Energiemanagement. Energiekosten im Betrieb systematisch senken.

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1 Energiemanagement. Energiekosten im Betrieb systematisch senken.

2 Energieeffizient durch Energiemanagement. Ob KMU oder Großbetrieb die Energiekosten sind ein stetig wachsender Posten in der Bilanz jedes Unternehmens. Mit Energieeffizienz kann dieser Kostenfaktor nachhaltig gesenkt werden. Wer sich für ein kontinuierliches Energiemanagement entscheidet, macht den betrieblichen Energieverbrauch transparent, deckt Einsparpotenziale auf, reduziert seine Energiekosten und stärkt so die Wettbewerbsposition seines Unternehmens. Ziel eines betrieblichen Energiemanagements ist es, Energieverbräuche und -kosten systematisch zu erfassen, die energieverbrauchsrelevanten Prozesse kontinuierlich zu verbessern und die Energiekosten nachhaltig zu senken. Bis zu 10 Prozent der Energiekosten können Betriebe durch organisatorische Maßnahmen nach Einführung eines Energiemanagements sparen. Investive Maßnahmen können bis zu 25 Prozent zusätzliche Einsparung bringen je nach Ausgangslage auch mehr. Die folgende Abbildung zeigt die wirtschaftlichen Einsparpotenziale bei branchenübergreifenden Querschnittstechnologien auf: Energieeffizienzpotenziale bei branchenübergreifenden Querschnittstechnologien. Energiekosten im Betrieb systematisch senken.

3 Kontinuierlich Energiekosten senken. Basis des Energiemanagements ist ein strategisch ausgerichtetes Managementsystem, das einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess ermöglicht. Die 2011 veröffentlichte Energiemanagement- Norm DIN EN ISO empfiehlt die Anwendung des PDCA-Zyklus. Hat ein Unternehmen bereits ein Qualitäts- oder Umweltmanagement eingeführt, kann ein betriebliches Energiemanagement darin integriert werden und auf vorhandene Strukturen zurückgreifen. (weiter-)entwickeln, planen Anpassungen festlegen, entscheiden PLAN ACT DO CHECK umsetzen, anwenden Ergebnisse und Wirkung überprüfen Zertifiziertes Energiemanagement. Die Energiemanagement-Norm DIN EN ISO gibt die Anforderungen an ein sys te - matisches Energiemanagement vor und ist Grundlage für die Zertifizierung durch eine unabhängige, akkreditierte Institution. Unternehmen, die sich zertifizieren lassen möchten, sollten diese Anforderungen bei der Planung und Einführung des Energiemanagements berücksichtigen. Unternehmen, die bereits ein Energiemanagement implementiert haben, können sich nach Ergänzung der fehlenden Anforderungen ebenfalls zertifizieren lassen. Energiekosten im Betrieb systematisch senken.

4 Energiemanagementsystem Ihre Vorteile nutzen. Zertifiziertes Ener Energiemanagement ohne Zertifizierung Energieeffizienz erhöhen Energiekosten nachhaltig senken Ein Energiemanagement ermöglicht die zentrale Erfassung und Überwachung von Energieverbräuchen. So können Defizite kontinuierlich aufgedeckt und behoben werden. Die Energieeffizienz wird erhöht. Ein betriebliches Energiemanagement ermöglicht es, zielgerichtet Investitionen mit optimalen Lebenszykluskosten zu tätigen. Langfristig führt dies zu einer Verbesserung der Anlagentechnik, da in innovative und zukunftsfähige Technologien investiert wird. Förderprogramm für Energiemanagementsysteme. Seit August 2013 fördert die Bundesregierung die Zertifizierung des betrieblichen Energiemanagements nach DIN EN ISO sowie die Anschaffung erforderlicher Hard- und Software für Energiemanagementsysteme. Speziell KMU können auch für die Zertifizierung eines Energiecontrollings Förderung in Anspruch nehmen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) betreut das Förderprogramm. Mehr Informationen zum Thema Energiemanagement und zum Förderprogramm sind auf erhältlich.

5 giemanagement Finanzielle Vorteile nutzen Image stärken Ein zertifiziertes Energiemanagement ist die Voraussetzung für eine Teilbefreiung von der EEG-Umlage oder für den Erhalt des Spitzenausgleichs der Energie- und Stromsteuer. Mit der Zertifizierung des Energiemanagements durch eine unabhängige Institution demonstriert das Unternehmen gegenüber Kunden und Geschäftspartnern einen bewussten Umgang bzgl. Klimaschutz und Energieeffizienz. Finanzielle Vorteile für zertifizierte Energiemanagementsysteme. Seit Januar 2013 erhalten nur noch Unternehmen mit einem zertifizierten Energiemanagementsystem den Spitzenausgleich der Energie- und Stromsteuer. Speziell bei KMU reicht die Testierung eines vereinfachten Systems zur Verbesserung der Energieeffizienz. Seit Januar 2012 können energieintensive Unternehmen mit einem Stromverbrauch von mehr als zehn GWh pro Jahr eine Begrenzung der zu zahlenden EEG-Umlage nach der Besonderen Ausgleichsregelung (Erneuerbare-Energien-Gesetz 40ff.) nur noch beantragen, wenn sie ein zertifiziertes Energiemanagement betreiben.

6 Best Practice: HARTING KGaA. Seit 2001 führt HARTING ein unternehmensweites Energiemanagement durch. Dabei wurden die energieverbrauchenden Versorgungsanlagen der Werke analysiert und Einsparmaßnahmen formuliert. Als Ergebnis wurden alle technischen Versorgungseinrichtungen energieoptimiert oder gegen energieeffizientere ausgetauscht. Der Schwerpunkt der umgesetzten Maßnahmen lag auf der Erneuerung der Wärmeversorgung. Dazu gehörten der Einbau neuer, an den Bedarf angepasster Brennwertkessel, der Einsatz drehzahlgeregelter Umwälzpumpen im Kesselhaus und in den Unterverteilungen sowie die Installation von Wärmerückgewinnungssystemen in mehreren Gebäuden. Außerdem wurden in allen Werken mit Biomethan betriebene BHKWs zur Wärme- und Stromerzeugung eingesetzt. Energiekosten Tsd. /Jahr Energieverbrauch GWh/Jahr CO 2 -Reduzierung t/jahr ,4 3, , Vor der Optimierung Nach der Optimerung Einsparung Kennzahlen der durchgeführten Energieeffizienzmaßnahmen. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden gerundete Werte dargestellt. HARTING hat seinen Energieverbrauch seit 2001 um 29 Prozent reduziert. Die Energiekosten wurden um /Jahr gesenkt. Die gesamten Investitionskosten betrugen 1,1 Mio. Euro. Die Kapitalrendite beträgt 30 Prozent wurde das betriebliche Energiemanagement gemäß DIN EN ISO zertifiziert. Für dieses Projekt wurde HARTING mit dem 1. Preis des Energy Efficiency Awards 2012 ausgezeichnet. EnergieEffizienz lohnt sich.

7 Die ersten Schritte zum betrieblichen Energiemanagement. Die Geschäftsführung trifft die grundsätzliche Entscheidung zur Einführung eines Energiemanagements und formuliert die strategischen Energieziele. Sie legt Strukturen und Verantwortlichkeiten fest und beruft einen Energiemanager. Für ein optimales Ergebnis sollte ein Energieteam gebildet und das gesamte Unternehmen informiert werden. Dann folgt die betriebliche Energieanalyse, bei der die Energieversorgung, -bereitstellung und -nutzung im Unternehmen detailliert untersucht und bewertet wird. Auf Basis der Energieanalyse werden die operativen Energieziele und die notwendigen Energieeffizienzmaßnahmen in Form von Aktionsplänen formuliert. Dann folgen Umsetzung, Evaluierung und ggf. Anpassung der Energieeffizienzmaßnahmen (gemäß PDCA-Zyklus). Die Initiative EnergieEffizienz bietet Unterstützung bei der Einführung: i Das Handbuch für betriebliches Energiemanagement. zeigt, wie ein effektives Energiemanagement eingeführt wird und welche Unternehmensbereiche beteiligt sind. Es erläutert umfassend die DIN EN ISO und beschreibt verschiedene Energiedienstleistungen. Das Webspecial Energiemanagement ist speziell auf die am Energiemanagement in KMU beteiligten Mitarbeiter ausgerichtet. Es gibt einen praktischen Überblick über die für sie wesentlichen Schritte. EnergieEffizienz lohnt sich.

8 Für alle Fragen zur Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe: Kostenlose Energie-Hotline: klimaneutral natureoffice.com DE gedruckt Eine Initiative von: Mit freundlicher Unterstützung von: Gefördert durch: Herausgeber: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Chausseestraße 128 a, Berlin, Tel.: +49 (0) , Fax: Alle Rechte sind vorbehalten. Die Nutzung steht unter dem Zustimmungsvorbehalt der dena. 12/2013, Art.-Nr.: 1420

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