Zinspolitik im Spannungsfeld zwischen Wirtschaftswachstum, Währungspolitik und Immobilienpreisentwicklung

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Zinspolitik im Spannungsfeld zwischen Wirtschaftswachstum, Währungspolitik und Immobilienpreisentwicklung"

Transkript

1 Zinspolitik im Spannungsfeld zwischen Wirtschaftswachstum, Währungspolitik und Immobilienpreisentwicklung Zukunft Finanzplatz Schweiz Freitag, 27. Februar 2015 Dr. Thomas Moser Stellvertretendes Mitglied des Direktoriums

2 Agenda 1. Konventionelle Geldpolitik 2. Unkonventionelle Geldpolitik 3. Risiken der unkonventionellen Geldpolitik 4. Makroprudentielle Politik 2

3 1. Konventionelle Geldpolitik 3

4 Geldpolitisches Mandat der SNB Art. 99 der Bundesverfassung: - Die Schweizerische Nationalbank führt als unabhängige Zentralbank eine Geldund Währungspolitik, die dem Gesamtinteresse des Landes dient. Art. 5 des Nationalbankgesetzes: - Die Nationalbank führt die Geld- und Währungspolitik im Gesamtinteresse des Landes. Sie gewährleistet die Preisstabilität. Dabei trägt sie der konjunkturellen Entwicklung Rechnung. 4

5 Geldpolitisches Konzept der SNB 1. Explizite Definition der Preisstabilität: eine am Landesindex der Konsumentenpreise gemessene (positive) Teuerung von unter 2 Prozent pro Jahr. 2. Eine mittelfristigen Inflationsprognose als Hauptindikator für den geldpolitischen Entscheid. 3. Ein operationelles Zielband für einen dreimonatigen Frankenzinssatz (Libor; London Interbank Offered Rate). 5

6 Wirkung der Geldpolitik Referenz- Zinssatz (Leitzins) lfr Zinsen Vermögens- Preise Nachfrage Inflation Liquidität (Repos) Wechselkurs 6

7 7

8 8

9 Grenzen der konventionellen Geldpolitik Zins-Nullgrenze: Der von der Zentralbank gesteuerte kurzfristige Zinssatz kann nicht (weit) unter Null gesenkt werden. Die Geldpolitik kann damit an der Nullgrenze auf konventionelle Art nicht weiter gelockert werden. Störung in der Übertragung der Geldpolitik: Steigen z.b. die Risikoprämien stark an, wird die Übertragung des Impulses vom kurzfristigen Zins zu den langfristigen Zinsen gestört. Das Zinsniveau kann nicht mehr gesteuert werden. 9

10 10

11 2. Unkonventionelle Geldpolitik 11

12 Unkonventionelle Geldpolitik Referenz- Zinssatz (Leitzins) lfr Zinsen Vermögens- Preise Nachfrage Inflation Liquidität Wechselkurs Kommunikation 12

13 13

14 Unkonventionelle Geldpolitik der SNB Quantitatives Easing: 2009/ August 2011 Mindestkurs gegenüber dem Euro: September 2011 bis Januar 2015 Negativzinsen (Giroguthaben bei der SNB und 3M-Libor): Januar

15 15

16 16

17 Verschiebung des Zielbandes für den 3M Libor auf -1.25% bis -0.25% 17

18 18

19 19

20 20

21 21

22 3. Risiken der unkonventionellen Geldpolitik 22

23 A. Bilanzausdehnung/Bilanzrisiken 23

24 24

25 B. Geldmenge/Liquidität 25

26 C. Bargeldnachfrage 26

27 D. Tiefzinsumfeld 27

28 28

29 29

30 4. Makroprudentielle Politik Geldpolitik: Gewährleistung der Preisstabilität unter Berücksichtigung der konjunkturellen Entwicklung. Mikroprudentielle Politik: Gewährleistung der Stabilität der individuellen Finanzinstitute/Banken Makroprudentielle Politik: Gewährleistung der Stabilität des Finanzsystems insgesamt und Verhinderung von Übertreibungen (Blasen) an den Vermögensund Kreditmärkten 30

31 Makroprudentielle Instrumente der SNB Jährlicher Finanzstabilitätsbericht: Kann nur auf Risiken hinweisen und Empfehlungen machen Ausserordentliche Liquiditätshilfe für systemrelevante Banken: Nicht präventiv und kann eventuell sogar Anreiz zu riskantem Verhalten geben Neu: Antizyklischer Kapitalpuffer 31

32 Antizyklischer Kapitalpuffer Wirkt präventiv: Verpflichtet die Banken, Eigenkapital aufzustocken; kann auf alle Kredite oder auf ausgewählte Kreditsegmente beschränkt (sektoriell) ausgerichtet werden; SNB stellt einen Antrag an den Bundesrat, der nach Anhörung der FINMA entscheidet. Der antizyklische Kapitalpuffer hat zwei Ziele: Erhöhung der Resistenz des Bankensektors: Stärkt Fähigkeit Verluste zu absorbieren. Erhöhung der Kosten der Kreditvergabe: Bremsende Wirkung auf Kreditvergabe. Bisher zweimal erhöht: von 0 auf 1% auf (risikogewichteten) Hypothekarkrediten (auf September 2013) von 1% auf 2% (auf Juni 2014) 32

33 33

34 34

35 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Schweizerische Nationalbank

Geld, Geldschöpfung, Preise und die Rolle der Nationalbank

Geld, Geldschöpfung, Preise und die Rolle der Nationalbank Geld, Geldschöpfung, Preise und die Rolle der Nationalbank iconomix-fachtagung Bern, 7. September 2013 Carlos Lenz, Leiter Inflationsprognosen, SNB Zürich Was ist Geld? Wer schöpft Geld? Was hat Geldschöpfung

Mehr

Geldmengen und Geldpolitik

Geldmengen und Geldpolitik Geldmengen und Geldpolitik 1. Bilanz der Notenbank Die Schweizerische Nationalbank (SNB) ist für die Geldpolitik der Schweiz zuständig (Bundesverfassung Art. 99,2). Dies zeigt sich auch in der Bilanz der

Mehr

Quantitative Easing der EZB Fluch und Segen zugleich?

Quantitative Easing der EZB Fluch und Segen zugleich? Quantitative Easing der EZB Fluch und Segen zugleich? Agenda Mandat der EZB Definitionen Inflation Klassische Instrumente der Geldpolitik der EZB Quantitative Easing Diskussion Mandat der EZB Artikel 127

Mehr

informieren Steht die Schweiz vor einer Hyperinflation? Tagung der Finanzverwaltern/innen der Thurgauer Gemeinden, 24.

informieren Steht die Schweiz vor einer Hyperinflation? Tagung der Finanzverwaltern/innen der Thurgauer Gemeinden, 24. informieren Steht die Schweiz vor einer Hyperinflation? Tagung der Finanzverwaltern/innen der Thurgauer Gemeinden, 24. Oktober 2013 Inflation Was genau ist Inflation eigentlich? Definition Inflation Inflation

Mehr

abcdefg Einleitende Bemerkungen von Thomas Jordan Mediengespräch

abcdefg Einleitende Bemerkungen von Thomas Jordan Mediengespräch abcdefg Mediengespräch Zürich, 16. Dezember 2010 Einleitende Bemerkungen von Thomas Jordan Ich werde im Folgenden zwei Themen vertiefen. Zuerst werde ich auf das Instrumentarium eingehen, das der Nationalbank

Mehr

Tagebuch Internet-Blog. Datum: 3. März 2009 Fach / Thema: Volkswirtschaft Dozenten: Dörig Roman, roman.doerig@doerigausbildung.ch

Tagebuch Internet-Blog. Datum: 3. März 2009 Fach / Thema: Volkswirtschaft Dozenten: Dörig Roman, roman.doerig@doerigausbildung.ch Tagebuch Internet-Blog Datum: 3. März 2009 Fach / Thema: Volkswirtschaft Dozenten: Dörig Roman, roman.doerig@doerigausbildung.ch Themenschwerpunkte / Vorgehensweisen: Repetition Begriffe: Der Wirtschaftsmensch-

Mehr

Umsetzung des antizyklischen Kapitalpuffers in der Schweiz: Konkretisierung der Rolle der Schweizerischen Nationalbank

Umsetzung des antizyklischen Kapitalpuffers in der Schweiz: Konkretisierung der Rolle der Schweizerischen Nationalbank abcdefg Bern, Februar 2014 Umsetzung des antizyklischen Kapitalpuffers in der Schweiz: Konkretisierung der Rolle der Schweizerischen Nationalbank 1. Einleitung Der antizyklische Kapitalpuffer ist eine

Mehr

Geldglossar (zu finden unter: http://www.snb.ch/d/welt/glossary/k.html)

Geldglossar (zu finden unter: http://www.snb.ch/d/welt/glossary/k.html) Geldglossar (zu finden unter: http://wwwsnbch/d/welt/glossary/khtml) Aktiengesellschaft Eine Aktiengesellschaft ist ein Unternehmen, das sich Eigenkapital durch die Ausgabe von Aktien beschafft Die Aktien

Mehr

Wie beeinflusst die schweizerische Geldpolitik die Frankenkredite in Österreich?

Wie beeinflusst die schweizerische Geldpolitik die Frankenkredite in Österreich? Wie beeinflusst die schweizerische Geldpolitik die Frankenkredite in Österreich? Prof. Dr. Thomas J. Jordan Stellvertretendes Mitglied des Direktoriums Leiter Finanzmarktoperationen Schweizerische Nationalbank

Mehr

Die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank und die Frankenkredite in Österreich

Die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank und die Frankenkredite in Österreich Die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank und die Frankenkredite in Österreich Prof. Dr. Thomas J. Jordan Stellvertretendes Mitglied des Direktoriums Leiter Finanzmarktoperationen Schweizerische

Mehr

Tiefe Hypozinsen: Fluch oder Segen?

Tiefe Hypozinsen: Fluch oder Segen? Embargo: 19. Juni 2009, 15:45 Tiefe Hypozinsen: Fluch oder Segen? Thomas J. Jordan Mitglied des Direktoriums Schweizerische Nationalbank Kurzfassung Referat 94. Delegiertenversammlung des HEV Schweiz Säntis,

Mehr

Interview mit Serge Gaillard Direktor der Eidgenössischen Finanzverwaltung

Interview mit Serge Gaillard Direktor der Eidgenössischen Finanzverwaltung Freitag, 25. Oktober, 15.00 Uhr, Bernerhof Interview mit Serge Gaillard Direktor der Eidgenössischen Finanzverwaltung Wie wohnen Sie persönlich? Ich bin Mieter, in Zürich-Wiedikon, meinem Lieblingsquartier.

Mehr

4.1 Motive der Geldhaltung und Geldnachfrage

4.1 Motive der Geldhaltung und Geldnachfrage 4. Der Finanzmarkt Inhaltliche Übersicht Motive der Geldhaltung und Geldnachfrage Geldangebot und Gleichgewicht auf dem Finanzmarkt Zentralbankpolitik: Wirkung auf das Geldangebot Ökonomische Intuition

Mehr

GELDMENGE UND PREISE Arbeitsauftrag

GELDMENGE UND PREISE Arbeitsauftrag 1. Geldmenge und Preise Kreuzen Sie die korrekten Aussagen an. Begründen Sie Ihren Entscheid bei den falschen Aussagen mit einem oder zwei kurzen Sätzen. Die Schweizerische Nationalbank kann die gesamte

Mehr

trotz frankenstärke: die schweiz profitiert von einer unabhängigen währungspolitik

trotz frankenstärke: die schweiz profitiert von einer unabhängigen währungspolitik faktenblatt: GELD- UND WÄHRUNGSPOLITIK trotz frankenstärke: die schweiz profitiert von einer unabhängigen währungspolitik 23. Oktober 2011 Der starke Franken bereitet unserer exportorientierten Wirtschaft

Mehr

Erläuterungen zur Schweizer Geldpolitik 106. ordentliche Generalversammlung der Aktionäre der Schweizerischen Nationalbank

Erläuterungen zur Schweizer Geldpolitik 106. ordentliche Generalversammlung der Aktionäre der Schweizerischen Nationalbank Referat Sperrfrist 25. April 2014, 10.00 Uhr Erläuterungen zur Schweizer Geldpolitik 106. ordentliche Generalversammlung der Aktionäre der Schweizerischen Nationalbank Thomas J. Jordan Präsident des Direktoriums

Mehr

UE5: Fragen zu Geldpolitik

UE5: Fragen zu Geldpolitik UE5: Fragen zu Geldpolitik 1) Was ist das vorrangige Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) und welche geldpolitischen Instrumente werden eingesetzt für die Erreichung dieses Ziels? 2) a) Woraus besteht

Mehr

Wirtschaftspolitik. Aufgabe der Zentralbank ist die Versorgung der Wirtschaft mit Geld:

Wirtschaftspolitik. Aufgabe der Zentralbank ist die Versorgung der Wirtschaft mit Geld: Wirtschaftspolitik Staatliche Wirtschaftspolitik(=Fiskalpolitik) Ziele des StaBG Zentralbankpolitik (Geldpolitik) Primäres Ziel: Geldwertstabilität Wenn diese erreicht ist: Unterstützung der Wipol der

Mehr

Motive der Geldhaltung und Geldnachfrage. Geldangebot und Gleichgewicht auf dem Finanzmarkt. Zentralbankpolitik: Wirkung auf das Geldangebot

Motive der Geldhaltung und Geldnachfrage. Geldangebot und Gleichgewicht auf dem Finanzmarkt. Zentralbankpolitik: Wirkung auf das Geldangebot 4. Der Finanzmarkt Inhaltliche Übersicht Motive der Geldhaltung und Geldnachfrage Geldangebot und Gleichgewicht auf dem Finanzmarkt Zentralbankpolitik: Wirkung auf das Geldangebot Instrumente der Zentralbankpolitik

Mehr

abcdefg Einleitende Bemerkungen von Thomas Jordan Mediengespräch

abcdefg Einleitende Bemerkungen von Thomas Jordan Mediengespräch abcdefg Mediengespräch Bern, 14. Juni 2012 Einleitende Bemerkungen von Thomas Jordan Die Schweizerische Nationalbank hält am Mindestkurs von 1.20 Franken pro Euro unverändert fest und wird ihn mit aller

Mehr

Konjunktur- und Wachstumspolitik. Tagebuch Internet-Blog. Datum: 9. März 2010 Fach / Thema: Volkswirtschaft Dozenten: Prof. Dr.

Konjunktur- und Wachstumspolitik. Tagebuch Internet-Blog. Datum: 9. März 2010 Fach / Thema: Volkswirtschaft Dozenten: Prof. Dr. Tagebuch Internet-Blog Datum: 9. März 2010 Fach / Thema: Volkswirtschaft Dozenten: Prof. Dr. Roman Dörig Themenschwerpunkte / Vorgehensweisen: Was sind die Ursachen der Inflation? 1. Den Monetaristischer

Mehr

abcdefg Einleitende Bemerkungen von Jean-Pierre Roth Mediengespräch

abcdefg Einleitende Bemerkungen von Jean-Pierre Roth Mediengespräch abcdefg Mediengespräch Bern, 18. Juni 2009 Einleitende Bemerkungen von Jean-Pierre Roth Unsere Geldpolitik hat seit dem Ausbruch der Finanzkrise im August 2007 drei Phasen durchlaufen. In der ersten Phase,

Mehr

Der Schweizer Immobilienmarkt im internationalen Vergleich

Der Schweizer Immobilienmarkt im internationalen Vergleich Der Schweizer Immobilienmarkt im internationalen Vergleich Prof. Dr. Roland Füss Veranstaltungsreihe: : «Immobilien Sicherer Hafen oder zunehmend riskant?» 27. Februar 2015, Weiterbildungszentrum Holzweid

Mehr

Bankenbarometer, Too-big-to-fail und makroprudentielle Aufsicht

Bankenbarometer, Too-big-to-fail und makroprudentielle Aufsicht Es gilt das gesprochene Wort Medienkonferenz vom 5. September 2011 Bankenbarometer, Too-big-to-fail und makroprudentielle Aufsicht Claude-Alain Margelisch, CEO, Schweizerische Bankiervereinigung Sehr geehrte

Mehr

Praxisarbeit im Rahmen des Lehrgangs Management für gemeinnützige Wohnbauträger. Zürich, 11. März 2014

Praxisarbeit im Rahmen des Lehrgangs Management für gemeinnützige Wohnbauträger. Zürich, 11. März 2014 Praxisarbeit im Rahmen des Lehrgangs Management für gemeinnützige Wohnbauträger Zürich, 11. März 2014 Vorzeitiger Ausstieg aus der Hypothek ohne Margen-Penalty und mit indirekter Rückzahlung Verfasser:

Mehr

Von «Aktiengesellschaft» bis «Zins» Kleines Lexikon der Schweizerischen Nationalbank

Von «Aktiengesellschaft» bis «Zins» Kleines Lexikon der Schweizerischen Nationalbank Von «Aktiengesellschaft» bis «Zins» Kleines Lexikon der Schweizerischen Nationalbank V Wer sich über die Tätigkeit der Nationalbank informiert, begegnet Begriffen, die in der Alltagssprache kaum gebraucht

Mehr

Ein Kurzporträt urzporträt Ein K SNB_Kurzportraet_Umschlag_de.indd 1 20.08.2014 17:14:48

Ein Kurzporträt urzporträt Ein K SNB_Kurzportraet_Umschlag_de.indd 1 20.08.2014 17:14:48 Ein Kurzporträt Ein Kurzporträt Inhalt 2 Ein Kurzporträt Einleitung 5 1 Der Auftrag der Nationalbank 6 2 Das geldpolitische Konzept 9 3 Die Umsetzung der Geldpolitik 14 4 Die Gewährleistung der Bargeldversorgung

Mehr

Die Geldpolitik im Vorfeld, während und nach der Krise. Jürgen Stark Tübingen 9. November 2009

Die Geldpolitik im Vorfeld, während und nach der Krise. Jürgen Stark Tübingen 9. November 2009 Die Geldpolitik im Vorfeld, während und nach der Krise Jürgen Stark Tübingen 9. November 2009 Die 2-Säulenstrategie der EZB Analyse von Risiken für die Preisstabilität Basierend auf 2 Säulen ökonomische

Mehr

abcdefg Einleitende Bemerkungen von Jean-Pierre Roth Mediengespräch

abcdefg Einleitende Bemerkungen von Jean-Pierre Roth Mediengespräch abcdefg Mediengespräch Zürich, 14. Dezember 2006 Einleitende Bemerkungen von Jean-Pierre Roth Wie Sie unserer Medienmitteilung entnehmen können, erhöht die Schweizerische Nationalbank das Zielband für

Mehr

Inhalt. Money makes the world go round 5. Die Banken 17. Was Geldmärkte ausmacht 31

Inhalt. Money makes the world go round 5. Die Banken 17. Was Geldmärkte ausmacht 31 2 Inhalt Money makes the world go round 5 Warum es ohne Geld nicht geht 6 Geld ist nicht gleich Geld 7 ede Menge Geld: die Geldmengen M1, M2 und M3 8 Gebundene und freie Währungen 10 Warum es deneuro gibt

Mehr

Muss das Archiv immer im dunklen Keller stehen?

Muss das Archiv immer im dunklen Keller stehen? Muss das Archiv immer im dunklen Keller stehen? Einblicke in das elektronische Archiv der Schweizerischen Nationalbank, die Appetit auf mehr machen. ECM Tag Schweiz 8. November 2011 Ruedi Becker Dipl.

Mehr

Diplomprüfung/Bachelor-Modulprüfung im SS 2013

Diplomprüfung/Bachelor-Modulprüfung im SS 2013 Diplomprüfung/Bachelor-Modulprüfung im SS 2013 Europäische Geldpolitik Prüfungstermin: 02.08.2013 Prof. Dr. Peter Bofinger Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, Geld und internationale Wirtschaftsbeziehungen

Mehr

LE 5: Die institutionelle Arbeitsteilung Deutsche Bundesbank / EZB

LE 5: Die institutionelle Arbeitsteilung Deutsche Bundesbank / EZB LE 5: Die institutionelle Arbeitsteilung Deutsche Bundesbank / EZB 5.1 Einführung 5.2 Die Umsetzung der Politik des ESZB 5.3 Die Rechtsstellung der DBbk 5.4 Die Aufgaben der Deutschen Bundesbank im ESZB

Mehr

Österreichische Geld- und Währungspolitik 1969-1999. Dr. Johann Kernbauer Wirtschaftsuniversität Wien Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Österreichische Geld- und Währungspolitik 1969-1999. Dr. Johann Kernbauer Wirtschaftsuniversität Wien Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte Österreichische Geld- und Währungspolitik 1969-1999 Dr. Johann Kernbauer Wirtschaftsuniversität Wien Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte Inhalt Währungspolitisch relevante Ereignisse Historischer

Mehr

Was kann die Schweizerische Nationalbank für die Wirtschaft tun?

Was kann die Schweizerische Nationalbank für die Wirtschaft tun? Was kann die Schweizerische Nationalbank für die Wirtschaft tun? Referat von Dr. Jean-Pierre Roth Präsident des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank Zürcher Volkswirtschaftliche Gesellschaft Zürich

Mehr

Die Rolle der Zentralbanken in der schönen neuen Finanzwelt. PD Dr. Manfred Jäger 1. Finanzmarkt Round-Table, Frankfurt, 23.

Die Rolle der Zentralbanken in der schönen neuen Finanzwelt. PD Dr. Manfred Jäger 1. Finanzmarkt Round-Table, Frankfurt, 23. Die Rolle der Zentralbanken in der schönen neuen Finanzwelt PD Dr. Manfred Jäger 1. Finanzmarkt Round-Table, Frankfurt, 23. Januar 2008 1 Taylorregel Die Taylorregel Taylorzins = natürlicher Zinssatz +

Mehr

Was man über Negativzinsen wissen muss

Was man über Negativzinsen wissen muss MÄRKTE / MAKRO Finanz und Wirtschaft 06:51-15.02.2016 Was man über Negativzinsen wissen muss ALEXANDER TRENTIN Notenbanken tauchen ab. Immer mehr Länder setzen auf Negativzinsen. (Bild: Carmen Spitznagel/plainpicture)

Mehr

Kapitel 8. Übersicht des Kapitels. 8.1 Die Rolle des Geldes und das. Geld und Preise

Kapitel 8. Übersicht des Kapitels. 8.1 Die Rolle des Geldes und das. Geld und Preise Kapitel 8 Geld und Preise Übersicht des Kapitels 8.1 Die Rolle des Geldes und das Geldangebot 8.2 Nominaler Zinssatz und die Geldnachfrage 8.3 Die Quantitätstheorie des Geldes 8.4 Gleichgewicht auf dem

Mehr

Basel III und Bankenregulierung. Einfluss auf die Finanzierung von KMU

Basel III und Bankenregulierung. Einfluss auf die Finanzierung von KMU Basel III und Bankenregulierung Einfluss auf die Finanzierung von KMU Netzwerktreffen Unternehmenssicherung - 25. Juni 2015 Martin van Treeck, IHK Düsseldorf Übersicht Wie ist die aktuelle Lage bei der

Mehr

Thema: Wirtschaftspolitik der EU Die Wa hrungsunion

Thema: Wirtschaftspolitik der EU Die Wa hrungsunion Thema: Wirtschaftspolitik der EU Die Wa hrungsunion Anforderungsbereich I: Reproduktion: 1. Arbeiten Sie die Spielregeln für den Euro heraus und ermitteln Sie was dadurch sichergestellt werden soll. 2.

Mehr

Geld und Konjunktur. den eine bestimmte Warenmenge (Warenkorb) zu einem bestimmten Zeitpunkt hat.

Geld und Konjunktur. den eine bestimmte Warenmenge (Warenkorb) zu einem bestimmten Zeitpunkt hat. Geld und Konjunktur Das Geld: Aufgaben: Zahlungsmittel, Wertaufbewahrungsmittel, Wertmassstab (Vergleich) Wert: Kaufkraft des Geldes: Wie viel kann man mit einem Franken kaufen. Binnenwert des Geldes:

Mehr

YOU INVEST Webinar Die Geldpolitik der US-amerikanischen und Europäischen Zentralbank. 6. März 2014

YOU INVEST Webinar Die Geldpolitik der US-amerikanischen und Europäischen Zentralbank. 6. März 2014 Webinar Die Geldpolitik der US-amerikanischen und Europäischen Zentralbank 6. März 2014 Referenten Gerhard Beulig Head of Private Client Asset Management ERSTE-SPARINVEST Mag. Gerhard Winzer Chefvolkswirt

Mehr

Geldpolitik und Finanzmärkte: Rückt die Normalisierung näher? Geldmarkt-Apéro

Geldpolitik und Finanzmärkte: Rückt die Normalisierung näher? Geldmarkt-Apéro Referat Sperrfrist 21. November 2013 18:30 Geldpolitik und Finanzmärkte: Rückt die Normalisierung näher? Geldmarkt-Apéro Fritz Zurbrügg* 1 Mitglied des Direktoriums Schweizerische Nationalbank Genf, 21.

Mehr

Die derzeitige Entwicklung der Banken und ihre Auswirkungen auf die Immobilienwirtschaft

Die derzeitige Entwicklung der Banken und ihre Auswirkungen auf die Immobilienwirtschaft Die derzeitige Entwicklung der Banken und ihre Auswirkungen auf die Immobilienwirtschaft Univ.-Prof. Dr. Ewald Aschauer ewald.aschauer@jku.at Die Rolle von Banken im Wirtschaftsleben Zentrale Rolle in

Mehr

Gliederung. D Transmissionsmechanismen I. Grundlagen II. Zins- und Vermögenspreiseffekte III. Kreditkanal

Gliederung. D Transmissionsmechanismen I. Grundlagen II. Zins- und Vermögenspreiseffekte III. Kreditkanal D Transmissionsmechanismen i i I. Grundlagen II. Zins- und Vermögenspreiseffekte III. Kreditkanal Gliederung E Geldpolitik I. Geldwertstabilität als Ziel der Geldpolitik II. Regelbindung in der Geldpolitik

Mehr

Die europäische Bankenunion der Königsweg für ein stabiles Bankensystem? Dr. Albrecht Sommer

Die europäische Bankenunion der Königsweg für ein stabiles Bankensystem? Dr. Albrecht Sommer Die europäische Bankenunion der Königsweg für ein stabiles Bankensystem? Inhalt Gründe für die Errichtung einer Bankenunion im Euroraum Der einheitliche Aufsichtsmechanismus Der einheitliche Abwicklungsmechanismus

Mehr

Kredit in Schweizer Franken: Und was jetzt? 16. März 2015, Marc Brütsch Chief Economist Swiss Life

Kredit in Schweizer Franken: Und was jetzt? 16. März 2015, Marc Brütsch Chief Economist Swiss Life Kredit in Schweizer Franken: Und was jetzt? 16. März 2015, Marc Brütsch Chief Economist Swiss Life «Ein gutes Verständnis der schweizerischen Geldpolitik ist für Kreditnehmer und Kreditgeber von Frankenkrediten

Mehr

Vorlesung Geld- und Währungstheorie und -politik. Dr. Joscha Beckmann

Vorlesung Geld- und Währungstheorie und -politik. Dr. Joscha Beckmann Vorlesung Geld- und Währungstheorie und -politik Dr. Joscha Beckmann Gliederung Part I: Money and credit supply 1. Money and credit: definition, function, origin and aggregates 2. From gold to paper money:

Mehr

zur Umsetzung eines antizyklischen Puffers in der Schweiz

zur Umsetzung eines antizyklischen Puffers in der Schweiz Eidgenössisches Finanzdepartement EFD 18. November 2011 Bericht zur Umsetzung eines antizyklischen Puffers in der Schweiz Inhaltsverzeichnis 1 Ausgangslage und Empfehlungen... 3 2 Ausgestaltung des antizyklischen

Mehr

Unsere Nationalbank unabhängig und gut eingebettet 107. ordentliche Generalversammlung der Aktionäre der Schweizerischen Nationalbank

Unsere Nationalbank unabhängig und gut eingebettet 107. ordentliche Generalversammlung der Aktionäre der Schweizerischen Nationalbank Referat Sperrfrist 24. April 2015, 10.00 Uhr Unsere Nationalbank unabhängig und gut eingebettet 107. ordentliche Generalversammlung der Aktionäre der Schweizerischen Nationalbank Jean Studer Präsident

Mehr

Ausblick für Konjunktur und Finanzmärkte Internationale Aktionswochen 2015

Ausblick für Konjunktur und Finanzmärkte Internationale Aktionswochen 2015 Ausblick für Konjunktur und Finanzmärkte Internationale Aktionswochen 215 Patrick Franke Senior Economist Verl, 18.3.215 Geldpolitik seit der Krise 2 Finanzkrise? Schuldenkrise? Konjunkturelle Schwäche?

Mehr

Alexander von,flach Nitsch. Geldpolitik und Immobilienmärkte

Alexander von,flach Nitsch. Geldpolitik und Immobilienmärkte Alexander von,flach Nitsch Geldpolitik und Immobilienmärkte Eine Analyse der Rolle der Geldpolitik für die Entstehung, Ausbreitung und Überwindung der Subprime-Krise Verlag Dr. Kovac Hamburg 2015 IX Inhaltsverzeichnis

Mehr

Geld, Kredit und Banken

Geld, Kredit und Banken Horst Gischer Bernhard Herz Lukas Menkhoff Geld, Kredit und Banken Eine Einführung Dritte, aktualisierte und erweiterte Auflage ^J Springer Inhaltsverzeichnis Vorwort V Kapitel 1 Funktionen des Finanzsektors

Mehr

SNB hebt den Euro-Mindestkurs auf

SNB hebt den Euro-Mindestkurs auf SNB hebt den Euro-Mindestkurs auf Diskussionsgrundlage für institutionelle Anleger PPCmetrics AG Dr. Alfred Bühler, Partner Dr. Andreas Reichlin, Partner Zürich, 15. Januar 2015 Ausgangslage Änderung der

Mehr

Einleitende Bemerkungen von Jean-Pierre Danthine

Einleitende Bemerkungen von Jean-Pierre Danthine Bern, 12. Dezember 2013 Einleitende Bemerkungen von Im Folgenden möchte ich auf die Lage der Schweizer Banken aus Sicht der Finanzstabilität eingehen. Ich werde mich zunächst mit den Grossbanken und anschliessend

Mehr

Finanzierungsperspektive im Nordwesten- Erwartungen der Kreditinstitute

Finanzierungsperspektive im Nordwesten- Erwartungen der Kreditinstitute Finanzierungsperspektive im Nordwesten- Erwartungen der Kreditinstitute 9. er Finanztag, 16. November 2012 Johannes Hartig, Vorstandsvorsitzender der Basel III die Genese Ziel: Resistenz des Bankensektors

Mehr

abcdefg Einleitende Bemerkungen von Jean-Pierre Roth Mediengespräch

abcdefg Einleitende Bemerkungen von Jean-Pierre Roth Mediengespräch abcdefg Mediengespräch Bern, 14. Juni 2007 Einleitende Bemerkungen von Jean-Pierre Roth Die Schweizerische Nationalbank erhöht das Zielband für den Dreimonats-Libor mit sofortiger Wirkung um 0,25 Prozentpunkte

Mehr

Musterlösung Übung 8 zur Vorlesung Makroökonomik (WS 2011/12)

Musterlösung Übung 8 zur Vorlesung Makroökonomik (WS 2011/12) PROF. DR.MICHAEL FUNKE DR. MICHAEL PAETZ Musterlösung Übung 8 zur Vorlesung Makroökonomik (WS 2011/12) Aufgabe 1: Nominal- und Realzinsen a) Lesen Sie bitte den Artikel zu Negativzinsen auf http://www.taz.de/!77395/.

Mehr

Inflation und die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank

Inflation und die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank Inflation und die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank In diesem Artikel werden die Grundzüge der Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) und der Inflationsentwicklung seit ihrer Gründung

Mehr

Immobilien, Hypotheken und Geldpolitik

Immobilien, Hypotheken und Geldpolitik Embargo:, 08:30 Immobilien, Hypotheken und Geldpolitik Mitglied des Direktoriums Schweizerische Nationalbank Kurzfassung Referat IAZI, Schweizer Immobilienkongress 2009 Zürich, Der Referent dankt Zoltan

Mehr

Herzlich Willkommen. PK RhB Informationsanlass vom 18. / 19. November 2015

Herzlich Willkommen. PK RhB Informationsanlass vom 18. / 19. November 2015 Herzlich Willkommen 1 Benno Burtscher Präsident des Stiftungsrates 2 Themen Pensionskasse im Tiefzinsumfeld Aktuelle finanzielle Lage der Pensionskasse Verschiedenes 3 Minuszinsen und Kennzahlen NZZ am

Mehr

Die Nationalbank und das liebe Geld

Die Nationalbank und das liebe Geld Die Nationalbank und das liebe Geld V @ 1 Die Schweizerische Nationalbank bei diesem Stichwort denken Sie vielleicht als Erstes an Banknoten oder an Goldreserven, die streng bewacht in tiefen Bunkern lagern.

Mehr

Kommunikation. Wer sind wir?

Kommunikation. Wer sind wir? Kommunikation Wer sind wir? Die Belgische Nationalbank Überall auf der Welt haben die Zentralbanken als primäre Aufgabe Banknoten in Umlauf zu geben und Geldpolitik zu gestalten. Die Belgische Nationalbank

Mehr

CHANCEN UND RISIKEN IN DER NULLZINSWELT. 28. Oktober 2015, Kunsthaus, Zürich

CHANCEN UND RISIKEN IN DER NULLZINSWELT. 28. Oktober 2015, Kunsthaus, Zürich deep dive #4 CHANCEN UND RISIKEN IN DER NULLZINSWELT 28. Oktober 2015, Kunsthaus, Zürich FUND EXPERTS FORUM DEEP DIVE #4 CHANCEN UND RISIKEN IN DER NULLZINSWELT Die Herausforderung ist gross: Nach einem

Mehr

Prof. Dr. rer. pol. Norbert Konegen. downloads: www.p8-management.de/universität konegen@uni-muenster.de

Prof. Dr. rer. pol. Norbert Konegen. downloads: www.p8-management.de/universität konegen@uni-muenster.de Prof. Dr. rer. pol. Norbert Konegen downloads: www.p8-management.de/universität konegen@uni-muenster.de SS 2014 Die Europäische Zentralbank (EZB) in der Grauzone zwischen Geld- und Fiskalpolitik (monetärer

Mehr

1 Warum uns die Währungsgeschichte interessieren sollte 23. i DaS 19. JahrhuNDErt geld ohne ZENtralE NotENBaNK 34

1 Warum uns die Währungsgeschichte interessieren sollte 23. i DaS 19. JahrhuNDErt geld ohne ZENtralE NotENBaNK 34 DEr SchWEiZEr FraNKEN 5 inhaltsübersicht Vorwort 13 Vorbemerkung und Dank 17 Einleitung 19 1 Warum uns die Währungsgeschichte interessieren sollte 23 i DaS 19. JahrhuNDErt geld ohne ZENtralE NotENBaNK

Mehr

Fallende Immobilienpreise in den USA, steigende Immobilienpreise in der Schweiz und deren Bedeutung für die Geldpolitik der SNB

Fallende Immobilienpreise in den USA, steigende Immobilienpreise in der Schweiz und deren Bedeutung für die Geldpolitik der SNB Embargo:, 18:00 Fallende Immobilienpreise in den USA, steigende Immobilienpreise in der Schweiz und deren Bedeutung für die Geldpolitik der SNB Thomas J. Jordan Mitglied des Direktoriums Schweizerische

Mehr

Reform der Bankenregulierung - Überblick und Analyse -

Reform der Bankenregulierung - Überblick und Analyse - Reform der Bankenregulierung - Überblick und Analyse - Michael Schröder Frankfurt School of Finance & Management und Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Frankfurt, 16. Mai 2011 Überblick Warum

Mehr

Nach dem Mindestkurs: Geldpolitik vor neuen Herausforderungen

Nach dem Mindestkurs: Geldpolitik vor neuen Herausforderungen Referat Sperrfrist 26. März 2015 18:00 Nach dem Mindestkurs: Geldpolitik vor neuen Herausforderungen Geldmarkt-Apéro Fritz Zurbrügg Mitglied des Direktoriums Schweizerische Nationalbank Zürich, 26. März

Mehr

Schweizerische Geldpolitik

Schweizerische Geldpolitik Schweizerische Geldpolitik Philipp M. Hildebrand Mitglied des Direktoriums Schweizerische Nationalbank Mitgliederversammlung des Vereins IFZ (Institut für Finanzdienstleistungen Zug) Zug, 1. Juni 2006

Mehr

Aktuelle Herausforderungen für die europäische Geldpolitik

Aktuelle Herausforderungen für die europäische Geldpolitik Aktuelle Herausforderungen für die europäische Geldpolitik Oldenburg, 4. März 2016 Jens Ulbrich, Zentralbereich Volkswirtschaft Geldpolitik: Aus der Nische ins Rampenlicht Wall Street Journal: ECB to Review

Mehr

Die Schweiz und die Frankenstärke: Herausforderungen

Die Schweiz und die Frankenstärke: Herausforderungen Die Schweiz und die Frankenstärke: Herausforderungen Prognose Rundschau, Kanton Thurgau 24. Juni 2015 Serge Gaillard, Direktor EFV Aufbau Wieso ist die Schweiz gut durch die Finanz- und Schuldenkrise gekommen?

Mehr

News Aktuelles aus Politik, Wirtschaft und Recht 10.01.11 Geldschöpfung Verlag Fuchs AG

News Aktuelles aus Politik, Wirtschaft und Recht 10.01.11 Geldschöpfung Verlag Fuchs AG News Aktuelles aus Politik, Wirtschaft und Recht 10.01.11 Geldschöpfung Geldschöpfung durch die Geschäftsbanken Durch die Gewährung von Krediten schaffen die Geschäftsbanken neues Geld. Der Anteil von

Mehr

5. Regionalanlass WDA Forum

5. Regionalanlass WDA Forum 5. Regionalanlass WDA Forum Vermögensanlage und Demographie Kommentar aus Analystensicht 30. Oktober 201 Dr. Thomas Stucki Chief Investment Officer St.Galler Kantonalbank Japanische Verhältnisse das bedeutet

Mehr

Quo vadis -Hotelfinanzierung

Quo vadis -Hotelfinanzierung Quo vadis -Hotelfinanzierung ÖHV-Hotelierkongress 2013 Prof. Mag. Dr. Leo W. Chini Kapitalbedarf Kapitalbedarf Hotel Hohe und permanente Investitionsausgaben Langfristig Bindung Niedrige saisonal schwankende

Mehr

Geld und Währung. Übungsfragen. Geld

Geld und Währung. Übungsfragen. Geld Universität Ulm 89069 Ulm Germany Prof. Dr. Werner Smolny Institut für Wirtschaftspolitik Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften Ludwig-Erhard-Stiftungsprofessur Institutsdirektor Geld und

Mehr

BASEL. Prof. Dr. Dr. F. J. Radermacher Datenbanken/Künstliche Intelligenz. franz-josef.radermacher@uni-ulm.de

BASEL. Prof. Dr. Dr. F. J. Radermacher Datenbanken/Künstliche Intelligenz. franz-josef.radermacher@uni-ulm.de Prof. Dr. Dr. F. J. Radermacher Datenbanken/Künstliche Intelligenz franz-josef.radermacher@uni-ulm.de Seite 2 Eigenkapitalunterlegung laut Basel I Aktiva Kredite, Anleihen etc. Risikogewichtete Aktiva

Mehr

Struktur des Geldangebots-/ Kreditangebotsprozesses

Struktur des Geldangebots-/ Kreditangebotsprozesses Makro II, Prof. Dr. T. Wollmershäuser Kapitel 1 Bankensystem: ein preistheoretisches Geldangebotsmodell Version: 12.1.212 Die Rolle von Banken Struktur des Geldangebots-/ Kreditangebotsprozesses Geldnachfrage

Mehr

OESTERREICHISCHE NATIONALBANK EUROSYSTEM. KURZFILME DER OeNB. Geldpolitik und Preisstabilität DIDAKTIK

OESTERREICHISCHE NATIONALBANK EUROSYSTEM. KURZFILME DER OeNB. Geldpolitik und Preisstabilität DIDAKTIK OESTERREICHISCHE NATIONALBANK EUROSYSTEM KURZFILME DER OeNB Geldpolitik und Preisstabilität DIDAKTIK 1 DIDAKTIK-INFO Das Didaktik Material besteht aus drei Teilen: Allgemeine Fragen/Basics Gruppenarbeit/Recherchearbeit

Mehr

Machen Zentralbanken zu viel? Foire du Valais

Machen Zentralbanken zu viel? Foire du Valais Referat Sperrfrist 9. Oktober 2014 10:00 Machen Zentralbanken zu viel? Foire du Valais Jean-Pierre Danthine Vizepräsident des Direktoriums Schweizerische Nationalbank Martigny, 9. Oktober 2014 Schweizerische

Mehr

SS 2014 Die Europäische Zentralbank (EZB) in der Grauzone zwischen Geld- und Fiskalpolitik (monetärer Staatsfinanzierung).

SS 2014 Die Europäische Zentralbank (EZB) in der Grauzone zwischen Geld- und Fiskalpolitik (monetärer Staatsfinanzierung). Prof. Dr. rer. pol. Norbert Konegen downloads: www.p8-management.de/universität konegen@uni-muenster.de SS 2014 Die Europäische Zentralbank (EZB) in der Grauzone zwischen Geld- und Fiskalpolitik (monetärer

Mehr

GELDPOLITIK IN UND AUSSERHALB VON KRISENZEITEN

GELDPOLITIK IN UND AUSSERHALB VON KRISENZEITEN THEMENBLATT 5 DIDAKTIK GELDPOLITIK IN UND AUSSERHALB VON KRISENZEITEN SchülerInnen Oberstufe Stand: 2015 1 THEMENBLATT-DIDAKTIK 5, GELDPOLITIK IN UND AUSSERHALB VON KRISENZEITEN Aufgabe 1 Zinssätze der

Mehr

Das Gelddrucken der EZB ist nicht geeignet, Deflation zu verhindern

Das Gelddrucken der EZB ist nicht geeignet, Deflation zu verhindern Das Gelddrucken der EZB ist nicht geeignet, Deflation zu verhindern Prof. Dr. Karl-Werner Hansmann Universität Hamburg Vortrag vor dem Alumni Universität Hamburg e.v. am 10. April 2014 1 Gliederungsübersicht

Mehr

Information an die Medien

Information an die Medien Information an die Medien Schweizerische Nationalbank stellt die Systemrelevanz für die Zürcher Kantonalbank fest Rudolf Sigg, CFO, 11. November 2013 Feststellung der Systemrelevanz Die Schweizerische

Mehr

Leverage-Effekt = Hebelwirkung des Verschuldungsgrads bei der Eigenkapitalrendite, wenn die Gesamtkapitalrentabilität über dem Fremdkapitalzins liegt

Leverage-Effekt = Hebelwirkung des Verschuldungsgrads bei der Eigenkapitalrendite, wenn die Gesamtkapitalrentabilität über dem Fremdkapitalzins liegt Leverage-Effekt lever (engl.) = Hebel leverage (engl.= = Hebelkraft Leverage-Effekt = Hebelwirkung des Verschuldungsgrads bei der Eigenkapitalrendite, wenn die Gesamtkapitalrentabilität über dem Fremdkapitalzins

Mehr

Eigenmittelanforderungen für Banken und Versicherungen

Eigenmittelanforderungen für Banken und Versicherungen Eigenmittelanforderungen für Banken und Versicherungen ACTARES Bern, 28. September 2011 Dr. János Blum Kapital (Wikipedia) Etymologie Die Vorstellung von Kapital ist alt und stammt aus der Entstehung der

Mehr

Schweiz. Highlights. Währungsanalyse. Wachstumsrückgang im ersten Quartal. Prognosen. Technische Analyse: CHF pro EUR: Juni 2003

Schweiz. Highlights. Währungsanalyse. Wachstumsrückgang im ersten Quartal. Prognosen. Technische Analyse: CHF pro EUR: Juni 2003 Währungsanalyse Highlights Juni 2003 n akt. Sep.03 Dez.03 Leitzins 0,3 0,3 0,3 10-J Renditen 2,27 2,5 2,8 EUR/CHF 1,54 1,56 1,58 Bandbreite 3M 1,53-1,57 Quelle: Reuters, Raiffeisen Research Konjunkturvorlaufindikatoren

Mehr

Makro. E-A-Modell GG: NE = AT IS-MP. Bisher. Start. Karl Betz. Termin 9: IS-MP (Kapitel 10)

Makro. E-A-Modell GG: NE = AT IS-MP. Bisher. Start. Karl Betz. Termin 9: IS-MP (Kapitel 10) Karl Betz Makro NE E--Modell GG: NE = T NE * Termin 9: - (Kapitel 10) Heute: Erweitertes --Modell: angebots- vs. nachfrageorientiert Die Nachfrage wurde im E--Modell erstmal nur durch das (effektive) Einkommen

Mehr

IK: Einkommen, Beschäftigung und Finanzmärkte (Sommersemester 2011) Geld- und Finanzmärkte

IK: Einkommen, Beschäftigung und Finanzmärkte (Sommersemester 2011) Geld- und Finanzmärkte IK: Einkommen, Beschäftigung und Finanzmärkte (Sommersemester 2011) Geld- und Finanzmärkte Inhalt Ziel: Erstellung eines kleinen Modells zur Beschreibung der Geld- und Finanzmärkte in unserer Ökonomie

Mehr

Warum Regeln zur Fiskalpolitik?

Warum Regeln zur Fiskalpolitik? Warum Regeln zur Fiskalpolitik? Wenn Inflation vor allem geldpolitisch verursacht wird, warum bedarf es dann einer Einschränkung der fiskalpolitischen Souveränität der Mitgliedstaaten? 1. In einer Währungsunion

Mehr

Prof. Dr. Christian Bauer Geld, Kredit, Währung WS 2009/10 Geld, Kredit, Währung

Prof. Dr. Christian Bauer Geld, Kredit, Währung WS 2009/10 Geld, Kredit, Währung Folie 1 A Grundlagen I. Stilisierte Fakten II. Funktionen des Finanzsektors B Zinstheorie I. Zinsbildung II. Zinsstruktur Gliederung C Staatliche Ordnung der Finanzmärkte I. Die Europäische Zentralbank

Mehr

Kommunalforum 11. März 2015. Michael Janßen Marco Eisenschmidt

Kommunalforum 11. März 2015. Michael Janßen Marco Eisenschmidt Kommunalforum 11. März 2015 Michael Janßen Marco Eisenschmidt Zinsprognose 2 Swap-Sätze aktuelle Zinsen (05.02.15) Zinsprognosevorschlag und Delta zur Altprognose Swapsätze (gg. 6M-Euribor) Tendersatz

Mehr

S Finanzgruppe Deutscher Sparkassenund Giroverband. Darauf können sich die Kunden verlassen: Sparkassen stehen für Sicherheit und Stabilität

S Finanzgruppe Deutscher Sparkassenund Giroverband. Darauf können sich die Kunden verlassen: Sparkassen stehen für Sicherheit und Stabilität Deutscher Sparkassen- und Giroverband (DSGV) Kommunikation und Medien Charlottenstraße 47 10117 Berlin Telefon 030 202 25-5115 Telefax 030 202 25-5119 S Finanzgruppe Deutscher Sparkassenund Giroverband

Mehr

«Das Ungleichgewicht verschärft sich. Das beunruhigt uns.»

«Das Ungleichgewicht verschärft sich. Das beunruhigt uns.» «Das Ungleichgewicht verschärft sich. Das beunruhigt uns.» GELDPOLITIK Die Nationalbank warnt vor den Gefahren auf dem Immobilienmarkt. Wer einen Hypothekarkredit aufnimmt, sollte sich auf steigende Zinsen

Mehr

Konjunkturbericht Liechtenstein. Herbst 2015

Konjunkturbericht Liechtenstein. Herbst 2015 A M T FÜ R STA TISTIK FÜ R STEN TU M LIEC H TEN STEIN Konjunkturbericht Liechtenstein Herbst 2015 Auf einen Blick Die konjunkturelle Entwicklung in Liechtenstein Umsätze Die Umsätze von 27 grösseren Unternehmen

Mehr

SARON Innovation für die Finanzmärkte

SARON Innovation für die Finanzmärkte Embargo: 25. August 2009, 11.30 Uhr SARON Innovation für die Finanzmärkte Mitglied des Direktoriums Schweizerische Nationalbank * Lancierungs-Event Swiss Reference Rates, Hotel Widder, Zürich 25. August

Mehr

Stand: 14 07 2011. nformationen s dem BundesfinaPunkt. nzministerium. BankenaBgaBe

Stand: 14 07 2011. nformationen s dem BundesfinaPunkt. nzministerium. BankenaBgaBe Stand: 14 07 2011 IAuf auden nformationen s dem BundesfinaPunkt. nzministerium. BankenaBgaBe ausgabe 03 2010 AUSGANGSPUNKT Die Finanzmärkte Lebensadern moderner Volkswirtschaften Die Krise der internationalen

Mehr

Identifikation von Immobilienblasen - UBS Swiss Real Estate Bubble Index

Identifikation von Immobilienblasen - UBS Swiss Real Estate Bubble Index Kongress IUHF / EuBV WM Real Estate Research Identifikation von Immobilienblasen - UBS Swiss Real Estate Bubble Index Dr. Matthias Holzhey Ökonom, CIO WM Real Estate Research 6. Juni 2013 Warum sind Immobilien

Mehr

Das US-Notenbank-System Federal Reserve Sie macht die Welt-Geldpolitik. Claus Isert Wirtschafts- und Finanzanalyst 24.12.2013

Das US-Notenbank-System Federal Reserve Sie macht die Welt-Geldpolitik. Claus Isert Wirtschafts- und Finanzanalyst 24.12.2013 Das US-Notenbank-System Federal Reserve Sie macht die Welt-Geldpolitik Claus Isert Wirtschafts- und Finanzanalyst 24.12.2013 In den Vereinigten Staaten ist manches anders als bei uns! Um das >Notenbank-System

Mehr

Turbo oder Bremse: wie Zinsstrukturen die Wirtschaft prägen

Turbo oder Bremse: wie Zinsstrukturen die Wirtschaft prägen Turbo oder Bremse: wie Zinsstrukturen die Wirtschaft prägen Eine Analyse von André Maßmann Im Auftrag der Franke-Media.net 31.03.2014 Pressekontakt www.tagesgeldvergleich.net Ein Projekt von Franke-Media.net

Mehr