AGI, Anhang, Interpretation der Luftqualität

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1 AGI, Anhang, Interpretation der Luftqualität Zur Luftqualität: Frau DI Schwarz vom ÖISS (Österreichisches Institut für Schul- und Sportstättenbau) verneint im persönlichen Gespräch die Aussage, dass Lüften mit Fenstern gleichwertig gegenüber einer mechanischen Belüftung sein könne. Die OIB-Richtlinie 3 Hygiene, an deren Erstellung der Autor für die Österreichische Ärztekammer beteiligt war, bezieht sich bei der Beurteilung der Raumluftqualität auf die Richtwerte der Akademie der Wissenschaften und des Bundesministeriums. Daher gelten diese Werte auch für die neue Tiroler Bauordnung, die allerdings zum Zeitpunkt der Genehmigung des Zubaus des AGI noch nicht in Kraft getreten war. Die Messergebnisse: CO ², Dachgeschoss: Solange die Schüler in der Klasse sind, reicht ein Öffnen der kleinen Lüftungsklappen von drei Dachflächenfenstern (DFF) nicht, um die Vorgaben der OIB-Richtlinie 3 zu erfüllen die Werte sind schlecht und verschlechtern sich weiter. Nach Verlassen der Klasse bei allen DFF AUF / gekippt braucht es 7 Minuten, bis die Konzentration an CO 2 unter den Richtwert von 1000 ppm sinkt. Die rel. Luftfeuchte sinkt dabei z.b. im Oktober auf 33%, erholt sich anschließend durch Rückdiffusion aus raum- umschließenden Flächen wieder auf knapp 40%. Ein Schließen der DFF nach 7 statt 10 Minuten hätte vermutlich eine raschere Erholung der Feuchte gebracht. EDV-Raum, Messperiode 06/2010: zunächst war der Raum kaum benutzt, erst am war für mehr als eine Stunde eine Nutzung gegeben. Dabei zeigt sich ein rascher Anstieg innerhalb einer Stunde um mehr als 1000 ppm und ca. 26 auf 29 C, meine eigene Messung um 12:20 zeigt trotz geöffneter Fenster sowie Gangtüre und Lüftungsklappen und Belegung mit nur 15 Schülern Werte zwischen 2100 und 2250 ppm an eine Stunde Belegung, Anstieg um 600 ppm trotz geöffneter Fenster und kalten Außentemperaturen. Am 21. und ähnliche Anstiege bei gleichen Bedingungen, allerdings mit raschem Abfallen des CO ² - Gehaltes, was auf Durchlüften bei windigen Bedingungen (?) schließen lässt. Am ähnliche Verhältnisse bei etwas höheren Außentemperaturen. Am nur mäßiger Anstieg bei 2 Stunden Nutzung. Hier könnte Wind oder geminderte Belegung eine abschwächende Rolle gespielt haben. Fazit: wegen des geringen Raumvolumens ist hier bei voller Belegung nicht nur in den Pausen Stoß zu lüften, sondern alle 30 Minuten und dabei die Deckenventilatoren auch im Winter eingeschaltet zu lassen. Es empfiehlt sich, dazwischen die Fenster geschlossen zu halten (ausgenommen Übergangszeit). Weitere Vorschläge siehe Wärmeproblematik S. Hauptbericht.

2 Neubau: C 6B (Fenster) 2A 6B (Wand) :55 08:25 08:55 09:25 09:55 10:25 10:55 11:25 11:55 12:25 12:55 13:25 Ein typischer Messtag mit Bemühen um Frischluft zumindest in jeder Pause. Trotz Abfall in den Pausen, besonders in der großen (länger + Druckbelüftung) steigt der Wert praktisch jede Stunde an und bleibt die meiste Zeit über 1400 ppm, häufig sogar über 2000 ppm. In der Messung am in der KLASSE 1A wurde wenige Minuten nach Beginn der 4. Stunde 1500 ppm überschritten und bis 12:40 knapp 3500 ppm CO 2 erreicht. Aufgrund des Kurvenverlaufes ist zu entnehmen, dass in den Pausen gelüftet wurde (Typ Sägezahn). 5A, : Tagesmaximum unter 20 C, Wind: gute Werte mit Sägezahnverlauf ohne Anstieg über 1200 ppm. MO, steiler Anstieg binnen 30 Minuten über 1400 ppm, dann über eine Stunde über 2000 ppm, Lüften erst in der großen Pause, Absenkung auf 1400 ppm, dann werden wieder 2000 ppm erreicht. Hier wurde wegen der tiefen Anfangstemperaturen (19 C) auf ein Fensterlüften in den ersten 2 Stunden verzichtet. Am ähnlich, zumindest 4 Stunden über 1400 ppm. Mit Beginn der warmen Außentemperaturen anscheinend ständig offene Fenster mit guter Luftqualität. Am bei hohen Außentemperaturen in allen Belegungsstunden Werte über 1400 ppm trotz Lüftens in den Pausen zufriedenstellende Werte mit Sägezahnverlauf und höherer Lüftungswirkung (Wind, Belegung?). 7D, : hier war laut Schulärztin nur eine mäßige Belegung gegeben, da einige Schüler der Matura beigewohnt hätten. Am gute Werte, am 17. und 18 mäßige. Am Stunden über 1400 ppm trotz funktionierende Lüftung Stunden über 1400 ppm, davon 3 über 2000 ppm trotz deutlicher Lüftungseffekte : nach 30 Minuten Überschreiten von 1400 ppm, nach 1,5

3 Stunden 2000 ppm; um letzteren Wert pendelt es 4 Stunden bis zum Ende des Schultages. Laut Lehrperson war in dieser Zeit alle 3 Fenster geöffnet, die Gangtüre allerdings geschlossen (in Pausen und der 4. Stunde per Besen offen). In den letzten 2 Stunden nur mehr wenige Schüler anwesend (Entfall einer Teilungsgruppe). Fazit Messungen Juni und Oktober: Eine gute Luftqualität ist derzeit durch häufigen Durchzug bei geöffneten Klapp- und Scherenfenster sowie Klassentüren nur bei guter Witterung zu erzielen. Wintermessungen: C 7B (Fenster) 2A 7B (Wand) bis 800 (RAL1 - spezielle Raumluftqualität) 38,7% 2,4% 25,0% 1,5% (RAL2 - hohe Raumluftqualität) 16,1% 2,7% 14,9% 1,8% (RAL3 - mittlere Raumluftqualität) 25,6% 5,1% 30,7% 4,5% (RAL4 - niedrige Raumluftqualität) 19,6% 41,4% 27,1% 22,6% über 1900 (RAL4 - sehr niedrige Raumluftqualität) 0,0% 48,5% 2,4% 69,6% RAL4 gesamt 19,6% 89,9% 29,5% 92,3% C 6B (Fenster) 2A 6B (Wand) bis 800 (RAL1 - spezielle Raumluftqualität) 2,4% 18,8% 4,8% 4,8% (RAL2 - hohe Raumluftqualität) 1,8% 2,7% 8,9% 14,9% (RAL3 - mittlere Raumluftqualität) 15,2% 5,1% 33,0% 3,9% (RAL4 - niedrige Raumluftqualität) 41,1% 36,6% 53,3% 18,2% über 1900 (RAL4 - sehr niedrige Raumluftqualität) 39,6% 36,9% 0,0% 58,3% RAL4 gesamt 80,7% 73,5% 53,3% 76,5%

4 Ergebnis in den von Group 4 kontrollierten Messklassen 6B und 7B sowie in 3C. In der Klasse 2A wurden durch Dauerlüften angeblich teils nur mehr 13 C erreicht. Die Werte sind wegen Einberechnung der 6. Stunde, in der nicht immer unterrichtet wurde als zu positiv ausgewertet zu betrachten. Meine eigenen Messungen (Foto) zeigten ähnliche Werte. Allgemeine Bewertung der Luftqualität im Hauptbericht.

5 Zum Messbericht des team gmi: , Messung team gmi. Der Außenwert von 720 ppm ist nicht nachvollziehbar. Selbst bei starker Inversionswetterlage steigt der Außenwert im Winter nicht über 430 ppm, der Normalwert 2008 lag bei 385 ppm. Bei diesem Außenluftwert handelt es sich offensichtlich um einen Messfehler. Die Feuchtigkeitsverluste durch Dauerlüftung halten sich an diesem Tag in Grenzen, vermutlich wegen des relativ warmen und feuchten Wetters draußen (5-8 C, Regen). Altbau, 5a, , gmi: hier ist die Ineffizienz gekippter Fenster deutlich zu sehen: trotz Kippens von mehr und mehr Flügeln (2 4 6) sinkt der hohe Wert von 2444 ppm zunächst nicht, dann kaum (4-6 gekippte Fenster). Das Kippen bringt innerhalb von 15 Minuten einen Feuchteverlust von 3%. 6B: nach der Pause bei geöffnetem Scherenklappflügel und geöffneter Klassentüre nur geringfügiger Anstieg. gmi bezeichnet 1500 ppm als "sehr gut", obwohl dies entsprechend der ÖAW Richtlinie als "niedrige Luftqualität" bezeichnet werden muss. 5C, , gmi: lt. BIG wurde die Lehrerin aufgefordert, die Klasse nicht zu lüften. Bei Beginn der Messung am Anfang der 3. Unterrichtseinheit war binnen 10 Minuten ein Anstieg von 2719 ppm auf 2923 ppm feststellbar, dann Öffnen der Klapp- und des Ausstellfensters. Binnen 6 Minuten Abfall auf 2604 ppm, wenn dieser Abfall extrapoliert werden könnte, würde es 24 Minuten dauern, bis der Richtwert von 1400 ppm unterschritten würde. Die Bewertung von gmi ist damit fachlich unrichtig. Erst mit dem vollständigen Öffnen der Fenster zeigt sich ein rascher Abfall binnen 5 Minuten um 1200 ppm auf 1088 ppm vor Beginn der nächsten Stunde. Gleichzeitig sinkt aber die Feuchte trotz feuchtwarmer Winter Witterung von 44 auf 35% und die Temperatur von 22,5 auf 19,5 C. Nach Schließen der Fenster steigt die Feuchte wieder rasch an. Die Bewertung des gmi ist hier zutreffend.

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