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1 Vorbemerkungen: Herstellung von Klinkerpflaster Bauvorhaben: Straße: Ort: Bauherr: Architekt: Bauleitung: Sachbearbeiter: Telefon / Fax: Für das an diesem Objekt geplante Klinkerpflaster gelten nachfolgend genannte allgemeine Vorbemerkungen und Verarbeitungshinweise. G I M A Pflasterklinker sind ein Naturprodukt. Sie behalten ihre natürliche Farbe, da dieses Qualitätsprodukt aus natürlichem Ton gebrannt wird. Sie sind für Architekten und Bauherren ein Gestaltungselement.

2 Allgemeines: 1. Für die Herstellung von Klinkerpflaster gelten die technischen Regeln der VOB, Teil C, Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV), wie im allgemeinen VOB, Teil C, DIN Allgemeine Regelungen für Bauarbeiten jeder Art -, die VOB, Teil C, DIN Verkehrswegebauarbeiten, Pflasterdecke, Plattenbeläge, Einfassungen. Pflasterklinker müssen die Anforderungen der Stoffnorm DIN Pflasterklinker, Anforderungen, Prüfung, Überwachung erfüllen. (Im Rahmen der technischen Weiterentwicklung und der Harmonisierung des Europäischen Normenwesens wird in absehbarer Zeit die deutsche Stoffnorm DIN durch die Europäischen Produktnormen für Pflasterklinker EN 1344 und EN 1345 ersetzt.) 2. Es gibt Pflasterklinker mit der Bezeichnung F und E. Das bedeutet: F = Verlegung mit ca. 8 bis 10 mm dicker Fuge E = Verlegung mit enger Fuge, Fugendicke ca. 3 mm Pflasterklinker haben vorwiegend rechteckige Formen. Die Kanten der Pflasterklinker können gefast sein. Die Verlegung erfolgt im allgemeinen flachliegend. Dicke der Klinker bis ca. 80 mm. Für Hochkantverlegung mit Dicken bis über 115 mm können Pflasterklinker mit geschälter Läuferseite (Sichtseite) verwendet werden.

3 3. Die Standfestigkeit eines Pflasters wird ausschließlich bestimmt von der Tragfähigkeit der Unterkonstruktion. Diese muß frostsicher, entwässert, mit dem erforderlichen Gefälle angelegt, lagenweise eingebaut und verdichtet sein. Hohlraumreiche Korngemische der Unterlage müssen durch Einrütteln oder Einschlämmen von gemischtkörnigem Sand eine geschlossene Oberfläche haben, damit Sand aus der Bettung nicht verrieseln kann. Die Korngröße der Mineralstoff-Trag- oder Füllschichten sollte nach oben hin abnehmen. 4. Der Aufbau der Tragschichten ist in der Ausschreibung anzugeben. Die Bemessung der Tragschichten oder der Ausgleichschichten sowie des Unterbaus unter Berücksichtigung des gemäß der RStO vorgegebenen Verformungsmoduls... in MN/m² ist abhängig von der zu erwartenden Belastung des Pflasters und kann nur individuell und abhängig von den örtlichen Bodenverhältnissen vorgenommen werden und ist gesondert auszuschreiben. 5. Maßgebende technische Regeln für die Herstellung der Pflasterung: Zusätzliche Technische Vorschriften und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau (ZTVE-StB). Zusätzliche Technische Vorschriften und Richtlinien für Ausführung von Tragschichten im Straßenbau (ZTVT-StB). Richtlinien für die Standardisierung von Verkehrsflächenbefestigungen (RStV). Weitere Technische Hinweise enthält das Merkblatt für Flächenbefestigung mit Pflasterund Plattenbelägen von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen, Alfred-Schütte-Allee 10, Köln. Im Rahmen der ständigen technischen Weiterentwicklung und Überarbeitung von Normen und Vorschriften wird dieses Merkblatt ersetzt durch Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für den Bau von Pflasterdecken und Plattenbelägen (ZTVP-StB). 6. Die Oberflächenentwässerung einer Pflasterung, die nicht als sickerfähiges Pflaster angelegt ist, muß sichergestellt sein. Das Gefälle muß etwa 2 bis 3 % betragen und schon in Unterbau und Bettung berücksichtigt sein. Zwischen Klinkerpflaster und Bordstein bzw. Entwässerungsrinne sollte in Richtung Entwässerung immer eine etwa 1 cm hohe Abstufung angeordnet werden, damit bei unvermeidlichen Setzungen die Fläche nicht unter das Niveau von Rinne oder Randbegrenzung gerät. Das Auswechseln der beim Verlegen oder Verdichten der Pflasterung beschädigten Klinker, insbesondere zerbrochener Klinker, sowie die Beseitigung von Abfall und Resten ist Sache des Auftragnehmers und in den Einheitspreisen enthalten. Hierbei ist zu bedenken, daß unvermeidliche kleinere Kantenschäden, die beim Transport, Abladen, Transport zur Verarbeitungsstelle, beim Verlegen und beim Verdichten des Pflasters entstehen können, bei der Beurteilung unberücksichtigt bleiben. Im Einheitspreis enthalten ist ferner das Herstellen von geraden Anschlüssen an Rinnen, Bordkanten, Einfriedungsmauern und Häusern. Wenn Teil- oder Ergänzungsstücke von Pflasterklinkern

4 erforderlich werden, sollten diese nicht unter 1/3 ihrer Ursprungsgröße verwendet werden. Runde und gebogene Anschlüsse sowie Anschlüsse an diagonal verlaufenden Verbänden, z.b. durch Verwendung von besonderen Formklinkern wie Bischofsmützen, werden extra vergütet. 7. Arbeitsablauf Pflasterklinker E Die Verlegung von Pflasterklinkern erfolgt vorzugsweise in einem der bekannten übergreifenden Verbände, wie Läufer- oder Fischgrät-, Keper- oder Ellenbogenverband. Herstellung des Grobplanums nach örtlicher Bemessung Einbringung des Unterbaus und des Oberbaus gemäß Bemessung als Tragschichten bei lagenweiser Verdichtung. Sandbett aus gemischtkörnigem Sand oder Brechsand der Körnung 0-5 mm aufbringen. Dicke der Bettung im vorverdichteten Zustand 3 bis maximal 5 cm. Bei zu erwartender hoher Belastung durch Fahrzeuge kann dem Bettungsmaterial Bindemittel in Form von Traßzement zugegeben werden. In diesem Fall ist auf die Steifigkeit der Tragschichten besonderer Wert zu legen. Für die Bettung kann auch ein Splittgemisch in der Kornabstufung 2-5 mm verwendet werden. In dem Fall ist die Fugenfüllung auf die Körnung der Bettung abzustimmen und ebenfalls als Splittmischung, etwa Körnung 1-3 mm zu verwenden, damit Sand aus den Fugen nicht in Hohlräume der Bettung verrieseln kann. Verlegen des Klinkerpflasters im gewünschten übergreifenden Verband unter Einhaltung einer etwa 3 mm dicken Fuge. Für belastetes Pflaster sollte der Fischgrätoder Ellenbogenverband bevorzugt werden. Einfache Hilfsmittel, Verlegeschiene aus Alu oder Messing erleichtern die Arbeit. Fugenschnitte einhalten. Zur Sicherstellung der Verlegerichtung und des späteren exakten Erscheinungsbildes ist das Pflaster sorgfältig abzuschnüren. Zur Erzielung eines gleichmäßigen Farbspiels sind beim Verlegen die Pflasterklinker aus mehreren Paketen gleichzeitig quergemsicht zu verarbeiten. Zur Sicherung im Montagezustand, unmittelbar nach dem Verlegen in die Bettung, die verlegten Flächen sofort mit Sand abstreuen und einfegen. Vor der endgültigen Verdichtung des Belages Fugen vollflächig mit Sand bzw. Brechsand, Körnung 0-2 mm, einschlämmen. Es ist jedoch darauf zu achten, daß dabei ein Aufweichen des Pflasterbettes vermieden wird. Vor der endgültigen Verdichtung sollte die Fläche abgefegt werden. Die Verdichtung erfolgt mittels Plattenrüttler mit unterseitigem Schutz aus Neoprene, um Kantenschäden zu vermeiden. Die fertig verdichteten Flächen sind anschließend mehrmals mit Sand oder Brechsand abzustreuen, damit eine stetige Füllung der Fugen sichergestellt ist und das für die endgültige Tragfähigkeit und Oberflächenentwässerung notwendige Verwachsen der Fugen erreicht wird. Jedes Pflaster muß bis zur Freigabe mehrere Tage ruhen. Während dieser Zeit sollte als Nachbehandlung die Pflasterfläche mehrfach mit Sand abgestreut werden.

5 8. Pflasterklinker F Die Verlegung von Klinkerpflaster für belastete Flächen mit 8 bis 10 mm dicker Fuge setzt einen starren Unterbau und eine Bettung aus Mörtel voraus. Die Fugen werden dann vermörtelt oder vergossen. Notwendige Dehnungsfugen müssen durch den gesamten Aufbau gehen. Die Abstände richten sich nach den individuellen örtlichen und klimatischen Verhältnissen. Der Anbieter:..., den... (Stempel und Unterschrift)

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