Fachhochschule Kaiserslautern Labor Datenbanken mit MySQL SS2006 Versuch 1

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1 Fachhochschule Kaiserslautern Fachbereiche Elektrotechnik/Informationstechnik und Maschinenbau Labor Datenbanken Versuch 1 : Die Grundlagen von MySQL Gruppe: Testat: Name: Matrikelnr.: Name: Matrikelnr.: Einführung Auf allen Labor-PCs ist die Software installiert, die Ihnen auch auf der CD zur Vorlesung und Labor zur Verfügung steht. Sie sollten daher bereits mit dieser Software vertraut sein! Zum Starten des Apache-Webservers und zum Starten und Beenden des MySQL-Servers stehen auf Ihrem Labor-PC bereits Symbole (Verknüpfungen) zur Verfügung, ebenso zum Start des Datenbankmanagers SQLyog. Starten Sie nach dem Hochfahren des PCs zuerst den Apache-Webserver (die resultierende DOS-Box darf nicht geschlossen werden), dann den MySQL-Server und zum Abschluss den Datenbankmanager SQLyog. Wir arbeiten im Labor ausschließlich mit reinen MySQL-Befehlen (für HTML und PHP ist die Zeit leider nicht ausreichend). Arbeiten mit SQLyog: Beim Starten des Datenbankmanagers müssen Sie sich zuerst am MySQL-Server anmelden. Dies geschieht wie im Bild dargestellt über die Taste Connect (Host Adress: localhost User Name: root). Seite 1

2 Anschließend sehen Sie den SQLyog-Destop. Das linke Fenster zeigt alle vorhandenen Datenbanken mit ihren Tabellen und deren Spalten an. Der Inhalt wird nicht automatisch aktualisiert, dies muss manuell über Taste F9 geschehen. Im rechten oberen Fenster geben Sie Ihre MySQL-Befehle ein. Beachten Sie, daß dies ein reines Editorfenster ist, d.h. die Taste RETURN startet nicht die Befehlsausführung!! Taste F5 CTRL-F5 SHIFT-F5 führt die Anweisung aus, auf der der Cursor steht führt die Anweisungen aus, die markiert sind. führt ALLE Anweisungen aus. In unserem Beispiel wurden 3 MySQL-Kommandos eingegeben, dann wurden alle Kommandos über SHIFT-F5 nacheinander ausgeführt. Die 3 Einzelergebnisse sind einsehbar auf den Registerkarten im rechten unteren Fenster (1 Result bis 3 Result). Die Registerkarte Messages zeigt die nach jedem Kommando zurückgelieferten Meldungen vom MySQL-Server. Daneben gibt es noch die Registerkarten Objects und History. Sie können Ihre im SQLyog-Editorfenster eingegebenen Kommandos jederzeit in eine externe Datei speichern (File Save) und diese Datei zu einem späteren Zeitpunkt wieder laden (File - Open). Beispiel: Schreiben Sie für folgende Aufgaben drei MySQL-Kommandos ins SQLyog-Editorfenster: Anzeige der MySQL-Version Anzeige von Datum/Uhrzeit Anzeige des Ergebnisses der Berechnung (15*10) geteilt durch (400/20). Speichern Sie diese Kommandos in eine Datei C:\my\info.sql, löschen Sie dann den Inhalt des SQLyog-Editorfensters und versuchen Sie, die Datei info.sql wieder zu laden. Zahlreiche MySQL-Funktionen sind über Menübefehle oder Indexmenüs aufrufbar. Bitte bemühen Sie sich trotzdem im Labor, mit MSQL-Kommandos im Editorfenster zu arbeiten. Dies ist auch sinnvoll, wenn man zum Abschluss eine Datei mit fehlerfrei ablaufendem MySQL-Code benötigt. Seite 2

3 2. Aufgabenstellung Testen Sie sämtliche nachfolgend aufgeführten Kommandos, indem Sie sie zeilenweise im SQLyog- Fenster eingeben und ausführen. Überprüfen Sie nach jeder Kommandoausführung die entstandenen Ergebnisse. ACHTUNG: Nachfolgende Kommandos sollen NICHT einfach nacheinander abgeschrieben werden die entsprechenden Zusammenhänge müssen auch stimmen. So kann untenstehendes Kommando USE main natürlich nicht funktionieren, wenn es die Datenbank main noch garnicht gibt. Allgemeine Kommandos Anzeige der MySQL-Version SELECT VERSION(); Anzeige des Datums SELECT CURRENT_DATE(); Anzeige von Datum/Uhrzeit SELECT NOW(); Formelberechnungen SELECT SIN(PI()/4), (5*2)/10; Datenbank-Kommandos Anzeige aller vorhandenen Datenbanken SHOW DATABASES; Anlegen einer neuen Datenbank main CREATE DATABASE main; Anwahl einer vorhandenen Datenbank USE main; Komplettes Löschen einer Datenbank DROP DATABASE main; Tabellen-Kommandos vor Einsatz dieser Kommandos muss bereits eine Datenbank existieren und mit USE geöffnet sein! Anlegen einer neuen Tabelle <adress> mit der Spalte <nname> (mindestens eine Spalte muß angelegt werden, leere Tabellen sind nicht erlaubt) CREATE TABLE adress (nname varchar(20)); Anzeigen der vorhandenen Tabellen der Datenbank SHOW TABLES; Anzeigen der Struktur (Spaltennamen und Datentypen) der Tabelle <adress> DESCRIBE adress; Umbenennen der Tabelle <adress> in <adressen> ALTER TABLE adress RENAME adressen; Komplettes Löschen der Tabelle <adressen> DROP TABLE adressen; Seite 3

4 Tabellenspalten-Kommandos vor Einsatz dieser Kommandos muss bereits eine Tabelle in einer mit USE geöffneten Datenbank existieren! Ändern des Spaltennamens von <nname> in <nachname> ALTER TABLE adressen CHANGE nname nachname varchar(20); Ändern des Spaltentyps von varchar(20) in varchar(50) ALTER TABLE adressen CHANGE nachname nachname varchar(50); Addieren einer neuen Spalte zu der Tabelle <adressen> ALTER TABLE adressen ADD vorname varchar(20); Löschen der Spalte <nachname> aus der Tabelle <adressen> ALTER TABLE adressen DROP nachname; Datensatz-Kommandos Überprüfen Sie, wenn nötig, die korrekte Übernahme Ihrer Daten nach jedem Kommando mit SELECT * FROM adressen; Einen unvollständigen neuen Datensatz eintragen (nicht angegebene Spalten werden mit Null aufgefüllt) INSERT INTO adressen (nachname) VALUES ( Mueller ); Einen vollständigen neuen Datensatz eintragen INSERT INTO adressen SET vorname = Werner, nachname = Klein ; Inhalt eines Datensatzes in einer Tabellenspalte ändern UPDATE adressen SET vorname = Kurt WHERE nachname = Mueller ; ACHTUNG: Die Anweisung ohne WHERE-Klausel, also UPDATE adressen SET vorname = Kurt ; würde in allen Datensätzen den Inhalt der Spalte <vorname> auf Kurt setzen Einen bestimmten Datensatz löschen DELETE FROM adressen WHERE lfdnr = 30; Hier wird der Datensatz gelöscht, bei dem in der Spalte <lfdnr> der Wert 30 steht Alle Datensätze löschen DELETE FROM adressen; Anzeige-Kommandos Alle Datensätze der Tabelle <adressen> anzeigen SELECT * FROM adressen; Alle Datensätze aus einer einzelnen Spalte der Tabelle <adressen> anzeigen SELECT nachname FROM adressen; Seite 4

5 Alle Datensätze aus mehreren Spalten der Tabelle <adressen> anzeigen SELECT nachname, vorname FROM adressen; Alle Datensätze aus mehreren Spalten der Tabelle <adressen> sortiert anzeigen Sortierkriterium: Spalte <nachname> in aufsteigender Sortierung (Ascending) SELECT nachname, vorname FROM adressen ORDER BY nachname; Alle Datensätze aus mehreren Spalten der Tabelle <adressen> sortiert anzeigen Sortierkriterium: Spalte <nachname> in absteigender Sortierung (Descending) SELECT nachname, vorname FROM adressen ORDER BY nachname DESC; Den Versuch 2 erhalten Sie an Ihrem Labortermin. Bei entsprechender Vorbereitung sollte dieser Versuch Ihnen keine Schwierigkeiten bereiten. Seite 5

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