BERICHTE DER MODERATOREN AUS DEN WORKSHOPS

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2 BERICHTE DER MODERATOREN AUS DEN WORKSHOPS Workshops Kundenorientierung Moderatorin: Simone Stahl Geschäftsführerin SüdbadenBus Gesellschaft mbh

3 WORKSHOPS KUNDENORIENTIERUNG SmartWay mobiler Lotse für Bus und Bahn Andreas Küster Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme

4 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGBENISSE Worum ging es? Die im Rahmen eines EU-Projekts mit dem Fraunhofer Institut entwickelte App SMART-WAY ist ein europaweit nutzbares Navigationssystem für ÖPNV-Nutzer. Die Ortungsdaten des ÖPNV-Nutzers bezieht die App vom Smartphone-GPS. Echtzeitbasierte Daten der Verkehrsbetriebe zu Fahrplan und Fahrzeugposition sowie Störmeldungen werden ebenso von der App eingelesen. Die verkehrsmittelübergreifende Navigation läuft auf dem Smartphone, erkennt immer die aktuelle Position des Fahrgasts, leitet zur nächstgelegenen Haltestelle, signalisiert Um- und Ausstiege und berechnet bei Verspätungen der Verkehrsmittel bzw. Interaktionen des Nutzers eine neue Route.

5 Welche Folgerungen lassen sich ableiten? Mit dem ÖPNV-Navigationssystem finden sich Fahrgäste leicht im fremden Verkehrsnetz zurecht und bewegen sich mit hohem Freiheitsgrad Aufspringen ins Verkehrsmittel in Zielrichtung ist jederzeit möglich und unkompliziert SMART-WAY kann in bestehende Fahrplanauskunftssysteme wie z.b Easy.Go wie auch in intermodale Auskünfte wie z.b. V-Navi-smart integriert werden, hat sehr hohe Download-Quoten und erhält positive Kundenbewertungen. Nächster Schritt: Erweiterungen der herkömmlichen Navigation um den ÖPNV, um z.b. bei Staus zu Park & Ride für spontane Wechsel auf den ÖPNV zu leiten. Gibt es noch offene Fragen? Wann folgt die Einbindung in EFA BW bzw. vergleichbare Systeme? Kann SMART-WAY Basis für Mobilitätsgarantien sein?

6 WORKSHOPS KUNDENORIENTIERUNG Immer und überall informiert flächendeckende Echtzeitinformationen Erich Helwin PostAuto Schweiz AG

7 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGBENISSE Worum ging es? Schweizer Postauto geht es um eine flächendeckende Echtzeitinformation möglichst vieler Fahrgäste und dies in- wie außerhalb der Ballungsräume. Postauto nutzt DFI, mobile WEB und App zu Echtzeitdatenkommunikation. Postauto setzt auf Apps mit mobilen Verbindungen zu gedruckten Bildern (Augmented Reality-Lösungen), wodurch sich der Fahrgast via Smartphone neben dem Fahrplan über Ausflugstipps informieren kann. Die ortsbezogenen Informationen werden auf dem Display angezeigt und in Echtzeit aktualisiert.

8 Welche Folgerungen lassen sich ableiten? Echtzeitdatenanzeigen über DFI sind zu teuer und daher die Ausnahme an ausgewählten, sehr hoch frequentierten Haltestellen. Als ökonomischste Lösung für Beschaffung und Unterhalt erwies sich, Echtzeitdaten über Apps bzw. über QR Codes an Haltestellen zugänglich zu machen. Wer den QR- Code mit dem Smartphone fotografiert, erhält die Abfahrten in Echtzeit. Über die Anzeige der nächsten Abfahrten in Kombination mit Sparangeboten und Freizeittipps aus der näheren Umgebung, erhofft man sich Anreize zur Weiterfahrt. Gibt es noch offene Fragen? Erhält man mit verbesserter Information mehr oder nur mehr zufriedene Kunden?

9 WORKSHOPS Kundenorientierung Der Fahrgast packt aus: Was bewegt Menschen dazu, Bus und Bahn zu nutzen? Jolanta Skalska Allianz pro Schiene e.v. und Thomas Krautscheid Quotas

10 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGBENISSE Worum ging es? Im EU-Projekt USEmobility der Allianz pro Schiene wird erforscht, was Menschen dazu motiviert, zu umweltfreundlichen Verkehrsträgern zu wechseln. Interviewt wurden gezielt Wechsler, die in letzten fünf Jahren die Verkehrsmittelwahl geändert haben. Die Hälfte der Befragten ist im Alltag weder auf Auto, Fahrrad oder Bahn festgelegt. Erreichbarkeit, Kosten und Fahrtdauer haben hohen Einfluss auf die Verkehrsmittelwahl. Flexibilität der Nutzung, geringer Planungsaufwand, Multimodalität sind wichtig. Die Themen individuelle und gesellschaftliche Kosten oder umweltfreundliche Mobilität gewinnen an Bedeutung.

11 Welche Folgerungen lassen sich ableiten? Der ÖPNV gewinnt genau so viele Fahrgäste, wie er wieder verliert. Er bindet seine Kunden zu wenig emotional. Abwanderungen vom ÖPNV können am ehesten durch Anschlusssicherung, einfachen Vertrieb, Personalpräsenz und -kompetenz vermieden werden. Zur Kundengewinnung ist die Verknüpfung verschiedener Mobilitätsangebote immer wichtiger und umfassend und überzeugend anzubieten. Bei Veränderungen von Arbeitsplatz und Wohnort bestehen die besten Möglichkeiten Fahrgäste zu gewinnen.

12 WORKSHOPS KUNDENORIENTIERUNG Die Servicecard: multimodal unterwegs Jörn Meier-Berberich Stuttgarter Straßenbahnen AG

13 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGBENISSE Worum ging es? Die Stuttgart Servicecard ist eine integrierte Mobilitäts- und Servicekarte für Stuttgart und Umgebung. Als integrierte Mobilitätskarte dient sie als Fahrkarte/elektronisches Ticket für Jahreskarten im ÖPNV, kann mit ihr die Gebühr für Elektro-Mietautos bzw. Leihräder bezahlt werden, ist sie offen für weitere Mobilitätsdienstleitungen, wie das Laden von Elektroautos oder das Entrichten der Parkgebühren.

14 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGBENISSE Worum ging es? Als Servicekarte wird die Mobilitätskarte zukünftig ergänzt um die Einbindung einer Bezahlfunktion um ein Bonusprogramm für den örtlichen Einzelhandel um den Zugang zu kommunalen Dienstleistungen, wie Bibliotheken, Bädern, Museen und zu touristischen Angeboten bis hin zur Integration von Leistungen der Stadtwerke Stuttgart Über das Stuttgart Service-Portal wird sich der Kunde zukünftig übergreifend informieren und daran anschließend direkt buchen können.

15 Welche Folgerungen lassen sich ableiten? Bei Stuttgart Services steht der Nutzen des Mobilitäts -Kunden im Vordergrund, mitmachen kann nur, wer einen Mehrwert für das Gesamtsystemangebot bringt. VVS-Jahreskarten-Nutzer erhalten mit der Mobilitätskarte günstigere Konditionen bei Call a Bike, Flinkster oder car2go. Die Nutzung vielfältigerer Formen nachhaltiger Mobilität fällt ÖPNV-Kunden dadurch leicht. Durch die Einbindung städtischer und weiterer Dienstleistungen auf der Servicecard erleben derzeitige ÖPNV-Nichtkunden eine geringe Eintrittshürde zum ÖPNV. Gibt es noch offene Fragen? Die Stuttgarter ÖPNV-Anbieter planen auf Dauer die Initiative zu übernehmen und nicht an die Automobilindustrie abzugeben.

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