Staatliche Seminare für Didaktik und Lehrerbildung (Berufliche Schulen) Dokumentation einer Unterrichtseinheit (Stand )

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1 Staatliche Seminare für Didaktik und Lehrerbildung (Berufliche Schulen) Dokumentation einer Unterrichtseinheit (Stand ) Erläuterung Die folgenden Hinweise beziehen sich auf die Dokumentation einer Unterrichtseinheit gemäß 19 APrObSchhD vom 10. März 2004, zuletzt geändert am 17. November 2009: Nach 19 Abs. 4 S. 1 dokumentiert der Studienreferendar nach Abschluss der Unterrichtseinheit deren Verlauf sowie die Ergebnisse und analysiert das Erreichen der Unterrichtsziele. Dabei sollen vom Studienreferendar nach 19 Abs. 1 S. 1 in der Dokumentation einer Unterrichtseinheit die Fähigkeiten gezeigt werden, eine Unterrichtseinheit in einem der Ausbildungsfächer über einen etwa acht Unterrichtsstunden umfassenden Zeitraum unter Berücksichtigung konzeptioneller und diagnostisch-analytischer Aspekte zu planen, durchzuführen und die Ergebnisse zu reflektieren. Nach 19 Abs. 1 S. 2 soll die Unterrichtseinheit selbst nach Möglichkeit innovative pädagogische und fachdidaktische Elemente, Themen der Fach- und Berufsethik, der Diagnostik und Förderung oder fächerverbindende Themen und Fragen berücksichtigen. Das ausformulierte Thema einer Dokumentation sollte folgende Informationen liefern: - fachdidaktischer Ansatz (z.b. Methode, Lernarrangement, vgl. Hinweise zur Konzeption) - Inhalte (z.b. Themengebiet mit klarem Bezug zum Bildungsplan) - betroffene Schüler/ -innen (z.b. Schulart, Klasse, Ausbildungsberuf).

2 Der Umfang der Dokumentation darf ohne angefügten Materialienanhang 30 Seiten im üblichen Format nicht überschreiten. Im Folgenden werden wesentliche Aspekte der Dokumentation beschrieben und anhand von Beispielen erläutert. Dabei ist zu beachten, dass die Dokumentation stets im Gesamtzusammenhang zu sehen ist. Die aufgeführten Beispiele sind bewusst offen für Ergänzungen und nicht im Sinne einer Checkliste für eine Beurteilung zu verstehen. Aspekt Beschreibung Beispiele Konzeption (Problemstellung, Zielsetzung, Fundierung) Ausgehend von einer unterrichtsrelevanten Problemstellung ist eine Aussage (Hypothese, Behauptung, Vorschlag usw.) darüber zu formulieren, wie sich dieses Problem eventuell lösen lässt. Ob dieser Lösungsansatz sich tatsächlich bewährt, soll im Unterricht überprüft werde. Auf der Grundlage der Problemstellung, der Aussage und des Lösungsansatzes ist die Zielsetzung der Dokumentation zu formulieren. Die Schlüssigkeit der Konzeption erfordert darüber hinaus einen fundierten fachwissenschaftlichen, fachdidaktischen und pädagogischen Begründungszusammenhang. Diagnostische Aspekte werden berücksichtigt und für die Kompetenzentwicklung der Schüler/ -innen genutzt. Geeignete Maßnahmen zur abschließenden Evaluation der Ergebnisse werden geplant. Unterrichtsrelevanz der Problemstellung. Plausibilität der Aussage im Hinblick auf eine potenzielle Problemlösung. Schlüssigkeit der Zielsetzung. Fundiertheit und Nachvollziehbarkeit des Begründungszusammenhangs. Sinnvolle Berücksichtigung diagnostischer Aspekte. Zielführende Planung der abschließenden Evaluation der Ergebnisse....

3 Planung und Durchführung der Unterrichtseinheit (auf die Konzeption bezogen) Umsetzung der Konzeption in ein Lehr- Lernarrangement. Passend zur Konzeption und geeignet, die Aussage (Hypothese, Behauptung, Vorschlag usw.) unterrichtlich zu überprüfen. Didaktisch schlüssig begründete Auswahl und Anordnung von Stoff, Methoden und Medien. Plausible Verknüpfung von kompetenzorientierten Zielen und Unterrichtsgestaltung. Sinnvoll auf die Schülerinnen und Schüler zugeschnittene Lehr-/Lernarrangements. Situationsadäquate Umsetzung der Planung. Darstellung und Begründung relevanter Abweichungen von der Planung. Authentische Darstellung der Unterrichtseinheit. Dabei aber Konzentration auf die Darstellung wesentlicher Aspekte....

4 Reflexion der Ergebnisse Nach Abschluss der Unterrichtseinheit - die auf den Unterricht bezogene Aussage (Hypothese, Behauptung, Vorschlag usw.) bewerten - das Erreichen der Zielsetzung der Dokumentation analysieren und reflektieren. Grundlage der Auswertung: Verwendung geeigneter Analyseinstrumente für eine differenzierte Auswertung (z.b. Lernerfolgskontrolle, Selbstreflexion, Feedbackinstrumente). Diagnose und Analyse der erzielten Ergebnisse: Schlüssig und selbstkritisch-konstruktiv mit Bezug auf die Problemstellung und Zielsetzung. Differenzierte Wahrnehmung von Stärken und Schwächen der geplanten und durchgeführten Unterrichtseinheit. Überlegungen zur Optimierung und Aufzeigen von Alternativen....

5 Formale Qualität der Arbeit Um die formale Qualität einer Dokumentation differenziert wahrzunehmen und zu beurteilen, werden drei Subkategorien unterschieden: Äußere Form Gestaltung Layout Umsetzen der Vorgaben zur äußeren Gestaltung gem. 19 Abs. 4 und 5 APrObSchhD. Einhaltung der Normen für wissenschaftliches Schreiben: Inhaltsverzeichnis, Fußnoten, Zitierweise, Literaturverzeichnis etc. Nutzung des Layouts als Strukturierungs- und Verständnishilfe. Sprachliche Form Sprachnormen Darstellung Argumentation - Leserfreundlichkeit Sprachliche Richtigkeit. Dem wissenschaftlichen Schreiben angemessene sprachliche Gestaltung. Klare und zielgerichtete Gedankenführung, erkennbarer Zusammenhang von Teilen und Ganzem, deutlicher roter Faden.. Vermeidung von Redundanzen Aussagekräftiger Anhang in angemessenem Umfang....

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