Digitale Schulbücher: Ein Format, eine Technik

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1 Digitale Schulbücher: Ein Format, eine Technik Berlin, 23. April 2012 Christine Hauck, New Business, Cornelsen Schulverlage

2 Ziele des Vortrags - Das digitale Schulbuch wie relevant ist es heute? - Wo stehen die Cornelsen Schulverlage? - ein Format, eine Technik, viele Verlage Seite 2

3 Wo stehen wir heute? Den überwiegenden Anteil des Verlagsumsatzes machen wir mit Print. Seit 2005 setzen wir im digitalen Bereich auf Schülerbüchern und Arbeitsheften beigelegten CD- oder DVD-Roms (Hybridprodukte). Digitale Inhalte werden häufig in unsere Bücher eingepreist. Insbesondere mit hybriden Arbeitsheften wird aber auch zusätzlicher Umsatz generiert. Seite 3

4 Wo steht Schule in Bezug auf Digitalisierung? 64% der Schüler geben in Umfragen an, weniger als zwei Unterrichtsstunden in der Woche mit dem Computer zu arbeiten. Laut der letzten PISA-Studie ist die Bundesrepublik im Vergleich der führenden Industrienationen das Land, in dem der Computer am seltensten als Lernwerkzeug im Unterricht eingesetzt wird. Die Einbindung des Computers findet oft nur in weniger als 10% der protokollierten Unterrichtsbesuche statt (Schulinspektionen der Länder). 58% der Schülerinnen und Schüler geben an, dass sie sich ihre Computerkenntnisse selbst beigebracht haben. (Forsa Umfrage). Die private Ausstattung liegt dabei deutlich über dem Durchschnitt der anderen Industrieländer. Nur 8% der Eltern sind der Meinung, dass die Politik genug unternimmt, um den Zugriff auf PCs als Lernhilfe in der Schule zu unterstützen, obwohl 88% eine kompetente PC-Nutzung ihrer Kinder für essenziell halten. Seite 4

5 Wo steht Schule in Bezug auf Digitalisierung? Digitale Medien sind im Klassenzimmer (Vormittagsmarkt) noch nicht angekommen und werden von Lehrern und Schülern in erster Linie außerhalb des Unterrichts genutzt. Schulen sind nicht auf den Einkauf und Lehrer nicht auf den Einsatz digitaler Medien vorbereitet. Strukturelle Hindernisse (Kaufsituation, Zulassung) bis zur Unterrichtsorganisation (Klassenraumprinzip vs. Lehrerraumprinzip; Notwendigkeit von verlässlichen Einsatzszenarien) erschweren mögliche Marktentwicklungen. Hard- und Software-Infrastrukturen sind nicht schulgerecht bzw. nicht ausgereift. Der effiziente Einsatz digitaler Medien ist nicht gewährleistet. Entsprechend hat sich ein eigenständiger Markt für digitale Medien im institutionellen Umfeld bislang nicht entwickelt. Seite 5

6 Und dennoch: Ein neues Kundenbedürfnis wird entstehen: Nachwachsende Lehrergeneration und digital natives als Schüler. Differenzierende Unterrichtszenarien und kooperative Unterrichtsformen entwickeln sich stärker Medien können hier bessere Lösungen bieten. Das Thema Medienkompetenz gewinnt an Fahrt, in immer mehr Bundesländern wird zwingend der Einsatz von IT im Unterricht gefordert. Die Technik hat inzwischen einen Reifegrad erreicht, der einfache und kostengünstige Lösungen möglich macht - Beispiel Cloud-Dienste, Tablet-PC Politik und Hard- / Softwareindustrie als Treiber unterstützen die Digitalisierung und die (kostenlose) Verbreitung von Medien über das Internet. Seite 6

7 Digitale Schulbücher des Verbandes Bildungsmedien Mit dem Verbandsprojekt Digitale Schulbücher öffnen wir 2012 aktiv den deutschen Markt für schulische ebooks. In einigen Staaten (wie z. B. Frankreich) gibt es solche Lösungen bereits. Ein Format, eine Technik: Alle Verlage in einem Regal Praxisgerecht: Auf die Schulpraxis ausgerichtet; Offline und Online möglich Sicher: Datenschutzrechtliche Zertifizierung in Vorbereitung; Bücher sind gegen Weitergabe geschützt Herstellerunabhängig Seite 7

8 Digitale Schulbücher des Verbandes Bildungsmedien Offene Lösung, mit der Schulen, Lehrkräfte und Schüler Bücher verschiedener Verlage in einem Regal verwalten, lesen und nutzen können Online oder Offline. Das Regal enthält die Digitalen Schulbücher, die der Nutzer über einen Freischaltcode unmittelbar bei den beteiligten Verlagen herunterladen kann. Marktstart ist der Schuljahresbeginn 2012/2013: Ab diesem Zeitpunkt können die Freischaltcodes in den Webshops der beteiligten Verlage erworben werden. Seite 8

9 Aktuell beteiligen sich 27 Verlage an dem System Seite 9

10 Erwerb und Freischaltung der Digitalen Schulbücher Offline Spezielle Software Code zur einmaligen Freischaltung des Buches Synchronisation Online Seite 10

11 Das Buchregal kann Titel aller 27 Verlage enthalten Seite 11

12 Reader-Software zur Bearbeitung des Buches (Notizen, Lesezeichen, Unterstreichen, Volltext-Suche etc.) Seite 12

13 Digitale Schulbücher Aktivitäten im Verband Aktivitäten im Verband einfacher und zentraler Nutzungszugang zu digitalen Schulbüchern (und digitalen Produkten) über alle beteiligten Verlage hinweg. Eine Reader-Software, einheitliche Technik und Formate. Weiterentwicklung der gemeinsam genutzten Technik (z. B. HTML 5, Tablet-PC) und des Portals als Sprungbrett für digitale Materialien. Gemeinsame Kommunikation und Vermarktung der Idee. Seite 13

14 Digitale Schulbücher Aktivitäten auf Verlagsseite Aktivitäten der Verlage Ausgestaltung des Geschäftsmodells. Vermarktung unserer Produkte. Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb durch die hinter dem Buchregal liegenden didaktischen Systeme. Das Digitale Schulbuch ist für uns eine Metapher für die Zukunft. Die Kunden erwarten in Zukunft ein integriertes Angebot, das ihren individuellen Arbeitsalltag (Lehrer) bzw. die Lernprozesse (Schüler, Eltern) unterstützt: von der Unterrichtsvorbereitung über Lehr- und Lernsituation in der Schule bis zur Nachbereitung. Seite 14

15 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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