Rechtsgrundlagen des Bankgeschäfts Semester 1 Fallbeispiele Musterlösung

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Rechtsgrundlagen des Bankgeschäfts Semester 1 Fallbeispiele Musterlösung"

Transkript

1 Rechtsgrundlagen des Bankgeschäfts Semester 1 Fallbeispiele Musterlösung GenoAkademie

2 Inhaltsverzeichnis 1 Rechtsfähigkeit / Geschäftsfähigkeit / Handlungsfähigkeit Kündigung eines Ausbildungsvertrages durch Minderjährigen Darlehensaufnahme durch Minderjährigen Erbschaft für einen Geisteskranken Willenserklärungen, Zustandekommen von Verträgen Vertragsabschluss Fehlerhaftes Rechtsgeschäft Anfechtung Grundstückskauf Kreditabsicherung Bürgschaft Gesellschaftsrecht Kommanditgesellschaft Prokura und Handlungsvollmacht 3-1 GenoAkademie

3 1 Rechtsfähigkeit / Geschäftsfähigkeit / Handlungsfähigkeit 1 Rechtsfähigkeit / Geschäftsfähigkeit / Handlungsfähigkeit 1.1 Kündigung eines Ausbildungsvertrages durch Minderjährigen Der siebzehnjährige Sven S. hat einen Ausbildungsvertrag als Bankkaufmann erhalten. Diesen Ausbildungsvertrag hatten die Eltern seinerzeit mit unterschrieben. Nach Ablauf der Probezeit kündigt er ohne Wissen seiner Eltern schriftlich den Ausbildungsvertrag. Bitte beurteilen Sie die Wirksamkeit dieser Kündigung. Wovon hängt die Wirksamkeit letztlich ab? S ist Minderjährig und damit beschränkt geschäftsfähig ( 106 BGB) Kündigung ist einseitiges Rechtsgeschäft. Einwilligung (Zustimmung im Voraus) erforderlich ( 111 Abs. 1 BGB), hier nicht erfolgt => Kdg unwirksam. Erlauben die Eltern die Kündigung, kann die Bank sie dennoch zurückweisen mit der Begründung, die Einwilligung müsse ihr schriftlich vorliegen ( 111 Abs. 2 BGB). Haben die Eltern aber die Erlaubnis zur Kündigung direkt gegenüber der Bank ausgesprochen, ist die Zurückweisung nicht möglich ( 111 Abs. 3 BGB) Ist die Bank mit der Kündigung einverstanden (Aufhebungsvertrag), so sind die 107 ff zu prüfen: Aufhebung ist nicht lediglich rechtlich vorteilig Kündigung (hier: Antrag auf Aufhebung) schwebend unwirksam und kann von den Eltern (bzw. nach Vollendung des 18 Lebensjahres eigene Gen. mgl.) genehmigt werden. 1.2 Darlehensaufnahme durch Minderjährigen Der 17jährige Hans H., der sowohl vom Aussehen als auch vom Auftreten her für Mitte 20 gehalten wird, schließt mit der Bank einen Darlehensvertrag über 1.000,00 EUR, rückzahlbar in 4 Raten, ab. Der vertretungsberechtigte Mitarbeiter der Bank glaubt ihm, als er sagt, er habe seinen Ausweis vergessen und werde ihn noch nachreichen. Der Mitarbeiter fragt Hans nicht nach seinem Alter, weil er aufgrund des Aussehens und des Verhaltens von Hans davon ausgeht, dass dieser über 18 Jahre alt ist. Außerdem ist ihm bekannt, dass Hans aus einem gut betuchten Hause stammt, so dass er in der Kreditvergabe kein Risiko gesehen hat. 1-1 GenoAkademie

4 1 Rechtsfähigkeit / Geschäftsfähigkeit / Handlungsfähigkeit Hans H. bekommt das Geld sofort in voller Höhe ausgezahlt und gibt es am selben Tag - bis auf einen Teilbetrag in Höhe von 500,00 EUR - auf der Reeperbahn aus. Als die erste Rate nicht gezahlt wird, erfährt der Mitarbeiter, dass Hans erst 17 Jahre alt ist und wendet sich sofort an die Eltern des Jungen. Im Hause der Familie H. trifft der Mitarbeiter nur Mutter H. an und erzählt ihr unter Hinweis auf seine persönliche Situation, dass er durch dieses Darlehen an Hans H. bei seinem Vorstand in Ungnade gefallen ist. Mutter H. teilt der Bank schriftlich mit, dass ihr Sohn sowieso monatlich 1.000,00 EUR Taschengeld bekomme, so dass sie davon ausgehe, eine Genehmigung sei nicht erforderlich. Daher sei die Darlehensaufnahme durch ihren Sohn auch von ihr und ihrem Mann gewollt gewesen. Bitte begründen Sie, ob der Vertrag wirksam ist und die Bank das Darlehen zurückerhalten kann. 1. Ansprüche der Bank aus dem Darlehensvertrag: H ist Minderjährig ( 106 BGB) und damit beschränkt geschäftsfähig Der Gute Glaube an die Volljährigkeit ist nicht geschützt. Kreditaufnahme nicht lediglich rechtlich vorteilig 110 BGB Bewirken der Leistung mit eigenen Mitteln greift nicht, da die Leistung nicht bewirkt ist. Gesetzlicher Vertreter sind Mutter und Vater ( 1629 Abs. 1 Satz 2 BGB) Eltern bedürfen zur Darlehensgenehmigung die Zustimmung des Familiengerichtes ( 1643 i. V. m Abs. 1 Nr. 8 BGB) Ergebnis: Darlehensvertrag ist zunächst schwebend unwirksam; eine Zustimmung des Familiengerichtes ist für diesen Darlehenszweck aber ausgeschlossen. Damit ist der Vertrag nichtig und die Bank hat hieraus keinen Anspruch. 2. Ansprüche der Bank aus ungerechtfertigter Bereicherung ( 812 Abs. 1 BGB): An sich ist H ungerechtfertigt bereichert. Er hat das Geld durch Leistung der Bank ohne Rechtsgrund erhalten (Leistungskondiktion). Er ist aber nach 818 Absatz 3 BGB in Höhe von 500,00 EUR entreichert. Er muss also lediglich die verbliebenen 500,00 EUR herausgeben. 1.3 Erbschaft für einen Geisteskranken Der seit seiner Geburt schwer geisteskranke und deswegen unter vollständige Betreuung gestellte 30jährige Gerhard G. wird laut gesetzlicher Erbfolge einziger Erbe seines Vaters. Zum Nachlass gehören ein 1-2 GenoAkademie

5 1 Rechtsfähigkeit / Geschäftsfähigkeit / Handlungsfähigkeit Grundstück im Wert von ,00 EUR und Wertpapiere im derzeitigen Kurswert von ,00 EUR. a. Kann Gerhard erben und Eigentümer des Grundstücks und der Wertpapiere werden? b. Kann Gerhard durch Entnahme von Münzen aus dem durch den Betreuer auf seinen Namen eröffneten Schließfach Besitz an diesen Münzen begründen? c. Angenommen, Gerhard erbt die Wertpapiere und erteilt der Bank mit Einverständnis des Betreuers einen Verkaufsauftrag über den Gesamtbestand. Auch das Vormundschaftsgericht ist einverstanden. Sollte die Bank den Kundenauftrag ausführen? zu b. zu c. Um Erbe, und damit Rechtsinhaber durch Gesamtrechtsnachfolge zu werden, ist nur die Rechtsfähigkeit, nicht aber die Geschäftsfähigkeit erforderlich. Nach 1 BGB ist der Mensch mit Geburt rechtsfähig. Bei der Inbesitznahme handelt es sich um einen Realakt, nicht aber um ein Rechtsgeschäft. Hierzu ist ebenfalls keine Geschäftsfähigkeit erforderlich. Gerhard ist geschäftsunfähig ( 104 BGB), seine Willenserklärungen sind unwirksam ( 105 BGB) und damit nicht genehmigungsfähig. Daher kann die Bank den Auftrag nicht ausführen, sie muss sich die Auftragserteilung vom gesetzlichen Vertreter einholen. 1-3 GenoAkademie

6 2.1 Willenserklärungen, Zustandekommen von Verträgen Die G-Bank hat eine fällige Forderung gegen S in Höhe von ,00 EUR. Nach langen Verhandlungen einigt man sich auf eine monatliche Ratenzahlung von 515,00 EUR. S schreibt an den Bankmitarbeiter B: Hier ist mein Scheck über 515,00 EUR. Mit der Scheckeinlösung gehe ich davon aus, dass die ganze Sache erledigt ist. Das Schreiben wird zuerst der Buchhaltung der G-Bank vorgelegt, die den Scheck entnimmt und einlösen lässt. Danach erst erreicht das Schreiben den Kundenberater. a. Erläutern Sie losgelöst vom Fall, welche Bedeutung das Schweigen im Rechtsverkehr hat und gehen Sie dabei auf Ihnen bekannte Ausnahmefälle ein. b. Definieren Sie, was man unter schlüssigem Verhalten versteht. c. Prüfen Sie für den obigen Fall, ob ein Vergleichsvertrag zustande gekommen ist. Die Aufgabenstellung orientiert sich in Teil 1 am Inhalt des Kap. 6 (Willenserklärungen). Der Fall behandelt die sog. Erlassfalle, wobei es um das wirksame Zustandekommen eines Vergleichsvertrags geht (Antrag, Annahme, schlüssiges Verhalten). zu b. Beim Schweigen äußert sich eine Person (bewusst) nicht. Es kommt weder ausdrücklich noch durch schlüssiges Verhalten eine Willenserklärung zum Ausdruck. Daher hat Schweigen im Rechtsverkehr grundsätzlich keine Bedeutung. Eine Ausnahme gilt dann, wenn Erklärender und Erklärungsempfänger dem Schweigen übereinstimmend eine bestimmte Bedeutung geben wollen (z. B. fingierte Erklärung). Eine weitere Ausnahme ist das Schweigen auf ein kaufmännisches Bestätigungsschreiben. Das setzt voraus, dass der Empfänger Kaufmann ist und das Vertrauen des Absenders auf das Schweigen als Zustimmung schutzwürdig ist. Ein weiterer Fall ist im 108 (2) BGB geregelt, hier bedeutet Schweigen die Verweigerung Vom schlüssigen Verhalten (auch konkludentes Handeln) spricht man, wenn die Kundgabe eines Willens nicht durch ausdrückliche Erklärung erfolgt, sondern durch ein sonstiges Verhalten, das ein verständiger Dritter als Willensäußerung verstehen kann. Schweigen gehört regelmäßig nicht zum schlüssigen Verhalten, es ist gar keine Willensäußerung. 2-1 GenoAkademie

7 zu c. Ein Vergleichsvertrag ist zustande gekommen, wenn zwei übereinstimmende Willenserklärungen vorliegen. Als Angebot wird regelmäßig die zeitlich erste Erklärung bezeichnet, 151, 145 BGB. Das Schreiben mit dem Scheck enthält ein Angebot zum Abschluss einer Vergleichsvereinbarung. Die Annahme wird nicht ausdrücklich erklärt. Sie könnte durch schlüssiges Verhalten zum Ausdruck gekommen sein als die Bank den Scheck eingelöst hat. Erforderlich ist aber, dass ein verständiger Dritter dem Verhalten der Bank eine Willensäußerung beimisst. Das ist hier nicht der Fall, weil der Ertrag des Schecks (515,00 EUR) und die Höhe der Forderung (51.500,00 EUR) derart weit auseinander gehen, dass bei vernünftiger Betrachtung nicht auf den Annahmewillen der Bank geschlossen werden kann (OLG Karlsruhe, ZIP 2000, 534 ff). 2.2 Vertragsabschluss Siggi S. möchte bei der Volksbank ein zinsgünstiges Darlehen aufnehmen. Da in der Woche die Zinsbedingungen am Geld- und Kapitalmarkt sehr günstig sind, bietet die Bank dem S. ein sehr zinsgünstiges Darlehen an. Das Angebot ist bis Freitag der gleichen Woche befristet. Da S. tagsüber keine Zeit hat, wirft er seine Annahmeerklärung Freitagabend Uhr in den Briefkasten der Bank ein. Zu dieser Zeit ist die Bank längst geschlossen. Als die Post Montagmorgen geöffnet und die Annahmeerklärung gefunden wird, möchte die Volksbank wegen des inzwischen stark gestiegenen Zinses das Darlehen nicht mehr abschließen und teilt das dem S auch schriftlich mit. S, ist ungehalten über diese Reaktion der Bank und erbringt nun seinen Kapitaldienst für ein anderes, älteres Darlehen nicht mehr. Unter Einhaltung der gesetzlichen und vertraglichen Vorschriften kündigt die Volksbank dieses Darlehen. Die schriftliche Kündigung wird an die Wohnungsadresse des S. gesandt. S. ist in Urlaub und lässt seine Post von seiner Hausangestellten öffnen. Sie hält den Brief für Werbung und wirft ihn weg. Als die Bank gegen S. auf Zahlung klagt, behauptet dieser, die Kündigung sei ihm nicht zugegangen. Bitte beurteilen Sie a. die Wirksamkeit des Darlehensvertrags b. der Kündigung. Ein Vertrag entsteht durch Antrag und Annahme ( 145 BGB). Ein Antrag gilt als abgelehnt, wenn er nicht rechtzeitig angenommen wird ( 145 BGB) 2-2 GenoAkademie

8 Eine Annahme kann nur in der Zeit erfolgen, in der der Antragende eine Annahme unter regelmäßigen Umständen erwarten darf ( 147 Abs. 2 BGB) Eine verspätete Annahme gilt als neuer Antrag ( 150 BGB) Ergebnis: Die Bank hat ein bis Freitag befristetes wirksames Angebot abgegeben. Fraglich ist, ob die Annahmeerklärung des S der Bank rechtzeitig zuging. Zugang setzt voraus, dass eine Willenserklärung so in den Herrschaftsbereich des Empfängers gelangt, dass dieser unter Zugrundelegung normaler Umstände davon Kenntnis nehmen konnte. Briefe gelten als zugegangen, wenn sie in den Briefkasten eingeworfen wurden und nach der Verkehrsauffassung mit der nächsten Entnahme zu rechnen ist. Wird ein Brief außerhalb der Geschäftszeit in den Firmenbriefkasten eingeworfen, gilt er nach der Verkehrsauffassung am nächsten Geschäftstag als zugegangen. Der Brief ging der Bank also erst am Montag zu. Da war die Frist aber schon abgelaufen. Die Annahme war somit verspätet und galt als neues Angebot, das die Bank nicht angenommen hat. Es ist daher kein Darlehensvertrag zustande gekommen. zu b. Der Urlaub des S steht dem Zugang der Kündigungserklärung nicht entgegen. Da die Hausangestellte die Post entgegennehmen durfte, kam der Zugang der Kündigung mit Übergabe an sie zustande. Erst danach hat sie sie weggeworfen. Das ist für den Zugang nicht mehr erheblich. 2.3 Fehlerhaftes Rechtsgeschäft Einer GmbH konnte mit Rücksicht auf 13 KWG kein Kredit mehr eingeräumt werden. Die Raiffeisenbank als Hausbank regte daher an, dass der Geschäftsführer der GmbH den Kredit im eigenen Namen aufnehmen und die Mittel der GmbH zur Verfügung stellen solle. Als der Geschäftsführer später zur Rückzahlung des in obiger Form abgeschlossenen Kredits aufgefordert wird, beruft er sich auf die Nichtigkeit des Kreditvertrags, der so nie gewollt gewesen sei. a. Zu Recht? Abwandlung: b. Wie wäre es gewesen, wenn zwischen Geschäftsführer und Bank vereinbart war, dass nicht der Geschäftsführer, sondern die GmbH den Kredit zurückzahlen solle. Die Unterschrift des Geschäftsführers sei, so die Bank, erforderlich: um das Kreditengagement der bankinternen Revision bilanztechnisch besser darstellen zu können. 2-3 GenoAkademie

9 zu b. Es liegt kein Scheingeschäft nach 117 BGB, sondern ein Strohmanngeschäft vor, da das abgeschlossene Geschäft so auch gewollt war. Der Kreditvertrag ist also wirksam und der Geschäftsführer zur Rückzahlung verpflichtet. Hier ist nach BGH (WM 93, 1504) die Grenze zum nichtigen Scheingeschäft überschritten. Der Kreditvertrag mit dem Geschäftsführer wurde hier nur zum Schein abgeschlossen. Er musste nur seine Unterschrift hergeben, wirklicher Kreditnehmer und damit aus diesem Vertrag Verpflichteter sollte die GmbH sein. Der Kreditvertrag ist hier als Scheingeschäft zu werten und damit nichtig. Der Geschäftsführer muss nicht zahlen. 2.4 Anfechtung Die Sekretärin Eva Kluge weiß, dass ihr Chef ungelesen alles unterschreibt, was sie ihm in die Unterschriftsmappe legt. Auf diese Art und Weise schiebt sie ihm eine vollständig ausgefüllte Bürgschaftsurkunde unter, die dieser auch unterschreibt. Diese ausgefüllte und unterschriebene Bürgschaftsurkunde händigt Frau Kluge ihrer Bank als Sicherheit für ein eigenes Darlehen aus. Die Bank hat keinen Anlass zum Misstrauen, da der Chef dieser Firma bereits mehrfach für Mitarbeiter gebürgt hatte. Als der Kredit notleidend wird, fordert die Bank den Chef zur Zahlung auf. Dieser weigert sich mit dem Hinweis auf seine Unkenntnis und ficht die Bürgschaft wegen Irrtums an. a. Wie schätzen Sie die Aussichten des Chefs auf eine wirksame Anfechtung der Bürgschaftserklärung wegen Irrtums ein? b. Welche Konsequenz hätte eine wirksame Anfechtung? c. Welche anderen Anfechtungsgründe hätte der Chef anführen können und wie schätzen Sie deren Erfolgsaussichten? Wer sich bei Abgabe einer WE geirrt hat, kann seine WE anfechten. Dabei muss einer im Gesetz aufgeführten Gründe vorliegen => hier: Erklärungsirrtum ( 119 BGB). Auch wer blanko etwas unterschreibt, kann anfechten, wenn er beweisen kann, dass er nicht unterschrieben hätte, wenn er den Inhalt gekannt hätte. (hier: Chef hat Beweislast) zu b. Wirksame Anfechtung vernichtet Rechtsgeschäft, verpflichtet aber zum Ersatz des Vertrauensschadens ( 122 BGB). => hier: Anfechtung würde keinen Nutzen bringen, da Bank auf wirksame Bürgschaft vertrauen durfte. 2-4 GenoAkademie

10 zu c. Anfechtung wegen arglistiger Täuschung ( 123 BGB). Hier: 123 (2) Täuschung durch Dritte; nur anfechtbar, wenn Bank Täuschung kannte oder hätte kennen müssen. Bank durfte sich auf Bürgschaft verlassen. => Anfechtung wegen arglistiger Täuschung nicht möglich. 2.5 Grundstückskauf V verkauft K ein Grundstück für ,00 EUR. Um die Grunderwerbsteuern zu kürzen, geben beide übereinstimmend beim Notar einen Kaufpreis von ,00 EUR an. Der Kaufvertrag wird mit diesem Preis beurkundet. Bitte erläutern Sie unter Angabe der entsprechenden Vorschriften: a. Kann V von K den Kaufpreis in Höhe von TEUR 300 verlangen? b. Kann V von K den Kaufpreis in Höhe von TEUR 200 verlangen? c. Welchen Kaufpreis kann V von K verlangen, wenn die Eigentumsumschreibung auf K im Grundbuch erfolgt ist? Nein, dieser Kaufvertrag ist nur mündlich vereinbart und daher nach 311b BGB formnichtig. zu b. Nein, dieser Kaufvertrag ist als Scheingeschäft nach 117 BGB nichtig. zu c. Verdeckt das Scheingeschäft ein anderes, so sind die Vorschriften für das verdeckte Geschäft maßgeblich ( 117 Abs. 2 BGB) Das verdeckte Geschäft (Kaufvertrag über ,00 EUR) ist ein Grundstückskaufvertrag, der notariell beurkundet werden muss. Dieser Formfehler wird aber durch Auflassung und Eintragung geheilt ( 311b Abs. 1 Satz 2 BGB) Ergebnis: V kann von K die ,00 EUR verlangen. 2.6 Kreditabsicherung S will bei der Bank einen kurzfristigen Kleinkredit über EUR 5000 für den Kauf eines gebrauchten PKW aufnehmen. Die Bank will sich den gut erhaltenen PKW sicherungsübereignen lassen und bereitet die Formularverträge für die Besprechung bereits unterschriftsreif vor. Die Unterschriften der Bank werden auch schon geleistet. Im Gespräch erwähnt S, er unterhalte bei einer anderen Bank ein nicht fälliges Festgeldguthaben in der gleichen Höhe und wolle nun den Kredit 2-5 GenoAkademie

11 nicht mehr durch eine Sicherungsübereignung absichern. Darauf hin möchte die Bank sich das Festgeld sicherungshalber abtreten lassen. Noch während der Besprechung füllt die der Bankmitarbeiter ein weiteres Formular für die Abtretung aus. Als S unter dieses Formular seine Unterschrift setzen will, wird ihm ohne Täuschungsabsicht das Sicherungsübereignungsformular vorgelegt. S unterschreibt dieses Formular, ohne es sich noch einmal durchzulesen. Der Bankmitarbeiter versäumt es, noch die Unterschrift unter die Abtretung einzuholen. Als die Bank den Fehler einige Wochen später bemerkt, schreibt sie S unter Hinweis auf diese Umstände an und bittet ihn, die Abtretung des Festgeldguthabens zu unterschreiben. S antwortet drei Wochen später und teilt schriftlich mit, er sei weder an die Sicherungsübereignung noch an die Abtretung gebunden. Kann die Bank sich auf eine wirksame Sicherungsübereignung und Sicherungsabtretung berufen? 1. Sicherungsübereignungsvertrag: Der SÜ-Vertrag ist durch zwei Willenserklärungen zustande gekommen, zu prüfen ist, ob er rechtswirksam angefochten werden kann: Anfechtungsgrund: Irrtum ( 119 Abs. 1 BGB) Anfechtungsfrist: unverzüglich 121 Abs. 1 BGB) Schadensersatz: Vertrauensschaden ( 122 Abs. 1 BGB), es sei denn, dem Vertragsgegner war der Anfechtungsgrund bekannt ( 122 Abs. 2 BGB) Ergebnis: Der SÜ-Vertrag ist zunächst wirksam, aber anfechtbar. Wenn die Anfechtung unverzüglich erfolgte (hier aber anzuzweifeln), dann wird der Vertrag von Anfang an unwirksam. Die Bank hat aber keinen Anspruch auf Schadenersatz, da sie die Anfechtbarkeit kannte. Wenn die Anfechtung nicht unverzüglich erfolgte (hier anzunehmen), dann bleibt der SÜ-Vertrag wirksam. 2. Sicherungsabtretungsvertrag: Für Sicherungsabtretungen gibt es keine Formvorschrift, daher ist der mündlich geschlossene Vertrag wirksam und, da er so auch gewollt war, nicht anfechtbar. 2.7 Bürgschaft D möchte bei der Bank einen Kredit in Höhe von ,00 EUR aufnehmen. Er will, dass sein Vater dafür bürgt und bringt diesen gleich zur Bank mit. 2-6 GenoAkademie

12 Es ist Freitag, kurz vor Feierabend und angesichts eines baldigen Wochenendes schlägt der Bankmitarbeiter vor, die bereits vorgefertigten und von der Bank unterschriebenen Darlehensverträge zu unterzeichnen und dem Vater die Bürgschaft unterschriftsreif zuzusenden. Der Vater sagt zu, er werde die Bürgschaft übernehmen. In der nächsten Woche findet der Mitarbeiter keine Zeit, dem Vater die Unterlagen zuzusenden. Danach geht er für vier Wochen in Urlaub und vergisst sein Vorhaben. D verfügt über den Kredit. Als die Raten ausbleiben, erinnert sich der Mitarbeiter an den Vorgang. Die Bank nimmt den Vater in Anspruch, der auch umgehend zahlt. Als er aber am Stammtisch mit seinen Freunden darüber spricht, raten diese ihm, er solle zu einem Rechtsanwalt gehen, vielleicht könne der die Rückzahlung des Geldes für ihn von der Bank verlangen. Der vom Vater beauftragte Anwalt fordert die Bank zur Rückzahlung des Betrages auf. Begründen Sie, ob die Bank das Geld zurückzahlen muss. Gehen Sie dabei auf die Wirksamkeit des Bürgschaftsvertrages ein. Die Bürgenerklärung bedarf der Schriftform ( 766 BGB), soweit der Bürge die Verpflichtung erfüllt, wird der Formfehler geheilt ( 766 Satz 3 BGB). Die Bank ist am Geld nicht ungerechtfertigt bereichert und kann es behalten. 2-7 GenoAkademie

13 3 Gesellschaftsrecht 3 Gesellschaftsrecht 3.1 Kommanditgesellschaft Die Geschwister Anja, Boris und Carsten betreiben eine Autowerkstatt in Form einer KG. Anja ist Komplementärin, Boris und Carsten haben sich als Kommanditisten mit jeweils EUR beteiligt und ihre Einlage auch geleistet. a. Die Voba Glückstadt hat der KG ein Darlehen i. H. v EUR gewährt. Da bei Fälligkeit von der KG und von Anja nichts zu holen ist, will sie Boris und Carsten auf Rückzahlung in Anspruch nehmen. Zu Recht? b. Abwandlung: Wie wäre zu entscheiden, wenn Boris aus der Gesellschaft ausgeschieden wäre, eine Abfindung i. H. v ,00 EUR aus dem Gesellschaftsvermögen zurückerhalten hätte und Daniel neu in die KG eingetreten wäre. Wie würden Boris und Daniel dann für die Darlehensverbindlichkeit haften? zu b. Da Boris und Carsten jeweils ihre Einlagen in Höhe der Haftsumme geleistet haben, haften sie nicht mehr. Haftung des Boris: Boris haftet persönlich in Höhe der erhaltenen Abfindung bis max. der gezeichneten Haftsumme (12.000,00 EUR) für weitere fünf Jahre. Haftung des Daniel: Daniel tritt als Kommanditist neu in die KG ein. Seine Haftung hängt davon ab, ob bei Kreditgewährung die Haftungsbeschränkung im Handelsregister eingetragen oder der Bank bekannt war. Ist dies nicht der Fall, dann haftet Daniel wie ein persönlich haftender Gesellschafter, also als Vollhafter. 3.2 Prokura und Handlungsvollmacht a. Der einzelvertretungsberechtigte Gesellschafter der Gebäudereinigungsunternehmung Die Saubermänner OHG erteilt dem Mitarbeiter Peter Großkopf am Prokura. Dabei wird intern abgesprochen, dass Großkopf nur Verbindlichkeiten bis maximal ,00 EUR für die OHG eingehen darf. Die Prokura wird am des Jahres ins Handelsregister eingetragen. Dessen ungeachtet schließt Großkopf am des Jahres mit der VR-Bank eg für die OHG einen Kreditvertrag in Höhe von ,00 EUR ab. Der Bank ist die Prokura, nicht aber deren betragsmäßige Beschränkung bekannt. Wird die OHG aus dem Kreditvertrag wirksam verpflichtet? 3-1 GenoAkademie

14 3 Gesellschaftsrecht b. Außerdem bestellt Großkopf am des Jahres bei der VR-Bank zur Absicherung eines anderen Kredits eine Grundschuld auf dem bislang unbelasteten Betriebsgrundstück. Wie beurteilen Sie die Wirksamkeit dieser Handlung des Peter Großkopf? c. Könnte Frau Martina Kleinschmidt, Handlungsbevollmächtigte der OHG, für die OHG einen Kreditvertrag in Höhe von ,00 EUR mit der Bank abschließen? zu b. zu c. Die Prokura entsteht durch ausdrückliche Erklärung des Kaufmanns ( 48 Abs. 1 HGB). Diese ist hier durch den einzelvertretungsberechtigten Gesellschafter erfolgt. Da die Prokura bereits mit ihrer Erteilung, nicht erst mit der Eintragung (Eintragung nur deklaratorisch) entsteht, konnte Großkopf den Kreditvertrag mit der Bank abschließen ( 49 HGB) allerdings ist die betragsmäßige Begrenzung der Bank gegenüber nicht wirksam ( 50 HGB) Zur wirksamen Belastung des Grundstücks, hätte dem Großkopf eine besondere Befugnis dazu erteilt worden sein ( 49 Abs. 2 HGB), ist dies nicht erfolgt, so ist die Grundschuldbestellung unwirksam. Vom gesetzlichen Umfang her umfasst die Handlungsvollmacht nicht die Kreditaufnahme; sie kann aber auf derartige Handlungen ausgedehnt werden 3-2 GenoAkademie

AWL. Daraus entsteht ein Vertrag(z.B.: Handyvertrag, Mietvertrag )

AWL. Daraus entsteht ein Vertrag(z.B.: Handyvertrag, Mietvertrag ) AWL Willenserklärungen = Person erklärt ihren Willen und schließt ein Rechtsgeschäft ab (mündlich, schriftlich, schlüssiges Handeln) a) einseitige Rechtsgeschäfte (z.b.: Testament, Kündigung, Vollmacht)

Mehr

Willenserklärungen. ausdrückliche Erklärung schlüssiges Verhalten

Willenserklärungen. ausdrückliche Erklärung schlüssiges Verhalten 3 Das Zustandekommen von Rechtsgeschäften 3.1 Die Willenserklärungen Geschäftsfähige Personen nehmen durch Willenserklärungen (= Rechtsfolgewillen und Kundgabe an die Außenwelt) am Rechtsleben teil. Durch

Mehr

Übersicht über die Geschäftsfähigkeit

Übersicht über die Geschäftsfähigkeit Übersicht über die Geschäftsfähigkeit Geschäftsunfähigkeit - Minderjährige, die das siebte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, 104 Nr. 1 BGB. - Personen, die sich in einem die freie Willensbestimmung

Mehr

Die Geschäftsfähigkeit

Die Geschäftsfähigkeit Die Geschäftsfähigkeit I. Begriff Geschäftsfähigkeit ist die Fähigkeit, Rechtsgeschäfte selbständig vollwirksam vorzunehmen. Das BGB sieht grundsätzlich alle Menschen als geschäftsfähig an und regelt daher

Mehr

HEX HGR SoSe 2015 Teil 11: PersonenG - Gründung

HEX HGR SoSe 2015 Teil 11: PersonenG - Gründung HEX HGR SoSe 2015 Teil 11: PersonenG - Gründung Fall I: Teures Benzin Fall J: Ein Herz für Kinder Abwandlung Fall J: Ein Herz für Kinder 1 Standortbestimmung PrivatR Gesellschaften Gemeinschaft partiarische

Mehr

Quelle: Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

Quelle: Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892 Der Vertreter des Kaufmanns Quelle: Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892 Die Prokura... (von lat.: procurare = für etwas Sorge tragen) 1.

Mehr

Muster des Monats: Belastungsvollmacht. 3 Belastungsvollmacht ( 1 )

Muster des Monats: Belastungsvollmacht. 3 Belastungsvollmacht ( 1 ) Muster des Monats: Belastungsvollmacht 3 Belastungsvollmacht ( 1 ) Um dem Käufer die Möglichkeit der Fremdfinanzierung des Kaufpreises zu geben, erteilt Verkäufer dem Käufer V o l l m a c h t, den verkauften

Mehr

Einführung in die Juristischen Entdeckungen. 1. Kapitel: Die erste Berührung mit dem BGB 1

Einführung in die Juristischen Entdeckungen. 1. Kapitel: Die erste Berührung mit dem BGB 1 Inhaltsverzeichnis Vorwort Einführung in die Juristischen Entdeckungen I-V 1. Kapitel: Die erste Berührung mit dem BGB 1 1.1. Ein Überblick über das BGB 1 1.1.1. Der allgemeine Teil 5 1.1.2. Das Schuldrecht

Mehr

Vorlesung Wirtschaftsprivatrecht. Universität Hamburg Institut für Recht der Wirtschaft

Vorlesung Wirtschaftsprivatrecht. Universität Hamburg Institut für Recht der Wirtschaft Vorlesung Wirtschaftsprivatrecht Institut für Recht der Wirtschaft Wiederholung: Die Auslegung von Willenserklärungen / Verträgen Objektive Auslegung, 157 BGB: Willenserklärungen und insbes. Verträge werden

Mehr

V fordert nach weiteren zwei Wochen nunmehr Zahlung des Kaufpreises von K.

V fordert nach weiteren zwei Wochen nunmehr Zahlung des Kaufpreises von K. Übung im Privatrecht I Wintersemester 2014/15 Fall 2: Computerkauf mit Problemen Rentner Karl (K) beabsichtigt seit geraumer Zeit, sich einen Laptop zu kaufen, um endlich standesgemäß mit seinen Enkeln

Mehr

Stellvertretung, 164-181 BGB

Stellvertretung, 164-181 BGB Stellvertretung, 164-181 BGB Rechtsgeschäft und Arbeitsteilung Lehrstuhl für Zivilrecht, Wirtschaftsrecht, Geistiges Eigentum Prof. Dr. Michael Hassemer Rechtsgeschäftliches Handeln für Andere Praktische

Mehr

Kapitalbeschaffung, Kapitalsicherung. Kreditsicherung, Hypotheken, Bürgschaften

Kapitalbeschaffung, Kapitalsicherung. Kreditsicherung, Hypotheken, Bürgschaften Kapitalbeschaffung, Kapitalsicherung Kreditsicherung, Hypotheken, Bürgschaften Themenübersicht (2) 8. Kapitalbeschaffung, Kapitalabsicherung: Kreditsicherung, Bürgschaften, Hypotheken 9. Geistiges Eigentum:

Mehr

WPI - Wirtschaft Klasse 9

WPI - Wirtschaft Klasse 9 WPI - Wirtschaft Klasse 9 Kaufen und Verkaufen u.a. Markt - Vertragsrecht - Kaufvertrag Wie mache ich mich selbstständig? u.a. Ziele - Rechtsformen - Finanzierung - Kosten - Marketing Rechnungswesen -

Mehr

Mustervorlage Darlehensvertrag für Darlehen ohne vorheriges ordentliches Kündigungsrecht: Darlehensvertrag

Mustervorlage Darlehensvertrag für Darlehen ohne vorheriges ordentliches Kündigungsrecht: Darlehensvertrag Mustervorlage Darlehensvertrag für Darlehen ohne vorheriges ordentliches Kündigungsrecht: Darlehensvertrag Zwischen Herrn Muster, Musterstrasse 5, PLZ Musterort nachfolgend Darlehensgeber genannt und Herrn

Mehr

Kreditsicherheiten. Finanzmanagement/ Finanzwirtschaft. Kapitel 2 Marktprozesse. Kreditfinanzierung Teil I. 1 Begriff 2 Personalsicherheiten

Kreditsicherheiten. Finanzmanagement/ Finanzwirtschaft. Kapitel 2 Marktprozesse. Kreditfinanzierung Teil I. 1 Begriff 2 Personalsicherheiten Kapitel 2 Marktprozesse Finanzmanagement/ Finanzwirtschaft Kreditfinanzierung Teil I Kreditsicherheiten 1 Begriff 2 Personalsicherheiten 3 Realsicherheiten Marktprozesse Kreditsicherheiten 2 Warum? Mitte

Mehr

1. Tag (1. November 2010)

1. Tag (1. November 2010) Ausbildungsberuf Steuerfachangestellter/Steuerfachangestellte 1. Tag (1. November 2010) _ II. Wirtschafts- und Sozialkunde _ Bearbeitungszeit: 90 Minuten Bitte beachten Sie: Lesen Sie in Ihrem eigenen

Mehr

Personengesellschaftsrecht II. # 6 Fehlerhafte Gesellschaften und Scheingesellschaften

Personengesellschaftsrecht II. # 6 Fehlerhafte Gesellschaften und Scheingesellschaften Personengesellschaftsrecht II # 6 Fehlerhafte Gesellschaften und Scheingesellschaften Lehre von der fehlerhaften Gesellschaft Dr. Marco Staake Personengesellschaftsrecht II 2 Ein kleiner Fall Im Januar

Mehr

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS BUNDESGERICHTSHOF XI ZR 327/01 BESCHLUSS vom 5. Februar 2002 in dem Rechtsstreit - 2 - Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat am 5. Februar 2002 durch den Vorsitzenden Richter Nobbe und die Richter

Mehr

Vorlesung Fachhochschule Düsseldorf WS 2014/15 Vorlesung: 09. Dezember 2014

Vorlesung Fachhochschule Düsseldorf WS 2014/15 Vorlesung: 09. Dezember 2014 Vorlesung Fachhochschule Düsseldorf WS 2014/15 Vorlesung: 09. Dezember 2014 E. Vertretung und Vollmacht In den bisherigen Vorlesungen haben wir meistens den einfachen Fall des Vertragsschlusses zwischen

Mehr

Welche Arten von Sicherungsmitteln kennen Sie? Nennen Sie jeweils Beispiele.

Welche Arten von Sicherungsmitteln kennen Sie? Nennen Sie jeweils Beispiele. I. Einleitung Arten von Sicherungsmitteln Karte 1 Räumt eine Partei einer anderen im Rechtsverkehr einen Kredit ein, z.b. in Form eines Darlehens gem. 488 BGB oder in Form eines Zahlungsaufschubs, besteht

Mehr

Musterbriefe zum Widerruf von Kreditverträgen

Musterbriefe zum Widerruf von Kreditverträgen e zum Widerruf von Kreditverträgen VORBEMERKUNG: Unbedingt lesen Lesen Sie die Informationen sorgfältig durch. Widerrufen Sie Ihren Kreditvertrag nur, wenn Sie sicher sind, alles richtig verstanden zu

Mehr

2. gewillkürte Formbedürftigkeit

2. gewillkürte Formbedürftigkeit BGB AT_rechtshindernde Einwendungen_ Formunwirksamkeit 1 Prüfung der Formnichtigkeit (rechtshindernde Einwendung) (1) Für das in Frage kommende RG besteht Formerfordernis (2) Parteien haben bei Abschluss

Mehr

Der Nebenjob. Bürgerliches Recht für Studierende der Wirtschaftswissenschaften

Der Nebenjob. Bürgerliches Recht für Studierende der Wirtschaftswissenschaften Der Nebenjob Der siebzehnjährige A jobt mit Genehmigung seiner Eltern in einem Fitnessclub als Thekenkraft. Als er wenig später ein besseres Angebot vom Kinobesitzer K für 6 Monate als Popkornverkäufer

Mehr

Der Immobilienkauf Finanzierung

Der Immobilienkauf Finanzierung Der Immobilienkauf Der Kauf oder Verkauf einer Immobilie stellt für die meisten Beteiligten allein von der finanziellen Bedeutung alle anderen Geschäfte in den Schatten. Erhebliche Beträge des ersparten

Mehr

HEX - Hamburger Examenskurs BGB AT. -Überblick-

HEX - Hamburger Examenskurs BGB AT. -Überblick- BGB AT -Überblick- RA Mathias Schallnus 1. Stunde - 29.09.2014 Themen 29.09.2014 Überblick (Geschichte, Rechtssubjekte und Rechtsobjekte, Rechtsgeschäfte) Rechtsgeschäfte und Willenserklärungen (Auslegung

Mehr

BGB I - Allgemeine Lehren. Vorlesungsgliederung WS 2014/2015

BGB I - Allgemeine Lehren. Vorlesungsgliederung WS 2014/2015 1 BGB I - Allgemeine Lehren Vorlesungsgliederung WS 2014/2015 1. Kapitel: Grundlagen A. Recht 1. Bedeutung und Aufgabe des Rechts 2. Die Entstehung von Rechtsquellen: Gesetztes Recht und Gewohnheitsrecht

Mehr

VERTRÄGE VON JUGEND LICHEN

VERTRÄGE VON JUGEND LICHEN VERTRÄGE VON JUGEND LICHEN www.bmsg.gv.at VORWORT Jugendliche genießen bis zum Eintritt der Volljährigkeit nach dem Gesetz einen besonderen Schutz und sind nur beschränkt geschäftsfähig. Die nachstehenden

Mehr

Tutorium WIPR III. Sachenrecht. Fallbesprechung. Dipl. Wirtschaftsjuristin Christiane Uri, LL.M. Schmalkalden, den 11.01.2012.

Tutorium WIPR III. Sachenrecht. Fallbesprechung. Dipl. Wirtschaftsjuristin Christiane Uri, LL.M. Schmalkalden, den 11.01.2012. Tutorium WIPR III Sachenrecht Fallbesprechung Dipl. Wirtschaftsjuristin Christiane Uri, LL.M. Schmalkalden, den 11.01.2012 1 Christiane Uri Fallbeispiel 8 Die Spritschleuder AG Tüchtig (T) ist alleiniger

Mehr

INFORMATIONSBLATT BANKGARANTIEN (Kredit für die Ausstellung von Bankgarantien mit und ohne hypothekarischer Besicherung)

INFORMATIONSBLATT BANKGARANTIEN (Kredit für die Ausstellung von Bankgarantien mit und ohne hypothekarischer Besicherung) INFORMATIONSBLATT BANKGARANTIEN (Kredit für die Ausstellung von Bankgarantien mit und ohne hypothekarischer Besicherung) INFORMATIONEN ÜBER DIE BANK Südtiroler Volksbank Genossenschaft auf Aktien Schlachthofstraße

Mehr

PRÜFUNGSTRAINING. Wirtschafts- und Sozialkunde Von Dipl.- Hdl. Werner Hau, Studiendirektor, Mainz

PRÜFUNGSTRAINING. Wirtschafts- und Sozialkunde Von Dipl.- Hdl. Werner Hau, Studiendirektor, Mainz Auf den folgenden Seiten können Sie Aufgaben aus dem Bereich Wirtschafts- und Sozialkunde bearbeiten. Die Lösungen finden Sie ab Seite 30. PRÜFUNGSTRAINING Wirtschafts- und Sozialkunde Von Dipl.- Hdl.

Mehr

DG-Verlag -Muster- Betrag/Währungseinheit. Betrag/Währungseinheit. Betrag/Währungseinheit

DG-Verlag -Muster- Betrag/Währungseinheit. Betrag/Währungseinheit. Betrag/Währungseinheit Bürgschaft Ausfallbürgschaft (enge Zweckerklärung) Für bankinterne Bearbeitung, bitte bei Schriftwechsel angeben. Bürge (Name, Anschrift, Geburtsdatum) Bank Der Bürge übernimmt gegenüber der Bank folgende

Mehr

Modul 4 Leihst Du noch oder sparst Du schon? Banken, Finanzierung und Kredite

Modul 4 Leihst Du noch oder sparst Du schon? Banken, Finanzierung und Kredite Modul 4 Leihst Du noch oder sparst Du schon? Banken, Finanzierung und Kredite Baustein: B5 Wissenstest Ziel: Abfrage von Vorwissen oder Erfolgskontrolle für vermitteltes Wissen Anmerkung: Der Wissenstest

Mehr

Welche Arten von Kreditsicherheiten kennen Sie?

Welche Arten von Kreditsicherheiten kennen Sie? Murmelgruppe Welche Arten von Kreditsicherheiten kennen Sie? Erstellen Sie innerhalb der nächsten zwei Minuten in Zusammenarbeit mit Ihren Nachbarn/Nachbarinnen eine stichwortartige Liste Dingliche Sicherheiten

Mehr

Erben planen bei Minderjährigen

Erben planen bei Minderjährigen Erben planen bei Minderjährigen Was ist zu beachten, wenn Minderjährige als Erben eingesetzt oder durch gesetzliche Erbfolge Erben werden, insbesondere, wenn Grundbesitz oder Unternehmensanteile zur Erbmasse

Mehr

Merkblatt für die Bestellung von Grundschulden

Merkblatt für die Bestellung von Grundschulden Merkblatt für die Bestellung von Grundschulden I. Einführung Nur wenige Käufer sind in der Lage, beim Kauf eines Grundstücks, eines Hauses oder einer Eigentumswohnung den Kaufpreis vollständig aus Eigenmitteln

Mehr

Nichtige Verträge. Gesetzeswidrigkeit. 09. VO BR AT nichtige Verträge. Bürgerliches Recht Allgemeiner Teil. Univ. Prof. Dr.

Nichtige Verträge. Gesetzeswidrigkeit. 09. VO BR AT nichtige Verträge. Bürgerliches Recht Allgemeiner Teil. Univ. Prof. Dr. VO Bürgerliches Recht Allgemeiner Teil Univ. Prof. Dr. Andreas Kletečka 1 Nichtige Verträge 879 ABGB: Verträge, die gegen ein gesetzliches Verbot oder die guten Sitten verstoßen, sind nichtig ha: Anwendung

Mehr

Erläuterungen zum Lehrplan ALLGEMEINE WIRTSCHAFTSLEHRE, Jgst. 11 (Rechtsstand 30. Juni 2010) Seite 1

Erläuterungen zum Lehrplan ALLGEMEINE WIRTSCHAFTSLEHRE, Jgst. 11 (Rechtsstand 30. Juni 2010) Seite 1 Erläuterungen zum Lehrplan ALLGEMEINE WIRTSCHAFTSLEHRE, Jgst. 11 (Rechtsstand 30. Juni 2010) Seite 1 Lerngebiet 5 Grundzüge des Schuld- und Sachenrechts 20 Stunden LERNZIEL Die Schüler lernen, Rechtsgeschäfte

Mehr

Beratungsvertrag. Zwischen. und. PRO BONO Mannheim - Studentische Rechtsberatung, vertreten durch

Beratungsvertrag. Zwischen. und. PRO BONO Mannheim - Studentische Rechtsberatung, vertreten durch Beratungsvertrag Zwischen..... im Folgenden zu Beratende/r und PRO BONO Mannheim - Studentische Rechtsberatung, vertreten durch.... Namen der Berater einfügen; im Folgenden Beratende wird folgender Beratungsvertrag

Mehr

Beendigung des Pachtverhältnisses - Beginn des Rechtsstreits?

Beendigung des Pachtverhältnisses - Beginn des Rechtsstreits? Beendigung des Pachtverhältnisses - Beginn des Rechtsstreits? Geiersberger Glas Rechtsanwälte Rostock Schwerin Steffen Wenzel Rechtsanwalt www.geiersberger.de 1 Geiersberger Glas Rechtsanwälte Fachanwälte

Mehr

S = Schuldner Deckungsverhältnis G = Gläubiger deckt die Abtretung z.b. Kaufvertrag, aus dem Zedent abgetretene Forderung ergibt Beachte 409

S = Schuldner Deckungsverhältnis G = Gläubiger deckt die Abtretung z.b. Kaufvertrag, aus dem Zedent abgetretene Forderung ergibt Beachte 409 Fall 12 Zessionsfälle (Sachverhalt nach BGH NJW 2005, 1369) Ausgangsvariante S-AG ist ein Versandhandelsunternehmen. Das von ihrer vertriebene Gartenzubehör bezieht sie von der G-GmbH, mit der sie seit

Mehr

Rechtsgeschäftslehre 4: Abgabe und Zugang der Willenserklärung (I) Prof. Dr. Thomas Rüfner

Rechtsgeschäftslehre 4: Abgabe und Zugang der Willenserklärung (I) Prof. Dr. Thomas Rüfner Einführung in das Zivilrecht I Vorlesung am 13.12.2007 Rechtsgeschäftslehre 4: Abgabe und Zugang der Willenserklärung (I) Prof. Dr. Thomas Rüfner Materialien im Internet: http://ius-romanum.uni-trier.de/index.php?id=15943

Mehr

Privatrecht I. Jur. Assessorin Christine Meier. Übung Privatrecht I

Privatrecht I. Jur. Assessorin Christine Meier. Übung Privatrecht I Übung Privatrecht I Lösungsskizze zu Fall 1 Vorüberlegungen zur Bildung des Obersatzes Ausgangsfrage: Wer will was von wem woraus? - K (= wer) will von V (= von wem) die Übergabe des Autos (= was) - Anspruchsgrundlage

Mehr

Reglement zum NFS-Häuserfonds

Reglement zum NFS-Häuserfonds Inhalt I. Allgemeine Bestimmungen... 3 Art. 1... 3 Art. 2... 3 II. Grundgedanke und Zweck... 3 Art. 3... 3 Art. 4... 3 III. Verwendung der Mittel... 3 Art. 5... 3 Art. 6... 3 Art. 7... 4 IV. Kapitalaufbau

Mehr

Die Struktur des Rechtssatzes

Die Struktur des Rechtssatzes Folie 1 Die Struktur des Rechtssatzes Tatbestand (Voraussetzungen) Rechtsfolge Immer und nur dann, wenn alle Voraussetzungen des Tatbestandes vorliegen, tritt die Rechtsfolge der Norm ein. Beispiel (zu

Mehr

IHK Kombilehrgang Wirtschaftsfachwirt/ Betriebswirt AA 2013. Herzlich Willkommen zum Lehrgangsmodul Recht!

IHK Kombilehrgang Wirtschaftsfachwirt/ Betriebswirt AA 2013. Herzlich Willkommen zum Lehrgangsmodul Recht! Herzlich Willkommen zum Lehrgangsmodul Recht! Rechtsanwalt Dr. Florian Hofmann Abitur am Werkgymnasium Heidenheim Zivildienst am Klinikum Heidenheim Studium Rechtswissenschaft in Konstanz und Tübingen

Mehr

Lösung Fall 20. Lösung Ausgangsfall: A) Anspruch des B gegen A auf Übergabe und Übereignung des Hausgrundstücks, 433 Abs.1 S.1 BGB

Lösung Fall 20. Lösung Ausgangsfall: A) Anspruch des B gegen A auf Übergabe und Übereignung des Hausgrundstücks, 433 Abs.1 S.1 BGB Lösung Fall 20 Lösung Ausgangsfall: A) Anspruch des B gegen A auf Übergabe und Übereignung des Hausgrundstücks, 433 Abs.1 S.1 BGB Als Grundlage für einen Anspruch des B gegen A auf Übergabe und Übereignung

Mehr

Checkliste Immobilien-Finanzierung

Checkliste Immobilien-Finanzierung Kaufen: Ihr persönlicher Weg zur eigenen Immobilie Eine Immobilie kaufen ist meist die größte Investition im Leben eines jeden. Umso wichtiger ist es, genau zu planen, klug zu kalkulieren und zu vergleichen.

Mehr

Verbraucherkreditrecht Verbundgeschäfte

Verbraucherkreditrecht Verbundgeschäfte Verbraucherkreditrecht Verbundgeschäfte Dr. Claire Feldhusen Charts Nr. 4 1 1. Modifikation des Widerrufsrecht bei Verbundgeschäften ( 358 Abs. 1 BGB) Hat der Verbraucher seine auf den Abschluss eines

Mehr

Das Lehrmaterial Beschaffungsorientierte Warenwirtschaft beschäftigt sich mit der

Das Lehrmaterial Beschaffungsorientierte Warenwirtschaft beschäftigt sich mit der 1 Warendisposition 7 1 Warendisposition Zu Beginn und während Ihrer Ausbildung wurden Sie bereits mit der Warenbeschaffung vertraut gemacht (Lernfeld 6). Beschaffungsorientierte Warenwirtschaft baut auf

Mehr

Wirtschaftsprivatrecht I Gesellschaftsrecht

Wirtschaftsprivatrecht I Gesellschaftsrecht Wirtschaftsprivatrecht I Gesellschaftsrecht RA Jens Goldschmidt Kanzlei Scheidle & Partner Grottenau 6 86150 www.scheidle.eu Tel.: 0821/34481-0 j.goldschmidt@scheidle.eu 1 Personengesellschaften, 705 ff.

Mehr

Die Gleichbehandlung der Gesellschafter

Die Gleichbehandlung der Gesellschafter Die Gleichbehandlung der Gesellschafter Aus vielen Vorschriften des Gesellschaftsrechts folgt, dass die Gesellschafter gleich zu behandeln sind, sofern im Gesellschaftsvertrag nichts anderes vorgesehen

Mehr

Darlehensvertrag (Annuitätendarlehen)

Darlehensvertrag (Annuitätendarlehen) E U ER M USTEST Darlehensvertrag (Annuitätendarlehen) Zwischen Name Straße PLZ, Wohnort als Kreditgeber und der Uferwerk Werder eg (Nr. GnR 445 P) Luisenstraße 17 14542 Werder (Havel) als Kreditnehmerin

Mehr

Kapitel 3. Beendigung einer Betriebsvereinbarung. 1 Kündigung... 73. 2 Befristung... 78. 3 Andere Beendigungsformen... 80. 4 Nachwirkung...

Kapitel 3. Beendigung einer Betriebsvereinbarung. 1 Kündigung... 73. 2 Befristung... 78. 3 Andere Beendigungsformen... 80. 4 Nachwirkung... Kapitel 3 Beendigung einer Betriebsvereinbarung 1 Kündigung.................... 73 2 Befristung.................... 78 3 Andere Beendigungsformen...... 80 4 Nachwirkung.................. 81 5 Fortgeltung

Mehr

KNH Rechtsanwälte Newsletter Dezember 2011

KNH Rechtsanwälte Newsletter Dezember 2011 KNH Rechtsanwälte Newsletter Dezember 2011 KNH Rechtsanwälte Die Schriftform wann gilt sie und was muss beachtet werden? In den meisten Fällen können Verträge ohne Einhaltung einer bestimmten Form, d.

Mehr

Kreditsicherungsrecht, Universität Bonn SS 2013, Prof. Dr. Moritz Brinkmann

Kreditsicherungsrecht, Universität Bonn SS 2013, Prof. Dr. Moritz Brinkmann Wiederholungsfragen Worin besteht die ökonomische Funktion einer Kreditsicherheit? Wie verwirklicht sich diese Funktion bei Personalsicherheiten und wie bei Sicherheiten an Gegenständen? Eine praktische

Mehr

Patientenrechtegesetz

Patientenrechtegesetz Patientenrechtegesetz Rechtsanwalt Herbert Wartensleben Anwaltskanzlei Wartensleben Gut Gedau 1 52223 Stolberg Tel: 0 24 02/8 11 22 Fax:0 24 02/8 27 32 www.kanzleiwartensleben.de E-Mail: herbert.wartensleben@t-online.de

Mehr

Zu Beginn ist zu empfehlen, sich einen Überblick zu verschaffen. Vier Leitfragen können dabei eine Rolle spielen.

Zu Beginn ist zu empfehlen, sich einen Überblick zu verschaffen. Vier Leitfragen können dabei eine Rolle spielen. Erbrecht I. Vorüberlegungen zur Nachlassgestaltung Zu Beginn ist zu empfehlen, sich einen Überblick zu verschaffen. Vier Leitfragen können dabei eine Rolle spielen. 1. Was habe ich zu vererben? Vermögensstatus

Mehr

Inhalt. 1. Grundlagen des Firmenkredits... 13. 2. Definition des Firmenkredits... 17. 3. Zustandekommen des Firmenkreditvertrags... 35. Vorwort...

Inhalt. 1. Grundlagen des Firmenkredits... 13. 2. Definition des Firmenkredits... 17. 3. Zustandekommen des Firmenkreditvertrags... 35. Vorwort... Inhalt Vorwort........................................................... 11 1. Grundlagen des Firmenkredits................................. 13 1.1 Wirtschaftliche Bedeutung...................................

Mehr

Vertragsarten Kaufvertrag Werkvertrag Dienstvertrag Schenkungsvertrag Mietvertrag Leihvertrag Pachtvertrag Darlehensvertrag Sachdarlehensvertrag

Vertragsarten Kaufvertrag Werkvertrag Dienstvertrag Schenkungsvertrag Mietvertrag Leihvertrag Pachtvertrag Darlehensvertrag Sachdarlehensvertrag Vertragsarten Kaufvertrag Werkvertrag Dienstvertrag Schenkungsvertrag Mietvertrag Leihvertrag Pachtvertrag Darlehensvertrag Sachdarlehensvertrag 433 BGB Vertragstypische beim Kaufvertrag (1) Durch den

Mehr

BGB, Allgemeiner Teil

BGB, Allgemeiner Teil Fachbereich Wirtschaftswissenschaften Lehrstuhl für Zivilrecht, Wirtschaftsrecht, Geistiges Eigentum Prof. Dr. Michael Hassemer BGB, Allgemeiner Teil Rechtsfähigkeit Rechtssubjekte und :, Tiere, Sachen

Mehr

Vorlesung Fachhochschule Düsseldorf WS 2014/15 Vorlesung: 25. November 2014

Vorlesung Fachhochschule Düsseldorf WS 2014/15 Vorlesung: 25. November 2014 Vorlesung Fachhochschule Düsseldorf WS 2014/15 Vorlesung: 25. November 2014 B. Der Vertrag Beispielsfälle: 1) Der Unternehmer A hatte seinem Angestellten B schon längere Zeit versprochen, ihm ein Grundstück

Mehr

Verbraucherkreditrecht einschl. Hypothekenkreditrecht

Verbraucherkreditrecht einschl. Hypothekenkreditrecht Verbraucherkreditrecht einschl. Hypothekenkreditrecht 11. Doppelstunde: Beendigung von Darlehensverträgen Insbesondere Kündigung Mittwoch, 27.01.2010, 8:00h 10:00h DWP, A 411 Michael Knobloch, Rechtsanwalt

Mehr

Ein bloß mündlich vereinbarter Beitritt zu einer fremden Schuld ist so rechtlich nicht (mehr) durchsetzbar.

Ein bloß mündlich vereinbarter Beitritt zu einer fremden Schuld ist so rechtlich nicht (mehr) durchsetzbar. Der Oberste Gerichtshof ist von seiner bisherigen Rechtsansicht abgegangen. Mit Urteil vom 20. April 2010, hat er nunmehr entschieden, dass nicht nur eine Bürgschaft, sondern auch ein Schuldbeitritt nur

Mehr

MBA-Fernstudienprogramm Modul B 02/I

MBA-Fernstudienprogramm Modul B 02/I MBA-Fernstudienprogramm Modul B 02/I Allgemeines Wirtschaftsprivatrecht Relevante Rahmenbedingungen des Managementhandelns II Wirtschafts- und Arbeitsrecht Hugo Grote Prof. Dr. Hugo Grote Schwerpunkte

Mehr

3. Beendigung des Arbeitsverhältnisses

3. Beendigung des Arbeitsverhältnisses 3. Beendigung des Arbeitsverhältnisses 3.1 Beendigungsarten Bürgerliches Gesetzbuch BGB 620 Beendigung des Dienstverhältnisses (1) Das Dienstverhältnis endigt mit dem Ablauf der Zeit, für die es eingegangen

Mehr

KÜNDIGUNG. Allgemeines. Einvernehmliche Auflösung des Arbeitsverhältnisses

KÜNDIGUNG. Allgemeines. Einvernehmliche Auflösung des Arbeitsverhältnisses KÜNDIGUNG Allgemeines Kaum ein Themenbereich des Arbeitsrechts ist umfangreicher und komplizierter als derjenige, der sich mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses befasst. Denn nicht immer besteht

Mehr

Vertrag. Herr/Frau/Firma (Name, bei Firmen ggfs. auch den Vertreter, z.b. den Geschäftsführer) (Straße) (PLZ) (Ort)

Vertrag. Herr/Frau/Firma (Name, bei Firmen ggfs. auch den Vertreter, z.b. den Geschäftsführer) (Straße) (PLZ) (Ort) Vertrag Herr/Frau/Firma (Name, bei Firmen ggfs. auch den Vertreter, z.b. den Geschäftsführer) (Straße) (PLZ) (Ort) (im Folgenden "Auftraggeber" genannt) schließt mit dem Büro-, Buchhaltungs- und Computer-Service

Mehr

V ist reicher Erbe und verwaltet das von seinem Vater geerbte Vermögen. Immobilien oder GmbH-Anteile gehören nicht hierzu.

V ist reicher Erbe und verwaltet das von seinem Vater geerbte Vermögen. Immobilien oder GmbH-Anteile gehören nicht hierzu. V ist reicher Erbe und verwaltet das von seinem Vater geerbte Vermögen. Immobilien oder GmbH-Anteile gehören nicht hierzu. Zum 1.1.2007 hat V seinen volljährigen Sohn S an seinem Unternehmen als Partner

Mehr

2/07. Geldrückzahlung trotz Bankvollmacht. Entzug von Wohnungseigentum. Neue Entwicklung durch Securenta-Insolvenz. Neues Risiko bei Kündigung

2/07. Geldrückzahlung trotz Bankvollmacht. Entzug von Wohnungseigentum. Neue Entwicklung durch Securenta-Insolvenz. Neues Risiko bei Kündigung 2/07 Geldrückzahlung trotz Bankvollmacht Entzug von Wohnungseigentum Neue Entwicklung durch Securenta-Insolvenz Neues Risiko bei Kündigung ij INTERNATIONAL JURISTS: Portugal und Türkei Deutsch-italienisches

Mehr

Prof. Dr. Stephan Lorenz. Grundkurs BGB I Wintersemester 2002/03 2. Probeklausur

Prof. Dr. Stephan Lorenz. Grundkurs BGB I Wintersemester 2002/03 2. Probeklausur Prof. Dr. Stephan Lorenz Grundkurs BGB I Wintersemester 2002/03 2. Probeklausur Die Studentin Else Kling (K) möchte seit langem ein Auto kaufen. Leider fehlt es ihr hierzu an zwei entscheidenden Dingen:

Mehr

Informationsblatt. Der Grundstückskaufvertrag

Informationsblatt. Der Grundstückskaufvertrag Informationsblatt Der Grundstückskaufvertrag 1 2 Wie oft kauft man im Leben eine Immobilie? Normalerweise nicht öfter als 1 2 mal. Da es dabei um erhebliches Privatvermögen geht, hat der Gesetzgeber den

Mehr

GORG. Mandatsvereinbarung. mit Haftungsbeschränkung

GORG. Mandatsvereinbarung. mit Haftungsbeschränkung GORG Mandatsvereinbarung mit Haftungsbeschränkung zwischen Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Schule und Berufsbildung, Hamburger Straße 37, 22083 Hamburg und - nachfolgend als Mandant' bezeichnet

Mehr

Inhalt. Einführung in das Erbrecht

Inhalt. Einführung in das Erbrecht Inhalt Einführung in das Erbrecht Lektion 1: Der Erbfall 7 I. Die Gesamtrechtsnachfolge 7 1. Abgrenzung Erbeinsetzung-Vermächtnis 7 2. Annahme und Ausschlagung der Erbschaft 8 a) Ausschlagung der Erbschaft

Mehr

Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre

Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre / Script 8 ) Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre S c r i p t ( Teil 8 ) [ Dr. Lenk ] 2 11. Rechtsformen... 3 11.1 Privatrechtliche Formen...5 11.1.1 Einzelunternehmen...

Mehr

Nachschuss- und Rückzahlungspflichten bei geschlossenen Fonds.

Nachschuss- und Rückzahlungspflichten bei geschlossenen Fonds. Nachschuss- und Rückzahlungspflichten bei geschlossenen Fonds. - Rechte und Möglichkeiten der Anleger Problem Verbraucherberater sind oft mit Verbrauchern konfrontiert, die sich an geschlossenen Fonds

Mehr

Kreditklausel gebrochen und dann? Vom 25. September 2009

Kreditklausel gebrochen und dann? Vom 25. September 2009 Wintersemester 2009/2010 Sanierung von Unternehmen in der Krise Teil 8: - Sanierungsbeiträge der Kreditinstitute Banksyndikus Arne Wittig, 14. Januar 2009 Frankfurt am Main Die allgemeine Lage Kreditklausel

Mehr

3) Grundlagen des Kaufvertrages

3) Grundlagen des Kaufvertrages 3) Grundlagen des Kaufvertrages Folie 1/6 Wichtige Vertragstypen Wichtige Vertragstypen Kaufvertrag Abschluss und Erfüllung Kaufvertrag Werkvertrag Arbeitsverträge Grundlagen Rechtliche Bedingungen Übereinstimmende

Mehr

AG GesR. AG 12 WuV: Das Malergeschäft (vhb-klausur)

AG GesR. AG 12 WuV: Das Malergeschäft (vhb-klausur) AG GesR AG 12 WuV: Das Malergeschäft (vhb-klausur) 1 Sachverhalt B betrieb unter der Firma XY ein kleines Malergeschäft. Gemeinsam mit Frau A gründete er die F-GmbH sowie die WG GmbH & Co. KG mit der vorgenannten

Mehr

FALL 7 LÖSUNG DIE BRIEFMARKENSAMMLUNG

FALL 7 LÖSUNG DIE BRIEFMARKENSAMMLUNG PROPÄDEUTISCHE ÜBUNGEN ZUM GRUNDKURS ZIVILRECHT I WINTERSEMESTER 2014/15 JURISTISCHE FAKULTÄT LEHRSTUHL FÜR BÜRGERLICHES RECHT, INTERNATIONALES PRIVATRECHT UND RECHTSVERGLEICHUNG PROF. DR. STEPHAN LORENZ

Mehr

Informationen zum Treuhandservice der Anwaltskanzlei Böttcher, Roek, Heiseler für die Bioraum GmbH und ihre Kunden

Informationen zum Treuhandservice der Anwaltskanzlei Böttcher, Roek, Heiseler für die Bioraum GmbH und ihre Kunden Informationen zum Treuhandservice der Anwaltskanzlei Böttcher, Roek, Heiseler für die Bioraum GmbH und ihre Kunden Für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs zwischen der Bioraum GmbH und ihren Kunden bieten

Mehr

2 Voraussetzungen für das Zustandekommen von Verträgen berücksichtigen

2 Voraussetzungen für das Zustandekommen von Verträgen berücksichtigen Voraussetzungen für das Zustandekommen von Verträgen berücksichtigen 169 2 Voraussetzungen für das Zustandekommen von Verträgen berücksichtigen 2.1 Rechts- und Die 15-jährige Petra Kurscheid erhält von

Mehr

Vorlesung! Wirtschaftsrecht II

Vorlesung! Wirtschaftsrecht II Dr. Stephan Keiler, LL.M. Wirtschaftsrecht II Vorlesung! Wirtschaftsrecht II Stephan Keiler 1 Wirtschaftsrecht II Klausur:! 19.02.2015, 09:30-11:00 HS 24 (Turnsaal) Stephan

Mehr

Arbeits- und Tarifrecht - Fall 2; Schwierigkeitsgrad:

Arbeits- und Tarifrecht - Fall 2; Schwierigkeitsgrad: Arbeits- und Tarifrecht - Fall 2; Schwierigkeitsgrad: Bearbeitungszeit: 180 Minuten Zu I Nr. 1: Die Vertragsfreiheit umfasst zum einen die Abschlussfreiheit. Jeder ist frei in der Entscheidung, ob und

Mehr

Beschluss Az. 17 W 11/14

Beschluss Az. 17 W 11/14 Beschluss Az. 17 W 11/14 OLG Frankfurt am Main 10. März 2014 Tenor 1 Die sofortige Beschwerde des Antragstellers gegen den Beschluss der zweiten Zivilkammer des Landgerichts Limburg an der Lahn vom 13.12.2013

Mehr

Fall 10 Immer Ärger mit dem Mann Lösung

Fall 10 Immer Ärger mit dem Mann Lösung Juristische Fakultät Konversatorium zum Bürgerlichen Recht I WS 2012/2013 Fall 10 Immer Ärger mit dem Mann Lösung A. Anspruch der I gegen C auf Kaufpreiszahlung aus 433 II BGB I könnte gegen C einen Anspruch

Mehr

Fragen zur Haftung von Geschäftsführer und Gesellschafter

Fragen zur Haftung von Geschäftsführer und Gesellschafter Fragen zur Haftung von Geschäftsführer und Gesellschafter GD SOLUTIONS GROUP CORP. 141 NE 3 RD AVENUE SUITE 8022 MIAMI, FL 33132 www.gd-solutions-consulting.com office@gd-solutions-consulting.com Fragen

Mehr

Obligationenrecht (Revision des Widerrufsrechts)

Obligationenrecht (Revision des Widerrufsrechts) Obligationenrecht (Revision des Widerrufsrechts) Vorentwurf Änderung vom Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, nach Einsicht in den Bericht der Kommission für Rechtsfragen des Ständerates

Mehr

Das Kindesnamensrecht nach 1616 ff BGB Im Hinblick auf die Frage, welchen Namen ein Kind erhält, kommt es grundlegend auf die Frage an, ob die Eltern im Zeitpunkt der Geburt des Kindes einen gemeinsamen

Mehr

Finanzierungsmöglichkeiten der Wohnungseigentümergemeinschaft. Vortrag von Josef Schraufstetter

Finanzierungsmöglichkeiten der Wohnungseigentümergemeinschaft. Vortrag von Josef Schraufstetter Finanzierungsmöglichkeiten der Wohnungseigentümergemeinschaft Vortrag von Josef Schraufstetter Gegründet 1908 Seit Gründung spezialisiert auf Immobilienwirtschaft Eingetragene Genossenschaftsbank im Finanz-

Mehr

Herzlich willkommen Gewährleistungsbürgschaften schnelle und einfache Bereitstellung VR Genossenschaftsbank Fulda eg Donnerstag, 12.

Herzlich willkommen Gewährleistungsbürgschaften schnelle und einfache Bereitstellung VR Genossenschaftsbank Fulda eg Donnerstag, 12. Herzlich willkommen Gewährleistungsbürgschaften schnelle und einfache Bereitstellung VR Genossenschaftsbank Fulda eg Donnerstag, 12. März 2015 1 AGENDA 1. Begrüßung 2. Was ist eine Bürgschaft? 3. Formen

Mehr

Vorlesung Gesellschaftsrecht Übung - Einheit 8 GmbH Einführung, insbesondere Haftung im Gründungsstadium

Vorlesung Gesellschaftsrecht Übung - Einheit 8 GmbH Einführung, insbesondere Haftung im Gründungsstadium Vorlesung Gesellschaftsrecht Übung - Einheit 8 GmbH Einführung, insbesondere Haftung im Gründungsstadium Einführung: Gründungsvoraussetzungen der GmbH Die Gründung der GmbH erfolgt in drei Schritten: 1.

Mehr

Allgemeine Geschäftsbedingungen der Internetplattform www.hospitality-boerse.de. 1. Grundlegendes

Allgemeine Geschäftsbedingungen der Internetplattform www.hospitality-boerse.de. 1. Grundlegendes Allgemeine Geschäftsbedingungen der Internetplattform www.hospitality-boerse.de 1. Grundlegendes Die Internetseite www.hospitality-boerse.de wird von Ralf Schneider, Eimsbütteler Chaussee 84, 20259 Hamburg,

Mehr

Vertiefung im Handels- und Gesellschaftsrecht. Teil 1, Abschnitt 5: Handelsgeschäfte, 343 ff HGB Unterabschnitt 1.5.1: Allgemeines

Vertiefung im Handels- und Gesellschaftsrecht. Teil 1, Abschnitt 5: Handelsgeschäfte, 343 ff HGB Unterabschnitt 1.5.1: Allgemeines Teil 1, Abschnitt 5: Handelsgeschäfte, 343 ff HGB Unterabschnitt 1: Allgemeines HGB als Sonderprivatrecht der Kaufleute enthält Sondervorschriften für die Abwicklung von Handelsgeschäften, die ergänzend

Mehr

Haftung des Betreuers

Haftung des Betreuers 4.7.2015 Haftung des Betreuers Wenn der Betreuer tätig wird oder es unterlässt, notwendige Handlungen durchzuführen oder Erklärungen abzugeben, kann es zu Schäden für die betreute Person kommen; es können

Mehr

Erbrecht Vorlesung 7. Erbrecht

Erbrecht Vorlesung 7. Erbrecht Erbrecht Vorlesung 7 Annahme und Ausschlagung 3. Juli 2014 Notar Dr. Christian Kesseler 1 Erwerb der Erbschaft Fall: Erblasser E verstirbt am 1.1. in Aachen. Er hinterlässt einen in Berchtesgaden lebenden

Mehr

3. Was muss ich tun, um Elternzeit in Anspruch zu nehmen? 4. Wie lange kann Elternzeit genommen werden?

3. Was muss ich tun, um Elternzeit in Anspruch zu nehmen? 4. Wie lange kann Elternzeit genommen werden? 1. Was ist eigentlich Elternzeit? Elternzeit ist der Anspruch von Arbeitnehmern auf unbezahlte Freistellung von der Arbeit aus Anlass der Geburt und zum Zweck der Betreuung ihres Kindes. 2. Wer hat Anspruch

Mehr

Anspruch des K gegen B auf Herausgabe des Lastwagens gem. 985 BGB

Anspruch des K gegen B auf Herausgabe des Lastwagens gem. 985 BGB Fall 42: "Lkw-Reparaturen" (nach BGHZ 87, 274) K gewährte dem Bauunternehmer R einen Kredit. Zur Sicherheit übereignete R der K am 10. März 1998 einen Lkw Magirus-Deutz, der in Besitz des R verblieb. In

Mehr

Private Arbeitsvermittlung

Private Arbeitsvermittlung Private Arbeitsvermittlung 1. Was ist private Arbeitsvermittlung? Private Arbeitsvermittlung ist die Zusammenführung von arbeitsuchenden oder ausbildungssuchenden Personen mit Arbeitgebern, mit dem Ziel

Mehr