Brückenkurs Mikroökonomie

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1 Thieß Petersen Brückenkurs Mikroökonomie Lösungen UVK Verlagsgesellschaft mbh Konstanz mit UVK/Lucius München

2 Brückenkurs Mikroökonomie: Lösungen 2 1 Was ist Mikroökonomie 1. Welcher Disziplin wird die Mikroökonomie zugerechnet? Betriebswirtschaftslehre Volkswirtschaftslehre 2. Womit beschäftigt sich die Mikroökonomie nicht? Nachfrager (= Konsumenten) Anbieter (= Unternehmen) Wechselkurse Märkte Preise

3 Brückenkurs Mikroökonomie: Lösungen 3 2 Grundlegende Begriffe 1. Welche beiden Akteure stehen in der Mikroökonomie im Mittelpunkt? Wirtschaftspolitiker Haushalte Zentralbanken Unternehmen 2. Ergänzen Sie die Sätze: Güter befriedigen die Bedürfnisse der Haushalte. Diese werden von Unternehmen produziert. 3. Welche Aussage ist falsch? Die Menge an Geldeinheiten, die ein Haushalt für ein Gut bereit ist zu bezahlen, entspricht dem Preis eines Gutes. Der Preis eines Gutes ergibt sich aus dem Kräftespiel zwischen Angebot und Nachfrage. Durch Geldeinheiten kann ein Preis ausgedrückt werden. 4. Was ist kein homogenes Gut? Strom Stammaktien eines Unternehmens Smartphones 5. Ergänzen Sie den Satz: Ein knappes Gut liegt nicht in so großer Menge vor, dass jeder Haushalt sein Bedürfnis danach in beliebigem Ausmaß stillen kann.

4 Brückenkurs Mikroökonomie: Lösungen 4 3 Haushaltstheorie 1. Womit beschäftigt sich die Haushaltstheorie primär? Produktion Konsum 2. Ein Haushalt kauft Brot und Butter. Wie kann man diese beiden Produkte in der Haushaltstheorie nennen? Güterbündel Güter-Mix Güterkonsum 3. Vervollständigen Sie den Satz zu dem folgenden Gesetz aus der Nutzentheorie: a) Der Grenznutzen eines Gutes wird mit zunehmenden Konsum dieses Gutes geringer. b) Fällt ihnen dazu ein Beispiel aus Ihrem Alltag ein? Zum Beispiel: Der Nutzen des ersten Stifts in Ihrem Mäppchen ist hoch, der Nutzen des 10 Stifts hingegen geringer. 4. Nehmen Sie an, Sie haben 500 Euro pro Monat zur Verfügung. Was stellen diese 500 Euro für Sie mikroökonomisch gesehen dar? die Konsumquote die Sparquote eine Budgetrestriktion

5 Brückenkurs Mikroökonomie: Lösungen 5 5. Im optimalen Konsumpunkt berühren sich zwei Kurven, welche? Und: Zeichnen Sie die Kurven auch in das Diagramm ein und benennen Sie die beiden Achsen. die Budgetgerade und die Indifferenzkurve zwei Budgetgeraden die Budgetgerade und die Isoquante Menge Gut 1 Indifferenzkurve optimaler Konsumpunkt Budgetgerade 0 Menge Gut 2 6. Sie kaufen jeden Monat drei Tafeln Schokolade. Der Schokoladenpreis steigt pro Tafel um 5 Cent. Sie kaufen in den folgenden Monaten nur noch zwei Tafeln. Welche Kennzahl aus der Mikroökonomie bildet einen solchen Preis- Mengen-Zusammenhang ab? die Preiselastizität die Einkommenselastizität

6 Brückenkurs Mikroökonomie: Lösungen 6 4 Produktionstheorie 1. Ergänzen Sie den Satz: Die Produktionstheorie analysiert unter anderem den Zusammenhang zwischen Input und Output. 2. Nennen Sie drei wichtige Produktionsfaktoren aus der Produktionstheorie? Arbeit, Kapital und Boden. 3. Welche drei Produktionsfunktionen sollten Sie kennen? neoklassische, limitationale und ertragsgesetzliche Produktionsfunktion 4. Was ist eine Isoquante? alle Kombinationen von Inputmengen, die den gleichen Output erzeugen sie entspricht der Minimalkostenkombination der Produktionsfaktoren 5. Was entspricht der Steigung der Isoquante? sie entspricht dem Verhältnis von Input zu Output sie entspricht der Grenzrate der Substitution die Steigung einer Isoquante liegt stets bei 1

7 Brückenkurs Mikroökonomie: Lösungen 7 5 Kostentheorie 1. Was sind Fixkosten? sie fallen unabhängig von der produzierten Menge an sie fallen abhängig von der produzierten Menge an 2. Was bildet eine Isokostengerade ab? sie bildet die variablen Kosten ab die Kosten, die unabhängig von der produzierten Menge anfallen die Kombinationen von Produktionsfaktoren, die die gleichen Gesamtkosten verursachen die Kombinationen von Produktionsfaktoren, die den gleichen Output erzielen 3. Was besagt die Minimalkostenkombination? Und: Benennen Sie die Achsen des unten stehenden Diagramms und zeichnen Sie eine Minimalkostenkombination ein. sie zeigt die Produktionsmenge auf, bei der die Kosten der Inputfaktoren am niedrigsten sind sie ist die Kombination von Inputfaktoren, die eine bestimmte Produktionsmenge zu den niedrigsten Kosten anbietet

8 Brückenkurs Mikroökonomie: Lösungen 8 Menge Faktor 1 Isoquante Minimalkostenkombination Isokostengerade 0 Menge Faktor 2 4. Wann erreicht ein Unternehmen die gewinnmaximale Ausbringungsmenge? sie liegt vor, wenn die Durchschnittskosten am niedrigsten sind wenn der am Markt erzielte Preis den Grenzkosten der Produktion entspricht; die Grenzkosten sind dabei die Kosten, die anfallen, wenn eine zusätzliche Einheit produziert wird sie ist immer dann erreicht, wenn eine Minimalkostenkombination vorliegt 5. Welcher Zusammenhang gilt bei einer neoklassischen Angebotskurve? wenn der Preis eines Gutes hoch ist, dann ist auch das Angebot hoch wenn der Preis eines Gutes hoch ist, dann sinkt das Angebot wenn der Preis eines Gutes niedrig ist, dann steigt das Angebot

9 Brückenkurs Mikroökonomie: Lösungen 9 6 Konsumenten- und Produzentenrente 1. Stellen Sie sich vor, Sie möchten sich ein Smartphone eines bestimmten Herstellers kaufen. Wann realisieren Sie eine Konsumentenrente? wenn der Preis des Smartphones niedriger ist, als ihre maximale Zahlungsbereitschaft wenn der Preis des Smartphones höher ist, als ihre maximale Zahlungsbereitschaft wenn der Preis des Smartphones genau Ihrer Zahlungsbereitschaft entspricht 2. Ein Unternehmen stellt eine Kaffeemaschine her und möchte diese Kaffeemaschine für mindestens 20 Euro verkaufen. Wann realisiert das Unternehmen keine Produzentenrente? wenn die Kaffeemaschine für 25 Euro verkauft wird wenn die Kaffeemaschine für 22 Euro verkauft wird wenn die Kaffeemaschine für 20 Euro verkauft wird 3. Was ist korrekt? Wohlfahrt = Konsumentenrente + Produzentenrente. Wohlfahrt = Konsumentenrente Produzentenrente Wohlfahrt = Produzentenrente Konsumentenrente

10 Brückenkurs Mikroökonomie: Lösungen Benennen Sie im folgenden Diagramm die Achsen und zeichnen Sie dort beispielhaft eine Angebots- und Nachfragekurve sowie die Konsumenten- und Produzentenrente ein? Preis Gut 1 Konsumentenrente Angebotskurve Gleichgewichtspreis Produzentenrente Nachfragekurve 0 Menge Gut 1 5. Durch welche Strategie kann der Hersteller von Kaffeemaschinen Konsumentenrente abschöpfen? indem er die Kaffeemaschine in einer simplen und in einer Premiumversion (mit weiteren Produkteigenschaften) zu unterschiedlichen Preisen anbietet indem er die baugleiche Kaffeemaschinen in unterschiedlichen Farben zu unterschiedlichen Preisen anbietet (bei gleichen Herstellkosten)

11 Brückenkurs Mikroökonomie: Lösungen 11 7 Preisbildung auf Märkten 1. Ergänzen Sie den Satz: Wenn Angebot und Nachfrage übereinstimmen, dann ist der Markt im Gleichgewicht. 2. Welche Bedingung ist bei vollständiger Konkurrenz nicht erfüllt? es wird ein homogenes Gut gehandelt es herrscht vollkommene Markttransparenz es gibt viele Anbieter und viele Nachfrager die Anbieter sind Preisanpasser es gibt keine Markteintritts- und Marktaustrittsbarrieren der Preis ist vollkommen lexibel 3. Benennen Sie die beiden Achsen und leiten Sie mit Hilfe einer Angebots- und Nachfragekurve einen Gleichgewichtspreis her. Zeigen Sie auch auf, wie sich der Gleichgewichtspreis bei einem Nachfrageüberhang entwickelt. Preis Gut 1 Angebotskurve ursprünglicher Gleichgewichtspreis 0 neuer Gleichgewichtspreis Nachfrageüberhang Nachfragekurve alt Nachfragekurve neu Menge Gut 1

12 Brückenkurs Mikroökonomie: Lösungen Was zeichnet ein Monopol aus? es gibt nur einen Anbieter und viele Nachfrager es gibt nur einen Nachfrager es gibt nur einen Anbieter und einen Nachfrager 5. Wie entwickeln sich Preise in einem Monopol im Vergleich zur vollständigen Konkurrenz? es wird mehr von einem Produkt angeboten und der Preis ist höher als bei vollständiger Konkurrenz es wird weniger von einem Produkt angeboten und der Preis ist niedriger als bei vollständiger Konkurrenz es wird weniger von einem Produkt angeboten und der Preis ist höher als bei vollständiger Konkurrenz

13 Brückenkurs Mikroökonomie: Lösungen 13 8 Marktversagen 1. Ergänzen Sie den Satz: Von Marktversagen wird gesprochen, wenn die marktmäßig Koordination zu einem Ergebnis führt, das von dem Ergebnis auf einem Markt mit vollständiger Konkurrenz abweicht. 2. Was ist kein negativer externer Effekt? Umweltverschmutzung durch Straßenverkehr Überischung der Weltmeere Impfplicht 3. Was passiert auf einem Markt, wenn ein Unternehmen steigende Skalenerträge realisiert? andere Unternehmen mit geringerer Größe werden vom Markt verdrängt der Gleichgewichtspreis auf dem Markt sinkt die Nachfrage nimmt zu und deswegen steigen die Preise 4. Welche Aussage ist falsch: ein öffentliches Gut zeichnet sich durch Nichtrivalität im Konsum und Nichtausschließbarkeit aus bei Kluggütern werden einige Nutzer bewusst ausgeschlossen bei Allmendegütern liegt eine Rivalität im Konsum vor, einige Nutzer können ausgeschlossen werden bei einem privaten Gut liegt Ausschließbarkeit und Rivalität im Konsum vor

14 Brückenkurs Mikroökonomie: Lösungen Was besagt die adverse Selektion? durch bestehende Informationsasymmetrien werden Güter mit höhere Qualität von Gütern mit geringerer Qualität verdrängt Güter mit hoher Qualität verdrängen Güter mit geringerer Qualität

15 Brückenkurs Mikroökonomie: Lösungen 15 9 Markteingriffe 1. Was ist kein Markteingriff? Steuern Subventionen Höchstpreise Preisdifferenzierung 2. Wie wirkt eine Mengensteuer auf die Konsumentenrente? sie reduziert die Konsumentenrente sie steigert die Konsumentenrente eine Mengensteuer beeinträchtigt die Konsumentenrente nicht 3. Ergänzen Sie die beiden Sätze: Subventionen wirken auf Unternehmen wie eine zusätzliche Einnahme. Werden Subventionen für ein Produkt an Unternehmen gezahlt, dann wird eine höhere Menge am Markt gehandelt. 4. Was kann sich bei staatlich festgesetzten Höchstpreisen bei Wohnungen nicht ergeben? Schwarzmärkte Bestechungen mehr neu gebaute Wohnungen 5. Wozu führen Markteingriffe in der Regel, d. h. im Fall der vollständigen Konkurrenz? zu Wohlfahrtsgewinnen zu Wohlfahrtsverlusten zu einer unveränderten Wohlfahrtssituation

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