Bachelor-, Diplom- und Masterprüfung Organisation und Führung Wintersemester 2010, 23. März 2010

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1 Technische Universität Braunschweig Institut für Organisation und Führung Bachelor-, Diplom- und Masterprüfung Organisation und Führung Wintersemester 2010, 23. März 2010 Name, Vorname:... Ich bestätige hiermit, dass ich der Veröffentlichung meiner Matr.-Nr.:... Note zusammen mit meiner Matrikelnummer zustimme. Studiengang:... Umfang der Prüfung:... Unterschrift:... Bearbeitungshinweise 1.Überprüfen Sie bitte die Vollständigkeit der Klausurunterlagen (16 Blätter inkl. Deckblatt). 2.Bitte füllen Sie dieses Deckblatt vollständig aus und schreiben Sie auf jede Seite lesbar Ihren Namen und Ihre Matrikelnummer. 3.Die Klausur umfasst 15 Fragen aus fünf Aufgabenblöcken (entsprechen jeweils einer Vorlesung). Es sind zwei von drei Aufgaben pro Aufgabenblock zu bearbeiten! Weiterhin gelten folgenden Vorgaben: Umfang der Prüfung Anzahl zu bearbeitender Fragen Anzahl zu bearbeitender Aufgabenblöcke Bearbeitungszeit insgesamt 1 Vorlesung 2 genau 1 60 Minuten 2 Vorlesungen 4 genau Minuten 3 Vorlesungen 6 genau Minuten 4 Vorlesungen 8 genau Minuten Sollten zusätzliche Fragen oder Aufgabenblöcke bearbeitet werden, werden diese nicht bewertet! Die Bewertung erfolgt in derselben Reihenfolge, in der die Aufgaben gestellt sind. 4.Zur Lösung auch für Konzepte sind nur die ausgegebenen Blätter inklusive Rückseite bzw. die gestempelten Leerseiten zu verwenden. 5.Als Hilfsmittel sind nur Schreib- und Zeichengeräte sowie nicht-programmierbare Taschenrechner zugelassen. 6.Bitte schreiben Sie vollständige Sätze! 7.Mit der Teilnahme an der Klausur bestätigen Sie, dass Sie sich ordnungsgemäß angemeldet haben. Ihre Klausur nicht gewertet wird, wenn Sie die diese Voraussetzung nicht erfüllen. Viel Erfolg! Aufgabeblock Σ max. Punktzahl erreichte Punktzahl Note:

2 Name: Matrikelnummer: Seite 2 Aufgabenblock 1: Strategische Unternehmensführung Aufgabe 1 Entertainment AG Die Entertainment AG ist ein mittelständisches Medienunternehmen, das in der Produktion von Kino- und Fernsehfilmen und im Handel mit Fernsehrechten tätig ist. Im Januar kündigte der Vorstand an, zwei eigene Fernsehsender zu gründen. Nach Meinung von Vorstandschef Michael Richter erhalte die Entertainment AG damit eine vollständig integrierte Verwertungskette für Ihre Filme und TV-Produktionen. Dass eine solche Strategie Erfolg hat, habe der Münchner Filmhändler Leo Kirch mit SAT 1 und Pro 7 bereits bewiesen. Der Kids Channel soll Anfang nächsten Jahres auf Sendung gehen. Bereits Mitte des Jahres soll die Kids Channel GmbH als 100%-ige Tochter der Entertainment AG gegründet werden. Das Programm soll sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 20 Jahren richten. Die Entertainment AG will sich dabei am erfolgreichen Konzept des Kinderkanal von ARD und ZDF orientieren, aber auf teure Sendungen verzichten. Durch die intensive Verwertung eigener Zeichentrickfilme und günstige Werbepreise unter dem Branchendurchschnitt hofft Richter, den Break-even-Punkt bereits in 3 Jahren zu erreichen. 1) Analysieren Sie die Unternehmensstrategie der Entertainment AG! Welche Gründe sprechen für die Wahl dieser Strategie? (8) 2) Analysieren Sie die Wettbewerbsstrategie der Kids Channel GmbH. Welche Gründe sprechen für die Wahl dieser Strategie? Wo sehen Sie die Gefahren dieser Strategie? (12)

3 Name: Matrikelnummer: Seite 3 Aufgabenblock 1: Strategische Unternehmensführung Aufgabe 2 Der ehemalige Automanager Goeudevert schreibt in seinem Buch: Es gibt für jedes Unternehmen nur eine gute Strategie und das ist die, die auf der eigenen Kultur, der eigenen Vergangenheit und Identität basiert. Nehmen Sie zu dieser Aussage Stellung! (10) Was spricht für eine derartige Strategieentwicklung, worin könnten aber auch Gefahren einer solchen Haltung liegen? (10)

4 Name: Matrikelnummer: Seite 4 Aufgabenblock 1: Strategische Unternehmensführung Aufgabe 3 Analysieren Sie Ziel und Vorgehensweise der Marktdurchdringungs- sowie der Marktentwicklungsstrategie. (12) Stellen Sie diese Strategien sodann vergleichend gegenüber! Was sind jeweils die kritischen Entscheidungsparameter? Wann ist welche Strategie erfolgversprechender? (8)

5 Name: Matrikelnummer: Seite 5 Aufgabenblock 2: Personalführung Aufgabe 4 French und Raven beschrieben 1959 fünf verschiedene personelle Machtbasen. Beschreiben Sie diese jeweils kurz in einem Satz. (5) Diskutieren Sie kritisch, welche Funktion sie im Führungsprozess erfüllen können. (10) Erläutern Sie, in welchen Situationen die Bildung informaler Machtzentren zu erwarten ist und verdeutlichen Sie dies an einem Beispiel. (5)

6 Name: Matrikelnummer: Seite 6 Aufgabenblock 2: Personalführung Aufgabe 5 Nennen Sie die allgemeine Aufgabe, die Attributionstheorien im Führungsgeschehen erfüllen sollen. (2) Beschreiben Sie danach die beiden Grundanliegen der beiden Hauptstränge ("Attribuierungsrichtungen") im Führungsprozess. (6) Nennen und beschreiben Sie dann drei typische Attributionsfehler. (3) Erläutern Sie jeweils anhand eines passenden Beispieles, wie man ihnen im Betrieb begegnen könnte. (9)

7 Name: Matrikelnummer: Seite 7 Aufgabenblock 2: Personalführung Aufgabe 6 Erläutern Sie Kern und Hauptaussage der Theorie der Führungssubstitution anhand eines Beispiels. (6) Beschreiben Sie anschließend kurz das Konzept Intrapreneurship und seine Intention. (4) Wie lässt es sich in die Führungssubstitution einordnen? (2) Diskutieren Sie, welche Einflussfaktoren für Intrapreneurship förderlich sind. (8)

8 Name: Matrikelnummer: Seite 8 Aufgabenblock 3: Organisation Aufgabe 7 Auf dem Parkplatz der deutschen IKEA-Zentrale stehen Schilder, auf denen steht: Für den, der morgens zuerst da ist. Analysieren Sie Inhalt und Wirkung dieser Botschaft: Was sagt sie über die Unternehmenskultur? (6) Erläutern Sie den Katalog primärer und sekundärer Maßnahmen der Kultursteuerung und ordnen Sie die Maßnahme von IKEA ein! (8) Wie sollten die anderen Steuerungsmaßnahmen ausgerichtet sein, um denselben Effekt zu erzielen? (6)

9 Name: Matrikelnummer: Seite 9 Aufgabenblock 3: Organisation Aufgabe 8 Welchen beiden Hauptzwecken dient die betriebliche Sekundärorganisation? Welche Defizite der herkömmlichen Aufbauorganisation gleicht sie aus? Stellen Sie eine Verbindung zur Subkulturproblematik her! Wie können Subkulturen überhaupt erfasst bzw. gemessen werden? (20)

10 Name: Matrikelnummer: Seite 10 Aufgabenblock 3: Organisation Aufgabe 9 Erklären Sie das Parkinsonsche Gesetz und die zugrunde liegenden Ursachen. (5) Stellen Sie danach die Hauptaussagen von Webers Bürokratie-Modell dar. (6) Wie lässt sich das Parkinsonsche gesetzt in das Konzept von Max Weber einordnen? (3) Erörtern Sie, ob die Aussagen von Cyrill Parkinson und Max Weber heute noch Gültigkeit haben. (6)

11 Name: Matrikelnummer: Seite 11 Aufgabenblock 4: Wissensmanagement Aufgabe 10 Was kennzeichnet eine intelligente Organisation, was ein intelligentes Gut? Geben Sie drei Produktbeispiele und erläutern Sie an Ihnen die beiden wesentlichen Definitionsmerkmale! Wie wirkt sich die Zunahme intelligenter Organisation oder Güter auf die anderen drei Produktionsfaktoren aus? (20)

12 Name: Matrikelnummer: Seite 12 Aufgabenblock 4: Wissensmanagement Aufgabe 11 Nennen Sie die wichtigsten Lernziele wissensorientierter Unternehmen. Welche betrieblichen Lernbarrieren können das Lernen blockieren und ein Unternehmen konservativ handeln lassen? (20)

13 Name: Matrikelnummer: Seite 13 Aufgabenblock 4: Wissensmanagement Aufgabe 12 Definieren Sie den Begriff der Informationspathologie und systematisieren Sie die drei Grundarten! Stellen Sie einen Bezug zum Themenkreis Mikropolitik her. Warum sind gerade wissensbasierte Unternehmen anfällig für Mikropolitik? Was könnte man dagegen tun? (20)

14 Name: Matrikelnummer: Seite 14 Aufgabenblock 5: Teams & Netzwerke Aufgabe 13 Was versteht man allgemein unter Teamentwicklung? (3) Erörtern Sie sodann ausführlich die fünf Phasen der Teamentwicklung nach Tuckman! Welche Rolle spielt hierbei die Teamführung? (15) Was ist an diesem Modell zu kritisieren? (2)

15 Name: Matrikelnummer: Seite 15 Aufgabenblock 5: Teams & Netzwerke Aufgabe 14 Was ist innerhalb der Projektarbeit unter Escalating Commitment zu verstehen und welche Ursachen hat dieses Phänomen? (7) Nennen Sie ein Beispiel! (1) Erörtern und bewerten Sie sodann mögliche Ansätze zur Vermeidung von Escalating Commitment! (12)

16 Name: Matrikelnummer: Seite 16 Aufgabenblock 5: Teams & Netzwerke Aufgabe 15 Was versteht man unter Contract Manufacturing? Skizzieren Sie das Konzept und gehen Sie dabei auch auf seine heutige Weiterentwicklung zum Design Manufacturing ein. (10) Wie bewerten Sie die Konzepte? (4) Welche Vorteile, welche Gefahren sind damit für ein Unternehmen (als OEM) verbunden? (6)

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