Smartphones und Tablet PCs - reif für den Unternehmenseinsatz?

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1 Mobile Development Ansbach Smartphones und Tablet PCs - reif für den Unternehmenseinsatz? Leiter des Mobile Development Centers und des Studienschwerpunktes E-Business an der Hochschule Ansbach 1. Ansbacher Unternehmergespräch am

2 Hype um Mobile Devices Apple bleibt eine Gewinnmaschine:... Während die iphone-verkäufe zum Vorjahr um 88 Prozent zulegten, rauschte der Absatz der ipad-tablets - deren dritte Generation im März in den Markt eingeführt worden war - um satte 151 Prozent in die Höhe(vom ). Smartphone-Boom verhilft Samsung zu Rekordgewinn Im ersten Quartal verbuchte Samsung einen Überschuss von rund 3,4 Milliarden Euro. Vor allem die starke Nachfrage nach Smartphones und Tablet- Computern beschert dem Konzern das Rekordergebnis (vom ). Smartphones und Tablet PCs - reif für den Unternehmenseinsatz?, Seite 2

3 Unternehmen entdecken Mobile Devices Die SAP AG setzt derzeit intern rund ipads in der Entwicklung und im Vertrieb ein (Computerwoche 2012) DATEV e. G. bietet den Mitgliedern über eine App aktuelle Infos zum Steuerrecht u. Ä. Services an. Die Deutsche Bank hat 2010 eine erste Beratungsanwendung auf ipads erfolgreich getestet. Und mittlerweile läuft eine "VorsorgeApp" auf Apple-Tablets in rund 300 Filialen. Mit der Anwendung können die Bankberater ihren potenziellen Kunden eine mit spielerischen Elementen aufgewertete Visualisierung der persönlichen Situation zeigen (Computerwoche 2012). Die Betton Group hat eine App zur Visualisierung der Collection entwickelt, um Verkaufsgespräche zu unterstützen. Eine zweite App zeigt den Filialbetreibern Präsentationsmöglichkeiten auf. Daneben werden den Mitarbeitern über eine eigene Plattform zahlreiche Office-Apps zur Verfügung gestellt. Smartphones und Tablet PCs - reif für den Unternehmenseinsatz?, Seite 3

4 Mögliche Einsatzszenarien (Beispielhafte Auswahl) I. App-Angebot für Kunden z. B. Werbung, Information, neue Services, Produktergänzungen. II. Datev News Speziallösungen für Außendienst und Vertrieb z. B. Produktvisualisierung im Kundengespräch, Beratungsunterstützung, Support. MyRemote Stadt Würzburg Info III. Unterstützung der Geschäftsführung und leitender Mitarbeiter Deutsche Bank SAP CRM Sales Fidelity Investment Schnell und mobil Zugriff auf , Unternehmensdaten und Anwendungen. Mail Pages Citrix Reciver Smartphones und Tablet PCs - reif für den Unternehmenseinsatz? Seite 4

5 Probleme durch Mobile Devices Es existiert eine große Vielfalt an Geräten Ø Gewährleistung von Zugriffsschutz, Datenschutz und Datensicherheit ist unterschiedlich. Geräte werden über Funknetze genutzt Ø Sichere Übertragung der Daten ist zu gewährleisten! Mobile Geräte können leicht in falsche Hände geraten Ø Geschäftsdaten müssen jederzeit gelöscht werden können (Remote Wipe!). Installation einer Vielzahl von Anwendungen (Apps) möglich, Updates erfolgen oft halbautomatisch Ø Schutz vor Schadsoftware ist zu gewährleisten. Ø Benötigte Software ist bereitzustellen und ggf. einzurichten. Geräte werden gerne auch privat genutzt Ø Einhaltung von Sicherheitsstandards ist zu gewährleisten. Ø Trennung von privaten Daten und Geschäftsdaten. Smartphones und Tablet PCs - treif für den Unternehmenseinsatz? Seite 5

6 Aufgabenfelder App- Entwicklung Mobile Device Management (MDM) Geräte- und App-Auswahl sowie deren Verwaltung (Inventory Management) Geräte- und App-Konfiguration (Configuration Management) Festlegen von Nutzungsrichtlinien (Policy Management) Durchsetzung von Standards für Gerätesicherheit, Authentifizierung, Verschlüsselung (Security Management) Service und Support Technische Integration App- Vertrieb Smartphones und Tablet PCs - reif für den Unternehmenseinsatz? Seite 6

7 Ausgangssituation: I. App-Angebot für Kunden Die Kunden haben beliebige Endgeräte. Ein Einfluss über die eigene App hinaus ist nicht gegeben. Fragestellungen und Antworten: Geräteauswahl: Welche Endgeräte sollen unterstützt werden? ü ios und Android decken über 50 % des Marktes ab. Zukunft von Windows Mobile noch unklar. Vertrieb: Über welche Plattformen soll vertrieben werden? ü Vertrieb von Android-Apps über beliebige Plattformen möglich. ü Bei Nutzung von App-Store/Android Market Einbehaltung von 30% des Umsatzes. Entfällt bei kostenlosem Angebot! Smartphones und Tablet PCs - reif für den Unternehmenseinsatz? Seite 7

8 App-Entwicklung: Welche Entwicklungsstrategie wird gewählt? Alternativen: 1. Native App-Entwicklung: Nutzung der vollen Funktionalität des Gerätes. Die nativen Entwicklungswerkzeuge sind frei verfügbar. Entwicklung unter ios erfordert Registrierung im ios Developer Program. 2. Entwicklung einer Web-App im nativen Rahmen: Schnell zu entwickeln. Funktion bisher eingeschränkt (HTML5?). 3. Plattformübergreifende App-Entwicklung: ª Schnelle Entwicklung und Wartung. - Suboptimale Nutzung der jeweiligen Systemspezifika. I. App-Angebot für Kunden Hybride Entwicklungswerkzeuge z. T. OpenSource (z. B. PhoneGap). Technische Integration und Sicherheitsstandards Informationszugriff auf ausgewählte und gesicherte Anwendungen beschränken! Übermittlung sensibler Daten verschlüsseln! Sicherheitsrelevante Daten (z.b. Login-Daten) sollten möglichst nicht (unverschlüsselt) auf Endgeräten gespeichert sein. Smartphones und Tablet PCs - reif für den Unternehmenseinsatz? Seite 8

9 II. Speziallösungen für Außendienst und Vertrieb Ausgangssituation: Hier kann ein Gerätetyp für die Speziallösungen vorgegeben werden. Die Geräte sollten für den Einsatz vor Ort/beim Kunden optimal vorkonfiguriert werden. Geräteauswahl Die Endgeräte müssen die Anforderungen der Außendienst- und Vertriebslösung bestmöglich unterstützen (Bildschirmdarstellung, Gerätedesign, Robustheit etc.). App-Entwicklung und Distribution Überwiegend Entwicklung einer nativen App, da die Anwendung als Differenzierungsmerkmal beim Kunden dienen soll. Die In-house-Entwicklung und Distribution wird bei ios durch das Enterprise Developer Program unterstützt. Ø Aufbau eines Internen App-Stores. Smartphones und Tablet PCs - reif für den Unternehmenseinsatz? Seite 9

10 II. Speziallösungen für Außendienst und Vertrieb Gerätekonfiguration Administration und Konfiguration müssen automatisiert erfolgen Ø Verteilung definierter Konfigurationsprofile (unter Blackberry OS und ios möglich). Geschäftsanwendungen sowie Kunden und Geschäftsdaten müssen geschützt werden Ø Ø Löschen von Anwendungen und Daten aus der Entfernung (Remote Wipe). (Keine Funktion von Android!) Zugriffsschutz durch Codesperre! Nutzungsrichtlinien Wichtige Geschäfts- und Kundendaten sollten möglichst nicht auf dem Gerät gespeichert werden! Ø Speicherung in der Cloud! Ø Private Nutzung sollte beschränkt oder zumindest klar getrennt werden (siehe Szenario III). Quelle: (Apple. com) Smartphones und Tablet PCs - reif für den Unternehmenseinsatz? Seite 10

11 III. Unterstützung der Geschäftsführung und leitender Mitarbeiter Ausgangssituation: Oft ist hier bereits eine hohe Gerätevielfalt vorhanden. Anwendungen und Daten werden beliebig, oft gleichermaßen privat und geschäftlich genutzt. Der Trend geht zum bring your own device (BYOD). Geräteauswahl und Gerätesicherheit Ø Vorgaben für die Geräteauswahl sollten eine Abwägung zwischen den Sicherheitsanforderungen und Präferenzen der Nutzer sein. Quelle: (Trendmicro 2012) Quelle: (Heise 2012) Smartphones und Tablet PCs - reif für den Unternehmenseinsatz? Seite 11

12 III. Unterstützung der Geschäftsführung und leitender Mitarbeiter Durchsetzung von Nutzungsrichtlinien und Konfiguration Geschäftsdaten und Geschäftsanwendungen benötigen besonderen Schutz (rechtliche Konsequenzen bzw. Sicherheitsrisiko!). Ø Vorgabe von geschäftlich zu nutzenden Apps. Ø Klare Trennung von Geschäftsdaten und privaten Daten 1. durch Trennung in verschiedene Container innerhalb einer integrierten Lösung (vgl. Good for Enterprise, Fixmos). 2. durch Abschottung mehrerer Bereiche durch Virtualisierung (vgl. Lösung Horizon Mobile der Firma VMWare). Ø Zugriff auf interne Daten und Anwendungen nur über Firewall. Ø Durchsetzung der Nutzungsrichtlinien durch Vorgabe von Konfigurationsprofilen und Steuerung über integrierte MDM-Lösung. Quelle: (Good Technologies 2012) Smartphones und Tablet PCs - reif für den Unternehmenseinsatz? Seite 12

13 III. Unterstützung der Geschäftsführung und leitender Mitarbeiter Bereitstellung und Verwaltung der Apps Apps, Lizenzen und Konfigurationen sollten zentral verwaltet und bereitgestellt werden. Ø Android: Aufbau eines Softwarearchives und einer Download-Plattform mit gängigen Werkzeugen möglich. Drittanbieter bieten Enterprise App Shops, wo Apps erworben und verwaltet werden können (vgl. Lenovo 2012). Ø ios: Das App Store Volume Purchase Program (zzt. nur in USA verfügbar) von Apple erlaubt den Erwerb von Business-Apps in großen Stückzahlen und den Aufbau eines eigenen App-Stores. Quelle: (Apple.com2012) Smartphones und Tablet PCs - reif für den Unternehmenseinsatz? Seite 13

14 Erkenntnisse und Empfehlungen Allgemein Smartphones und Tablet PCs werden heute in fast jedem Unternehmen genutzt. Ø Mobile Device Management hat zentrale Bedeutung! Sicherheit der Auswahl der Endgeräte Die gängigsten Endgeräte gewährleisten technisch durch besondere Konzepte (Sandboxes, Signed Code) ein sehr hohes Sicherheitsniveau. Eine Beschränkung auf Blackberry aus Sicherheitsgründen ist nicht mehr gerechtfertigt. Windows mobile 7 bietet aktuell eine sehr sichere Lösung, zukünftige Entwicklung nicht absehbar. Sicherheitsprobleme entstehen durch die Nichteinhaltung von Sicherheitsstandards durch die Nutzer, die Vielfalt unterschiedlicher Geräte und Systemversionen von Android. Ø Management durch integrierte MDM-Lösung und klare Regeln erforderlich. App-Entwicklung App-Entwicklung ist ähnlich komplex wie klassische Softwareentwicklung. User Interface Design ist entscheidend, bisher noch native Entwicklung empfohlen. Smartphones und Tablet PCs - reif für den Unternehmenseinsatz? Seite 14

15 Mobile Development Ansbach Viel Erfolg im Mobile Business! Seite 15

16 Quellen I Wissenschaftliche Arbeiten an der Hochschule Ansbach Döppers, C. (2011). Tablet-PCs in der Automatisierungstechnik. Unveröffentlichte Bachelorarbeit an der Hochschule Ansbach. Gracklauer, M. (2011). Evaluierung möglicher Ansätze zur plattformübergreifenden Anwendungsentwicklung für mobile Endgeräte. Unveröffentlichte Bachelorarbeit an der Hochschule Ansbach. Herbig, T. (2012).Untersuchung über Betriebssysteme für mobile Endgeräte am deutschen Markt unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung einer stern.de-app für Windows 7. Unveröffentlichte Bachelorarbeit an der Hochschule Ansbach. Fachartikel in Zeitschriften Hoormann, M. O. (2012). Rechtliche Fallstricke bei der geschäftlichen Nutzung privater Endgeräte. In: IX 4, S Heise Verlag. Puppe, C. (2012). Privates und Geschäftliches auf einem Gerät voneinander trennen. In: IX 4, S Heise Verlag. Smartphones und Tablet PCs - reif für den Unternehmenseinsatz?, Seite 16

17 Quellen II Internet-Artikel und Studien Computerwoche (2012). Wie Unternehmen ipad & Co. Nutzen. Erschienen am Abgerufen am von Good Technologies (2012). Good for Enterprise. Abgerufen am von media.www1.good.com/documents/gfe_brochure.pdf. Heise (2012). ios führt vor Blackberry und Android in Firmennetzwerken. Erschienen am Abgerufen am von Android-in-Firmennetzwerken html. Lenovo (2012). Lenovo Launches New Mobile App Shop Just for Businesses. Erschienen am Abgerufen am von Trendmicro (2012). Enterprise Rediness of Consumer Plattforms. Abgerufen am von rpt_enterprise_readiness_consumerization_mobile_platforms.pdf. Smartphones und Tablet PCs - reif für den Unternehmenseinsatz?, Seite 17

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