Medienkonzept der. BBS EHS Trier. Projektschule im Landesprogramm Medienkompetenz macht Schule"

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1 Medienkonzept der BBS EHS Trier Projektschule im Landesprogramm Medienkompetenz macht Schule" Trier, /5

2 1 Einleitung/Grundgedanke 1.1 Definition Medienkompetenz 1 Hauptziel von Medienkompetenz ist die Fähigkeit zu erlangen, Medien in ihrer umfassenden Form kreativ und durchaus kritisch für eigene Informations- und Kommunikationszwecke anzuwenden. Der kompetente Umgang mit Medien umfasst sowohl ihre technische Handhabe und Anwendung als auch die Übernahme von Verantwortung, von dieser Mediennutzung keine Beeinträchtigungen oder gar Gefährdungen von sich selbst und anderen ausgehen zu lassen. Mediennutzung ist ein wichtiger Bestandteil jugendlicher Lebenswelten. Medien tragen zur Bildung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen bei, erlauben ihnen Informationen und Erfahrungen zu sammeln, mit anderen zu kommunizieren, aber auch an ihrer Umwelt im weitesten Sinne zu partizipieren und auf diese Einfluss zu nehmen. Die positive Wahrnehmung von Medien bzw. deren Anwendung soll nicht verhehlen, dass von Medien auch Risiken und Gefahren ausgehen. Medienkompetenz kann dazu beitragen, diese Risiken und Gefährdungen zu minimieren. Medienhandeln sollte in einem umfassenden Sinne als Handeln in einer sozialen Realität verstanden werden, Medienaneignung dementsprechend als Weltaneignung. Medienkompetenz ist daher auch nicht auf den Erwerb reiner Medienanwendungsqualifikationen zu beschränken. Medienkompetenz lässt sich verstehen als Bündel der Fähigkeiten und Fertigkeiten [...], die als Ganzes Medienkompetenz ausmachen und die eine gestaltende Teilhabe an der Informations- und Mediengesellschaft ermöglichen. Medienkompetenz umfasst dann: 1.) Medienwissen als Funktions-, Struktur- und Orientierungswissen, also das Wissen über technische und gestalterische Aspekte von Medien; dann das Wissen über die Komplexität heutiger Mediensysteme und auf den vorherigen aufbauend, Orientierungswissen, als Grundlage sich im medialen (Über-)Angebot zurechtzufinden und eine Auswahl nach Kriterien zu treffen. 2.) Medienbewertung als Fähigkeit zur kritischen Reflexion und Bewertung von Medien hinsichtlich ihrer Struktur, Wirkung und Gestaltung, einschließlich einer Analyse und ethischen Bewertung ihrer gesellschaftlichen Rolle und Funktion. 3.) Medienhandeln als praktische Aneignung, bewusste Auswahl und Nutzung von Medien bzw. Medieninhalten aufgrund von eigenen Interessen und Bewertungen. Dies umfasst auch die Fähigkeit, eigene Medienprodukte zu gestalten, um seine Interessen und Sichtweisen zu artikulieren, zu veröffentlichen und damit an der gesellschaftlichen Informations- und Kommunikationswelt zu partizipieren. 1 Quelle: Bericht über Möglichkeiten zur Stärkung der Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen, Eltern sowie Fachkräften in Schulen und in der Kinder- und Jugendarbeit (Stand: ) der ressortübergreifenden Arbeitsgruppe Medienkompetenz mit Vertretern der Innenministerkonferenz (IMK), Justizministerkonferenz (JuMiKo), Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK), Arbeit- und Sozialministerkonferenz (ASMK), Kultusministerkonferenz (KMK) und weiteren Experten Trier, /5

3 1.2 Schwerpunkte in der Förderung von Medienkompetenz Wir haben uns zum Ziel gesetzt die folgenden Aspekte der Medienkompetenz schwerpunktmäßig zu fördern: Förderung der Medienkompetenz als integrativer Bestandteil verschiedener Ziele im Qualitätsprogramm der Schule, Jugendmedienschutz als Bildungsziel in der Fachschule Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik, Zunehmende Förderung der Schüler in der Berufsausbildung in der Anwendung berufsbezogener Software, Eröffnung von Möglichkeiten der bedarfsorientierten Förderung heterogener Schülergruppen, Möglichkeiten der Fortbildung des Lehrerkollegiums in der Nutzung neuer Medien, Erhöhung der Flexibilität in der Unterrichtsorganisation durch den Einsatz von Notebookwagen. 1.3 Ziele Verbesserung der Medienausstattung der Schule, Verstärkte Förderung der Medienkompetenz aller Schüler und Lehrer zur Unterstützung des selbstorganisierten Lernens, Anregungen von externen Partnern zur berufsnäheren Förderung der Medienkompetenz der Schüler, Spezifische Medienkompetenz unserer Schüler zur Verbesserung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt, Förderung der Kooperation der Lehrer in der Nutzung neuer Medien, Teambildungen, Kontinuierliche Einbindung der Medienkompetenzentwicklung in das Qualitätsprogramm der Schule, Intensivierung der Kooperation Lehrer-Schüler-Betriebe durch Austausch von Knowhow. 2 Umsetzung der Kompetenzbereiche im Unterricht An der BBS EHS Trier haben wir uns eine breite Durchdringung des Unterrichts mit Elementen der Medienkompetenzförderung zum Ziel gesetzt. Jugendmedienschutz und Förderung der Medienkompetenz sind für alle Schülerinnen und Schüler unserer berufsbildenden Schule gleichermaßen relevant. Eine Einschränkung auf bestimmte Klassenstufen oder Fächer erscheint uns nicht sinnvoll. Im Einzelnen verfolgen wir diese Aspekte: Förderung der Selbständigkeit in der Nutzung der Medien, Ermöglichung selbstorganisierten Lernens, Gezielte eigenverantwortliche Kompetenzförderung bei zunehmender Medienkompetenz, Förderung des entdeckenden Lernens im Fach Mathematik durch mediengestützte Veranschaulichung mathematischer Sachverhalte, Förderung des Jugendmedienschutzes durch o Planung eines strukturierten Konzepts zum Jugendmedienschutz, o Implementierung des Konzepts zum Jugendmedienschutz Förderung der Medienkompetenz in Projekten, Individuelle Förderung einzelner Schüler mit Unterstützung spezifischer Software (z.b. bei Lernbehinderungen), Umsetzung von Projekten mit Förderung der Medienkompetenz, Trier, /5

4 Abbau von Lernhemmnissen mit Hilfe der Medienkompetenz, Absprache von Förderplänen. 3 Fortbildungskonzept Wir wünschen uns die Teilnahme möglichst vieler Lehrer an Fortbildungen zur Förderung der Medienkompetenz aufbauend auf individuellen Voraussetzungen. Kolleginnen und Kollegen sind für Aspekte des Jugendmedienschutzes zu sensibilisieren. Den Fortbildungsbedarf ermitteln wir schulform- und fachbezogen in Fragebögen. SchiLF- Veranstaltungen bieten wir unter Berücksichtigung der Lehrerwünsche an. Wir sichten bestehende Fortbildungsangebote, um daraus gezielte Hinweise an Lehrerinnen und Lehrer ableiten zu können. Für spezielle Zielgruppen (z. B. Referendare) erstellen wir unterstützende Angebote. Die Qualifizierung von Lehrerinnen und Lehrer ist fester Bestandteil des Qualitätsprogramms unserer Schule. Medienkompetenz binden wir fest in Qualitätsziele und Arbeitspläne ein. 4 Einbindung von Eltern und externen Partnern Bei der Einführung von Lehrern und Schülern in Bedeutung und Möglichkeiten des Jugendmedienschutzes beabsichtigen wir die Einbindung externer Partner zur Qualifizierung von Lehrern und Schülern zu Themen des Jugendmedienschutzes (Referenten von jugendschutz.net). In Hinblick auf die Anpassung der berufsbezogenen Medienkompetenz an Bedürfnisse des Arbeitsmarktes stehen wir in kontinuierlichem Austausch mit Ausbildungsbetrieben. Lehrerinnen und Lehrer informieren sich über neue berufsbezogene Kompetenzen. Die Einbindung von Eltern kann in Anbetracht unserer überwiegend volljährigen Schülerinnen und Schüler nur reduziert angestrebt werden. 5 Umsetzung: Verantwortliche und Organisationsstrukturen Die Umsetzung des Konzeptes im Kollegium wird von einem fünfköpfigen Team unterstützt. Die Zusammensetzung des Teams orientiert sich an den Zielsetzungen des Konzeptes. Die technische Leitung über nimmt ein Kollege 1, der das Fach Informatik unterrichtet, Leiter der Fachkonferenz und Systembetreuer ist. Darüber hinaus bildet er die Kollegen im Rahmen der Intel- Fortbildungen und in SchiLf-Veranstaltungen weiter. Die organisatorische Leitung wird von einem StD zur Koordination schulfachlicher Aufgaben übernommen, der in der Schulleitung für einen engen Austausch Kollegium - Team - Schulleitung im Rahmen des Konzeptes verantwortlich ist. Um das Thema Jugendmedienschutz adäquat an unserer Schule implementieren zu können, hat sich hierzu ein eigenes Team gebildet. Vier Kolleginnen und Kollegen, darunter ausgebildete Jugendmedienschutzberaterinnen, transportieren diese Thematik ins Kollegium und insbesondere in die Erzieherausbildung. Regelmäßig werden Schülerinnen und Schüler zu Medienscouts ausgebildet, die als Multiplikatoren ihren Mitschülern beratend zur Seite stehen. 1 Mit Blick auf die Veröffentlichung des Medienkonzepts im Internet verzichten wir hier auf explizite Namensnennungen. Bei Interesse bitte im Sekretariat erfragen. Trier, /5

5 Die Schulleitung wird im Rahmen des Konzeptes ihre Schwerpunkte darin sehen, bei der Umsetzung der Lehrpläne das Kollegium über Möglichkeiten der Nutzung neuer Medien zu beraten, mit dem Schulträger die finanziellen Möglichkeiten zur Erweiterung der Medienkompetenz zu klären, organisatorische Unterstützung anzubieten und die Lehrer zur Fortbildung zu beraten und zu unterstützen Trier, /5

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