Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie. Wasserwirtschaftlicher Monatsbericht Hessen

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1 Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie Wasserwirtschaftlicher Monatsbericht Hessen März 216

2 N [mm] LT [Grad C] März Witterung Etwas zu kalt und leicht zu nass Die Mitteltemperatur für Hessen betrug im März 3,9 C und lag mit,5 C geringfügig unter dem langjährigen Reihenwert. Mittlere Monatstemperaturen April März , 17, 12, 7, 2, -3, Apr 15 Mai 15 Jun 15 Jul 15 Aug 15 Sep 15 Okt 15 Nov 15 Dez 15 Jan 16 Feb 16 Mrz 16 Monatsmittel Mittelwert Abb. 1: Mittlere Monatstemperaturen der letzten zwölf Monate. Der Gebietsniederschlag in Hessen betrug im März 63 l/m² und lag damit 3 % über dem langjährigen Monatsmittel (Reihe ). Niederschlagshöhen Hessen April März Apr 15 Mai 15 Jun 15 Jul 15 Aug 15 Sep 15 Okt 15 Nov 15 Dez 15 Jan 16 Feb 16 Mrz 16 Monatssumme Mittelwert Abb. 2: Mittlere monatliche Niederschlagshöhen der letzten Die Sonnenscheindauer betrug im Gebietsmittel 87,8 Stunden und lag im Berichtsmonat ca. 18 % unter dem langjährigen Mittelwert. Sonnenscheindauer [h] Sonnenscheindauer Hessen April März 216 3, 25, 2, 15, 1, 5,, Apr 15 Mai 15 Jun 15 Jul 15 Aug 15Sep 15Okt 15Nov 15Dez 15Jan 16Feb 16Mrz 16 Monatssumme Mittelwert Abb. 3: Sonnenscheindauer der letzten 2

3 N [mm] N [mm] N [mm] März 216 Im Folgenden sind die monatlichen Niederschlagshöhen der hessischen Stationen Bebra, Marburg-Lahnberge und Frankfurt am Main-Flughafen den langjährigen monatlichen Mittelwerten gegenüber gestellt Niederschlagshöhen Station Bebra (192 m über NN) Apr. 15 Mai. 15 Jun. 15 Jul. 15 Aug. 15 Sep. 15 Okt. 15 Nov. 15 Dez. 15 Jan. 16 Feb. 16 Mrz. 16 Monatssumme Mittelwert Abb. 4: Monatliche Niederschlagshöhen Station Bebra der letzten Im Februar betrug der Monatsniederschlag an der Station Bebra 55 l/m² und lag damit 22 % über dem langjährigen Mittelwert. An der Station Marburg-Lahnberge fielen 73,4 l/m². Der Referenzwert wurde damit um 33 % überschritten. An der Station Frankfurt am Main- Flughafen wurde mit 57 l/m² 12 % mehr Niederschlag als im langjährigen Mittel registriert Niederschlagshöhen Station Marburg-Lahnberge (325 m über NN) Apr 15 Mai 15 Jun 15 Jul 15 Aug 15 Sep 15 Okt 15 Nov 15 Dez 15 Jan 16 Feb 16 Mrz 16 Monatssumme Mittelwert Abb. 5: Monatliche Niederschlagshöhen Station Marburg- Lahnberge der letzten Niederschlagshöhen Station Frankfurt am Main-Flughafen (112 m über NN) 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1,, Apr. 15 Mai. 15 Jun. 15 Jul. 15 Aug. 15 Sep. 15 Okt. 15 Nov. 15 Dez. 15 Jan. 16 Feb. 16 Mrz. 16 Monatssumme Mittelwert Abb. 6: Monatliche Niederschlagshöhen Station Frankfurt am Main-Flughafen der letzten 3

4 LT [Grad C] Summe [mm] März 216 Die nebenstehende Abbildung 7 zeigt die Niederschlagsverteilung im März 216 an der Station Frankfurt am Main-Flughafen. Tagesniederschlag [mm] Niederschlag Frankfurt am Main-Flughafen , 35, 3, 25, 2, 15, 1, 5,, März 216 Tagesniederschlag Summenlinie Abb. 7: Niederschlagshöhe Station Frankfurt am Main- Flughafen im Berichtsmonat. In Frankfurt am Main-Flughafen wurde das Maximum der Lufttemperatur am mit 15,5 C registriert. Das Minimum der Lufttemperatur wurde am 9.3. mit einem Wert von -3,2 C gemessen. Es gab im Februar 1 Frosttage (Tage mit einem Minimum der Lufttemperatur unter C) und zwei Nebeltage (Sichtweite < 1m). 2, 15, 1, 5,, -5, Lufttemperatur März 216 Frankfurt am Main-Flughafen (112 m über NN) -3,2 Abb. 8: Lufttemperatur Station Frankfurt am Main- Flughafen im Berichtsmonat. 15,5 Tagesmitteltemperatur Tages-Max Tages-Min Monats-Max Monats-Min Gleitende 5-Tagesmittel 1951/8 4

5 März Grundwasser Steigende Grundwasserstände und zunehmende Quellschüttungen Zu Beginn des Jahres 216 lagen die Grundwasserstände auf unterdurchschnittlichen bis mittleren Höhen und die Quellschüttungen waren jahreszeitlich normal. Die Trockenheit im Jahr 215 hatte auch auf den Grundwasserhaushalt einen großen Einfluss und die Wasserstände sanken bis November kräftig ab. Da die Wasserstände Anfang 215 relativ hoch anstanden, wurden nur an wenigen Messstellen niedrige Grundwasserstände erreicht. Die Grundwasserstände in Mittel und Nordhessen lagen im März auf jahreszeitlich mittleren bis unterdurchschnittlichen Höhen. Im März stieg das Grundwasser an und die Schüttungen der Quellen nahmen zu. Abb. 9: Grundwasserganglinien Messstelle Bracht. Beispiel Bracht Nr : Nach einem stetigen Absinken des Grundwassers im letzten Jahr steigt es nun wieder an, liegt aber weiterhin unterhalb von Mittelwerten. In der hessischen Rheinebene, Hessisches Ried, wurden zu Beginn des Jahres fast überall mittlere bis unterdurchschnittliche Grundwasserstände beobachtet. Infolge der Trockenheit war das Grundwasser im Jahr 215 überall stetig abgesunken, bis es seit November wieder anstieg. Es sind folgende Details zu beobachten: In der Nähe des Rheins ist der Pegelstand maßgeblich für das Grundwasser, das in den Rhein abfließt. Ebenso wie der Rheinwasserstand bis November 215 auf Niedrigwasserniveau sank, fielen auch die Grundwasserstände. Im März war der Rheinpegel auf Mittelwasser angestiegen, und so auch die Grundwasserstände. Abb. 1: Grundwasserganglinien Messstelle Bauschheim. 5

6 März 216 Im südlichen Maingebiet sind die Grundwasserstände seit 23 niedriger als früher. Derzeit liegen sie auf etwas unterdurchschnittlichen Werten mit steigender Tendenz. Beispiel: Bauschheim Nr Die Grundwasserstände in typischen vernässungsgefährdeten Gebieten lagen im März auf einem mittleren bis unterdurchschnittlichen Niveau und stiegen an. Im mittleren Teil des Gebietes zwischen Einhausen, Groß-Rohrheim, Gernsheim, Pfungstadt und Griesheim stand das Grundwasser auf oder über dem Niveau der mittleren Richtwerte für die Grundwasserbewirtschaftung. Die Steuerung durch Infiltration und Grundwasserentnahmen zeigt hier die gewünschte Wirkung. Im südlichen hessischen Ried lagen die Grundwasserstände in den letzten Jahren stets über den Mittelwerten. Seit März 215 sank das Grundwasser bis November auf das Niveau der jahreszeitlichen Mittelwerte und stieg seit Anfang 216 wieder an. Beispiel: Bürstadt Nr Abb. 11: Grundwasserganglinien Messstelle Bürstadt. 6

7 Q [m³/s] Q [m³/s] Relative Abweichung MQ / MQReihe [%] März Oberirdische Gewässer Geringe Durchflüsse Das Abflussgeschehen spiegelt das über einen längeren Zeitraum regenarme Wetter wider. Am Ende des Monats änderten Tiefdruckgebiete das Wettergeschehen und die Wasserstände stiegen in Hessen wieder an. Die Abflüsse lagen im März 216 um ca. 4 % unter den langjährigen Beobachtungswerten Relative Abweichung des mittleren monatlichen Abflusses (MQ) vom langjährigen Monatsmittel (MQ Reihe) / 216 Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb Mär Abb. 12: Abweichung des mittleren monatlichen Abflusses in Hessen vom langjährigen Monatsmittel der letzten zwölf Monate für 1 Referenzpegel in Hessen Durchflüsse Pegel Helmarshausen / Diemel MNQ = 5,96 m³/s MQ = 15,3 m³/s MHQ = 18 m³/s Durchfluss Tagesmittel Durchfluss Monatsmittel 1956/211 Quelle: HLNUG Wiesbaden, 216 An vier ausgewählten Pegeln Helmarshausen/Diemel für Nordhessen, Marburg/ Lahn für Mittelhessen, Hanau/Kinzig für das Maingebiet und Lorsch/Weschnitz für das Rheingebiet wird nebenstehend die mittlere tägliche Wasserführung dargestellt. Am Pegel Helmarshausen betrug der mittlere monatliche Durchfluss knapp 12,6 m³/s gegenüber dem langjährigen Monatsmittel von 23,1 m³/s. Am Pegel Marburg wurden ca. 16,2 m³/s gemessen, das langjährige Monatsmittel liegt hier bei knapp 25,8 m³/s. Abb. 13: Durchflüsse am Pegel Helmarshausen/Diemel der letzten Quelle: HLNUG Wiesbaden, 216 Durchflüsse Pegel Marburg / Lahn MNQ= 3,41 m³/s MQ= 16,5 m³/s MHQ= 166 m³/s Durchfluss Tagesmittel Durchfluss Monatsmittel 1956/211 Abb. 14: Durchflüsse am Pegel Marburg/Lahn der letzten 7

8 Q [m³/s] Q [m³/s] März 216 Beim Pegel Hanau lag der mittlere monatliche Durchfluss mit ca. 13,8 m³/s unter dem langjährigen Monatsmittel von 15,6 m³/s. Beim Pegel Lorsch wurden im Mittel 2,6 m³/s registriert (Vergleichswert: 4,6 m³/s) Durchflüsse Pegel Hanau / Kinzig MNQ = 2,42 m³/s MQ = 1,4 m³/s MHQ =75,3 m³/s Durchfluss Tagesmittel Durchfluss Monatsmittel 1957/211 Quelle: HLNUG Wiesbaden, 216 Abb. 15: Durchflüsse am Pegel Hanau/Kinzig der letzten Durchflüsse Pegel Lorsch / Weschnitz 4 3 MNQ = 1,16 m³/s MQ = 3,1 m³/s MHQ = 24,6 m³/s 2 1 Durchfluss Tagesmittel Durchfluss Monatsmittel 1956/211 Quelle: HLNUG Wiesbaden, 216 Abb. 16: Durchflüsse am Pegel Lorsch/Weschnitz der letzten 8

9 V[Mio m³] März Talsperren Anstieg der Inhalte Edertalsperre Der Inhalt der Edertalsperre lag zu Beginn des Monats bei knapp 176 Mio. m³ (88 %), stieg bis zum Monatsende fast konstant auf ca. 191 Mio. m³ (96 %) Beckenfüllung der Edertalsperre Aeo=1442,7 km² Fassungsraum= 199,3 Mio. m³ 1 Gegenüber dem langjährigen Mittelwert von ca. 155 Mio. m³ (78 %) betrug die mittlere Beckenfüllung im März ca. 184 Mio. m³ (92 %). Das Hochwasserrückhaltevolumen betrug am Monatsende 8,3 Mio. m³ (4 %). 5 Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb Mrz Beckeninhalt 215/216 Beckeninhalt Monatsmittel 1966/25 Abb. 17: Beckenfüllung der Edertalsperre der letzten Beckenfüllung der Edertalsperre Volumen [Mio.m³] Tageswerte 25 mittleres Einstauvolumen seit 23: 138,47 Mio.m³ Jan. 3 Jan. 4 Jan. 5 Jan. 6 Jan. 7 Jan. 8 Jan. 9 Jan. 1 Jan. 11 Jan. 12 Jan. 13 Jan. 14 Jan. 15 Jan. 16 Abb. 18: Beckenfüllung der Edertalsperre seit 23. 9

10 V[Mio m³] März 216 Diemeltalsperre Der Inhalt der Diemeltalsperre stieg von ca. 18,1 Mio. m³ (91 %) bis zum Monatsende auf knapp 19 Mio. m³ (95 %) anstieg. Die durchschnittliche Füllung betrug ca. 18,4 Mio. m³ (93 %) und lag damit weit über dem langjährigen mittleren Märzwert von 14,8 Mio. m³/s (74 %). Das Hochwasserrückhaltevolumen am Monatsende lag bei,93 Mio. m³ (5 %) Beckenfüllung der Diemeltalsperre Aeo=12,2 km² Fassungsraum= 19,93 Mio. m³ Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb Mrz Beckeninhalt 215/216 Beckeninhalt Monatsmittel 1966/25 Abb. 19: Beckenfüllung der Diemeltalsperre der letzten Volumen [Mio.m³] Tageswerte 25 2 Beckenfüllung der Diemeltalspere mittleres Einstauvolumen seit 23: 14,25 Mio.m³ Jan. 3 Jan. 4 Jan. 5 Jan. 6 Jan. 7 Jan. 8 Jan. 9 Jan. 1 Jan. 11 Jan. 12 Jan. 13 Jan. 14 Jan. 15 Jan. 16 Abb. 2: Beckenfüllung der Diemeltalsperre seit 23. 1

11 März Übersicht Messstellen Abb..21: Lage der ausgewählten gewässerkundlichen Messstellen. 11

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