Was ist Klima? Arbeitsblatt

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1 Lehrerinformation 1/10 Arbeitsauftrag Die SuS lernen den Begriff Klima kennen und erfahren, dass die Erde in verschiedene Klimazonen aufgeteilt ist. Sie lesen die Texte durch und versuchen anschliessend, die Klimazonen unserer Erde einzuzeichnen. Ziel Die SuS wissen, wie das Klima entsteht, und kennen die Klimazonen der Erde. Material Arbeitsblätter Lösungsblatt Sozialform GA Zeit 30 Zusätzliche Informationen: Quellen und weitere Informationen zu Klima und Wetter: (Bundesamt für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) - (spezielle Kinderseite vom Bundesamt BMU)

2 2/10 Aufgabe: Lies den Informationstext und die Beschreibung der verschiedenen Klimazonen auf der Erde. Versuche anschliessend, die Klimatypen in die Umrisskarte einzuzeichnen. Klima was ist das? Wenn wir vom Klima sprechen, dann meinen wir den typischen jährlichen Ablauf des Wetters (z. B. mildes oder raues Klima). Die Aussagen zum Klima leiten die Forscher aus den Wetterbeobachtungen über viele Jahre ab. Klimaforscher sagen, dass man mindestens 30 Jahre das Wetter an einem Ortt beobachten muss, um eine Aussage über das dortige Klima treffen zu können. Das Klima wird geprägt durch alle Elemente auf der Erde wie Kontinente, Meere, Atmosphäre und der Sonnenaktivität. Das Klima ist nicht überall auf der Erde gleich. Dies liegt daran, dass bestimmte Faktoren in verschiedenen Räumen unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Diese Einflüsse, die ein Klima eines Ortes bestimmen, werden als Klimafaktoren bezeichnet. Das Klima wird nach seiner räumlichen Ausbreitung in drei Bereiche geteilt: Makroklima (Grossklima) Mesoklima (Regionalund Lokalklima) Nach ihm wird die Erde in Klimaregionen eingeteilt. Klima in einer Region (Nordeuropa, Mittelmeerraum) oder an einem kleineren bestimmtem Ort (Tal, Siedlung, Insel) Mikroklima Klima in Bodennähe oder z. B. in einem Wald Klimafaktoren Geographische Breite: Am Nordpol ist es kälter als bei uns in Mitteleuropa und am Äquator ist es wärmer, weil die gleiche Menge Sonnenstrahlen an den Polen eine viel grössere Fläche beleuchten muss als am Äquator. Die Erwärmung ist am Äquator also höher, da der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen recht hoch ist und so die gleiche Anzahl Strahlen am Äquator einen viel kleineren Raum zu erwärmen braucht als am Pol. Die geographische Breite bestimmt also die grundsätzlichen Temperaturen einer Region. Lage zum Meer: In einem Ort am Meer fällt in der Regel mehr Regen (Niederschlag) als im Binnenland. Ausserdem nehmen die Meere im Sommer Wärme auf, die sie im Winter wieder abgeben. So sind die Temperaturschwankungen am Meer geringer. Meere bestimmen also die Temperaturen und Niederschläge eines Ortes. Höhenlage/Lage zu Gebirgen (Relief): Mit zunehmender Höhe nehmen die Temperaturen ab. So ist es auf dem Matterhorn kälter als in Zürich. Weiterhin haben Luvseiten (Luv = dem Wind zugewandt) von Gebirgen mehr Niederschläge als die Leeseiten (Lee = dem Wind abgewandt). Beispielsweise fällt westlich der Alpen mehr Niederschlag als östlich davon, da der Wind in Mitteleuropa meistens aus Westen kommt. Bodenbedeckung: In Städten mit dunklem Asphalt ist die Erwärmung höher (Stadtklima) als beispielsweise auf schneebedeckten Flächen, da dunkle Flächen die Wärme besser aufnehmen.

3 3/10 Die Klimafaktoren geographische Breite, Höhenlage und Relief, Lage zum Meer sowie Bodenbedeckung sind in verschiedenen Regionen unterschiedlich stark ausgeprägt. Wie bereits oben beschrieben wurde, bestimmt die geographische Breite im Wesentlichen die Temperaturen eines Ortes. Neben der Temperatur bestimmen die Klimafaktoren auch noch andere Dinge, die das Klima messbar machen. Diese "Dinge" bezeichnet man als Klimaelemente. Quelle: Klimasystem Wie oben erwähnt wurde, lässt sich Klima über Mittelwerte und Summen beschreiben. Klima wurde deshalb auch lange als Statistik über die Atmosphäre und die Klimatologie als eine Wissenschaft verstanden, deren Aufgabe es ist, statistische Daten über die Atmosphäre zu sammeln. Heute wird Klima nicht nur als eine statistische Grösse verstanden, sondern darüber hinaus als ein System von Wechselwirkungen. Dieses Klimasystem umfasst dabei folgende Teilsysteme: Die Atmosphäre mit gross- und kleinräumigen Prozessen wie globalen Windsystemen oder der Wolkenbildung Die Kryosphäre (Eishülle der Erde) mit Gebirgsgletschern und den Polkappen Die Lithosphäre (Gesteinshülle) mit Vulkanen oder Rohstoffen Die Hydrosphäre (Wasserhülle) mit Flüssen, Seen und Meeren und Prozessen wie der Verdunstung Die Biosphäre (Vegetation, Tier- und Pflanzenarten) Den Menschen, der durch seine Handlungen in alle Sphären eingreift

4 4/10 Die Klimazonen der Erde Äquatoriale Klimazone Äquatorialklima Temperaturen ganzjährig hoch, keine/kaum Schwankungen Niederschläge ganzjährig hoch, teilweise Ausprägung zweier Zeiten mit erhöhten Niederschlägen im Frühjahr und Herbst Zone des tropischen Wechselklimas Tropisches Wechselklima Temperaturen ganzjährig hoch, mit zwei Maxima Niederschläge fallen im Sommer (Regenzeit), im Winter kein/kaum Niederschlag (Trockenzeit) Passatklimazone Trockenes Passatklima Temperaturen hoch, mit starken Schwankungen, Maximum im Sommer, Minimum im Winter ganzjährig geringe bis keine Niederschläge Feuchtes Passatklima Temperaturen hoch, mit mässigen Schwankungen, Maximum im Sommer Im Sommer hohe Niederschläge, im Winter mässige bis wenige Niederschläge (teilweise wintertrocken) Subtropische Klimazone Winterregenklima der Westseiten Temperaturen warmgemässigt mit einem Maximum im Sommer Niederschläge fallen im Winter Subtropisches Ostseitenklima Temperaturen warmgemässigt mit einem Maximum im Sommer, relativ kühle Winter Niederschläge fallen ganzjährig, v. a. und verstärkt im Sommer

5 5/10 Seeklima der Westseiten Temperaturen gemässigt, leichte Schwankungen, Maximum im Sommer Niederschläge fallen ganzjährig, häufig mit Maximum im Winter (oder ganzjährig ausgeglichen) Übergangsklima Temperaturen gemässigt, leichte Schwankungen im Westen, stärkere Schwankungen im Osten, Maximum im Sommer Niederschläge fallen ganzjährig, im Sommer etwas höher Gemässigte Klimazone Kühles Kontinentalklima Temperaturen kühlgemässigt, starke bis extreme Schwankungen zwischen Winter und Sommer Niederschläge fallen ganzjährig mit Maximum im Sommer Ostseitenklima Temperaturen gemässigt, grosse Schwankungen zwischen Winter und Sommer, im Sommer teilweise tropische Temperaturen Niederschläge ganzjährig, in Ostasien mit ausgeprägtem Maximum im Sommer Sommerwarmes Kontinentalklima Temperaturen warmgemässigt, starke Schwankungen zwischen Winter und Sommer, Sommer warm bis heiss Niederschläge ganzjährig gering Subpolare Klimazone Subpolares Klima Temperaturen ganzjährig niedrig, nur im Sommer über dem Gefrierpunkt Niederschläge niedrig, im Sommer höher

6 6/10 Polare Klimazone Polarklima Temperaturen fast das gesamte Jahr unter 0 C, nur im Sommer kurz über dem Gefrierpunkt Niederschläge ganzjährig niedrig Klimate der Hochgebirge Hochgebirgsklima Gebirge (Höhenlage und Relief) haben einen grossen Einfluss auf das Klima. Obwohl Quito am Äquator liegt, gibt es hier nur eine Jahresmitteltemperatur von 13,0 C. In Sao Gabriel hingegen, das ebenfalls am Äquator liegt, beträgt die Jahresmitteltemperatur 25,1 C. Dies liegt daran, dass Quito sich in einer Höhe von 2818 m ü. NN in den Anden befindet. Sao Gabriel liegt nur 90 m hoch. Mit zunehmender Höhe nehmen die Temperaturen ab, was mit dem Aufbau der Atmosphäre zusammenhängt. Deshalb ist in Quito trotz gleicher geographischer Breite kühler. Durch diese Temperaturabnahme bilden sich verschiedene Klima- und Vegetationsstufen in einem Gebirge/an einem Berg.

7 7/10 Zeichne nun hier die verschiedenen Klimazonen ein. Quelle:

8 8/10 Wie entsteht das Klima? Die Auswirkung der Sonnenstrahlung auf die Erdoberfläche Festland und Ozean und die davon ausgelösten Wechselwirkungen bestimmen das Klima der Erde. Zu diesen Wechselwirkungen gehören das Festhalten der Wärme durch die Atmosphäre; weltweit wirkende Windsysteme und Meeresströmungen, die diese Wärme über die Erde verteilen, aber auch die Auswirkungen von Schnee und Eis, die Sonnenlicht besonders stark reflektieren, und der Pflanzendecke, die Treibhausgase bindet und den Wasserkreislauf reguliert. Die Erde umkreist die Sonne und ist dabei etwas zur Seite geneigt. Deshalb wird die Erde nicht überall gleichmässig erwärmt. Am Äquator haben die Sonnenstrahlen die grösste Kraft, dort treffen sie fast senkrecht auf die Erde. Es gibt deshalb dort keine Jahreszeiten und es ist immer sehr heiss. Die Nord- und die Südhalbkugel werden im Verlauf eines Jahres unterschiedlich stark bestrahlt. So entstehen die Jahreszeiten mit langen warmen Sommertagen und kalten, kürzeren Wintertagen. Die Neigung der Erdachse hat einen sehr grossen Einfluss auf das Klima. Aber es gibt noch weitere sehr wichtige Einflüsse, die das Klima an einem Ort bestimmen: die Verteilung von Meer und Land, die Meeresströmungen, die Höhe über dem Meeresspiegel. Quelle:

9 9/10 Aufgabe: Begründe den Verlauf der Temperaturkurven in den einzelnen Klimazonen! Äquatorialklima Feuchtes Passatklima Kühles Kontinentalklima

10 Lösungsblatt 10/10 Lösungen: Quelle: Äquatorialklima Feuchtes Passatklima Kühles Kontinentalklima Äquatoriale Klimazone: Sonne ganzjährig nahezu im Zenit ganzjährig hohe Temperaturen (Beleuchtungszone: Tropen) Passatklimazonen und subtropische Klimazone: So. wärmer, da Sonne im Winter auf N-Halbkugel (Subtropen) Gemässigte Klimazone: Temperaturen gemässigt, da gemässigte Beleuchtungszone; Maximum im Sommer, da Sonne dann auf N-Halbkugel

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