestaurant am Stachus akzeptiert McDonald s nun auch im Food-Court des neuen Einkaufszentrums Loop5 bei Darmstadt Kartenzahlung. Nach Berichten von Franchisenehmern kann in sämtlichen rund 440 unternehmenseigenen Restaurants inzwischen mit Debit- oder Kreditkarte gezahlt werden. Die Lesegeräte stammen von EL-ME, als Netzbetreiber fungiert die Telecash. Auch bei der Fast-Food-Konkurrenz Burger King hält die Kartenzahlung Einzug. McDonald s hat einst mit der Geldkartenakzeptanz eher schlechte Erfahrungen gesammelt die Terminals wurden häufig mit Gurkenscheiben verstopft. Dominique Buysschaert, CEO und Gründer von Payfair. SEPA Foto: Hanno Bender Payfair und Easycash kooperieren Neu im Angebot: Burger à la Karte. Payfair, eine Initiative aus Belgien, die europaweit Debitkartenzahlungen für zwei Cent pro Transaktion anbieten will, hat den Zahlungsdienstleister Easycash als Kooperationspartner gewonnen. Wir sehen in Payfair eine interessante Alternative zu den bestehenden Debitverfahren, weil das Konzept auch die Interessenlage des Handels berücksichtigt, erläutert Marcus W. Mosen, Geschäftsführer der Easycash Holding GmbH gegenüber Der Handel. Als Kooperationspartner wollen wir die Akzeptanz sowie das Processing von Payfair-Karten in Deutschland unterstützen. Seit Oktober testet Payfair eigene Karten beim belgischen Discounter Colruyt. Langfristig soll das Konzept des Payfair-Gründers und CEOs Dominique Buysschaert im gesamten SEPA-Raum präsent sein. Anzeige

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